Donnerstag, 24. April 2014

Kalenderblatt (24. April)

24. April

1714 Der Bau des Turmes der Parochialkirche im Berliner Klosterviertel ist abgeschlossen. Anschließend erfolgt der Einbau des Glockenspiels, das 1715 zum ersten Mal in der Gemeinde zu hören ist.
1793 Der Schauspieler, Karl Seydelmann, wird in Glatz/Polen geboren. Seine Karriere beginnt 1816. Er tingelt durch den deutschsprachigen Raum und gastiert dabei regelmäßig in Berlin, wo er 1838 für das preußische Hoftheater engagiert und zum Hofschauspieler ernannt wird. Sein Enkel, Armin Seydelmann, wird ebenfalls Schauspieler.
1870 Otto Reutter wird als Friedrich Otto August Pfützenreuter in Gardelegen/Sachsen-Anhalt geboren. Der Sänger, Liedertexter und Komiker war jahrelang der Star im Berliner Varieté-Theater "Wintergarten".
1891 Graf Helmuth Karl Bernhard von Moltke stirbt in Berlin. Er war Chef des Generalstabes der preußischen Armee. Anlässlich der Siege in den Deutschen Einigungskriegen wird ihm am 18. März 1871 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen.
1919 Der Teilchenphysiker, Wolfgang ("Pief") Panofsky, wird in Berlin geboren. Die jüdische Familie verlässt 1934 Deutschland. Panofsky ist Berater mehrerer US-Regierungen und bis 2003 Mitglied des unabhängigen Beraterkomitees der "National Nuclear Security Administration". Außerdem gehört er zu den Unterzeichnern des Protestschreibens der "Union of Concerned Scientists" an George Bush, in welchem der US-Regierung die Manipulation von wissenschaftlichen Ergebnissen vorgeworfen wird.
1928 Der Berliner Puppenspieler, Heinz Schröder, wird in Berlin geboren. Er ist für das Kinderprogramm des Fernsehens der DDR tätig und erhält 1969 den Nationalpreis der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur.
1945 Der erbitterte Häuserkampf in Berlin fordert einen hohen Blutzoll. Die Rote Armee verliert rund 800 Panzer Unzählige Gebäude werden zerstört und die Infrastruktur bricht zusammen.
1960 Der Physiker, Forscher und Nobelpreisträger, Max von Laue, stirbt in Berlin. Er war in Berlin Direktor des Instituts für theoretische Physik und stellvertretender Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik, aus dem später das Max-Planck-Institut für Physik hervorging. Außerdem war er von 1951 bis 1959 Direktor des MPI für Physikalische Chemie und Elektrochemie, dem heutigen Fritz-Haber-Institut in Berlin. Nach ihm benannt sind das Laue-Verfahren, das Laue-Diagramm und die Laue-Gleichungen.
1974 Der Kanzler-Mitarbeiter und DDR-Spion, Günter Guillaume und seine Ehefrau, werden in ihrer Bonner Wohnung verhaftet. Es ist die spektakulärste Spionageaffäre der Bonner Republik. Willy Brandt tritt zurück. Der Hauptmann der Nationalen Volksarmee und Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit wird zu dreizehneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, seine Frau zu acht Jahren. 1981 werden beide in die DDR abgeschoben.
2001 Der in Berlin geborene Indologe, Paul Thieme, stirbt in London im Alter von 96 Jahren. Der international anerkannte Wissenschaftler war u.a. auch Mitglied der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft.
2009 Im Berliner Palais am Funkturm wird zum fünften Mal der Deutsche Filmpreis verliehen. Der erfolgreichste Film ist das Drama John Rabe von Florian Gallenberger.
2012 Die Berliner Eisbären gewinnen mit einem 3:1-Sieg im letzten Finalspiel gegen die Adler Mannheim zum sechsten Mal die Deutsche Eishockey-Meisterschaft.

