Samstag, 14. Juni 2014

Kalenderblatt (14. Juni)

14. Juni

1848 Das Berliner Zeughaus wird von wütenden Demonstranten geplündert, weil die preußische Nationalversammlung sich weigert, die Revolutionäre des 18. und 19. März als Patrioten anzuerkennen. Der Zeughaussturm kostet zwei Menschenleben und führt zum Rücktritt der Regierung und des Polizeipräsidenten.
1873 Der Jurist, Historiker, Politiker, Autor und Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität, Friedrich von Raumer, stirbt in Berlin im Alter von 92 Jahren. U.a. war er Mitglied der Gesetzlosen Gesellschaft zu Berlin, Förderer der Berliner Sing-Akademie und Initiator für die Einrichtung öffentlicher Bibliotheken.
1923 Die Künstlerin und Schriftstellerin, Judith Kerr, wird in Berlin geboren. In ihren Jugendbüchern schildert sie die Geschichte der Flucht ihrer jüdischen Familie aus Nazi-Deutschland und das Leben in der Emigration.
1925 Karl Bobek wird in Berlin geboren. Der Bildhauer ist an der Schöpfung der Attikafiguren für das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Schloss Charlottenburg beteiligt.
1931 Im Müngersdorfer Stadion zu Köln gewinnt Hertha BSC vor 50000 Zuschauern in einem dramatischen Finale gegen 1860 München mit 3:2 die Deutsche Meisterschaft. Erst in der letzten Minute fällt das entscheidende Tor.
1936 Der Architekt, Maler, Bühnenbildner und Hochschullehrer, Hans Poelzig, stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Sein bekanntestes Gebäude in Berlin ist das 1929 erbaute "Haus des Rundfunks", heute Sitz des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb).
1963 Das Mauermuseum am Checkpoint Charlie wird von dem Historiker, Publizisten und NS-Widrstandskämpfer, Rainer Hildebrandt, eröffnet
1969 Stefanie Maria ("Steffi") Graf wird in Mannheim geboren. Das Stadion im Berliner Grunewald, in dem sie zehnmal die German Open gewinnt, trägt heute ihren Namen.
1996 Arno Funke, der als Kaufhaus-Erpresser "Dagobert" in die Berliner Kriminalgeschichte eingeht, wird vom Berliner Landgericht in zweiter Instanz wegen schwerer räuberischer Erpressung zu neun Jahren Haft verurteilt, nach sechs Jahren und vier Monaten aber vorzeitig entlassen.
1997 Im Berliner Olympiastadion besiegt der VfB Stuttgart mit 2:0 Energie Cottbus und sichert sich damit den DFB-Pokal.
2000 Kurt Böwe stirbt in Berlin im Alter von 71 Jahren. Der Theater-, Film- und Fernsehschauspieler wurde u.a. auch als Kommissar Groth in der Fernsehserie "Polizeiruf 110" bekannt.
2002 Der Schauspieler und Regisseur, Horst Schönemann, stirbt in Dresden im Alter von 75 Jahren. Zunächst arbeitete er am Deutschen Theater in Berlin und für die DEFA. Ab 1959 war er am Berliner Maxim-Gorki-Theater tätig. 1972 ging er zurück ans Deutsche Theater. Beigesetzt wurde Schönemann auf dem I. Französischen Friedhof in Berlin.
2007 Der Deutsche Bundestag beschließt eine Reform des Ausländerrechts, die die Zuwanderung erschweren und das Bleiberecht lockern soll. Außerdem müssen diejenigen, die sich einem Sprachförderprogramm verweigern, mit Sanktionen rechnen.
2009 Beim Istaf im Berliner Olympiastadion stellt die Sportlerin Ariane Friedrich vor rund 64000 Zuschauern mit 2,06 Metern einen neuen Deutschen Freiluftrekord im Hochsprung der Frauen auf. Damit bricht sie den 18 Jahre alten deutschen Rekord von Heike Henkel.
2011 Der in Berlin geborene Filmregisseur, Filmproduzent und Mitautor des "Oberhausener Manifests", Peter Schamoni, stirbt in München im Alter von 77 Jahren. Sein Spielfilmdebüt "Schonzeit für Füchse" errang drei Deutsche Filmpreise sowie den Silbernen Bären der Berlinale 1966. Seinen größten Erfolg als Produzent erzielte er 1967 mit der Komödie "Zur Sache, Schätzchen".
2014 Der Fotograf und Fotojournalist, Robert Lebeck, stirbt in Berlin im Alter von 85 Jahren. Er fotografierte u.a. Konrad Adenauer, Winston Churchill, Jacqueline Kennedy, Willy Brandt und Joseph Beuys. Lebeck war für die Illustrierten Revue, Stern und Life tätig und er war Chefredakteur des Magazins Geo.

Der aus der Ukraine stammende Tänzer und Choreograf, Vladimir Malakhov, der zwölf Jahre Ballettchef in Berlin war und seit 10 Jahren das neugegründete Staatsballett geleitet hat, verlässt Berlin und geht nach Tokio, wo er künstlerischer Leiter eines Balletts wird. Der Vertrag für den "besten Tänzer der Welt", wie ihn einst die New York Times nannte, war nicht verlängert worden.