Montag, 13. April 2015

Kalenderblatt (13. April)

13. April

1799 Ludwig Rellstab wird in Berlin geboren. Der Journalist, Musikkritiker und Dichter verfasst historische Romane, Novellen, Dramen und Reiseschilderungen. Mehrere seiner Gedichte werden von Franz Schubert vertont.
1854 Richard Aßmann wird in Magdeburg/Sachsen-Anhalt geboren. Der Meteorologe und Mitbegründer der Aerologie entwickelt das nach ihm benannte Aspirationspsychrometer. Er arbeitet am Königlichen Meteorologischen Institut Berlin und ist Mitglied des Berliner Vereins zur Förderung der Luftschiffahrt sowie Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina.
1858 Der aus Berlin stammende Architekturmaler, Carl Hasenpflug, stirbt in Halberstadt/Sachsen-Anhalt im Alter von 55 Jahren.
1870 Der Schauspieler, Schriftsteller und Schauspiellehrer, Ferdinand Gregori, wird in Leipzig geboren.
1881 Der Jurist, Journalist, SPD-Politiker und NS-Widerstandskämpfer, Ernst Heilmann, wird in Berlin geboren.
1894 Philipp Spitta stirbt in Berlin im Alter von 52 Jahren. Der Musikwissenschaftler und Bachbiograph war Lehrer an der akademischen Hochschule für Musik und Professor an der Friedrich-Wilhelm-Universität zu Berlin. Außerdem war er Mitbegründer des Leipziger Bachvereins.
1915 Stephan Hermlin wird als Rudolf Leder in Chemnitz/Sachsen geboren. Der Schriftsteller und Übersetzer ist Mitglied des Schriftstellerverbandes der DDR, der Akademie der Künste der DDR und ab 1976 auch der Akademie der Künste in Westberlin.
1956 Emil Nolde stirbt in Seebüll/Schleswig Holstein im Alter von 88 Jahren. Der Maler des Expressionismus war Mitglied der Künstlergruppe "Brücke" und der Berliner Secession.
1964 Veit Harlan stirbt auf Capri/Italien im Alter von 64 Jahren an einer Lungenentzündung. Der in Berlin geborene Schauspieler und Regisseur wurde bekannt durch seine NS-Propagandafilme, besondres aber durch den antisemitischen Hetzfilm "Jud Süß".
1968 Studentenunruhen erschüttern Berlin. Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen einem massiven Polizeiaufgebot und Demonstranten, die den Axel-Springer-Verlag für das Attentat auf Rudi Dutschke verantwortlich machen, werden 277 Personen festgenommen - darunter Fritz Teufel, Rainer Langhans und Peter Brandt, der Sohn des SPD-Politikers Willy Brandt.
1984 Franz Karl Maier stirbt in Berlin im Alter von 73 Jahren. Der streitbare und konfliktfreudige Verleger und Herausgeber des Tagesspiegels (1949–1984) setzte sich für Unabhängigkeit der Journalisten sowie Meinungs- und Pressefreiheit ein.
1991 Die CDU-Politikerin Birgit Breuel wird Präsidentin der Treuhandanstalt und tritt damit die Nachfolge des am 1. April ermordeten Detlev Rohwedder an.
1999 Willi Stoph stirbt in Berlin im Alter von 84 Jahren. Der SED-Politiker und Generaloberst war Vorsitzender des Ministerrates der DDR und von 1973 bis 1976 Vorsitzender des Staatsrats.
2014 Die Füchse Berlin gewinnen mit 21:22 gegen den SG Flensburg-Handewitt in Hamburg zum ersten Mal den deutschen Handball-Pokal.
2015 Günter Grass stirbt in Lübeck im Alter von 87 Jahren. Der Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker erhielt 1999 den Nobelpreis für Literatur. Sein Roman "Die Blechtrommel" verkaufte sich über drei Millionen Mal und wurde in 24 Sprachen übersetzt.