Samstag, 12. April 2014

Kalenderblatt (12. April)

12. April

1803 Der Historiker und Journalist, Johann Wilhelm Zinkeisen, wird in Altenburg/Thüringen geboren. 1840 wird er als Oberredakteur der Preußischen Staatszeitung nach Berlin berufen.
1829 Der Architekt und Lehrer, Richard Lucae, wird in Berlin geboren. 1873 wird er zum Direktor der Berliner Bauakademie berufen.
1830 Der Jurist und Dozent, Friedrich Julius Kühns, wird in Berlin geboren. Er veröffentlicht mehrere Arbeiten, die sich mit Fragen des Urheberrechts befassen.
1854 Der Chemiker und Forscher, Karl Wilhelm Will, wird in Gießen geboren. 1898 wird er Direktor einer Forschungseinrichtung, die sich mit der Entwicklung und Verbesserung von Explosivstoffen befasst.
1928 Der Filmschauspieler und Schriftsteller, Franz Eberhard August ("Hardy") Krüger, wird in Berlin-Wedding geboren. Nach Kriegsende ist er einer der wenigen deutschen Schauspieler, denen eine internationale Filmkarriere gelingt.
1930 Der Boxer, Gustav "Bubi“ Scholz wird in Berlin geboren. Er wird mehrfacher Deutscher Meister und Europameister in verschiedenen Gewichtsklassen. Im Februar 1985 wird er wegen fahrlässiger Tötung sener Ehefrau zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.
1998 Anne Geelhaar stirbt in Berlin. Die Kinderbuchautorin schrieb auch Drehbücher für Fernseh- und Hörspiele in der DDR und arbeitete für die DEFA.
2003 Unter dem Motto "Friede statt Besatzung" demonstrieren rund 15000 Menschen gegen den Krieg im Irak. Die Abschlusskundgebung findet am Brandenburger Tor statt.
2006 Die in Berlin geborene Schauspielerin, Synchronsprecherin und Chansonsängerin, Christiane Maybach, stirbt in Köln im Alter von 74 Jahren an einem Krebsleiden.
2008 Marga Berndt stirbt in Berlin. Die Tänzerin trat in den großen Theatern und Varietes Berlins auf. Ab 1938 war sie Solotänzerin im Admiralspalast. Nach dem Krieg war sie Solotänzerin am Friedrichstadtpalast. Ihren letzten Auftritt hatte sie 1956 im Zirkus Krone.
2010 Der Ordensgeistliche und Kirchenhistoriker, Ambrosius Eßer, stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer Lungenerkrankung.
2012 Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entscheidet, dass das deutsche Inzestverbot für Geschwister keine Verletzung des Rechts auf Achtung des Privat- und Familienlebens darstellt.
2013 Der 2003 in Berlin gegründete Stromanbieter Flexstrom meldet gemeinsam mit den Tochtergesellschaften OptimalGrün und Löwenzahn Energie Insolvenz an. Die Tochter Flexgas meldet nur wenig später ebenfalls Insolvenz an.

Das Bundesverfassungsgericht gibt der Beschwerde der türkischen Tageszeitung "Sabah" gegen die Sitzplatzvergabe im Münchener NSU-Prozess in Teilen statt. Das Oberlandesgericht München wird angewiesen, eine "angemessene Zahl von Sitzplätzen an Vertreter von ausländischen Medien mit besonderem Bezug zu den Opfern der angeklagten Straftaten" zu vergeben.

Freitag, 11. April 2014

Kalenderblatt (11. April)

