Dienstag, 17. Juni 2014

Kalenderblatt (17. Juni)

17. Juni

1914 Kaiser Wilhelm II übergibt den Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal, der die Flüsse Spree und Havel verbindet, unter dem Namen Hohenzollernkanal seiner Bestimmung.
1943 Fritz Teufel wird in Ingelheim/Rheinland-Pfalz geboren. Der Politaktivist und Mitbegründer der Berliner "Kommune 1", der sich selbst als "Polit-Clown" bezeichnet, wird zur Ikone der 68er.
1952 Für den Wiederaufbau der Knobelsdorffschen Deutschen Staatsoper in der Straße "Unter den Linden" in Berlin-Mitte wird der Grundstein gelegt. Die Leitung der Bauarbeiten übernimmt der Architekt Richard Paulick
1953 Nach dem Beschluss des ZK der SED, die Arbeitsnormen um zehn Prozent zu erhöhen, wird die DDR von einer Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten überrollt. Die Forderungen nach politischen und wirtschaftlichen Veränderungen münden schließlich in den Aufstand des 17. Juni.
1957 Friedrich Möglich stirbt in Berlin im Alter von 54 Jahren. Der Physiker und Forscher war u.a. Direktor des Instituts für Festkörperforschung der Deutschen Akademie der Wissenschaften und Professor und Direktor des Instituts für theoretische Physik der Humboldt-Universität.
1960 Der Musiker, Komponist, Kapellmeister und Orchestergründer, Otto Kermbach ("Otto-Otto"), stirbt in Berlin im Alter von 78 Jahren.
1968 Der Chemiker Otto Hahn erhält die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin. Der Mitbegründer der Radiochemie, Entdecker der Kernspaltung und Nobelpreisträger, gründete in Berlin das Hahn-Meitner-Institut für Kernforschung und war Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, der späteren Max-Planck-Gesellschaft.
1995 Nach der Zustimmung des Parlaments beginnt das Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude mit der Verhüllung des Berliner Reichstagsgebäudes. Hierfür werden 200 Tonnen Stahl, rund 100000 Quadratmeter Polypropylengewebe und ein 15600 Meter blaues Polypropylenseil verwendet. Die Kosten für die Verhüllung belaufen sich auf 13 Millionen Dollar.
1999 Der Film des Regisseurs Tom Tykwer "Lola rennt" wird mit dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet. Insgesamt heimst die Produktion acht Preise ein - darunter zwei Publikumspreise für den Kinofilm und die Schauspielerin des Jahres (Franka Potente).
2014 Das Bundesverfassungsgericht entscheidet, dass Radfahrer bei einem unverschuldeten Unfall auch ohne Helm vollen Anspruch auf Schadenersatz haben. Damit gibt es einer Frau Recht, die bei einem Unfall ohne Helm schwer verletzt worden war und der das Oberlandesgericht Schleswig den Schadenersatz um 20 Prozent gekürzt hatte.