Donnerstag, 26. November 2015

Kalenderblatt (26. November)

26 November

1782 Carl Karsten wird in Bützow/Mecklenburg-Vorpommern geboren. Der Mineraloge, Metallurge, Geheime Oberbergrat und Buchautor ist Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften und der Leopoldina sowie Mitbegründer der Deutschen Geologischen Gesellschaft. Er macht sich um die Entwicklung des Hüttenwesens in Deutschland verdient.
1839 Anlässlich seines 50-jährigen Dienstjubiläums erhält der Chefpräsident der preußischen Oberrechnungskammer, Johann Philipp von Ladenberg, für seine Reform des preußischen Steuersystems die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin.
1849 Julius Eduard Hitzig stirbt in Berlin im Alter von 69 Jahren. Der Jurist, Schriftsteller, Verlagsgründer und Herausgeber der Berliner Abendblätter sowie der "Zeitschrift für die Kriminal-Rechtspflege" war Gründungsmitglied mehrerer literarischer Gesellschaften und verfasste biografische Arbeiten über Zacharias Werner, Adelbert von Chamisso und E. T. A. Hoffmann.
1857 Joseph von Eichendorff stirbt in Neisse/Polen im Alter von 69 Jahren. Der Lyriker, Schriftsteller und Prosadichter siedelte 1831 nach Berlin über. 1841 wurde er zum Geheimen Regierungsrat ernannt.
1861 Wilhelm Hensel stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Der Maler und Porträtist, der 1829 zum Königlichen Hofmaler ernannt wurde, war im Vorstand der Kunstakademie und Mitglied der Konservativen Partei. Verheiratet war er mit der Musikerin und Komponistin Fanny Mendelssohn Bartholdy.
1877 Der Architekt, Lehrer und Direktor der Berliner Bauakademie, Richard Lucae, stirbt in Berlin im Alter von 48 Jahren. U.a. erbaute er die Technische Universität zu Berlin und das Opernhaus in Frankfurt/Main. Sein Nachlass befindet sich im Architekturmuseum der Technischen Universität.
1879 Hans Bredow wird in Schlawe/Polen geboren. Der vielfach ausgezeichnete Hochfrequenztechniker und Radiopionier ist Mitbegründer des deutschen Schiffs- und Auslandsfunkverkehrs. Von ihm stammt der Begriff "Rundfunk".
1882 Freiherr Otto Theodor von Manteuffel stirbt in Krossen/Brandenburg im Alter von 77 Jahren. Der konservative Politiker und Berliner Ehrenbürger war Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses und des Herrenhauses.
1886 Heinrich Runge stirbt in Berlin im Alter von 68 Jahren. Der Heraldiker, Konservator und Stadtkämmerer setzte sich für die Entwicklung der kommunalen Selbstverwaltung ein.
1887 Carl Daniel Freydanck stirbt in Strausberg/Brandenburg im Alter von 76 Jahren. Der Berliner Vedutenmaler arbeitete für die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM).
1946 Die französische Besatzungsmacht stellt im Alliierten Kontrollrat den Antrag zum Abriss der Siegessäule in Berlin-Mitte. Zuvor waren schon Bronzetafeln mit Szenen aus dem Deutsch-Französischen Krieg entfernt worden. Briten und US-Amerikaner lehnen das Ansinnen ab, die Sowjets enthalten sich.
1950 Die Schriftstellerin Hedwig Courths-Mahler stirbt in Tegernsee/Bayern im Alter von 83 Jahren. Ihre Romane erschienen in dreizehn Sprachen. Damit ist sie bis heute die meistübersetzte deutsche Autorin. Von 1905 bis 1933 lebte sie mit ihrer Familie in Berlin.
1961 Dirk Michaelis wird in Chemnitz geboren. Der Sänger und Komponist sowie ehemalige Frontmann der DDR-Rockband "Karussell" ist Botschafter der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung und Unterstützer des Kinderhilfswerks UNICEF.
1968 Arnold Zweig stirbt in Berlin im Alter von 81 Jahren. Der Schriftsteller, Dramatiker, Essayist und Redakteur war Präsident der Deutschen Akademie der Künste und des Deutschen P.E.N.-Zentrums sowie Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft. Beigesetzt wird er auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte.
1986 Ingeborg Drewitz stirbt in Berlin im Alter von 62 Jahren an Krebs. Die sozialkritische Schriftstellerin und Pazifistin war Mitbegründerin des Verbandes deutscher Schriftsteller, des portugiesischen PEN-Clubs, der VG Wort und einer Autorenbuchhandlung. Zwei Preise wurden postum nach ihr benannt.
1987 Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Berlin und des Zentralrates der Juden in Deutschland, Heinz Galinski, wird anlässlich seines 75. Geburtstags mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin ausgezeichnet.
2001 Die "Mutter Courage des Ostens", Regine Hildebrandt, stirbt in Woltersdorf bei Berlin im Alter von 60 Jahren an Brustkrebs. Die Biologin und SPD-Politikerin war brandenburgische Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen. Durch ihr unkonventionelles, schnörkelloses und ungewöhnlich offenherziges Auftreten wurde sie bundesweit populär. Ihr zu Ehren vergibt die SPD seit 2002 alljährlich den "Regine-Hildebrandt-Preis".