11. April

1798 Karl Wilhelm Ramler stirbt in Berlin im Alter von 73 Jahren. Der Dichter und Philosoph wird auch als "deutscher Horaz" bezeichnet.
1806 Ludwig Lohde wird in Berlin geboren. Der Architekt, Bauforscher und Hochschullehrer unterrichtet am Königlichen Gewerbe-Institut in Berlin und an der Berliner Bauakademie.
1866 Christian Gottlieb Cantian stirbt in Berlin. Der Steinmetz und Baumeister wurde bekannt durch seine rund 75 Tonnen schwere Granitschale vor dem Alten Museum im Berliner Lustgarten.
http://www.berlin-die-hauptstadt.de/cantian.htm
1873 Gustav Böß wird in Gießen geboren. Der Jurist und Kommunalpolitiker der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) ist von 1921 bis 1929 Oberbürgermeister von Berlin.
1896 Der Schriftsteller und Verleger, Wieland Herzfelde, wird in Weggis, Luzern/Schweiz geboren. Er ist Professor für Soziologie der neueren Literatur in Berlin. Anlässlich seines 90. Geburtstags wird er für die Gründung des Malik-Verlages zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt.
1921 Prinzessin Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg stirbt im Haus Doorn in den Niederlanden. Sie war die erste Ehefrau von Wilhelm II und die letzte Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen.
http://www.berlin-die-hauptstadt.de/auguste_victoria.htm
1968 Der Hilfsarbeiter, Josef Bachmann, schießt auf dem Kurfürstendamm in Berlin dreimal auf den Studentenführer, Rudi Dutschke. Trotz lebensgefährlicher Gehirnverletzungen überlebt dieser dank einer dreistündigen Notoperation, verstirbt allerdings Jahre später an den Spätfolgen dieser Verletzungen. Der Attentäter begeht am 24. Februar 1970 in seiner Gefängniszelle Selbstmord.
2003 Zwei Männer begehen einen Überfall auf eine Commerzbank in Berlin-Steglitz. Während einer der Täter in einen U-Bahn-Tunnel flüchtet und dabei einen Teil seiner Beute verliert, kapert der andere einen Linien-Bus der BVG und bringt zwanzig Passagiere in seine Gewalt. Nach viereinhalb Stunden hat der Spuk ein Ende. Beide Räuber kommen in Haft.

Der Bundesrat beschließt die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten an Samstagen von 16.00 Uhr auf 20.00 Uhr.

Der Bundessicherheitsrat beschließt den Umzug des Bundesnachrichtendienstes von Pullach in Bayern nach Berlin.
2004 Die Sammlung von Charlotte von Mahlsdorf (1928-2002) kehrt nach Berlin zurück. Die Gründerin des Gründerzeitmuseums war 1997 nach Schweden ausgewandert und hatte fünf komplett ausgestattete Zimmer mitgenommen, darunter befanden sich ein Kaminzimmer, ein Jagdzimmer und eine Küche.
2013 Die im September 2010 gegründete Nachrichtenagentur dapd, mit Sitz in Berlin, stellt ihren Betrieb wegen Insolvenz ein.

Mittwoch, 9. April 2014

Kalenderblatt (9. April)