Mittwoch, 23. April 2014

Kalenderblatt (23. April)

23. April

1858 Der Physiker und Nobelpreisträger, Max Planck, wird in Kiel geboren. Er ist der Begründer der Quantenphysik. Im April 1889 wird er Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Er ist der Entdecker des Planckschen Wirkungsquantums. Von 1930 bis 1937 und 1945/46 ist er Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, der heutigen Max-Planck-Gesellschaft.
1871 Ignaz von Olfers stirbt in Berlin nach langer schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren. Der Naturwissenschaftler und Diplomat wurde 1839 Generaldirektor der Königlichen Museen zu Berlin. Zusammen mit Friedrich August Stüler gehörte er zu der von Friedrich Wilhelm IV eingesetzten Kommission, die den Umbau der Museumsinsel in Berlin plante und leitete.
1887 Wilhelm Deffke wird in Wuppertal-Elberfeld geboren. Der Gebrauchsgrafiker und Werbekünstler ist ein Pionier des modernen Firmenlogos.
1898 Lucius Dubignon Clay wird in Marietta/Georgia geboren. Der General der US Army ist von 1947 bis 1949 Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland und der Vater der Berliner Luftbrücke. Am 5. Mai 1962 wird er anlässlich seines Abschieds als Sondergesandter in Berlin, mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin ausgezeichnet.
1945 Der Jurist und Widerstandskämpfer, Klaus Bonhoeffer, wird nachts zusammen mit zwölf Mitgefangenen von einem Sonderkommando des Reichssicherheitshauptamts durch Genickschuss ermordet. Bonhoeffer wurde wegen der Beteiligung am gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler am 1. Oktober 1944 verhaftet und am 2. Februar 1945 durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt.

Hitler ernennt General Helmuth Weidling zum Oberbefehlshaber der Truppen in Berlin. Göring, der die Nachfolge Hitlers antreten will, wird auf Befehl Hitlers verhaftet und am 25. April auf dem Obersalzberg festgesetzt.

Truppen der Roten Armee unter Marschall Schukow und Marschall Konjew nehmen einen Berliner Stadtteil nach dem anderen in ihren Besitz.
1961 Dirk Bach wird in Köln geboren. Der mit gesundheitlichen Problemen belastete Fernseh- und Theaterschauspieler wird am 1. Oktober 2012 tot in seinem Berliner Hotel-Appartement aufgefunden. Er probte im Schlosspark Theater in Berlin-Steglitz für das Stück "Der kleine König", in dem er ab dem 6. Oktober die Hauptrolle spielen sollte. Bekannt war Bach auch als Synchronsprecher und als Moderator der RTL-Sendung "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!"
1976 Der Palast der Republik in Berlin-Mitte wird eröffnet und ab dem 25. April für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Leitung über die 32 Monate dauernden Bauarbeiten hatte der Berliner Architekt Heinz Graffunder.
1984 Mehr als 10000 Demonstranten nehmen am diesjährigen Ostermarsch in Berlin teil.
1991 Etwa 50 Greenpeace-Aktivisten protestieren auf dem Pariser Platz in Berlin-Mitte für einen schnellstmöglichen Atomausstieg Deutschlands und gegen neue Atomkraftwerke in Stendal und Greifswald. Einige der Aktivisten klettern schließlich auf das Brandenburger Tor und entrollen ein Banner mit der Aufschrift "Jeder Tag Atomkraft ist einer zuviel".
2004 Am Vormittag kommt es im Berliner Stadtteil Spandau bei Wartungsarbeiten an einer Messsonde zu einer gewaltigen Gasexplosion. Erdgas strömt aus einem unterirdischen Gaslager, das sechs Millionen Kubikmeter Erdgas enthält. Drei Arbeiter erleiden dabei schwere Brandverletzungen, sechs weitere Menschen müssen medizinisch versorgt werden. Der Einsatz, an dem rund 640 Feuerwehrleute, Polizisten und Spezialisten der Gasag und des Technischen Hilfswerks beteiligt sind, dauert mehrere Tage.
2010 Der Spielfilm "Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte" des Regisseurs Michael Hanekes, der auch das Drehbuch schrieb, wird in Berlin mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Dienstag, 22. April 2014

Kalenderblatt (22. April)

