Dienstag, 19. Mai 2015

Kalenderblatt (19. Mai)

19. Mai

1762 Johann Gottlieb Fichte wird in Rammenau/Sachsen geboren. Der Erzieher und Philosoph gehört zu den bedeutendsten Vertretern des Deutschen Idealismus. Er ist der erste Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin.
1771 Rahel Varnhagen von Ense wird als Rahel Levin in Berlin geboren. Die Schriftstellerin führt von 1790 bis 1806 einen bedeutenden literarischen Salon, in dem die einflussreichsten Persönlichkeiten jener Zeit verkehren.
1773 Der Töpfermeister, Ofen- und Tonwarenfabrikant, Tobias Feilner, wird in Weiden/Bayern geboren. Gemeinsam mit Karl Friedrich Schinkel entwickelt er die Gestaltung des Berliner Kachelofens.
1822 Der Generalleutnant sowie Chef der Land- und Grenzgendarmerie, Stadtkommandant und Gouverneur von Berlin, Ludwig Matthias Nathanael Gottlieb von Brauchitsch, wird zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt. Gewürdigt wird sein Engagement während der Befreiungskriege (1813-1815).
1845 Max Lehmann wird in Berlin geboren. Der Historiker und Hochschullehrer an der Berliner Militärakademie ist ein Gegner chauvinistischer und imperialistischer Strömungen und ein Verfechter der Weimarer Verfassung. U.a. ist er Ehrendoktor der theologischen Fakultät der Universität Berlin.
1849 Der Pädagoge, Grammatiker und Lexikograph, Theodor Heinsius, stirbt in Berlin im Alter von 78 Jahren. Er war Professor und Rektor am Berlinischen Gymnasium zum Grauen Kloster und Vorsteher einer höheren Töchterschule in Berlin sowie Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft in Leipzig.
1864 Der Bildhauer Friedrich Pfannschmidt wird in Berlin geboren. Die Statuen der Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon im Berliner Dom stammen von ihm.
1906 Gerd Bucerius wird in Hamm/Nordrhein-Westfalen geboren. Der Verleger und CDU-Politiker ist Mitbegründer des Verlagshauses "Gruner + Jahr" sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Bertelsmann AG. Außerdem ist er Vorsitzender des Berlin-Ausschusses und Bundesbeauftragter für die Förderung der Berliner Wirtschaft.
1909 Sir Nicholas Winton wird in London geboren. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs rettet er 669 jüdischen Kindern aus der Tschechoslowakei vor dem Holocaust. Er gilt als "britischer Schindler".
1926 Peter Zadek wird in Berlin geboren. Der Regisseur und Theaterintendant arbeitet an allen bedeutenden deutschsprachigen Bühnen und schreibt mit seinen Inszenierungen Theatergeschichte.
1932 Der preußische Kulturpolitiker Wilhelm Erman stirbt in Bonn im Alter von 81 Jahren. Er gehört zu den Reformern des wissenschaftlichen Bibliothekswesens in Preußen.
1947 Barbara Schöne wird in Berlin geboren. Die Schauspielerin und Sängerin wird bekannt durch TV-Serien und als Assistentin von Harald Juhnke in dessen ZDF-Sendung "Musik ist Trumpf".
1958 Der hölzerne Müggelturm in Berlin-Köpenick, ein beliebtes Ausflugsziel der Berliner, wird von einem vermutlich durch Schweißarbeiten verursachtes Feuer völlig zerstört.
1986 Die erst 16-jährige Tennisspielerin, Steffi Graf, besiegt im Finale der German Open in Berlin die Nummer eins im Damentennis, Martina Navratilova und startet damit eine beispiellose Karriere.
1987 Nach rund vierjähriger Bauzeit wird das rekonstruierte Ephraim-Palais am Nikolaiviertel in Berlin-Mitte eröffnet. Nach der Wende wird es der Stiftung Stadtmuseum Berlin angegliedert.
1996 Steffi Graf, die Nummer eins der Weltrangliste, gewinnt zum neunten Mal im Berliner Grunewald die German Open, die internationalen Meisterschaften von Deutschland. Sie schlägt die Slowakin Karina Habsudova 4:6, 6:2, 7:5.
2002 Der in Berlin geborene Rechtswissenschaftler und Soziologe, Werner S. Landecker, stirbt in Ann Arbor, Michigan/USA im Alter von 91 Jahren. Wegen seiner jüdischen Herkunft ermigrierte er 1936 in die USA. Der Hochschullehrer wurde international durch seine Beiträge zu den Forschungsgebieten "Soziale Schichtung" und "Wissenssoziologie" bekannt.
2004 Der in New York geborene US-amerikanische Publizist und Zeitungsgründer, Melvin Jonah Lasky, stirbt in Berlin im Alter von 84 Jahren. 1995 erhielt er den Verdienstorden des Landes Berlin.

Der Film- und Theaterschauspieler sowie Synchronsprecher, Carl Raddatz, stirbt in Berlin im Alter von 92 Jahren. Nach Kriegsende avancierte er in Deutschland zu einem der beliebtesten Schauspieler. Er gehörte zum Ensemble der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin, war Berliner Staatsschauspieler und Ehrenmitglied der Staatlichen Bühnen.
2006 Der Deutsche Bundestag beschließt mit den Stimmen von Union und SPD die Anhebung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent. Diese Anhebung, die zum 1. Januar 2007 in Kraft tritt, ist die höchste Steuererhöhung in der bundesdeutschen Geschichte.