Montag, 2. Juni 2014

Kalenderblatt (2. Juni)

2. Juni

1878 Drittes Attentat auf Kaiser Wilhelm I. Aus dem Fenster eines Hauses in der Straße Unter den Linden Nr. 18 schießt der Landwirt Karl Eduard Nobiling auf den in seiner Kutsche vorbeifahrenden Kaiser und verletzt diesen an Kopf und Armen.
Reichskanzler Otto von Bismarck gibt, ohne dafür irgendeinen Beweis zu haben, den Sozialdemokraten die Schuld an diesem Vorfall und nimmt die beiden Attentate vom 11. Mai und 2. Juni zum Vorwand, endlich die umstrittenen Sozialistengesetze im Reichstag durchzuboxen.
1931 Die von Heinrich Tessenow umgestaltete Neue Wache in Berlin-Mitte wird zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten als "Ehrenmal der Preußischen Staatsregierung" eingeweiht.
1967 Der Student Benno Ohnesorg wird von dem Polizisten Karl-Heinz Kurras erschossen. Sein Tod führt zur Radikalisierung der Studentenbewegung in Deutschland.
Die "Bewegung 2. Juni", eine linksmilitante Vereinigung, deren Namensgebung an den Todestag von Benno Ohnesorg erinnern soll, gründet sich in den 1970er Jahren in Berlin. Einige aus dieser Gruppe schließen sich später der RAF an.
1984 Vor heimischem Publikum erringen die Wasserfreunde Spandau 04 mit einem 19:2-Erfolg über den SC Düsseldorf die Deutsche Meisterschaft.
2004 Der am 23. Januar auf dem Sunset Boulevard in Los Angeles tödlich verunglückte Fotograf, Helmut Newton, wird in seiner Heimatstadt Berlin beerdigt. Seine Urne wird in einem Ehrengrab auf dem III. Städtischen Friedhof in Berlin-Friedenau beigesetzt. Bundeskanzler Gerhard Schröder, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und der britische Schauspieler Roger Moore wohnen dieser Zeremonie bei.
2005 In Quedlinburg/Sachsen-Anhalt beschließen die Kultusminister auf ihrer zweitägigen Konferenz die verbindliche Einführung der heftig umstrittenen Rechtschreibreform. Sie wird am 1. August 2005 in Kraft treten.
2006 Zum 19. Mal findet der Karneval der Kulturen, ein viertägiges multikulturelles Straßenfest, in Berlin-Kreuzberg statt.
2013 In Berlin und Brandenburg findet unter dem Motto "Mehr Platz für Fahrräder" die 37. Fahrradsternfahrt statt. Die weltweit größte Fahrraddemonstration beginnt im Berliner Umland und führt über die Berliner Avus zur Siegessäule. Am Brandenburger Tor findet ein Umweltfestival der Grünen Liga statt.

Samstag, 31. Mai 2014

Kalenderblatt (31. Mai)

31. Mai

1740 König Friedrich Wilhelm I stirbt in Potsdam im Alter von 51 Jahren an der Wassersucht. Der "Soldatenkönig" aus dem Hause der Hohenzollern lenkte 27 Jahre die Geschicke Preußens und brachte viele wichtige Reformen auf den Weg.