22. April

1786 Der Philosoph, evangelisch-reformierte Theologe und Schriftsteller, August Friedrich Wilhelm Sack, stirbt 1786 in Berlin im Alter von 83 Jahren. 1740 wurde er Hof- und Domprediger in Berlin. 1744 berief ihn Friedrich II zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften und 1750 zum Oberkonsistorialrat. Seine letzte Predigt hielt Sack am 27. August 1780 im Berliner Dom.
1815 Wilhelm Carl Hartwig Peters wird in Koldenbüttel/Schleswig-Holstein geboren. Der Naturforscher, Zoologe, Anatom, Entdecker und Autor ist von 1857 bis 1869 Direktor des Berliner Zoologischen Gartens.
1839 August Wilhelm Eichler wird in Neukirchen/Hessen geboren. Der Botaniker übernimmt am 26. April 1878 den Lehrstuhl für Botanik an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und die Leitung des Königlichen Botanischen Gartens.
1889 Der Schriftsteller, Arnold Friedrich Vieth von Golßenau, wird in Dresden geboren. Unter den Nationalsozialisten legt er seinen Namen ab und nennt sich Ludwig Renn. Er wird Kommunist und schließt sich der KPD an. 1935 geht er nach Spanien, um an der Seite der Republikaner zu kämpfen. Bis zu seinem Tod lebt er in der DDR.
1916 Der Violinist, Bratschist und Dirigent, Yehudi Menuhin, wird in New York City geboren. 1997 wird ihm das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und im gleichen Jahr die Otto-Hahn-Friedensmedaille in Gold von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) in Berlin verliehen. Am 12. März 1999 stirbt er in Berlin im Alter von 82 Jahren.
1927 Alfons Wonneberg wird in Berlin geboren. Der Jazz- und Unterhaltungsmusiker, Bandleader und Hochschullehrer erhält 1959 den Kunstpreis der DDR. 1999 gründet er die erste Berliner Uni-Big-Band.
1945 Käthe Kollwitz stirbt in Moritzburg bei Dresden im Alter von 77 Jahren. Die Grafikerin, Malerin und Bildhauerin lebte über 50 Jahre in Berlin.

Angesichts der dramatischen Entwicklung sieht Hitler ein, dass der Krieg verloren ist und kündigt seinen Selbstmord an. Trotz der bevorstehenden Niederlage erlässt er jedoch den Befehl, alle Zivilisten und Soldaten, die im Verdacht stehen, die deutsche Widerstandskraft zu zersetzen, zu erschießen.
1959 Die zwischen 1913 und 1916 von Alexander Beer erbaute und später zerstörte Synagoge am Fraenkelufer in Berlin-Kreuzberg, wird nach einem Umbau erneut geweiht.
1965 Renée Sintenis stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren. Die Bildhauerin und Grafikerin war Professorin an der Berliner Hochschule für Bildende Künste und Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Die von ihr geschaffene Kleinplastik des Berliner Bären ist die Vorlage für den Goldenen und den Silbernen Bären, die alljährlich an die Preisträger der Berlinale verliehen werden.
1994 Der Autor, Grafiker und DJ, Arno Funke, der als Kaufhaus-Erpresser "Dagobert" in die Berliner Kriminalgeschichte eingeht, wird von der Polizei verhaftet. 1988 sowie von 1992 bis 1994 verübte Funke fünf Bombenanschläge und einen Brandanschlag. Zwei Menschen wurden dabei leicht verletzt.
1999 Ein ehemaliger Fluchthelfer, der am 18. Juni 1962 den Gefreiten der Grenztruppen der DDR, Reinhold Huhn, in Berlin erschoss, wird vom Berliner Landgericht wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Der Bundesgerichtshof bestätigt das Urteil im Jahr 2000, bewertet das Delikt aber als Mord.
2002 Charlotte Schlötke stirbt in Berlin im Alter von 98 Jahren. Die Romanistin wurde 1969 Professorin an der Freien Universität Berlin.
2005 Herbert W. Kapitzki stirbt in Berlin im Alter von 80 Jahren. Der Grafiker, Grafikdesigner und Plakatkünstler wurde 1970 zum Professor für visuelle Kommunikation an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste in Berlin berufen.
2006 Der Religionswissenschaftler und Orientalist, Walter Beltz, stirbt in Berlin, drei Tage vor seinem 71. Geburtstag.
2009 Der Berliner Puppenspieler, Heinz Schröder, stirbt in Rüdersdorf bei Berlin, zwei Tage vor seinem 81. Geburtstag. Er war für das Kinderprogramm des Fernsehens der DDR tätig und erhielt 1969 den Nationalpreis der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur.

