Mittwoch, 22. April 2015

Kalenderblatt (22. April)

22. April

1724 Immanuel Kant wird in Königsberg geboren. Er ist einer der bedeutendsten Philosophen der Aufklärung und Begründer der modernen abendländischen Philosophie. Die preußische Zensurbehörde, die in Kants Schriften eine Herabwürdigung der Bibel sieht, verbietet ihm die Publikation religiöser Beiträge. Eine Beschwerde des Herausgebers der Berlinischen Monatsschrift bei König Friedrich Wilhelm II bleibt erfolglos.
1786 Der Philosoph, evangelisch-reformierte Theologe und Schriftsteller sowie Hof- und Domprediger, August Friedrich Sack, stirbt in Berlin im Alter von 83 Jahren. 1744 wurde er von Friedrich II zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften und 1750 zum Oberkonsistorialrat berufen. Seine letzte Predigt hielt er am 27. August 1780 im Berliner Dom.
1815 Wilhelm Peters wird in Koldenbüttel/Schleswig-Holstein geboren. Der Naturforscher, Zoologe, Anatom, Entdecker und Autor ist von 1857 bis 1869 Direktor des Berliner Zoologischen Gartens.
1834 Julius Emmerich wird in Trier/Rheinland-Pfalz geboren. Der Architekt und Baubeamte, ein Schüler von Karl Bötticher und Heinrich Strack, ist Mitglied der Preußischen Akademie des Bauwesens und Ehrendoktor. In Berlin erbaut er u.a. den Preußischen Landtag, das Preußische Innenministerium und die Reichshauptbank.
1839 August Wilhelm Eichler wird in Neukirchen/Hessen geboren. Der Botaniker ist Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und Direktor des Königlichen Botanischen Gartens.
1889 Der Schriftsteller Ludwig Renn wird als Arnold Friedrich Vieth von Golßenau in Dresden geboren. Der Kommunist, der während des spanischen Bürgerkriegs an der Seite der Republikaner kämpft, lebt bis zu seinem Tod in der DDR.
1916 Der Violinist, Bratschist und Dirigent, Yehudi Menuhin, wird in New York City geboren. 1997 wird er mit dem Bundesverdienstkreuz und mit der Otto-Hahn-Friedensmedaille ausgezeichnet. Am 12. März 1999 stirbt er in Berlin im Alter von 82 Jahren.
1927 Alfons Wonneberg wird in Berlin geboren. Der Jazz- und Unterhaltungsmusiker, Bandleader und Hochschullehrer erhält 1959 den Kunstpreis der DDR. 1999 gründet er die erste Berliner Uni-Big-Band.
1945 Käthe Kollwitz stirbt in Moritzburg bei Dresden im Alter von 77 Jahren. Die Grafikerin, Malerin und Bildhauerin lebte über 50 Jahre in Berlin.

Angesichts der dramatischen Entwicklung sieht Hitler ein, dass der Krieg verloren ist und kündigt seinen Selbstmord an. Trotz der bevorstehenden Niederlage erlässt er jedoch den Befehl, alle Zivilisten und Soldaten, die im Verdacht stehen, die deutsche Widerstandskraft zu zersetzen, zu erschießen.
1959 Die zwischen 1913 und 1916 von Alexander Beer erbaute und später zerstörte Synagoge am Fraenkelufer in Berlin-Kreuzberg, wird nach einem Umbau erneut geweiht.
1965 Renée Sintenis stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren. Die Bildhauerin und Grafikerin war Professorin an der Berliner Hochschule für Bildende Künste und Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Von ihr stammt die Kleinplastik der Berliner Bären, die alljährlich an die Preisträger der Berlinale verliehen werden.
1973 Max Herre wird in Stuttgart geboren. Der Rapper, Songwriter und Produzent, der seit über zehn Jahren in Berlin lebt, erhält 2014 einen ECHO Pop.
1976 Jeanne Mammen stirbt in Berlin im Alter von 85 Jahren. Die Malerin, Zeichnerin und Grafikerin wurde bekannt durch ihre Arbeiten aus dem Berliner Großstadtleben der Zwanziger Jahre.
1980 Fritz Straßmann stirbt in Mainz im Alter von 78 Jahren. Der Chemiker, der von 1929 bis 1944 in Berlin lebte und am Kaiser-Wilhelm-Institut arbeitete, ist gemeinsam mit Lise Meitner und Otto Hahn der Entdecker der Kernspaltung.
1994 Der Autor, Grafiker und DJ, Arno Funke, der als Kaufhaus-Erpresser "Dagobert" in die Berliner Kriminalgeschichte eingeht, wird von der Polizei verhaftet. 1988 sowie von 1992 bis 1994 verübte er fünf Bombenanschläge und einen Brandanschlag. Zwei Menschen wurden dabei leicht verletzt.
1999 Ein ehemaliger Fluchthelfer, der am 18. Juni 1962 den Gefreiten der Grenztruppen der DDR, Reinhold Huhn, in Berlin erschoss, wird vom Berliner Landgericht wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Der Bundesgerichtshof bestätigt das Urteil im Jahr 2000, bewertet das Delikt aber als Mord.
2005 Herbert W. Kapitzki stirbt in Berlin, zwei Tage vor seinem 81. Geburtstag. Der Grafiker, Grafikdesigner und Plakatkünstler wurde 1970 zum Professor für visuelle Kommunikation an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste in Berlin berufen.
2006 Der Religionswissenschaftler und Orientalist, Walter Beltz, stirbt in Berlin, drei Tage vor seinem 71. Geburtstag.
2009 Der Berliner Puppenspieler, Heinz Schröder, stirbt in Rüdersdorf bei Berlin, zwei Tage vor seinem 81. Geburtstag. Er war für das Kinderprogramm des Fernsehens der DDR tätig und erhielt 1969 den Nationalpreis der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur.

Der Tag der Erde (Earth Day) wird alljährlich am 22. April in über 175 Ländern begangen, um auf die Umweltzerstörung und die globale Klimaerwärmung aufmerksam zu machen und den Blick für das Konsumverhalten und die Bewahrung der Umwelt zu schärfen.