Sonntag, 26. April 2015

Kalenderblatt (26. April)

26. April

1660 Elisabeth Charlotte stirbt in Crossen an der Oder im Alter von 62 Jahren. Durch ihre Heirat mit Georg Wilhelm aus dem Hause Hohenzollern wurde sie Kurfürstin von Brandenburg. Sie ist die Mutter des Großen Kurfürsten.
1774 Leopold von Buch wird in Stolpe/Brandenburg geboren. Er ist einer der bedeutendsten Geologen des 19. Jahrhunderts und einer der ersten geologischen Feldforscher Europas. Er ist Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften und der Leopoldina sowie Mitbegründer der Deutschen Geologischen Gesellschaft. Die Leopold-von-Buch-Plakette, der Buch-Krater und die Lavandula buchii sind nach ihm benannt.
1803 Julie Gräbert ("Mutter Gräbert") wird in Berlin geboren. Sie gehört zu den Berliner Originalen. Nach dem Tod ihres Mannes leitet sie ab 1855 das "Vorstädtische Theater am Weinbergsweg" in Berlin, das wegen seiner populären Inszenierungen zu den beliebtesten der Stadt gehört.
1810 August Theodor Kaselowsky wird in Potsdam geboren. Der Maler lehrt an der Königlichen Kunstgewerbeschule und an der Berliner Kunstakademie. Im Neuen Museum gestaltet er sechs Wandgemälde.
1813 Generalmajor Thümen gelingt es, die französischen Truppen, die seit Oktober 1806 die Zitadelle Spandau besetzt halten, zur Aufgabe zu bewegen. Dem französischen Kommandanten, General Bruny, wird im Gegenzug freier Abzug gewährt.
1842 Der Buchhändler und Verleger, Georg Andreas Reimer, stirbt in Berlin im Alter von 65 Jahren. Sein kaufmännisches Geschick und die Zusammenarbeit mit den renommiertesten Autoren seiner Zeit, machten ihn zu einem der wichtigsten Verleger Deutschlands. Politisch war er auf der Seite der preußischen Reformbewegung.
1863 Der Dichter und Dramatiker, Arno Holz, wird in Rastenburg/Polen geboren. 1898 veröffentlichte er sein lyrisches Hauptwerk, den Gedichtband "Phantasus". 1929 wurde er für den Literaturnobelpreis nominiert.
1864 Bona Peiser wird als Tochter eines jüdischen Verlagsbuchhändlers in Berlin geboren. Sie ist die erste deutsche Bibliothekarin.
1889 Ludwig Wittgenstein wird in Wien geboren. Der österreichisch-britische Philosoph immatrikuliert sich im Oktober 1906 an der Technischen Hochschule Charlottenburg, der heutigen Technischen Universität Berlin. Nach dem Abschlussdiplom als Ingenieur 1908 geht er nach Manchester.
1908 Der Zoologe, Lehrer und Ökologe, Karl August Möbius, stirbt in Berlin im Alter von 83 Jahren. Er war Leiter des Berliner Naturkundemuseums, Professor an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität sowie Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften.
1925 Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg wird im Alter von 77 Jahren als Nachfolger von Friedrich Ebert zum Reichspräsidenten gewählt und am 12. Mai vereidigt.
1933 Der Jurist, Journalist, Politiker und NS-Widerstandskämpfer, Erich Baron, begeht im Alter von 51 Jahren nach schwerer Folter durch die SA im Untersuchungsgefängnis Lehrter Straße Selbstmord.
1941 Die "Mutter Courage des Ostens", Regine Hildebrandt, wird als Regine Radischewski in Berlin geboren. Die Biologin und SPD-Politikerin wird im Herbst 1990 brandenburgische Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen. Durch ihr unkonventionelles, schnörkelloses und ungewöhnlich offenherziges Auftreten wird sie bundesweit populär. Ihr zu Ehren vergibt die SPD seit 2002 alljährlich den "Regine-Hildebrandt-Preis"
1945 Der Jurist Wilhelm Crohne nimmt sich gemeinsam mit seiner Familie das Leben. Nach dem Tod von Roland Freisler, hatte er die Leitung des Volksgerichtshofs in Berlin inne.
Auch Walter Kubitzky, Leiter der Spionageabwehr gegen die Sowjetunion, Kriminaldirektor sowie Regierungs- und Kriminalrat, begeht kurz vor der Eroberung Berlins Selbstmord.

Winfried Glatzeder wird in Zoppot/Polen geboren. Der Schauspieler wird durch seine Rolle als Paul an der Seite von Angelica Domröse in dem DDR-Spielfilm "Die Legende von Paul und Paula" bekannt. Von 1996 bis 1998 spielt er den Tatort-Kommissar Ernst Roiter.
1965 Der Opernsänger, Intendant und Schauspieler, Franz Michael Bohnen, stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren. Er arbeitete an der Berliner Hofoper und war von 1945 bis 1947 Intendant der Deutschen Oper in Berlin.
1968 John Heartfield stirbt in Berlin im Alter von 76 Jahren. Der Maler, Grafiker, Fotomontagekünstler und Bühnenbildner war der Bruder des Schriftstellers und Verlegers, Wieland Herzfelde.
1985 Die Bundesgartenschau (BUGA) Berlin wird von Bundespräsident Richard von Weizsäcker eröffnet.
1999 Bundestagspräsident Wolfgang Thierse verleiht dem britischen Architekten des umgebauten Reichstagsgebäudes, Sir Norman Foster, das Bundesverdienstkreuz.
2000 Joachim Kemmer, stirbt in Wien im Alter von 60 Jahren. Der Theater-, Film- und Fernsehschauspieler betätigte sich auch als Kabarettist, Sänger und Synchronsprecher. Er lieh seine Stimme u.a. Humphrey Bogart, John Cassavetes, Marty Feldman, Richard Gere, Anthony Hopkins, Dean Martin und Al Pacino.
2001 Die Berliner Film- und Theaterschauspielerin, Ruth Hellberg stirbt in Feldafing/Oberbayern im Alter von 94 Jahren. Als Synchronsprecherin lieh sie ihre Stimme u.a. Vivien Leigh, Myrna Loy und Jeanne Moreau. Bestattet wird Hellberg in Berlin-Dahlem.
2005 Die deutsch-chinesische Professorin und Übersetzerin, Käthe Zhao (geb. Starkloff-Linke), stirbt in Peking im Alter von 98 Jahren. Sie heiratete einen chinesischen Staatsbürger und ging nach China. Während des NS-Regimes half sie, jüdische Kinder ins Ausland zu bringen. 1992 verlieh der Staatsrat der Volksrepublik China Käthe Zhao den Nationalpreis.
2009 Der Berliner Volksentscheid "Pro Reli" über die Einführung des Wahlpflichtbereichs Ethik/Religion wird mit 48,5 Prozent Ja-Stimmen zu 51,3 Prozent Nein-Stimmen und 0,2 Prozent ungültigen Stimmen abgelehnt. Die Wahlbeteiligung lag bei 29,2 Prozent.
2013 Im Friedrichstadt-Palast in Berlin-Mitte findet die Verleihung des Deutschen Filmpreises statt. Gewinner ist die in schwarz-weiß gedrehte Tragikomödie "Oh Boy" des deutschen Regisseurs Jan Ole Gerster.