9. April

1770 Der Mediziner, Physiker, Forscher und Publizist, Thomas Johann Seebeck, wird in Reval/Estland geboren. Er entdeckt den nach ihm benannten thermoelektrischen Seebeck-Effekt und veröffentlicht mehrere thermomagnetische Arbeiten. 13 Jahre ist er an der Berliner Akademie der Wissenschaften tätig.
1834 Dem preußischen Staatskanzler und General, Carl Friedrich Heinrich Graf von Wylich und Lottum (1767-1841), wird anlässlich seines 50-jährigen Militär-Jubiläums die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen.
1836 Der Bildhauer, Carl Friedrich Wichmann, stirbt in Berlin. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder, Ludwig Wilhelm, gründete er 1821 ein gemeinsames Atelier. 1826 wurde er Mitglied und 1829 Professor der Berliner Akademie der Künste.
1860 Der Maler, Grafiker und Zeichenlehrer, Philipp Franck, wird in Frankfurt/Main geboren. Zusammen mit Lovis Corinth und Max Liebermann gründet er 1898 die "Berliner Secession".
1863 Der Neurologe und Hirnforscher, Hugo Karl Liepmann, wird in Berlin geboren. Er konzentriert seine Forschungen auf das Gebiet der Apraxie, eine Störung bei hirngeschädigten Personen, trotz intakter motorischer Funktion zielgerichtete Handlungen oder Bewegungen auszuführen.
1896 Ein großer Tag für den Geräteturner, Alfred Flatow! Bei den Olympischen Sommerspielen in Athen gewinnt er den Einzelwettbewerb am Barren und wird Zweiter am Reck. Außerdem siegt er mit der deutschen Mannschaft (darunter befindet sich auch sein Cousin Gustav Felix Flatow) am Barren und am Reck. Unter den Nationalsozialisten wird er wegen seiner jüdischen Herkunft verfolgt. 1938 emigriert er in die Niederlande, wird aber nach dem deutschen Einmarsch in das KZ Theresienstadt deportiert, wo er am 28. Dezember 1942 ums Leben kommt. Auch sein Cousin stirbt im KZ Theresienstadt am 29. Januar 1945.
1911 Die evangelische Taborkirche in Rahnsdorf im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick wird eingeweiht. Sie entstand nach Plänen der Architekten Peter Jürgensen und Jürgen Bachmann.
1915 Geheimrat Friedrich Loeffler stirbt in Berlin im Alter von 62 Jahren. Der Mediziner, Hygieniker und Bakteriologe entdeckte die Erreger von Rotz und Rotlauf. 1884 identifizierte er am Kaiserlichen Gesundheitsamt in Berlin das Corynebacterium diphtheriae als Erreger der Diphtherie. 1913 wurde er Leiter des Robert-Koch-Instituts in Berlin.
1938 Paul Mebes stirbt in Berlin. Der Architekt, Architekturtheoretiker und Hochschullehrer wurde 1931 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, legte aber am 15. Mai 1933 diese Mitgliedschaft nieder.
1945 Der evangelische Theologe, Vertreter der Bekennenden Kirche und NS-Widerstandskämpfer, Dietrich Bonhoeffer, wird im KZ Flossenbürg durch den Strang hingerichtet.
1982 Der Chemiker und DDR-Regimekritiker, Robert Havemann, stirbt in Grünheide/Brandenburg. Durch seine Widerstandsarbeit wurde er am 16. Dezember 1943 zum Tode wegen Hochverrats verurteilt, erhielt aber einen Vollstreckungsaufschub, der ihm schließlich das Leben rettete. 1950 wurde er Direktor des Instituts für Physikalische Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Ordinarius für Physikalische Chemie. Als er wegen verbotener Interviews mit Westmedien in den Fokus der Stasi gerät, wird er unter jahrelangen Hausarrest gestellt.
1985 Der Sänger, Songwriter und Gewinner des Bundesvision Song Contest, Tim Bendzko, wird in Berlin-Kaulsdorf geboren.
2004 Der in Berlin geborene Schauspieler, Martin Rickelt, stirbt in Karlsruhe im Alter von 88 Jahren an den Folgen einer Darmerkrankung. Er wurde einem breiten Publikum durch seine Rolle als Onkel Franz in der deutschen TV-Serie "Lindenstraße" bekannt.
2012 Der aus Budapest stammende Theaterwissenschaftler, Kritiker, Publizist und Theaterintendant, Ivan Nagel, stirbt in Berlin im Alter von 81 Jahren. Von 1989 bis 1996 war er Professor für Geschichte und Ästhetik der Darstellenden Künste an der Universität der Künste in Berlin. Am 20. April 2012 wird er auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte beigesetzt.

Dienstag, 8. April 2014

Kalenderblatt (8. April)

