Samstag, 4. Juli 2015

Kalenderblatt (4. Juli)

4. Juli

1518 Kurfürst Joachim I verordnet die verbindliche Einführung des "Berliner Scheffels" sowie der "Berliner Elle" und des "Berliner Gewichts".
1840 Der Augenarzt, Chirurg, Professor sowie Direktor an der Berliner Charité, Karl von Graefe, stirbt in Hannover im Alter von 53 Jahren. Das Mitglied der Leopoldina wird in einem Ehrengrab auf dem Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde beigesetzt. Die Büste stammt von Friedrich Drake.
1853 Der Chemiker, Professor, Publizist und Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts in Berlin-Dahlem, Ernst Otto Beckmann, wird in Solingen/Nordrhein-Westfalen geboren. Die Beckmann-Umlagerung, das Beckmann-Thermometer und die Beckmannischen Gefrier- und Siedeapperate sind nach ihm benannt.
1866 In Berlin eröffnet Lina Morgenstern die erste Volksküche. Die Gründerin des Vereins der Berliner Suppenküchen will mit ihrer Initiative die durch den Deutschen Krieg verursachte Armut der Bevölkerung lindern. "Suppen-Lina" gründet weitere Volksküchen, über die die spätere Kaiserin Augusta die Schirmherrschaft übernimmt.
1888 Theodor Storm stirbt in Hanerau-Hademarschen/Schleswig-Holstein im Alter von 70 Jahren. Der Schriftsteller und Lyriker, der u.a. in Berlin Jura studierte, war von 1853 bis 1856 im Kreisgericht von Potsdam tätig.
1890 Christian Ernst Weiß stirbt in Schkeuditz/Sachsen im Alter von 57 Jahren. Der Mineraloge, Geologe, Phytopaläontologe und Autor war Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität sowie an der Bergakademie in Berlin. Teile seines Nachlasses befinden sich heute in der Lehr- und Forschungssammlung an der Berliner Technischen Universität.
1897 Heinrich Schallbroch wird in Duisburg geboren. Der Maschinenbauingenieur ist Professor für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik an der Technischen Universität Berlin und Leiter des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF).
1904 Der Schlosserlehrling Paul Nering wird tot aufgefunden. Aus Verzweiflung über die schweren Misshandlungen seines Lehrherrn hat er sich erhängt. Daraufhin gründen 24 junge Berliner den "Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins".
1912 Fritz Schulz-Reichel wird in Meiningen/Thüringen geboren. Der Pianist und Komponist wird bekannt als "Der schräge Otto". Er arbeitet bei mehreren Rundfunkorchestern, komponiert Filmmusiken, wirkt in Filmen mit und hat eine eigene Fernsehshow.
1920 Max Klinger stirbt in Großjena/Sachsen-Anhalt im Alter von 63 Jahren. Der Bildhauer, Maler und Grafiker siedelte 1881 nach Berlin über, wo er die Künstlergruppe "Vereinigung der XI" mitbegründete und Mitglied der Königlichen Akademie der Künste wurde.
1937 Wolf von Lojewski wird in Berlin geboren. Der Fernsehjournalist und Sachbuchautor arbeitet zunächst bei der ARD und danach beim ZDF, wo er fast elf Jahre das heute-journal leitet und von 2003 bis 2005 die Sendung "Abenteuer Wissen" moderiert. Außerdem engagiert sich das SPD-Mitglied für den Bundesverband Herzkranke Kinder und ist von 1996 bis 2008 im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages.
1990 Der in Berlin wohnende Schauspieler und Synchronsprecher, David Kross, wird in Henstedt-Ulzburg/Schleswig-Holstein geboren.
2001 Otto Rosenberg stirbt in Berlin im Alter von 74 Jahren. Er war Vorstandsmitglied im Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und Mitbegründer und Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg. 2007 wurden an der Stelle des ehemaligen Zwangslagers in Berlin-Marzahn eine Straße und ein Platz nach ihm benannt. Die Sängerin Marianne Rosenberg ist seine Tochter.

Altkanzler Helmut Kohl gewinnt vor dem Verwaltungsgericht in Berlin den Rechtsstreit um die Veröffentlichung von Stasi-Akten. Dieser hatte im November 2000 eine Unterlassungsklage gegen die damalige Birthler-Behörde eingereicht, nachdem diese Stasi-Unterlagen über Kohl für Forschung, politische Bildung und Medien freigeben wollte.
2003 Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit startet die Werbekampagne "Mir geht's Berlin". Auf Großplakaten wirbt die Berlin Tourismus Marketing (BTM) in über 70 Städten für einen Besuch der Hauptstadt.
2007 Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe weist die Klagen von neun Mitgliedern des Bundestages gegen die Pflicht zur Offenlegung von Nebeneinkünften ab.
2008 Die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika am Pariser Platz in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor wird in Anwesenheit des früheren US-Präsidenten George H. W. Bush und Bundeskanzlerin Angela Merkel offiziell eröffnet.
2011 Die Schauspielerin Maria Kwiatkowsky wird im Alter von 26 Jahren in ihrer Berliner Wohnung tot aufgefunden. Sie starb an einer Überdosis Kokain.