Mittwoch, 18. Juni 2014

Kalenderblatt (18. Juni)

18. Juni

1713 Die von dem Baumeister Philipp Gerlach errichtete evangelische Sophienkirche in der Spandauer Vorstadt in Berlin-Mitte wird als Spandauische Kirche eingeweiht. Der barocke Kirchturm wird erst 1734 von dem Turmmeister Johann Friedrich Grael errichtet.
1788 Der Botaniker und Autor, Karl Sigismund Kunth, wird in Leipzig geboren. Als einer der ersten Wissenschaftler kategorisiert er die Flora Amerikas. Er ist Professor für Botanik an der Friedrich-Wilhelms-Universität, Vize-Direktor des Botanischen Gartens in Berlin und Mitglied in der Akademie der Wissenschaften.
1815 Die Schlacht bei Waterloo beendet die Befreiungskriege. Napoleon Bonaparte verliert gegen die Briten und ihre Verbündeten unter General Wellington und Preußen unter Feldmarschall Gebhard von Blücher.
1850 Der Bibliothekar, Geograph und Autor, Wilhelm Erman, wird in Berlin geboren. Ab 1874 arbeitet er an der Königlichen Bibliothek in Berlin und übernimmt später die Leitung der Berliner Universitätsbibliothek. Außerdem ist er ein wichtiger Berater des Kulturpolitikers Friedrich Althoff bei dessen Reform des Bibliothekswesens.
1858 Carl Friedheim wird in Berlin geboren. Der Chemiker ist Mitglied des Kaiserlichen Patentamts und ab 1888 Privatdozent in Berlin und Direktor des anorganischen Laboratoriums. Außerdem ist er Mitbegründer des Wissenschaftlich-chemischen Laboratoriums Berlin N.
1911 Der Architekt und Hochschullehrer, Christoph Hehl, stirbt in Charlottenburg im Alter von 63 Jahren. Er war Professor für mittelalterliche Baukunst an der Technischen Hochschule Charlottenburg und einer der bedeutendsten Kirchenbaumeister in Berlin.
1936 Werner Probst wird in Berlin geboren. Bei einem Fluchtversuch durch die Spree wird er von DDR-Grenzsoldaten erschossen. Somit gehört er zu den Todesopfern an der Berliner Mauer. An ihn erinnert ein Kreuz der Gedenkstätte "Weiße Kreuze" am Spreeufer neben dem Reichstagsgebäude.
1939 Richard Joseph Meyer stirbt in Berlin im Alter von 73 Jahren. Der Chemiker führte als Mitinhaber das "Wissenschaftlich-chemische Laboratorium Berlin N" und betreute ab 1925 die 8. Auflage des chemischen Standardwerks "Gmelins Handbuch der anorganischen Chemie".
1953 Die 3. Internationalen Festspiele Berlin (Berlinale) werden eröffnet. Den Goldenen Bären erhält der Film "Lohn der Angst" ("Le salaire de la peur") des französischen Regisseurs Henri-Georges Clouzot, mit Yves Montand in der Hauptrolle.
1954 Die 4. Internationalen Festspiele Berlin werden eröffnet. Den Goldenen Bären erhält der Film "Der Herr im Haus bin ich" ("Hobsons's Choice") des britischen Regisseurs Sir David Lean, mit Charles Laughton in der Hauptrolle.
1962 Reinhold Huhn, Gefreiter der Grenztruppen der DDR, wird in Berlin im Alter von 20 Jahren von dem Fluchthelfer Rudolf Müller erschossen. Zwar wird das Ermittlungsverfahren gegen den Fluchthelfer zunächst eingestellt, nach der Wende aber wieder aufgerollt. Schließlich wird er zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt.