Samstag, 2. Mai 2015

Kalenderblatt (2. Mai)

2. Mai

1289 Die Berliner Tuchmacher-Innung wird gegründet. Sie gehört zu den vier Handwerkerinnungen, den sogenannten Viergewerken, zu denen auch die Bäcker, Fleischer und Schuhmacher zählen.
1802 Der Physiker, Chemiker und Forscher, Heinrich Gustav Magnus, wird in Berlin geboren. Nach ihm benannt werden das Magnus-Salz, die Magnus-Formel und der Magnus-Effekt. Er ist Professor und Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Magnus gründet die Humboldt-Stiftung und stellt deren Finanzierung sicher.
1803 Der evangelische Theologe und Autor, Carl Büchsel, wird in Schönfeld/Brandenburg geboren. Er ist Pfarrer der St. Matthäuskirche, Konsistorialrat und Generalsuperintendent des Bereichs Neumark und Niederlausitz. Ab 1858 leitet er das St.-Elisabeth-Kranken- und Diakonissen-Mutterhaus in Berlin und die Goßnersche Missionsgesellschaft.

Friedrich Gedike stirbt in Berlin im Alter von 49 Jahren. Der Pädagoge und Bildungspolitiker war ein Repräsentant der Berliner Aufklärung und gilt als Wegbereiter der preußischen Bildungsreform.
1864 Giacomo Meyerbeer stirbt in Paris im Alter von 72 Jahren. Der Pianist, Komponist, Dirigent und Mäzen war u.a. Generalmusikdirektor der Königlichen Oper zu Berlin und Mitglied der Berliner Sing-Akademie. Bestattet wird er auf dem jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee in Berlin. Der größte Teil seines schriftlichen Nachlasses befindet sich in der Musikabteilung der Berliner Staatsbibliothek.
1883 Otto Weidt wird in Rostock geboren. Ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben rettet der Besitzer einer Berliner Blindenwerkstatt während des Holocausts mehrere Juden vor Deportation und Ermordung. Hierfür verleiht ihm der Staat Israel posthum den Titel "Gerechter unter den Völkern".
1886 Der Arzt, Lyriker und Essayist, Gottfried Benn, wird in Mansfeld/Brandenburg geboren. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter der Moderne. 1951 erhält er den Georg-Büchner-Preis.
1887 Der Opernsänger, Intendant und Schauspieler, Michael Bohnen, wird in Köln geboren. Er arbeitet an der Berliner Hofoper und ist von 1945 bis 1947 Intendant der Deutschen Oper in Berlin.
1892 Der Jagdflieger Manfred von Richthofen, "Der Rote Baron", wird in Breslau/Polen geboren.
1898 Mehrere namhafte Maler und Bildhauer - darunter Walter Leistikow, Max Liebermann, Lovis Corinth, Lesser Ury, Max Slevogt, Käthe Kollwitz, Heinrich Zille und Hans Baluschek - gründen die Künstlervereinigung "Berliner Secession", um den modernen Strömungen in der deutschen Kunstszene eine Plattform zu bieten.

William Lewis Hertslet stirbt in Berlin im Alter von 58 Jahren. Der Bankier und Schriftsteller ist der Autor des Buches "Der Treppenwitz der Weltgeschichte".
1912 Der Zeitungsverleger und Verlagsgründer, Axel Springer, wird in Altona bei Hamburg geboren. 1966 eröffnet er in Berlin-Kreuzberg, nahe der Berliner Mauer, sein Verlags-Hochhaus. Er gehört zu den umstrittensten Persönlichkeiten seiner Zeit.
1934 Manfred Durniok wird in Berlin geboren. Der Filmproduzent, Regisseur und Ehrenbürger der Stadt Peking ist Jury-Mitglied der Berlinale 1970. Für den Spielfilm "Malatesta" erhält er den Deutschen Filmpreis in Gold und für "Oberst Redl" den British Academy Film Award.
1944 Der Journalist, Schriftsteller und Liedtexter, Erich Knauf, wird in Brandenburg an der Havel wegen seiner regimekritischen Haltung hingerichtet. Er wurde 49 Jahre alt.
1945 Die Schlacht um Berlin, die am 16. April begann, geht zu Ende. Sie kostet rund 170.000 Soldaten und mehreren Zehntausenden Zivilisten das Leben. Rund 500000 Soldaten werden verwundet.

Martin Bormann, Leiter der Parteikanzlei der NSDAP und einer der Trauzeugen Hitlers, begeht gemeinsam mit Hitlers Leibarzt, Ludwig Stumpfegger, Selbstmord. Da sein Schicksal zunächst ungeklärt ist, wird er bei den Nürnberger Prozessen in Abwesenheit angeklagt und zum Tode verurteilt.
1975 Nikolai Bersarin, Marschall der Roten Armee und erster Stadtkommandant von Berlin, erhält anlässlich des 30. Jahrestages des Endes der Schlacht um Berlin posthum die Ehrenbürgerwürde von Ostberlin wegen seines vielfältigen Engagements für das Wohlergehen der Berliner Bevölkerung und die Instandsetzung der zerstörten Infrastruktur. Als 1992 die Ost- und Westberliner Ehrenbürgerlisten aufeinander abgestimmt werden, wird Bersarin zunächst nicht übernommen. Diese Entscheidung wird später jedoch revidiert.
1977 Der SPD-Politiker, Klaus Schütz, legt sein Amt als Oberbürgermeister von Berlin nieder. Sein Nachfolger ist Dietrich Stobbe, ebenfalls SPD.
1984 Marie-Luise Schramm wird in Berlin geboren. Die Schauspielerin und Synchronsprecherin erhält u.a. 2002 den Max-Ophüls-Preis.
1997 Johannes Tobei stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Der katholische Theologe war Leiter des Caritasverbandes, Pfarrer von St. Bonifatius in Berlin-Kreuzberg und von 1975 bis 1992 Generalvikar des Bistums Berlin.
2001 Gerhard Schröder bezieht mit seinen Mitarbeitern das nach vierjähriger Bauzeit errichtete Bundeskanzleramt. Die Baukosten belaufen sich auf 465 Millionen Mark.