Dienstag, 7. Juli 2015

Kalenderblatt (7. Juli)

7. Juli

1683 Elisabeth Henriette von Hessen-Kassel stirbt in Cölln im Alter von 21 Jahren. Sie war die erste Ehefrau des späteren Königs Friedrich I.
1866 Adolph Diesterweg stirbt in Berlin im Alter von 75 Jahren an Cholera. Der Pädagoge, Autor, Herausgeber und Politiker kämpfte für Reformen im preußischen Schulwesen und gegen zu starke Einflussnahme von Kirche und Politik auf die Bildung.
1882 Der Archäologe und Pionier der Feldarchäologie sowie Entdecker Trojas, Heinrich Schliemann, wird zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt.
1884 Lion Feuchtwanger wird in München geboren. Der Schriftsteller ist einer der populärsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts. Der Lion-Feuchtwanger-Preis wird seit 1971 für historische Prosa vergeben.
1894 Dénes von Mihály wird in Gödöllo/Ungarn geboren. Der Physiker, Techniker sowie Autor und Pionier der Fernsehtechnik gründet 1923 in Berlin-Wilmersdorf die Telehor AG.
1909 Gottfried von Cramm, der "Tennis-Baron", wird in Nettlingen/Niedersachsen geboren. Der Tennisspieler beginnt seine Karriere beim LTTC Rot-Weiß Berlin. Posthum wird er 1977 als erster Deutscher in die "International Tennis Hall of Fame" aufgenommen.
1912 Arthur Hobrecht stirbt in Berlin im Alter von 87 Jahren. Der Kommunalpolitiker der Nationalliberalen Partei (NLP) und Ehrenbürger von Berlin war sechs Jahre Oberbürgermeister der Stadt. Sein größter Verdienst war neben der Förderung des Unterrichtswesens und der Krankenpflege die Modernisierung der Kanalisation, die er gemeinsam mit seinem Bruder James in die Wege leitete.
1927 Sigmund Bergmann stirbt in Berlin im Alter von 76 Jahren. Der Großindustrielle und Erfinder wanderte als 18-jähriger in die USA aus, wo er ein reicher Mann wurde. Später kehrte er nach Deutschland zurück und schuf in den Jahren 1890 bis 1927 in Berlin ein Firmenimperium.
1930 Julius Hart stirbt in Berlin im Alter von 71 Jahren. Der Dichter und Literaturkritiker gründete gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich mehrere Zeitungen. Außerdem war er Mitglied der anarchistisch-kommunistischen Kommune "Neue Gemeinschaft". Beigesetzt ist er in einem Ehrengrab auf dem Friedhof Zehlendorf.
1942 Der sozial engagierte Arzt, Publizist und SPD-Reichstagsabgeordnete, Julius Moses, wird ins KZ Theresienstadt deportiert, wo er zwei Monate später im Alter von 74 Jahren stirbt. Er kämpfte für die Belange der Arbeiter, gegen den Paragrafen 218, gegen Frauenarbeit während der Schwangerschaft und gegen Wohnungsnot und Menschenversuche. In Berlin erinnert heute ein Stolperstein an sein Schicksal.
1951 Ludwig Heck stirbt in München im Alter von 90 Jahren. Der Biologe war vom 1. Juni 1888 bis zum 31. Dezember 1931 Direktor des Berliner Zoos.
1956 Der Arzt, Lyriker und Essayist, Gottfried Benn, stirbt in Berlin im Alter von 70 Jahren. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter der Moderne. 1951 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.
1970 Erik Zabel wird in Berlin geboren. Der ehemalige Profi-Radrennfahrer und Sprintspezialist erringt über 200 Siege. Bei der Tour de France gewinnt er als einziger Radprofi sechsmal das Grüne Trikot. 2013 gesteht er, von 1996 bis 2003 mit EPO, Kortison und Eigenblut gedopt zu haben.
1976 Nach einem ersten misslungenen Fluchtversuch im Dezember 1975 gelingt es den inhaftierten RAF-Mitgliedern Inge Viett, Gabriele Rollnik, Monika Berberich und Juliane Plambeck, aus dem Frauengefängnis in der Lehrter Straße in Berlin auszubrechen.

Gustav Heinemann stirbt in Essen kurz vor Vollendung seines 77. Geburtstags. Aus Protest gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik trat er 1950 als Bundesinnenminister zurück. 1966 wurde er Bundesjustizminister und von 1969 bis 1974 Bundespräsident. Am 18. Februar 1974 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen.
1987 Hannelore Schroth stirbt in München im Alter von 85 Jahren. Die Schauspielerin, Synchronsprecherin und Halbschwester von Carl-Heinz Schroth wird neben ihrer Mutter, Käthe Haack, auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin beigesetzt.
2014 Horst Bollmann stirbt in Berlin im Alter von 89 Jahren. Der Schauspieler, der auch für Fernsehen und Hörfunk tätig war, wurde 1970 zum Berliner Staatsschauspieler ernannt.

Eduard Schewardnadse stirbt in Tiflis/Georgien im Alter von 86 Jahren. Der letzte sowjetische Außenminister und Weggefährte von Michail Gorbatschow gilt als einer der Väter der Deutschen Einheit. Seine Rolle bei den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen sowie die Unterstützung der Westorientierung der baltischen Sowjetrepubliken und osteuropäischer Verbündeter brachte ihm den Titel "Totengräber des Sowjetreiches" ein.