8. April

1818 August Wilhelm Hofmann wird in Gießen geboren. Der Chemiker ist ein Pionier auf dem Gebiet der Erforschung und Entwicklung von Farbstoffen. 1867 wird er Mitbegründer der Deutschen Chemischen Gesellschaft zu Berlin.
1827 Nach zweijähriger Bauzeit wird die Sing-Akademie zu Berlin eingeweiht. Sie wurde 1791 von Carl Friedrich Christian Fasch gegründet und ist die älteste gemischte Chorvereinigung der Welt.
1835 Der Gelehrte und Staatsmann, Wilhelm von Humboldt, stirbt in Tegel bei Berlin. Er war maßgeblich an der Gründung der ersten Berliner Universität, die am 10. Oktober 1810 ihren Lehrbetrieb aufnahm, beteiligt.
http://www.berlin-die-hauptstadt.de/wvh.htm
1868 Werner von Bolton wird in Tiflis/Georgien geboren. Der Chemiker und Werkstoffwissenschaftler erfindet ein Herstellungsverfahren für Tantalglühfäden. Die Tantallampe wird später durch die Glühlampe mit Wolframfaden ersetzt.
1897 Heinrich von Stephan stirbt in Berlin. Der Generalpostdirektor und Organisator des deutschen Postwesens war auch Mitbegründer des Weltpostvereins.
1913 Ernst Walter Ruhmer stirbt in Berlin. Der Physiker war ein Pionier auf dem Gebiet der Trägerfrequenztechnik. 1902 gelang ihm eine drahtlose Telegrafie über eine Strecke von 17 Kilometern. 1908 errichtete er in seinem Labor die erste Trägerfrequenzanlage.
1924 Der Film- und Theaterschauspieler, Synchronsprecher und Kabarettist, Günter Pfitzmann, wird in Berlin geboren. Besonders in seinen Fernsehrollen verkörpert er den Berliner mit Herz und Schnauze. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Berliner Kabaretts "Die Stachelschweine".
1936 Der Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler, Klaus Löwitsch, wird in Berlin geboren. Er ist Träger des Deutschen Filmpreises, des Adolf-Grimme-Preises und des Bayerischen Fernsehpreises.
1955 Der Film- und Theaterschauspieler, Rudolf Klix, stirbt in Berlin im Alter von 74 Jahren. Zunächst arbeitete er an verschiedenen Berliner Theaterbühnen, bis er 1919 für den Film entdeckt wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wirkte er in einer Reihe von DEFA-Filmen mit.
1973 Viktor de Kowa stirbt in Berlin. Er war Theater- und Filmschauspieler, Chansonsänger, Regisseur, Drehbuchautor und Komödiendichter.
2003 Der ehemalige Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping heiratet Kristina Gräfin Pilati. Für Schlagzeilen hatte das Paar ein Jahr zuvor gesorgt, als es sich für eine Zeitschrift in einem Swimming-Pool auf Mallorca ablichten ließ, während gleichzeitig die Bundeswehr unmittelbar vor einem riskanten Einsatz in Mazedonien stand. Der zuvor schon schwer angeschlagene Minister wurde am 18. Juli 2002 entlassen.
2007 Der Schriftsteller, Kabarettist und Drehbuchautor, Jo Schulz, stirbt in Berlin im Alter von 87 Jahren. Er war Mitglied des DDR-Kabaretts "Böse Sieben" und schrieb Artikel für satirische Zeitschriften.
2011 Die Tragikomödie "Vincent will Meer" wird mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Die Regie führte Ralf Huettner, das Drehbuch schrieb Florian David Fitz.

Montag, 7. April 2014

Kalenderblatt (7. April)

