Montag, 26. Oktober 2015

Kalenderblatt (26. Oktober)

26. Oktober

1694 Der Philosoph, Historiker sowie Natur- und Völkerrechtslehrer, Samuel Freiherr von Pufendorf, stirbt in Berlin im Alter von 62 Jahren. Er wird in der Nikolaikirche in Berlin-Mitte beigesetzt.
1757 Der preußische Staatsmann, Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein, wird in Nassau/Rheinland-Pfalz geboren. Unter Friedrich Wilhelm III setzt er weitgehende Reformen in Preußen durch.
1800 Helmuth von Moltke ("der große Schweiger") wird in Parchim/Mecklenburg-Vorpommern geboren. Der preußische Offizier, Generalfeldmarschall und Chef des Generalstabes sowie Berliner Ehrenbürger hat wesentlichen Anteil an den Siegen während der Deutschen Einigungskriege.
1809 Franz Wilhelm Junghuhn wird in Mansfeld/Sachsen-Anhalt geboren. Der Arzt, Geologe, Botaniker, Autor, Landvermesser sowie Forschungsreisende erkundet u.a. die Insel Java und macht sich um die Bekämpfung der Malaria und um die Kultivierung von Chinarindenbäumen zur Gewinnung von Chinin verdient.
1835 Paul Michelet wird in Berlin geboren. Der Unternehmer, Kommunalpolitiker und Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung wird am 20. Januar 1914 der 51. Ehrenbürger der Stadt Berlin.
1858 Nach seiner Vereidigung auf die Verfassung übernimmt Prinz Wilhelm die Regierungsgeschäfte für seinen kranken Bruder Friedrich Wilhelm IV. Nach dessen Tod im Jahr 1861 besteigt er als Wilhelm I den preußischen Thron.
1866 William Wauer wird in Oberwiesenthal/Sachsen geboren. Der Bildhauer, Grafiker, Filmregisseur, Verleger, Redakteur, Dozent sowie Kunst- und Theaterkritiker gründet 1916 eine Filmgesellschaft und arbeitet von 1928 bis 1933 für den Berliner Rundfunk.
1868 Wilhelm Griesinger stirbt in Berlin im Alter von 51 Jahren an einer Infektion, die er sich bei einer Blinddarmoperation zugezogen hat. Der Psychiater, Internist und Direktor an der Charité gilt als Mitbegründer der modernen Psychiatrie.
1869 Die Siegessäule in Berlin-Mitte erlebt ihre zweite von insgesamt drei Grundsteinlegungen (1865, 1869 und 1871).
1892 Gerhart Jander wird in Altdöbern/Brandenburg geboren. Der Chemiker, Autor und Direktor an der TU Berlin beschäftigt sich mit der anorganisch-analytischen Chemie und entwickelt diverse Untersuchungs- und Analysemethoden.
1897 Henry Vahl wird in Stralsund/Mecklenburg-Vorpommern geboren. Der Volksschauspieler, der mehrere Jahre in Berlin lebt, wird durch Fernsehübertragungen aus dem Hamburger Ohnsorg-Theater bundesweit bekannt.
1929 Der Dichter und Dramatiker, Arno Holz, stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren. 1898 veröffentlichte er sein lyrisches Hauptwerk, den Gedichtband "Phantasus". 1929 wurde er für den Literaturnobelpreis nominiert.
1934 Ulrich Plenzdorf wird in Berlin geboren. Der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramaturg veröffentlicht 1972 sein bekanntestes Werk "Die neuen Leiden des jungen W."
1957 Nikos Kazantzakis stirbt in Freiburg/Baden-Württemberg im Alter von 74 Jahren. Der Schriftsteller, Journalist und Übersetzer gehört zu den bedeutendsten griechischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein bekanntester Roman ist "Alexis Sorbas".
1993 Erich Mielke wird vom Berliner Landgericht wegen der Erschießung zweier Polizisten im Jahr 1931 zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Ende 1995 wird er im Alter von 88 Jahren auf Bewährung entlassen.
1999 Die Malerin und Dozentin, Maina-Miriam Munsky, stirbt in Berlin im Alter von 56 Jahren an den Folgen ihrer Alkoholerkrankung.
2002 Günther Tabor stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren. Der aus Österreich stammende Schauspieler und Regisseur spielte an verschiedenen Berliner Bühnen und wirkte in Film- und Fernsehproduktionen mit ("Die Gentlemen bitten zur Kasse", "Liebling Kreuzberg", "Derrick", "Der Alte"). Außerdem beteiligte er sich an zahlreichen Hörspielproduktionen.
2004 Das Bundesverfassungsgericht erklärt das Parteienfinanzierungsgesetz für verfassungswidrig und sichert damit den Splitterparteien auch weiterhin die staatliche Zuwendung, die ihnen ab 2005 hätte versagt werden sollen.