Freitag, 24. April 2015

Kalenderblatt (24. April)

24. April

1714 Der Bau des Turmes der Parochialkirche im Berliner Klosterviertel ist abgeschlossen. Anschließend erfolgt der Einbau des Glockenspiels, das 1715 zum ersten Mal in der Gemeinde zu hören ist.
1793 Der Schauspieler Karl Seydelmann wird in Glatz/Polen geboren. Seine Karriere beginnt 1816. Er tingelt durch den deutschsprachigen Raum und gastiert dabei regelmäßig in Berlin, wo er 1838 für das preußische Hoftheater engagiert und zum Hofschauspieler ernannt wird.
1870 Otto Reutter wird als Friedrich Otto August Pfützenreuter in Gardelegen/Sachsen-Anhalt geboren. Der Sänger, Liedertexter, Kabarettist und Komiker verfasst über 1000 Couplets und ist der Star des Berliner Varieté-Theaters "Wintergarten".
1891 Helmuth von Moltke ("der große Schweiger") stirbt in Berlin im Alter von 90 Jahren. Für seinen Einsatz als Chef des Generalstabes der preußischen Armee während der Deutschen Einigungskriege wird ihm 1871 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen.
1909 Bernhard Grzimek wird in Neiße/Polen geboren. Der Tierarzt, Verhaltensforscher, Fernsehmoderator, Buchautor, Tierfilmer und Ehrendoktor der Humboldt-Universität zu Berlin ist langjähriger Direktor des Frankfurter Zoos. Sein Dokumentarfilm "Serengeti darf nicht sterben" erhält 1960 als erster deutscher Film nach dem Zweiten Weltkrieg einen Oscar. Der Dokumentarfilm "Kein Platz für wilde Tiere" wird mit dem Bundesfilmpreis und dem Goldenen Bären der Berlinale 1956 ausgezeichnet.
1911 Karl Schiller wird in Breslau/Polen geboren. Der Wissenschaftler und SPD-Politiker ist Wirtschafts- und Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland sowie von 1959 bis 1965 Berliner Senator für Wirtschaft. Er zählt neben Ludwig Erhard zu den bedeutendsten deutschen Wirtschaftspolitikern der Nachkriegszeit.
1919 Wolfgang ("Pief") Panofsky wird in Berlin geboren. Der Teilchenphysiker ist Berater der US-Regierungen. Bis 2003 ist er Mitglied des unabhängigen Beraterkomitees der "National Nuclear Security Administration". Außerdem gehört er zu den Unterzeichnern des Protestschreibens der "Union of Concerned Scientists" an George Bush, in welchem der US-Regierung die Manipulation von wissenschaftlichen Ergebnissen vorgeworfen wird.
1928 Der Puppenspieler Heinz Schröder wird in Berlin geboren. Er ist für das Kinderprogramm des Fernsehens der DDR tätig und erhält 1969 den Nationalpreis der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur.
1960 Max von Laue stirbt in Berlin im Alter von 80 Jahren. Der Physiker, Forscher und Nobelpreisträger war Mitglied der Leopoldina, Direktor des Instituts für theoretische Physik und des Fritz-Haber-Instituts sowie stellvertretender Direktor des Max-Planck-Instituts. Nach ihm benannt sind das Laue-Verfahren, das Laue-Diagramm und die Laue-Gleichungen.
1974 Der Kanzler-Mitarbeiter und DDR-Spion Günter Guillaume und seine Ehefrau werden in ihrer Bonner Wohnung verhaftet. Es ist die spektakulärste Spionageaffäre der Bonner Republik. Willy Brandt tritt zurück. Der Hauptmann der Nationalen Volksarmee und Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit wird zu dreizehneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, seine Frau zu acht Jahren. 1981 werden beide in die DDR abgeschoben.
2001 Der in Berlin geborene Indologe, Paul Thieme, stirbt in London im Alter von 96 Jahren. Der international anerkannte Wissenschaftler war u.a. auch Mitglied der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft.
2009 Im Berliner Palais am Funkturm wird zum fünften Mal der Deutsche Filmpreis verliehen. Der erfolgreichste Film ist das Drama "John Rabe" des Münchner Regisseurs Florian Gallenberger.
2012 Die Berliner Eisbären gewinnen mit einem 3:1-Sieg im letzten Finalspiel gegen die Adler Mannheim zum sechsten Mal die Deutsche Eishockey-Meisterschaft.
2014 Hans Hollein stirbt in Wien im Alter von 80 Jahren. Der Architekt, Designer, Bildhauer, Objektkünstler, Ausstellungsgestalter und Architekturtheoretiker errichtete u.a. den Neubau der österreichischen Botschaft im Berliner Diplomatenviertel.