Sonntag, 18. Oktober 2015

Kalenderblatt (18. Oktober)

18. Oktober

1777 Heinrich von Kleist wird in Frankfurt/Oder geboren. Der Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist wird bekannt durch "Das Käthchen von Heilbronn", "Der zerbrochne Krug" und "Amphitryon" sowie für seine Novellen "Michael Kohlhaas" und "Die Marquise von O...".
1818 Friedrich Hoffmann wird in Gröningen/Sachsen-Anhalt geboren. Der Baumeister, Vereinsgründer und Besitzer mehrerer Ziegeleien ist der Erfinder des Ringofens.
1831 Friedrich III aus dem Hause Hohenzollern wird im Neuen Palais in Potsdam geboren. 1888 geht er als der "99-Tage-Kaiser" in die Geschichte Preußens ein.
1835 Constantin Schroeter stirbt in Berlin im Alter von 40 Jahren an Tuberkulose. Er war ein Genre- und Porträtmaler der Biedermeierzeit.
1837 Zar Nikolaus I wird anlässlich seines Grundstückkaufs für die Russische Botschaft in Berlin zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Als Dank stiftet der Kaiser von Russland 5000 Dukaten für das neugegründete Nikolaus-Hospital.
1841 Eberhard Gottlieb Graff stirbt in Berlin im Alter von 61 Jahren. Der Sprachforscher, Regierungsbeamte, Publizist und Professor war Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.
1861 Nach dem Tod seines Bruders Friedrich Wilhelm IV besteigt Wilhelm I den preußischen Thron. In der Schlosskirche zu Königsberg krönt sich Wilhelm I zunächst selbst und danach seine Ehefrau Augusta.
1882 Die Cöpenicker Pferdebahn wird eröffnet. Sie fährt vom Bahnhof Köpenick über die noch hölzerne Dammbrücke bis zum Schloßplatz und benötigt dafür 17 Minuten.
1896 Friedrich Hollaender wird in London geboren. Der Komponist, Schriftsteller, Regisseur sowie Kabarettist, Theaterleiter, Musikdichter und Schauspieler emigriert 1933. Sein Nachlass befindet sich im Archiv der Akademie der Künste in Berlin.
1904 Das auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte gelegene Bode-Museum wird unter dem Namen Kaiser-Friedrich-Museum eröffnet.
1921 Der Tierbildhauer und Medailleur, August Gaul, stirbt in Berlin vier Tage vor Vollendung seines 52. Geburtstags.
1926 Klaus Kinski wird in Zoppot/Polen als Klaus Günter Karl Nakszynski geboren. Der Schauspieler erhält 1979 das Filmband in Gold für seine darstellerische Leistung in "Nosferatu: Phantom der Nacht". Im April 2011 wird er mit einem Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin geehrt.
1927 Ludwig Darmstaedter stirbt in Berlin im Alter von 81 Jahren. Der Chemiker, Wissenschaftshistoriker und Publizist gründet 1914 den Verein der Freunde der Königlichen Bibliothek. Seine umfangreiche Sammlung von Autographen, Manuskripten, Nachlässen und Tagebüchern wird in der Staatsbibliothek zu Berlin aufbewahrt.
1931 Lesser Ury stirbt in Berlin im Alter von 69 Jahren. Der Maler und Grafiker, der dem Impressionismus nahestand, ruht in einem Ehrengrab auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee.
1941 Der erste Deportationszug mit 1013 Berliner Juden verlässt den Bahnhof Grunewald in Richtung Lódz/Polen. Mehr als 50000 Menschen werden bis Februar 1945 vorwiegend von Grunewald aus in die Vernichtungslager deportiert.
1977 In der sogenannten Todesnacht von Stammheim (17./18.) begehen die inhaftierten RAF-Mitglieder Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in ihren Gefängniszellen in der JVA Stuttgart-Stammheim Selbstmord. Irmgard Möller überlebt schwerverletzt. Noch am selben Tag wird der entführte Wirtschaftsfunktionär Hanns Martin Schleyer erschossen.
1984 Robert Harting wird in Cottbus/Brandenburg geboren. Der Diskuswerfer ist Olympiasieger und mehrfacher Welt- und Europameister sowie dreifacher "Sportler des Jahres".
1989 Der Generalsekretär des Zentralkomitees der SED, Erich Honecker, tritt auf Drängen des SED-Politbüros von seinem Amt zurück.
2005 Der Deutsche Bundestag wählt den westfälischen CDU-Politiker Norbert Lammert zum neuen Bundestagspräsidenten und den SPD-Politiker Wolfgang Thierse zum Vizepräsidenten.
2006 Die EU-Kommission beschließt, das Post-Monopol bis 2009 in allen Mitgliedsstaaten auslaufen zu lassen, um künftig auch privaten Postdiensten die Paket- und Briefbeförderung zu ermöglichen.
2011 Nach einem Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg dürfen menschliche embryonale Stammzellen nicht für die wissenschaftliche Forschung patentiert und vermarktet werden. Wenn für deren Gewinnung Embryonen zerstört würden, verstoße dies gegen den Schutz der Menschenwürde, entscheiden die Richter.
2013 Auf der Berliner Museumsinsel in Berlin-Mitte wird der Grundstein für die James Simon-Galerie gelegt. Dem Festakt wohnen zahlreiche Nachfahren von James Simon bei.

Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz küren den Grünspecht zum Vogel des Jahres 2014. Im Gegensatz zu den Vorjahren fällt die Wahl diesmal nicht auf eine bedrohte Vogelart sondern einen Vogel, der in seinem Bestand deutlich zugenommen hat.