7. April

1816 Der evangelische Theologe, Botaniker und Naturkundler, Christian Konrad Sprengel, stirbt in Berlin. Er gilt als Begründer der modernen Blütenökologie.
1833 Der Politiker und Großgrundbesitzer, Anton Fürst von Radziwill, stirbt in Berlin. Der Spross einer der reichsten und mächtigsten polnischen Adelsgeschlechter war auch als Sänger, Cellovirtuose und Komponist tätig.
1865 Friedrich Ludwig von Rönne stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren. Der Jurist und Politiker war zehn Jahre Botschafter in Washington, danach war er Leiter des preußischen Handelsamtes und preußischer Abgeordneter.
1876 Heinrich Tessenow wird in Rostock geboren. Der Architekt und Hochschullehrer lehrt an der Technischen Hochschule Berlin und später an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin. Zu seinen bekanntesten Werken zählt die Innenraumgestaltung der von Karl Friedrich Schinkel errichteten Neuen Wache in Berlin-Mitte.
1902 Gustav Büchsenschütz wird in Berlin geboren. Er schreibt sowohl den Text als auch die Melodie des Liedes "Märkische Heide, märkischer Sand", das in der Version von Paul Lincke schnell populär wird und heute die inoffizielle Hymne des Landes Brandenburg ist. 1975 wird Büchsenschütz mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
1979 Der in Leipzig geborene Schriftsteller, Drehbuchautor und Schauspieler, Bruno Apitz, stirbt in Berlin kurz vor Vollendung seines 79. Geburtstags. Das frühere SPD- und spätere KPD-Mitglied sitzt wegen seiner Antikriegs-Propaganda in mehreren Zuchthäusern und Konzentrationslagern in Haft. Nach Kriegsende arbeitet er als Redakteur, Dramaturg und Hörspielautor. Sein bekanntester Roman "Nackt unter Wölfen" erscheint 1958.
1980 Der in Berlin geborene Kunsthistoriker, Jakob Rosenberg, stirbt in Massachusetts/USA. Von 1919 bis 1922 studierte er in Berlin Kunstgeschichte. 1925 wurde er Kurator am Kupferstichkabinett in Berlin, aber 1935 wegen seiner jüdischen Herkunft entlassen. Er emigrierte in die USA, wo er als Dozent tätig war. 1947 wurde er Professor an der Harvard University und Leiter der Graphischen Sammlung des Museum of Fine Arts, Boston.
1983 Die in Berlin geborene Architektin, Lotte Cohn, stirbt in Tel Aviv. 1921 wanderte sie nach Palästina aus, wo sie nach ein paar Jahren ein eigenes Architekturbüro eröffnete und sich als Architektin einen Namen machte.
1987 Otto Hartmut Fuchs stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Er war Redakteur, Funktionär der DDR-CDU und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Wegen seiner Arbeit in der katholischen Kirche geriet er schon bald in Konflikt mit den Nationalsozialisten und auch in der DDR verlief sein kirchliches Engagement zunächst nicht problemlos. Aber diesmal arrangierte er sich. Er wurde Inoffizieller Mitarbeiter des Ministierums für Staatsicherheit (MfS) der DDR und arbeitete unter dem Dach der Nationalen Front der DDR für die Belange der Katholiken.
1990 Grenzöffnung an der Brunnenstraße in Berlin-Mitte und an der Kopenhagener Straße in Berlin-Niederschönhausen/Berlin-Reinickendorf.
1992 Der Berliner Fachoberschüler, Jonny K. (Jonny Deipabba), wird in Khon Kaen/Thailand als Sohn einer thailändischen Mutter und eines deutschen Vaters geboren. In der Nacht zum 14. Oktober 2012 wird er von türkischstämmigen Jugendlichen ins Koma geprügelt und verstirbt kurz darauf an einem Blutgerinnsel im Gehirn. Der Vorfall sorgt weit über Berlin hinaus für Schlagzeilen und heizt die Diskussion über Jugend- und Ausländerkriminalität in Deutschland an.
1998 Am Werderschen Markt in Berlin-Mitte, wird der Grundstein für den Erweiterungsbau des Auswärtigen Amtes gelegt. Der Neubau, der sich gegenüber der Friedrichswerderschen Kirche befindet, wird nach einem Entwurf der Berliner Architekten Ivan Reimann und Thomas Müller errichtet.

Donnerstag, 3. April 2014

Kalenderblatt (3. April)

