Montag, 28. Dezember 2015

Kalenderblatt (28. Dezember)

28. Dezember

1781 Peter Beuth wird in Kleve/Nordrhein-Westfalen geboren. Der Ministerialbeamte ist der "Vater der preußischen Gewerbeförderung". Seine Vereins- und Schulgründungen zur besseren beruflichen Ausbildung und der Transfer neuer Technologien aus dem Ausland führen zu wirtschaftlichem Aufschwung und machen die preußischen Unternehmen international konkurrenzfähig.
1808 In Berlin wird die "Liedertafel" gegründet und Carl Friedrich Zelter zu ihrem Direktor gewählt. Es ist der erste Männerchor der deutschen Geschichte.
1886 Fritz Schröter wird in Berlin geboren. Der Physiker, Professor an der TU Berlin und Fernsehpionier entwickelt ein Abtast- und Zeilensprungverfahren.
1887 Werner Kolhörster wird in Schwiebus/Polen geboren. Der Physiker und Professor ist Mitglied der Leopoldina sowie Gründer eines Instituts für Höhenstrahlungsforschung und Mitentwickler der Koinzidenzmethode.
1888 Friedrich Wilhelm Murnau wird als Friedrich Wilhelm Plumpe in Bielefeld/Nordrhein-Westfalen geboren. Er ist einer der bedeutendsten deutschen Stummfilmregisseure. Zu seinen bekanntesten Werken zählt "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" aus dem Jahr 1922.
1891 Ewald Wenck wird in Berlin geboren. Der Schauspieler, Kabarettist und Hörfunkmoderator ist Mitglied des Berliner Funkkabaretts "Die Insulaner".
1899 Carl Rammelsberg stirbt in Berlin im Alter von 86 Jahren. Der Chemiker und Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität sowie Dozent am Gewerbeinstitut ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Mitbegründer der Deutschen Chemischen Gesellschaft zu Berlin. Das Mineral Rammelsbergit ist nach ihm benannt.
1903 John von Neumann wird als János Lajos Neumann in Budapest geboren. Der Mathematiker ist ein Wegbereiter der Informatik. Er studiert in Berlin Chemieingenieurwesen und ist von 1928 bis 1933 als Privatdozent an der Berliner Universität tätig.
1907 Erich Mielke wird in Berlin geboren. Der SED-Politiker und Armeegeneral ist Abgeordneter der Volkskammer, Mitglied des Politbüros des ZK der SED sowie des Nationalen Verteidigungsrates der DDR. Von 1957 bis 1989 ist er Minister für Staatssicherheit.
1914 Carl Liebermann stirbt in Berlin im Alter von 72 Jahren. Der Chemiker, Professor und Leiter am Berliner Gewerbeinstitut war ein Cousin des Malers Max Liebermann und ein Großonkel von Walther Rathenau. Die "Liebermannsche Reaktion" wurde nach ihm benannt.
1925 Hildegard Knef wird in Ulm/Baden-Württemberg geboren. Die Schauspielerin, Chansonsängerin und Autorin wächst in Berlin auf und bleibt der Stadt ein Leben lang verbunden. 2010 ehrt Berlin die Künstlerin mit einem Stern auf dem Boulevard der Stars.
1942 Alfred Flatow kommt im KZ Theresienstadt im Alter von 73 Jahren ums Leben. Der Geräteturner und Olympiasieger war Gründungsmitglied der Jüdischen Turnerschaft, des ersten jüdischen Sportverbandes Europas. 2012 werden vor seinem ehemaligen Berliner Wohnhaus für ihn und seine Familie Stolpersteine verlegt.
1960 Eduard Ludwig stirbt in Berlin im Alter von 54 Jahren durch einen Autounfall. Der Architekt und Professor an der Hochschule für Bildende Künste erbaute vor dem Flughafen Tempelhof das Luftbrückendenkmal für die Opfer der Berliner Luftbrücke.
1963 Paul Hindemith stirbt in Frankfurt/Main im Alter von 68 Jahren. Der Dirigent und Komponist der Moderne war Professor an der Berliner Hochschule für Musik und an der Musikschule Neukölln sowie Ehrendoktor der Freien Universität Berlin.
1967 Der Schauspieler und Regisseur Harald Sawade stirbt in Berlin im Alter von 53 Jahren. Bestattet wird er auf dem Berliner Friedhof Grunewald-Forst.
2000 Arnold Hutschnecker stirbt in Sherman/Connecticut im Alter von 102 Jahren. Der Psychiater, Psychotherapeut und Autor verließ 1936 Berlin und emigrierte in die USA. Die US-Präsidenten Richard Nixon und Gerald Ford konsultierten ihn.
2005 Dieter Sauberzweig stirbt in Berlin im Alter von 80 Jahren. Der SPD-Politiker war Berliner Kultursenator, Leiter des Deutschen Instituts für Urbanistik und Kurator des Hauptstadtkulturfonds. 2001 wurde ihm der Verdienstorden des Landes Berlin verliehen.
2011 NABU ernennt die Chefs von AIDA und TUI Cruises zu den "Dinosauriern des Jahres 2011", da diese sich aus Profitgier weigerten, Schiffsdiesel und moderne Abgastechnik zu verwenden. So stoße ein einziger Ozeanriese auf einer Kreuzfahrt ebenso viele Schadstoffe aus wie fünf Mio. Pkw auf vergleichbarer Strecke.