Donnerstag, 23. April 2015

Kalenderblatt (23. April)

23. April

1833 Johann Stephan Gottfried Büsching stirbt in Berlin im Alter von 72 Jahren. Der preußische Verwaltungsbeamte war von Februar 1814 bis März 1832 Oberbürgermeister von Berlin.
1858 Max Planck wird in Kiel geboren. Der Physiker, Nobelpreisträger und Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin ist der Entdecker des Planckschen Wirkungsquantums und der Begründer der Quantenphysik. Außerdem ist er Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, der heutigen Max-Planck-Gesellschaft.
1871 Ignaz von Olfers stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren. Der Naturwissenschaftler und Diplomat wurde 1839 Generaldirektor der Königlichen Museen zu Berlin. Zusammen mit Friedrich August Stüler gehörte er zu der von Friedrich Wilhelm IV eingesetzten Kommission, die den Umbau der Museumsinsel in Berlin plante und leitete.
1884 Heinrich Richter-Berlin wird als Heinrich Richter in Berlin geboren. Der Maler des Expressionismus ist Mitbegründer der "Neuen Secession" in Berlin und der Künstlervereinigung "Novembergruppe" sowie des Arbeitsrats für Kunst . Außerdem entwirft er Holzschnitte und Theaterdekorationen und ist als Filmarchitekt und Publizist tätig.
1887 Wilhelm Deffke wird in Wuppertal/Nordrhein-Westfalen geboren. Der Gebrauchsgrafiker und Werbekünstler ist ein Pionier des modernen Firmenlogos. 1950 wird er von Oberbürgermeister Ernst Reuter mit dem Kunstpreis der Stadt Berlin ausgezeichnet.
1898 Lucius Dubignon Clay wird in Marietta/Georgia geboren. Der General der US Army ist von 1947 bis 1949 Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland und der Vater der Berliner Luftbrücke. Am 5. Mai 1962 wird er anlässlich seines Abschieds als Sondergesandter in Berlin mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin ausgezeichnet.
1945 Der Jurist und NS-Widerstandskämpfer, Klaus Bonhoeffer, wird nachts zusammen mit zwölf Mitgefangenen von einem Sonderkommando des Reichssicherheitshauptamts durch Genickschuss ermordet. Wegen seiner Beteiligung am gescheiterten Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 war er am 2. Februar 1945 durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt worden.

Hitler ernennt General Helmuth Weidling zum Oberbefehlshaber der Truppen in Berlin. Hermann Göring, der die Reichsgeschäfte an sich reißen will, schickt Hitler ein Telegramm nach Berlin und teilt ihm mit, dass er die Führung des Reichs übernehmen werde, falls er bis 22 Uhr keine anderslautende Weisung erhalte. Hitler reagiert empört und lässt Göring verhaften und auf dem Obersalzberg festsetzen.

Die Truppen der Roten Armee unter Marschall Schukow und Marschall Konjew besetzen Potsdam und Döberitz und erobern einen Berliner Stadtteil nach dem anderen.
1961 Dirk Bach wird in Köln geboren. Der Schauspieler, Synchronsprecher, Moderator und Komiker wird u.a. bekannt durch die TV-Sendungen "Lukas", die "Sesamstraße" und als Moderator der RTL-Sendung "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!".
1976 Der Palast der Republik in Berlin-Mitte wird eröffnet und ab dem 25. April für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Leitung über die 32 Monate dauernden Bauarbeiten hatte der Berliner Architekt Heinz Graffunder.
1984 Mehr als 10000 Demonstranten nehmen in Berlin am Ostermarsch teil.
1991 Greenpeace-Aktivisten klettern auf das Brandenburger Tor und entrollen ein Banner mit der Aufschrift "Jeder Tag Atomkraft ist einer zuviel". Sie fordern einen schnellstmöglichen Atomausstieg Deutschlands und protestieren gegen neue Atomkraftwerke in Stendal und Greifswald.
2004 Am Vormittag kommt es im Berliner Bezirk Spandau bei Wartungsarbeiten an einer Messsonde zu einer Gasexplosion. Drei Arbeiter erleiden dabei schwere Brandverletzungen. Der Einsatz, an dem rund 640 Feuerwehrleute, Polizisten und Spezialisten der Gasag und des Technischen Hilfswerks beteiligt sind, dauert mehrere Tage.
2010 Der Spielfilm "Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte" des Regisseurs Michael Hanekes, der auch das Drehbuch schrieb, wird in Berlin mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.