Der Tag der Erde (Earth Day) wird alljährlich am 22. April in über 175 Ländern begangen, um auf die Umweltzerstörung und die globale Klimaerwärmung aufmerksam zu machen und den Blick für das Konsumverhalten und die Bewahrung der Umwelt zu schärfen.

Montag, 21. April 2014

Kalenderblatt (21. April)

21. April

1799 Die nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel errichtete Berliner Bauakademie wird eröffnet.
1882 Der Bildhauer, Karl Heinrich Möller, stirbt in Berlin. Der Schüler von August Kiß und Christian Daniel Rauch, lehrte an der Berliner Akademie.
http://www.berlin-die-hauptstadt.de/moeller.htm
1899 Der Geograph und Kartograph, Johann Samuel Heinrich Kiepert, stirbt in Berlin im Alter von 80 Jahren. 1859 wurde Kiepert außerordentlicher Professor der Geographie an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität und 1869 Mitglied der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. Er war der Onkel des Verlegers Adolf Kiepert
1906 Der deutsch-estnische Architekt, Eugen Sacharias, wird in Berlin geboren. 1949 wandert er nach Australien aus.
1945 Die Schlacht um Berlin (16.04.-02.05.1945) ist in vollem Gange. Die Rote Armee rückt auf das Zentrum Berlins vor. Rund 170.000 gefallene und 500.000 verwundete Soldaten sowie mehrere zehntausend zivile Opfer werden diese Kämpfe am Ende gefordert haben.
1950 Das "Maison de France" am Kurfürstendamm in Berlin-Charlottenburg wird in Anwesenheit des französischen Stadtkommandanten und des Hohen Kommissars für Deutschland sowie des Oberbürgermeisters Ernst Reuter als Kulturzentrum und als deutsch-französische Begegnungsstätte eröffnet.
2001 Die am 1. Mai 1963 eröffnete "Freie Volksbühne" in der Schaperstraße in Berlin-Wilmersdorf wird unter dem Namen "Haus der Berliner Festspiele" wiedereröffnet.
2003 Zehntausende Demonstranten versammeln sich bundesweit zum traditionellen Ostermarsch, um gegen den Irak-Krieg zu protestieren.
2005 Der 2002 zurückgetretene Staatsminister im Auswärtigen Amt, Ludger Volmer (Grüne), wird vor dem Untersuchungsausschuss zur Visa-Affäre vernommen. Die Zeugenbefragung wird live im Fernsehen übertragen - ein Novum in der deutschen Parlamentsgeschichte.
2006 Inge Borde-Klein stirbt in Berlin im Alter von 89 Jahren. Die Puppenspielerin und Sachbuchautorin war Mitbegründerin des Puppentheaters Berlin und Verfasserin zahlreicher Puppenspieltexte.
2013 Die Berliner Eisbären werden nach einer Serie mit vier Siegen im Best-of-Seven zum siebten mal Eishockey-Meister in der DEL (Deutschen Eishockey Liga)

Sonntag, 20. April 2014

Kalenderblatt (20. April)

