Mittwoch, 1. April 2015

Kalenderblatt (1. April)

1. April

1767 Johann Wilhelm Lombard wird in Berlin geboren. Der Verfasser zahlreicher Gedichte und Prosatexte ist Kabinettsmitglied und berät Friedrich Wilhelm III in außenpolitischen Fragen.
1785 Johann David Erdmann Preuß wird in Landsberg/Polen geboren. Der Historiker, Autor, Lehrer und anerkannte Experte der brandenburgisch-preußischen Geschichte veröffentlicht eine vierbändige Lebensgeschichte Friedrich des Großen.
1813 Carl Rammelsberg wird in Berlin geboren. Der Chemiker und Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin sowie Lehrer der Chemie und Mineralogie am königlichen Gewerbeinstitut ist u.a. Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der American Academy of Arts and Sciences. Außerdem ist er Mitbegründer der Deutschen Chemischen Gesellschaft zu Berlin. Das Mineral Rammelsbergit ist nach ihm benannt.
1815 Otto von Bismarck wird in Schönhausen/Sachsen-Anhalt geboren. Der Ministerpräsident von Preußen und Kanzler des Norddeutschen Bundes ist von 1871 bis 1890 erster Reichskanzler des Deutschen Reiches. Am 27. März 1871 wird ihm anlässlich der Reichsgründung, an der er maßgeblich beteiligt ist, die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen.
1866 Ferruccio Busoni wird in Empoli/Italien geboren. Der Pianist, Komponist, Dirigent, Librettist, Essayist und Musikpädagoge unterrichtet von 1920 bis zu seinem Tod an der Berliner Akademie der Künste.
1872 Der Politiker der Nationalliberalen Partei (NLP) und Bruder von James Hobrecht, Arthur Hobrecht, wird Oberbürgermeister von Berlin. Sechs Jahre lenkt er die Geschicke der Stadt, sorgt für eine moderne Kanalisation und fördert das Unterrichtswesen sowie die Krankenpflege. Für seine Verdienste wird er später Ehrenbürger von Berlin.

Martin Ohm stirbt in Berlin im Alter von 79 Jahren. Der Mathematiker, Autor und Bruder des Physikers Georg Simon Ohm, kommt 1821 nach Berlin. Er wird Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität und Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses. Die Ohmstraße in Berlin-Mitte trägt seinen Namen.
1876 Benno Orenstein und Arthur Koppel gründen in Berlin das Maschinenbauunternehmen Orenstein & Koppel. Das später so erfolgreiche Unternehmen mit weltweiten Niederlassungen und einer äußerst breiten Produktpalette erlebt seinen Niedergang ab den späten 1990er Jahren.
1889 Der Verlag Rudolf Mosse gibt die erste Ausgabe der "Berliner Morgenzeitung" heraus. Anfänglich sind es 60000 Exemplare, im Jahr 1900 bereits 150000 Exemplare.
1893 Nachdem bereits ein Jahr zuvor die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) in Baden, Bayern und Württemberg eingeführt worden ist, gilt diese Umstellung nun auch für das gesamte Reichsgebiet.
1904 Nikolai Bersarin wird in Sankt Petersburg geboren. Der Marschall der Roten Armee ist der erste Stadtkommandant von Berlin. 1975 erhält er posthum die Ehrenbürgerwürde von Ostberlin wegen seines vielfältigen Engagements für das Wohlergehen der Berliner Bevölkerung und die Instandsetzung der zerstörten Infrastruktur.
1913 Otto March stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Der Architekt und Ehrendoktor war Senatsmitglied der preußischen Akademie der Künste.
1947 Ingrid Steeger wird in Berlin als Ingrid Anita Stengert geboren. Die Schauspielerin, die durch die Sketch-Fernsehserie "Klimbim" bekannt wird, engagiert sich heute für geistig Behinderte und AIDS-kranke Kinder.
1991 Der Manager, Politiker und Präsident der Treuhandanstalt in Berlin, Detlev Rohwedder, wird im Alter von 58 Jahren in Düsseldorf von einem Scharfschützen der RAF erschossen.
2000 Der Teltowkanal wird wieder für die Schifffahrt freigegeben. Die Gesamtkosten für die Bauarbeiten und die zuvor erforderliche Kampfmittelentsorgung belaufen sich auf rund 36,2 Millionen DM.
2005 Harald Juhnke stirbt in einem Krankenhaus in Rüdersdorf bei Berlin im Alter von 75 Jahren an den Folgen des Korsakow-Syndroms. Der in Berlin geborene Schauspieler, Komödiant, Entertainer, Synchronsprecher und Sänger, der wegen seiner Krankheit zuvor in einem Pflegeheim lebte, wird in einem Ehrengrab auf dem Waldfriedhof Dahlem beigesetzt.