Freitag, 14. August 2015

Kalenderblatt (14. August)

14. August

1319 Markgraf Waldemar der Große aus dem Geschlecht der Askanier stirbt in Bärwalde/Polen. Sein Nachfolger wird sein Vetter Heinrich II, der aber bereits nach einem Jahr verstirbt. Damit endet die brandenburgische Linie der Askanier und es folgt eine 50-jährige Regentschaft der Wittelsbacher.
1688 Friedrich Wilhelm I (der "Soldatenkönig") aus dem Hause Hohenzollern wird im Berliner Schloss geboren. Der Vater von Friedrich dem Großen regiert Preußen von 1713 bis 1740.
1776 Christian Friedrich Tieck wird in Berlin geboren. Der Bildhauer gestaltet zahlreiche Porträtplastiken, u.a. auch das Giebelrelief des von Karl Friedrich Schinkel errichteten Schauspielhauses am Gendarmenmarkt.
1805 Friederike Luise stirbt im Schloss Monbijou in Berlin im Alter von 53 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. Durch ihre Heirat mit Friedrich Wilhelm II, der ebenfalls 53-jährig starb, war sie von 1786 bis 1797 Königin von Preußen. Ihre letzte Ruhe findet sie in der Hohenzollerngruft im Berliner Dom.
1824 Der Politiker der Nationalliberalen Partei (NLP) und Ehrenbürger der Stadt Berlin, Arthur Hobrecht, wird in Berent/Polen geboren. Von 1872 bis 1878 ist er Berliner Oberbürgermeister. Er sorgt für eine moderne Kanalisation und fördert das Unterrichts- und Gesundheitswesen. Der Stadtbaurat und Stadtplaner, James Hobrecht, ist sein Bruder.
1865 Die Gasteiner Konvention, ein Vertrag zwischen Preußen und Österreich, wird von Otto von Bismarck und Gustav von Blome unterzeichnet. Damit wird Holstein österreichisch und Schleswig preußisch. Das Herzogtum Lauenburg fällt ebenfalls an Preußen.
1889 Willi Münzenberg wird in Erfurt geboren. Der Verleger, Filmproduzent, Kommunist und NS-Widerstandskämpfer ist ein vehementer Gegner des von Europa betriebenen Kolonialismus. Im Juni 1940 kommt er im Arrondissement Grenoble unter ungeklärten Umständen ums Leben.

Der evangelische Theologe und Autor, Carl Büchsel, stirbt in Berlin im Alter von 86 Jahren. Er war Pfarrer an der St. Matthäuskirche in Berlin, Konsistorialrat und Generalsuperintendent sowie Leiter des St.-Elisabeth-Krankenhauses und der Goßnerschen Missionsgesellschaft.
1900 Benita von Falkenhayn wird in Berlin geboren. 1934 wird sie als Spionin für den polnischen Nachrichtendienst entlarvt und 1935 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
1904 Franz Neumann wird in Berlin geboren. Der NS-Widerstandskämpfer und Bundestagsabgeordnete wird 1971 zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt. Zu seinen Verdiensten zählt der Wiederaufbau der TU Berlin.
1908 Friedrich Paulsen stirbt in Berlin im Alter von 62 Jahren. Der Pädagoge, Philosoph, Professor und Autor ist ein Vertreter des Neuidealismus und ein Befürworter der Reformpädagogik in Deutschland.
1912 Erwin Strittmatter wird in Spremberg/Brandenburg geboren. Der sorbisch-deutsche Schriftsteller wird 1998 mit dem Adolf-Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.
1944 Wilhelm Böse wird im Zuchthaus Brandenburg im Alter von 61 Jahren hingerichtet. Der NS-Widerstandskämpfer war Mitbegründer einer Widerstandsorganisation und Kurier der KPD.
1945 Wim Wenders wird in Düsseldorf geboren. Der Regisseur, Fotograf, Professor und Verlagsgründer erhält für den Film "Der Himmel über Berlin" (1987) zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen. Anlässlich der Berlinale erhält er im Jahr 2000 einen Silbernen Bären und 2015 den Goldenen Ehrenbären.
1948 Der CDU-Politiker Ferdinand Friedensburg wird stellvertretender Oberbürgermeister von Groß-Berlin.
1953 Ulla Meinecke wird in Usingen/Hessen geboren. Die Sängerin und Liedtexterin ist eine der Wegbereiterinnen der deutschsprachigen Popmusik.
1956 Der Schriftsteller und Regisseur, Bertolt Brecht, stirbt in Berlin im Alter von 58 Jahren an Herzversagen. Er war einer der bedeutendsten Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts, Begründer des epischen Theaters und Mitbegründer des Berliner Ensembles.
1998 Hans-Joachim ("Kuli") Kulenkampff stirbt in Seeham/Österreich im Alter von 77 Jahren. Der Schauspieler und Fernsehmoderator studierte in Berlin an der Schauspielschule des Deutschen Theaters. 2010 erhielt er einen Stern auf dem Berliner Boulevard der Stars.
2004 Der in Berlin geborene Buchantiquar, Publizist und Ehrendoktor der FU Berlin, Bernard H. Breslauer, stirbt in New York im Alter von 86 Jahren. Er war ein Experte für den Bucheinband des Mittelalters und der Renaissance sowie für Autographen. Zudem besaß er eine große Sammlung von Bilderhandschriften. 1978 erwarb er für die Württembergische Landesbibliothek eine Gutenberg-Bibel.
2006 Bundespräsident Horst Köhler verleiht bei einem Festakt im Schloss Bellevue der DFB-Elf das Silberne Lorbeerblatt für ihr vorbildliches Verhalten während der Fußball-WM 2006 in Deutschland.
2011 Der Schauspieler und Synchronsprecher, Friedrich Schoenfelder, stirbt in Berlin im Alter von 94 Jahren. Neben Henry Fonda, Alec Guinness, Rex Harrison und David Niven synchronisierte er 140 Folgen der amerikanischen TV-Serie "Im Reich der wilden Tiere".