20. April

1761 Johann Gottlieb Karl Spazier wird in Berlin geboren. Der Sänger, Autor, Liedkomponist und Publizist gründet 1793 die Berlinisch musikalische Zeitung.
1821 Der in Berlin geborene Naturwissenschaftler, Franz Carl Achard, stirbt in Cunern/Polen. Er entwickelte die Technik zur Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben und errichtete 1802 die erste Rübenzuckerfabrik der Welt.
1832 Ernst Viktor von Leyden wird in Danzig geboren. Der Internist und Hochschullehrer ist zunächst Militärarzt, scheidet aber nach dem Deutsch-Dänischen Krieg aus dem Militärdienst aus. Von 1885 bis 1907 ist er Direktor der I. Medizinischen Klinik der Charité. Er gründet ein Krebsforschungsinstitut und den Deutschen Zentralverein zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke.
1843 Der Ingenieur, Friedrich Carl Glaser, wird in Neunkirchen/Saarland geboren. Er ist der Herausgeber der Zeitschrift Annalen für Gewerbe und Bauwesen und Mitbegründer des Vereins Deutscher Maschinen-Ingenieure.
1864 Der Geologe, Bergbauingenieur und Montanhistoriker, Wilhelm Bornhardt, wird in Braunschweig geboren.
1883 Wilhelm Carl Hartwig Peters stirbt in Berlin zwei Tage vor seinem 68. Geburtstag. Der Naturforscher, Zoologe, Anatom, Entdecker und Autor war von 1857 bis 1869 Direktor des Berliner Zoos.
1910 Die Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin, Brigitte Mira, wird in Hamburg geboren. Sie wird eine beliebte Volksschauspielerin und gilt - obwohl sie nicht in Berlin geboren wurde - bald als Berliner Original.
1945 Zum ersten Mal beschießt die Rote Armee mit schwerer Artillerie das Zentrum Berlins. Währenddessen empfängt Hitler am Nachmittag im Bunker unter der Reichskanzlei aus Anlass seines 56. Geburtstags Teile der politischen Führungsriege.
1953 Erich Weinert stirbt in Berlin im Alter von 62 Jahren. Der Schriftsteller und Satiriker war Präsident des Nationalkomitees "Freies Deutschland" und Mitbegründer der Akademie der Künste.
1981 Hans Söhnker stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren. Der Schauspieler, der auch als Moderator und Sänger tätig war, wurde 1968 zum Staatsschauspieler ernannt und 1973 mit dem Bundesverdienstkreuz und 1977 mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet.
2001 Der italienische Dirigent, Psychiater, Komponist und Archäologe, Giuseppe Sinopoli, stirbt in Berlin im Alter von 54 Jahren. Während einer Aufführung der Oper Aida an der Deutschen Oper Berlin erlitt er einen Herzinfarkt, dem er kurz darauf erlag.
2002 Aus dem Brücke-Museum Berlin werden neun Gemälde berühmter Expressionisten gestohlen. Nur wenige Wochen später werden fünf Tatverdächtige verhaftet. Eines der Gemälde, "Junges Mädchen" von Max Pechstein, hatten die Diebe zerschnitten.
2003 Die großen christlichen Kirchen haben in ihren Osterbotschaften den Irak-Krieg scharf kritisiert. Sowohl Manfred Kock, der Präses der Evangelischen Kirche Deutschlands, als auch Kardinal Karl Lehmann, Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, üben herbe Kritik.
2004 Das Bundesverfassungsgericht erklärt die Ökosteuer mit dem Grundgesetz vereinbar und weist damit die Verfassungsbeschwerde von fünf Spediteuren und zwei Kühlhausbetreibern ab.
2005 Die Schriftstellerin, Malerin, Dokumentarfilmerin und Autorin, Erika von Hornstein, stirbt in Berlin.
2006 Die in Berlin geborene Malerin, Edith Hultzsch, stirbt in Erkrath-Hochdahl/Nordrhein-Westfalen im Alter von 98 Jahren.
2008 Der Komponist, Organist, Dirigent und Kirchenmusiker, Frank Michael Beyer, stirbt in Berlin. Er unterrichtete an der Kirchenmusikschule, an der Hochschule für Musik und an der Hochschule der Künste in Berlin. Zwischen 1986 und 2003 war er Direktor an der Berliner Akademie der Künste.

Samstag, 19. April 2014

Kalenderblatt (19. April)