3. April

1821 Der deutsch-jüdische Komponist, Louis Lewandowski, wird in Wreschen/Polen geboren. Er ist Chorleiter in der Neuen Synagoge in Berlin-Mitte und komponiert jüdische Sakralmusik.
1856 Peter Friedrich Bouché stirbt in Berlin. Der Botaniker, Gärtner und Insektenkundler veröffentlichte nicht nur Gartenratgeber sondern auch Bücher und Artikel über Schädlinge und Nützlinge im Gartenbau.
1870 Philipp Jaffé, der unter schweren Wahnvorstellungen leidet, nimmt sich in Wittenberge/Brandenburg das Leben. Der Historiker und Philologe zählt zu den herausragendsten deutschen Mediävisten des 19. Jahrhunderts.
1884 Gustav Richter, stirbt in Berlin. Der Porträt- und Historienmaler studierte an der Berliner Kunstakademie. Er porträtierte u.a. Königin Luise und Kaiser Wilhelm I.
1892 Der Zirkusdirektor und Artist, Ernst Renz, stirbt in Berlin. Er war königlicher Kommissionsrat und Gründer des Zirkus Renz.
1900 Der Chemiker, Ernst Robert Schneider, stirbt in Berlin. Er war Professor an der Philosophischen Fakultät der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität und später auch an der Preußischen Kriegsakademie.
1911 Der Grundstein für das Rathaus in Spandau wird in Anwesenheit des damaligen Stadtrats, Emil Müller, gelegt. Dieser spricht sich in seiner Festrede für die Unabhängigkeit der Stadt aus. Nur neun Jahre später wird Spandau nach Groß-Berlin eingemeindet.
1930 Helmut Kohl wird in Ludwigshafen/Rheinland-Pfalz geboren. Der CDU-Politiker ist von 1969 bis 1976 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und von 1982 bis 1998 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Am 9. November 1992 wird er Ehrenbürger der Stadt Berlin.
1940 Der Berliner Jurist, Journalist und SPD-Politiker, Ernst Heilmann, wird im Konzentrationslager Buchenwald/Thüringen durch eine Giftspritze hingerichtet.
1952 Flusspferdmädchen Bulette wird im Leipziger Zoologischen Garten geboren. Sie kommt an die Spree und wird hier im Berliner Zoo ein Publikumsliebling. Bulette bringt mehr als 20 Flusspferde zur Welt und sichert damit den Flusspferd-Nachwuchs der europäischen Zoos.
1955 Karl Hofer stirbt in Berlin an den Folgen eines Schlaganfalls. Der expressionistische Maler war Direktor der Berliner Hochschule für bildenden Künste. Unter den Nationalsozialisten galt seine Kunst als entartet. Seine Ehefrau starb im KZ Auschwitz, sein Sohn kam 1947 auf tragische Weise ums Leben. 1948 wurde Hofer mit der Ehrendoktorwürde der Berliner Humboldt-Universität ausgezeichnet. U.a. erhielt er auch den Orden Pour le mérite für Wissenschaft und Künste und das Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
1984 Karl Carstens, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1979 bis 1984, wird mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin ausgezeichnet.
2000 Der in Berlin geborene evangelische Theologe, Kirchenhistoriker und Publizist, Joachim Mehlhausen, stirbt in Düsseldorf an den Folgen eines Gehirnschlags. Er war Vorsitzender der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte, Mitherausgeber des Lexikons "Theologische Realenzyklopädie" sowie mehrerer theologischer Zeitschriften. Von 1990 bis 1995 war Mehlhausen Erster Vorsitzender der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie.
2002 Der Film- und Fernsehschauspieler, Heinz Drache, stirbt in Berlin an einer Lungenentzündung. Er arbeitete auch als Synchronsprecher und lieh seine Stimme u.a. Kirk Douglas, Glenn Ford, Frank Sinatra, Sean Connery und Richard Widmark.
2004 250000 demonstrieren vor dem Brandenburger Tor in Berlin-Mitte gegen die politischen Reformen der rot-grünen Bundesregierung. Im Mittelpunkt ihrer Kritik stehen Schröders Agenda 2010, der Sozialabbau und die Folgen der Globalisierung.
2011 Der FDP-Parteichef, Guido Westerwelle, beugt sich dem parteiinternen Druck und verkündet seinen Verzicht auf das Amt als Vorsitzender und Vizekanzler.

Berlin erlebt mit 24,9 Grad Celsius den wärmsten 3. April seit dem Beginn der Wetteraufzeichnung.
2014 Nach 3½-jährigen Sanierungs- und Umbauarbeiten wird das unter Denkmalschutz stehende Bikini-Haus, ein 1957 fertiggestelltes Geschäfts- und Bürogebäude in der Berliner City West, wiedereröffnet.

Mittwoch, 2. April 2014

Kalenderblatt (2. April)

