Mittwoch, 8. April 2015

Kalenderblatt (8. April)

8. April

1818 August Wilhelm Hofmann wird in Gießen geboren. Der Chemiker ist ein Pionier auf dem Gebiet der Erforschung und Entwicklung von Farbstoffen. 1867 wird er Mibegründer der Deutschen Chemischen Gesellschaft zu Berlin.
1827 Nach zweijähriger Bauzeit wird die Sing-Akademie zu Berlin eingeweiht. Sie wurde 1791 von Carl Friedrich Christian Fasch gegründet und ist die älteste gemischte Chorvereinigung der Welt.
1835 Der Gelehrte und Staatsmann, Wilhelm von Humboldt, stirbt in Berlin-Tegel im Alter von 67 Jahren. Er war maßgeblich an der Gründung der ersten Berliner Universität, die am 10. Oktober 1810 ihren Lehrbetrieb aufnahm, beteiligt.
1868 Werner von Bolton wird in Tiflis/Georgien geboren. Der Chemiker und Werkstoffwissenschaftler erfindet ein Herstellungsverfahren für Tantalglühfäden. Die Tantallampe wird später durch die Glühlampe mit Wolframfaden ersetzt.
1878 Der Kabarettist, Pianist, Komponist und Theaterdirektor, Rudolf Nelson, wird als Rudolf Lewysohn in Berlin geboren.
1884 Der Architektur- und Theatermaler sowie Radierer und Professor, Carl Graeb, stirbt in Berlin im Alter von 68 Jahren. 1860 wurde er Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin.
1897 Heinrich von Stephan stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren an den Folgen einer schweren Diabetes. Der Generalpostdirektor und Organisator des deutschen Postwesens war Mitbegründer des Weltpostvereins.
1913 Ernst Walter Ruhmer stirbt in Berlin nur eine Woche vor Vollendung seines 35. Geburtstags. Der Physiker war ein Pionier auf dem Gebiet der Trägerfrequenztechnik. 1902 gelang ihm eine drahtlose Telegrafie über eine Strecke von 17 Kilometern. 1908 errichtete er in seinem Labor die erste Trägerfrequenzanlage.
1924 Der Film- und Theaterschauspieler, Synchronsprecher und Kabarettist, Günter Pfitzmann, wird in Berlin geboren. Besonders in seinen Fernsehrollen verkörpert er den Berliner mit Herz und Schnauze. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Berliner Kabaretts "Die Stachelschweine".
1936 Der Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler, Klaus Löwitsch, wird in Berlin geboren. Er ist Träger des Deutschen Filmpreises, des Adolf-Grimme-Preises und des Bayerischen Fernsehpreises.
1944 Bruno Lüdke stirbt im Kriminalmedizinischen Zentralinstitut der Sicherheitspolizei in Wien vermutlich an den Folgen von Menschenversuchen. Der gebürtige Berliner wurde 36 Jahre alt. Jahrzehntelang galt er als einer der gefährlichsten Serienmörder der deutschen Kriminalgeschichte. Er selbst gestand 84 Morde, während die Polizei von 53 Morden und drei Mordversuchen ausging. Heutzutage wird nahezu ausgeschlossen, dass der geistig zurückgebliebene Mann auch nur eines der Verbrechen begangen hat.
1955 Der Film- und Theaterschauspieler, Rudolf Klix, stirbt in Berlin im Alter von 74 Jahren. Zunächst arbeitete er an verschiedenen Berliner Theaterbühnen, bis er 1919 für den Film entdeckt wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wirkte er in einer Reihe von DEFA-Filmen mit.
1973 Viktor de Kowa stirbt in Berlin im Alter von 69 Jahren. Er war Theater- und Filmschauspieler, Chansonsänger, Regisseur, Drehbuchautor und Komödiendichter.
2003 Der ehemalige Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping heiratet Kristina Gräfin Pilati. Für Schlagzeilen hatte das Paar ein Jahr zuvor gesorgt, als es sich für eine Zeitschrift in einem Swimming-Pool auf Mallorca ablichten ließ, während gleichzeitig die Bundeswehr unmittelbar vor einem riskanten Einsatz in Mazedonien stand. Der zuvor schon schwer angeschlagene Minister wurde am 18. Juli 2002 entlassen.
2007 Der Schriftsteller, Kabarettist und Drehbuchautor, Jo Schulz, stirbt in Berlin im Alter von 87 Jahren. Er war Mitglied des DDR-Kabaretts "Böse Sieben" und schrieb Artikel für Satire-Zeitschriften.
2011 Die Tragikomödie "Vincent will Meer" wird im Friedrichstadtpalast in Berlin-Mitte mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Die Regie führte Ralf Huettner, das Drehbuch schrieb Florian David Fitz.