19. April

1759 Der Schauspieler, Theaterintendant und Dramatiker. August Wilhelm Iffland, wird in Hannover geboren. 1796 wird er Direktor des Berliner Nationaltheaters und 1811 Direktor der königlichen Schauspiele. Der sogenannte Iffland-Ring, ein Fingerring mit dem Bild Ifflands, wird testamentarisch von dem jeweiligen Träger an den seiner Meinung nach bedeutendsten deutschsprachigen Schauspieler weitergegeben.
1795 Christian Gottfried Ehrenberg wird in Delitzsch/Sachsen geboren. Der Zoologe, Mikrobiologe, Ökologe, Geologe und Geheime Medizinalrat ist der Begründer der Mikropaläontologie und Mikrobiologie.
1837 Der Staatsmann und Philosoph, Jean Pierre Frédéric Ancillon, stirbt in Berlin. 1790 wurde er Prediger an der Friedrichswerderschen Kirche in Berlin. 1792 erhielt er eine Professur für Geschichte an der preußischen Académie militaire. 1803 wurde Ancillon königlicher Hofhistoriograph und Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Seine Ernennung zum Staatsrat im Kulturdepartement erfolgte 1809. Am 23. Juni 1810 wurde Ancillon Erzieher des Kronprinzen und späteren Königs Friedrich Wilhelm IV. Dafür gab er sowohl das Predigeramt als auch die Professur auf.
1847 Wegen galoppierender Lebensmittelpreise infolge von schweren Missernten bricht unter der notleidenden Berliner Bevölkerung die sogenannte Kartoffelrevolution aus. Ihren Anfang nimmt sie auf dem Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte, greift aber schnell auf andere Märkte Berlins über. Marktstände, Bäckereien und Fleischerein werden geplündert. Erst durch den Einsatz des Militärs wird die Ruhe wiederhergestellt. Aber es ist eine trügerische Ruhe, denn unter der Oberfläche gärt es weiter und führt schließlich knapp ein Jahr später zur Märzrevolution und zu den Berliner Barrikadenkämpfen mit zahlreichen Toten und Verletzten.

Der Ingenieur und Maschinenbauer, Hermann Rietschel, wird in Dresden geboren. 1871 gründet er eine Firma für die Produktion von Spezialrohren für den Heizungsbau. Rietschel, der Begründer der Heizungs- und Klimatechnik, erhält 1885 den weltweit ersten Lehrstuhl für "Ventilation und Heizung" an der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin. Er entwirft u.a. die Heizungs- und Lüftungsanlagen für das Berliner Reichstagsgebäude. Die nach ihm benannte "Hermann-Rietschel-Ehrenmedaille" wird noch heute verliehen.
1879 Der Bildhauer, Richard Scheibe, wird in Chemnitz geboren. Zunächst wirkt er in Frankfurt/Main und lehrt später an der Hochschule für bildende Künste in Berlin. 1936 wird er Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.
1930 Kurt Schmidtchen wird in Berlin geboren. Der Schauspieler und Komiker beginnt seine Karriere bei der DEFA und spielt nach dem Mauerbau an Theatern in Westberlin. In den 1970er Jahre beginnt er eine Fernsehkarriere. Bekannt wird er jedoch erst an der Seite des Kabarettisten und Schauspielers, Dieter Hallervorden.
1931 Der Mediziner und Stadtmedizinalrat, Ferdinand Straßmann, stirbt in Berlin. Am 17. Dezember 1915 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen. Gewürdigt wurde sein Engagement für das Berliner Gesundheitswesen.
1945 Die Royal Air Force fliegt ihren letzten Luftangriff auf Berlin.
1967 Konrad Adenauer stirbt in Rhöndorf/Nordrhein-Westfalen. Am 10. Oktober 1963 wurde ihm anlässlich seines Ausscheidens aus dem Amt als erster Bundeskanzler die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen.
1974 Alexander Dinghas stirbt in Berlin. Der Mathematiker war Professor an der Humboldt-Universität, der FU und der TH in Berlin. Außerdem war er Gastprofessor der Fordham University in New York und der Columbia University, Vorsitzender der Berliner Mathematischen Gesellschaft und Mitglied der Heidelberger, finnischen und norwegischen Akademien der Wissenschaften.
2000 Der in Berlin geborene Physiker und Professor, Ekkehart Kröner, stirbt in Stuttgart. 1961 erhielt er für seine Arbeiten zur Theorie der Plastischen Verformung von Metallen den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Außerdem erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universitäten in St. Petersburg und Metz.
2005 Im Finale um die Deutsche Meisterschaft besiegen die Berliner Eisbären unter Trainer, Pierre Pagé, den Rekordmeister Adler Mannheim und holen damit den ersten gesamtdeutschen Meistertitel in der Vereinsgeschichte an die Spree.
2008 Im Berliner Olympiastadion findet das hart umkämpfte DFB-Finale zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund statt. In der letzten Minute können die Dortmunder zwar noch eine Verlängerung erreichen, scheitern aber letztendlich an Luca Toni, der den Bayern mit seinem zweiten Tor zum 2:1-Sieg verhilft.
2009 Der in Berlin geborene katholische Theologe, Matthias Heinrich, wird zum Bischof geweiht. Seit dem 28. Februar 2011 ist er außerdem Diözesanadministrator des Erzbistums Berlin.
2010 Der SPD-Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky, wird mit dem Gustav-Heinemann-Bürgerpreis ausgezeichnet. Gewürdigt wird damit sein Engagement für die Integration von Einwanderern und für bessere Schul- und Ausbildungsbedingungen. Die Laudatio hält der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel. Frühere Preisträger waren u.a. Egon Bahr, Erhard Eppler, Regine Hildebrandt, Hans Leyendecker und Peter Eigen, Gründer von Transparency-International.