2. April

1470 Mit einer Urkunde überlässt Albrecht Achilles seinem Bruder, Friedrich II, auf Lebenszeit das Schloss Plassenburg nebst Gütern und Ländereien und gewährt ihm eine lebenslange Rente. Im Gegenzug gibt Friedrich II, der keine männlichen Nachkommen aufzuweisen hat, aus gesundheitlichen Gründen die Regentschaft vorzeitig an seinen Bruder, Albrecht Achilles, ab.
1841 Der General der preußischen Armee und Kriegsminister, Johann Justus Georg Gustav von Rauch, stirbt in Berlin. Am 6. April 1840 erhält er die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin. Gewürdigt werden seine Verdienste um die Einrichtung von Kriegsschulen und die Entwicklung des Ingenieur-, Festungs- und Pionierwesens.
1847 Der Techniker, Erfinder und Unternehmer, Carl Philipp Heinrich Pistor, stirbt in Berlin. Der Pionier der optischen Telegrafie stellte neben astronomischen und geodätischen Instrumenten auch Mikroskope her und belieferte in- und ausländische Sternwarten mit seinen Meridiankreisen.
1872 Der Berliner Philologe, Kunsthistoriker und Privatgelehrte, Gustav Parthey, stirbt in Rom. Er leitete die Nicolai’sche Buchhandlung und veröffentlichte mehrere Arbeiten. 1857 wurde er Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften.
1887 Die SPD-Politikerin, Louise Schroeder, wird in Altona geboren. Dreizehn Jahre gehört sie dem Deutschen Reichstag an. Von 1947 bis 1948 ist sie Oberbürgermeisterin von Berlin. Anlässlich ihres 70. Geburtstags wird ihr die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen.
1899 Carl Scheibler stirbt in Berlin. Er war ein bedeutender Chemiker auf dem Gebiet der Zuckerforschung. Das von ihm in Berlin gegründete Laboratorium war die weltweit erste Forschungseinrichtung auf dem Lebensmittelsektor.
1925 Der deutsch-jüdische Rundfunk- und Fernsehmoderator sowie Regisseur, Hans Rosenthal, wird in Berlin geboren. In einer Berliner Laubenkolonie überlebt er den Holocaust. Später wird er einer der beliebtesten deutschen Showmaster der Nachkriegszeit. Legendär ist seine Fernsehshow "Dalli Dalli".
1928 Gustav Hartmann tritt mit seiner Pferdedroschke und dem Wallach Grasmus seine aufsehenerregende Reise an, die ihn von Berlin nach Paris und wieder zurück führt. Seine Fahrt wird durch die Begleitung eines Reporters zu einem Medienereignis und er selbst wird bekannt als der "Eiserne Gustav".
http://www.berlin-die-hauptstadt.de/gustav.htm
1944 Der Architekt und preußische Baubeamte, Martin Kießling, stirbt in Berlin an einem Krebsleiden. 1928 wurde er zum Ministerialdirektor in der Hochbauabteilung des preußischen Finanzministeriums in Berlin ernannt. Unter den Nationalsozialisten fiel er wegen seiner modernen Bauweise in Ungnade und wurde am 1. Oktober 1933 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.
1965 Der Regierende Bürgermeister Willy Brandt weiht das von den Architekten, Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg, erbaute Europacenter am Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg ein. Das Büro- und Einkaufszentrum hat eine Gesamtfläche von rund 80.000 m² und ist ein Highlight der City West.
1971 Der Fernsehmoderator und Sänger, Alexander Duszat ("Elton"), wird in Berlin geboren. Er arbeitet beim Sender ProSieben und beim ZDF.
1979 Nach vierjähriger Bauzeit wird das nach Plänen der Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte erbaute und rund 925 Millionen Mark teure "Internationale Congress Centrum Berlin" (ICC) zu Füßen des Funkturms in Berlin-Charlottenburg eröffnet.
2006 Peter Jes Petersen stirbt in Berlin in der Nacht vom 1. auf den 2. April an einem Krebsleiden. 1977 eröffnete er eine Galerie in Berlin. Ab 1987 war er auch als Verleger tätig. Wegen Kokainhandels wurde er zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Horst Gibtner stirbt in Berlin. Der CDU-Politiker war in der Regierung de Maizière der letzte Verkehrsminister der DDR.
2007 Dietrich Wachsmuth stirbt in Berlin. Der Philologe, Hochschullehrer und Publizist gehörte zu den politisch Verfolgten des Nationalsozialismus. Nach Kriegsende studierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte und Soziologie.
2010 In Afghanistan werden bei Gefechten in der Provinz Kundus drei Bundeswehrsoldaten getötet und acht verletzt, vier von ihnen schwer.
2011 Vor dem Eingang des Berliner Zoos demonstrieren Fans des am 19. März an einer Hirnentzündung verstorbenen Eisbären Knut gegen die Pläne, das Tier auszustopfen und im Naturkundemuseum zur Schau zu stellen.