Dienstag, 31. März 2015

Kalenderblatt (31. März)

31. März

1722 Der preußische Staatsmann und Hauslehrer des späteren Königs Friedrich I, Eberhard von Danckelmann, stirbt in Berlin im Alter von 78 Jahren.
1842 Friedrich Magnus von Bassewitz wird mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin ausgezeichnet. Der Reformpolitiker ist auch Ehrenbürger von Potsdam.
1853 Otto Nikolaus Witt wird in Sankt Petersburg geboren. Der russische Chemiker habilitiert an der TH Berlin und ist Gründer und Herausgeber der populärwissenschaftlichen Zeitschrift "Prometheus".
1885 Dem Historiker und Professor an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität, Leopold von Ranke, wird anlässlich seines 60-jährigen Dienstjubiläums die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen.
1895 John Jay McCloy wird in Philadelphia/Pennsylvania geboren. Anlässlich seines 90. Geburtstags wird er Ehrenbürger der Stadt Berlin wegen seiner Verdienste am Zustandekommen des Marshallplans, der den Grundstein für den Wiederaufbau der Wirtschaft in Westdeutschland legt. 1963 ist er Berater von Präsident John F. Kennedy bei dessen Besuch in Westberlin.
1899 Leo Borchard wird in Moskau geboren. Der Opernkorrepetitor, Dirigent, Librettist und Leiter der Berliner Philharmoniker ist Mitbegründer der Widerstandsgruppe "Onkel Emil", die sich für Berliner Juden einsetzt. Am 23. August 1945 wird Borchard von einem US-Soldaten in Berlin-Wilmersdorf erschossen, weil sein Fahrzeug beim Passieren des amerikanischen Sektors nicht, wie gefordert, anhält.
1900 Paul Parey stirbt in Berlin im Alter von 58 Jahren. Der Buchhändler und Verleger wird bekannt durch naturwissenschaftliche und landwirtschaftliche Zeitschriften und Bücher.
1902 Die Operette "Lysistrata" des Berliner Komponisten und Theaterkapellmeisters Paul Lincke erlebt im Apollo-Theater in Berlin ihre Uraufführung.
1908 Der Journalist, Historiker und Diplomat, Shepard Stone wird in Nashua, New Hampshire/USA geboren. 1983 wird er Ehrenbürger der Stadt Berlin, weil er sich in besonderer Weise um die deutsch-amerikanische Freundschaft und die Förderung von Kunst und Wissenschaft in Berlin verdient gemacht hat. Er ist Direktor des "International Affair Program" der Ford Foundation und des von ihm gegründeten "Aspen-Institute Berlin".
1914 Christian Morgenstern stirbt in Untermais/Italien im Alter von 42 Jahren. Der Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker, Übersetzer und Verfasser der Galgenlieder lebte einige Jahre in Berlin.
1920 Jo Schulz wird in Bautzen/Sachsen geboren. Der Schriftsteller, Kabarettist sowie Bühnen- und Drehbuchautor, der u.a. für die Satire-Zeitschrift "Eulenspiegel" tätig ist, erhält 1985 den Goethepreis der Stadt Berlin.
1934 Unter dem Druck des NS-Regimes stellt der Ullstein-Verlag das Erscheinen der überregionalen Berliner Vossischen Zeitung ein. Das Traditionsblatt kann auf eine 300-jährige Geschichte zurückblicken und hatte so berühmte Mitarbeiter wie Gotthold Ephraim Lessing und Theodor Fontane.
1939 Volker Schlöndorff wird in Wiesbaden geboren. Der Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent ist Dozent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin sowie Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" und "Homo Faber". Der Film "Die Blechtrommel" erhält die Goldene Palme in Cannes und den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.
1980 James Cleveland ("Jesse") Owens stirbt in Tucson/Arizona im Alter von 66 Jahren an Lungenkrebs. Der US-amerikanische Leichtathlet gewann bei den Olympischen Sommerspielen 1936 im Berliner Olympiastadion vier Goldmedaillen im 100-, 200- und 4x100-Meter-Lauf sowie im Weitsprung und war damit der erfolgreichste Athlet dieser Olympiade. 1964 kam er erneut nach Berlin, wo er den Dokumentarfilm "Jesse Owens Returns to Berlin" über seine Sportlerkarriere drehte.
1993 Werner Stein stirbt in Berlin im Alter von 79 Jahren. Der Physiker, Dozent und SPD-Politiker war Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, Senator für Wissenschaft und Kunst von Berlin und Begründer des Instituts für Biophysik.
2000 Gisèle Freund stirbt in Paris im Alter von 91 Jahren. Die in Berlin geborene Fotografin und Fotohistorikerin, die Deutschland wegen ihrer jüdischen Herkunft verlassen musste, fotografierte zahlreiche berühmte Persönlichkeiten wie Breton, Cocteau, Gide, Joyce, Rolland, Shaw, Wilder, Zweig und Mitterrand.
2004 Im Berliner Hotel Interconti findet die zweitägige Afghanistan-Konferenz statt. Hilfszusagen in Höhe von rund 7,4 Milliarden Euro sowie die Bekämpfung des Drogenanbaus stehen auf der Agenda.
2005 Georg Elwert stirbt in Berlin im Alter von 57 Jahren. Der Ethnosoziologe sowie Professor an der FU Berlin war ein bedeutender Vertreter der deutschen Entwicklungssoziologie.

Der Berliner Schauspieler, Autor, Moderator und Synchronsprecher, Claus Jurichs, stirbt in Meschede/Nordrhein-Westfalen im Alter von 70 Jahren. Er wirkte in mehreren TV-Produktionen mit. Außerdem synchronisierte er u.a. Terence Hill, Lex Barker, James Caan, Robert De Niro und Alec Guinness. Seine größte Popularität erreichte er wohl durch die US-amerikanische TV-Serie "Dallas", in der er Cliff Barnes (Ken Kercheval) seine Stimme lieh.
2006 Mehr als 1000 Menschen nehmen Abschied von dem vor knapp zwei Wochen im Dienst erschossenen 42-jährigen Polizisten Uwe Lieschied. Auch Berlins Regierender Bürgermeister, der Innensenator und der Polizeipräsident nehmen an der Trauerfeier teil. Die 32. Große Strafkammer verurteilt später Yusuf K. (31) wegen schweren Raubes zu fünf Jahren Haft und Mehmet E. (40) zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.
2009 Auf Veranlassung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble wird der rechtsextreme Jugendverband "Heimattreue Deutsche Jugend" mit sofortiger Wirkung verboten.
2010 Die Westeuropäische Union, ein am 23. Oktober 1954 geschlossener Beistandspakt zwischen Frankreich, Großbritannien, den Benelux-Staaten, der Bundesrepublik Deutschland und Italien, wird offiziell aufgelöst.
2014 Rund anderthalb Jahre nach der tödlichen Prügelattacke auf dem Berliner Alexanderplatz gegen den 20-jährigen Jonny K. werden die Haftstrafen gegen die sechs Angreifer vom Bundesgerichtshof bestätigt. Die Revisionen werden als unbegründet verworfen.

Die ersten 174 Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes beziehen den Neubau in der Chausseestraße in Berlin-Mitte. Der Umzug der rund 4000 Beschäftigten von Pullach nach Berlin soll bis Ende 2016 erfolgen.