Montag, 14. April 2014

Kalenderblatt (14. April)

14. April

1826 Der Unternehmer, Ludwig Alexander Gentz, wird in Neuruppin geboren. Seine Familie und die Eltern von Theodor Fontane sind Nachbarn. Gentz verfasst Manuskripte für Fontanes "Wanderungen durch die Mark Brandenburg".
1868 Peter Behrens wird in Hamburg geboren. Der Architekt, Maler und Grafiker ist ein Pionier des Industriedesigns.
http://www.berlin-die-hauptstadt.de/behrens.htm
1882 Friedrich Albert Moritz Schlick wird in Berlin geboren. Der Physiker, Philosoph und Professor ist der Begründer des "Wiener Kreises" und des Logischen Empirismus.
1927 Bruno Schottstädt wird in Dierberg/Brandenburg geboren. Der evangelische Pfarrer ist der Begründer der Gossner-Mission in der DDR.
1928 Der Kristallograph, Mineraloge und Petrograf, Julius Hirschwald, stirbt auf einer Reise von Teneriffa nach Berlin. 1875 wurde er zum Professor für Mineralogie und Geologie an der Gewerbeakademie Berlin berufen. Er war einer der Mitbegründer der Technischen Hochschule Berlin und des Instituts für Mineralogie und Geologie.
1931 Arthur Scholtz (DVP), der als Vertretung für Gustav Böß amtierender Oberbürgermeister von Berlin war, übergibt die Amtsgeschäfte an Heinrich Sahm.
1943 Mathilde Jacob stirbt im KZ Theresienstadt. Die jüdische Übersetzerin und Sekretärin war eine enge Vertraute von Rosa Luxemburg und Paul Levi.
1953 Der erste Teilabschnitt des Lagers Marienfelde, bestehend aus zehn Wohnblocks für etwa 2.000 Flüchtlinge, wird eingeweiht. In Betrieb genommen wird das Lager im August desselben Jahres.
1990 Günther Krupkat stirbt in Berlin. Er war einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren der DDR. Er war Vorsitzender des Schriftstellerverbandes und des von ihm gegründeten Arbeitskreises Utopische Literatur.

Der Schriftsteller, Martin Kessel, stirbt in Berlin an seinem 89. Geburtstag. Er war Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und der Berliner Akademie der Künste sowie der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München.
1994 Der 1921 in Berlin-Wilmersdorf geborene Schriftsteller und Journalist, Bernt Engelmann, stirbt in München. Er war ein Urenkel des Berliner Verlegers Leopold Ullstein.
1995 Der Berliner Zoo erhält für seinen Pandabären Bao Bao eine neue Gefährtin - die zehnjährige Yan Yan ("Die Schöne"). Sie ist eine Leihgabe der chinesischen Regierung und soll für Nachwuchs sorgen.
1997 Gerda Christian stirbt in Düsseldorf. Sie war eine der vier Sekretärinnen von Adolf Hitler und die einzige, die bis zuletzt im Führerbunker unter der Reichskanzlei in Berlin ausharrte.
2002 Der in Berlin-Charlottenburg geborene Jurist und Buchautor, Sir Michael Robert Emanuel Kerr PC, stirbt in London. In seinen Werken verarbeitete er seine Kindheitserlebnisse. Auch seine Schwester, die Schriftstellerin, Judith Kerr, berichtete in ihren Büchern über die Geschichte ihrer jüdischen Familie.
2009 Holger Schück stirbt in Berlin. Der Sportjournalist und Buchautor galt als Experte auf dem Gebiet Sportpolitik, Dopingproblematik und Boxen.