Donnerstag, 26. Februar 2015

Kalenderblatt (26. Februar)

26. Februar

1738 Carl Abraham Gerhard wird in Lerchenborn/Polen geboren. Der Mineraloge und Bergbaubeamte ist der Gründer der Bergakademie Berlin.
1874 George Hesekiel stirbt in Berlin im Alter von 54 Jahren. Der Journalist und Schriftsteller schrieb eine Biografie von Reichskanzler Otto von Bismarck. Er war Mitbegründer der Wochenschrift "Berliner Revue" und Mitglied der literarischen Vereinigung "Tunnel über der Spree".
1879 Franz Leopold Sonnenschein stirbt in Berlin im Alter von 61 Jahren. Der Chemiker und Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin widmete sich vorwiegend der analytischen und forensischen Chemie.
1887 Der Genre-, Porträt- und Landschaftsmaler, Rudolf Schick, stirbt in Berlin nach jahrelanger Krankheit in Folge mehrerer Schlaganfälle im Alter von 46 Jahren.
1893 Die von August Orth erbaute evangelische Gethsemanekirche in Berlin-Pankow wird eingeweiht. In den 1980er Jahren wird die Kirche Zufluchtsort für Oppositionelle, Bürgerrechtler und Anhänger der DDR-Friedensbewegung.
1920 Der Chemiker Carl Alexander von Martius stirbt in Bad Reichenhall/Bayern im Alter von 82 Jahren. Gemeinsam mit Paul Mendelssohn Bartholdy gründete er 1868 in Rummelsburg in Berlin-Lichtenberg die "Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrication", aus der später die Agfa hervorgeht.
1945 Schwere Luftangriffe auf Berlin. Mittags beginnt der bislang verheerendste Tagesangriff. 1184 US-amerikanische Flugzeuge werfen über 1628 Tonnen Spreng- und 1258 Tonnen Brandbomben über der Hauptstadt ab. Von den insgesamt 310 Luftangriffen auf Berlin gehört dieser neben den Luftangriffen vom 3. Februar und 18. März 1945 zu den drei schwersten.
1946 Jaecki Schwarz wird in Berlin geboren. Der Schauspieler wird einem breiten Publikum bekannt durch die Krimiserie "Polizeiruf 110", in der er die Rolle als Hauptkommissar Schmücke spielt. Privat engagiert er sich für Homosexuelle und ist ehrenamtlicher Botschafter eines Kinderhospizes.
1967 Der Architekt und Publizist, Max Taut, stirbt in Berlin im Alter von 82 Jahren. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Bruno und Franz Hoffmann betrieb er ein Architekturbüro in Berlin. Er war Mitbegründer einer neuen Architekturschule an der Universität der Künste Berlin.
1969 Der Architekt und Erbauer der Berliner Philharmonie sowie der Siedlung Siemensstadt, Hans Scharoun, wird Ehrenbürger der Stadt Berlin.
1981 Die aus Frankfurt/Main stammende Kabarettistin, Schauspielerin und Synchronsprecherin, Tatjana Sais, stirbt in Berlin im Alter von 71 Jahren. 1948 gehörte sie zusammen mit ihrem Ehemann, Günter Neumann, zu den Gründungsmitgliedern des Nachkriegskabaretts "Die Insulaner".
1992 Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth weiht im Reichstagsgebäude in Berlin-Mitte die Gedenkstätte für die verfolgten Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik ein.
1997 Der Profiboxer Graciano Rocchigiani wird vom Amtsgericht Tiergarten wegen Beleidigung eines Polizisten und gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten verurteilt. Für neun Monate wird ihm der Führerschein entzogen.
1996 Die 46. Internationalen Filmfestspiele Berlin gehen mit der Verleihung des Goldenen Bären zu Ende. Den Preis erhält die Jane Austen-Verfilmung "Sense and Sensibility" ("Sinn und Sinnlichkeit") des US-amerikanischen Regisseurs Ang Lee. Die Hauptdarsteller sind Emma Thompson, Kate Winslet, Hugh Grant und Alan Rickman.
2005 Nathan Steinberger stirbt in Berlin im Alter von 94 Jahren. Der Wirtschaftswissenschaftler und Kommunist, der während der großen Säuberungsaktion unter Stalin bis 1946 in sibirischer Lagerhaft verbrachte, arbeitete als Ökonomie-Professor in Meißen, Potsdam und Berlin.
2006 Der katholische Priester und Generalsekretär der Berliner Bischofskonferenz, Paul Dissemond, stirbt in Berlin nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 85 Jahren. Er war "Päpstlicher Ehrenprälat" und Ständiger Stellvertreter des Berliner Generalvikars und Cancellarius Curiae im Bischöflichen Ordinariat Berlin.
2010 Der Deutsche Bundestag billigt mit großer Mehrheit die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes um ein Jahr sowie eine Aufstockung des Bundeswehrkontingents um bis zu 850 Soldaten.