Sein 28-jähriger Sohn besteigt als Friedrich II den preußischen Thron. Er wird als "Friedrich der Große" in die deutsche Geschichte eingehen.
1750 Karl August Freiherr von Hardenberg wird in Essenrode/Niedersachsen geboren. Der preußische Staatsmann ist von 1804 bis 1806 Außenminister und von 1810 bis 1822 Staatskanzler.
1773 Der Dichter, Schriftsteller, Übersetzer und Publizist, Johann Ludwig Tieck, wird in Berlin geboren. Er ist Gründungsmitglied des preußischen Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste.
1809 Der preußische Husarenoffizier und Freikorpsführer, Ferdinand von Schill, stirbt in Stralsund im Alter von 33 Jahren im Kampf gegen die napoleonischen Truppen. Dem Gefallenen wird der Kopf abgetrennt und König Jérôme, einem Bruder Napoleons, übersandt.
1824 Der Apotheker und Industrielle, Ernst Christian Friedrich Schering, wird in Prenzlau/Brandenburg geboren. 1864 gründet er die "Chemische Fabrik Ernst Schering", aus der später das Pharmaunternehmen Schering hervorgeht.
1831 Der Bauingenieur Ernst August Dircksen wird in Danzig geboren. Er studiert in Berlin Ingenieurwesen und wird 1878 Bauleiter der Berliner Stadteisenbahn.
1846 Der evangelische Theologe, Philipp Konrad Marheineke, stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren. Der gebürtige Heidelberger kam 1811 als Prediger nach Berlin und wurde Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität.
1851 Christian Daniel Rauch ist die erste Person, der die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen wird. Er gehört zu den bedeutendsten Bildhauern des deutschen Klassizismus und zu den Vertretern der Berliner Bildhauerschule.
Am selben Tag wird das von Christian Daniel Rauch erschaffene Reiterstandbild von Friedrich II in der Straße "Unter den Linden" enthüllt.
1863 Georg Wegener wird in Brandenburg an der Havel geboren. Er ist Geograph, Forschungsreisender, Autor und Professor an der Handelshochschule in Berlin.
1879 Auf der Berliner Gewerbeausstellung wird die erste Elektrolokomotive der Welt vorgestellt.
1884 Der aus Ostpreußen stammende Zeitungsgründer, Politiker und Großindustrielle, Bethel Henry Strousberg, stirbt in Berlin im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt.
1913 Der Schauspieler, Kabarettist und Sänger, Peter Frankenfeld, wird als Willi Julius August Frankenfeldt in Berlin geboren. Deutschlandweit bekannt wird er als Radio- und Fernsehmoderator. Seine erfolgreichsten TV-Sendungen sind die Spielshow "Vergißmeinnicht" und die Musikrevue "Musik ist Trumpf".
1918 Alexander Mitscherlich stirbt in Oberstdorf/Bayern im Alter von 82 Jahren. Der Chemiker und Unternehmer gilt als einer der Erfinder des Sulfitverfahrens, das eine effizientere Produktion von Holzzellstoff ermöglicht.
1919 Die Leiche der am 15. Januar ermordeten marxistischen Arbeiterführerin Rosa Luxemburg wird aus dem Berliner Landwehrkanal geborgen.
1924 Gisela May wird in Wetzlar/Hessen geboren. Die Schauspielerin und Sängerin wird vor allem als Brechtinterpretin international bekannt.
1945 Oskar Heinroth stirbt in Berlin im Alter von 74 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Der Zoologe und Buchautor war nicht nur der Erbauer und Direktor des Berliner Zoo-Aquariums sondern auch der Begründer der vergleichenden Verhaltensforschung.
1969 Die Schauspielerin Hilde Körber stirbt in Berlin im Alter von 62 Jahren. Sie war mit dem Schauspieler und Regisseur Veit Harlan verheiratet und Mitglied der Berliner Stadtverordnetenversammlung. Ab 1951 leitete sie in Berlin die Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel.
1978 Hannah Höch stirbt in Berlin im Alter von 88 Jahren. Die Graphikerin, Collagekünstlerin und Vertreterin des Dadaismus gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlerinnen der klassischen Moderne. Sie ist die Begründerin der zeitkritischen Fotomontage.
1980 Hertha BSC gewinnt zwar im Berliner Olympiastadion gegen VfB Stuttgart 4:2, muss aber dennoch in die 2. Bundesliga absteigen. Sechs Jahre später kommt es noch schlimmer - Hertha wird drittklassig
1998 Die Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin und Autorin, Lotti Huber, stirbt in Berlin im Alter von 85 Jahren.
2001 Die in Berlin geborene Schauspielerin, Schriftstellerin und Tochter des Malers Lovis Corinth, Wilhelmine Corinth, stirbt in New York City im Alter von 91 Jahren.
2003 Im Berliner Olympiastadion gewinnt der FC Bayern München mit 3:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern und sichert sich damit den DFB-Pokal.
2006 Das Bundesverfassungsgericht bewertet die allgemeine Schulpflicht höher als die Religionsfreiheit. Damit weisen die Karlsruher Richter die Verfassungsbeschwerde eines hessischen Elternpaares ab, das sich aus Angst vor schädlichen Einflüssen auf seine Kinder weigerte, diese in die Schule zu schicken.
2009 Wolfgang K. Giloi stirbt in Berlin im Alter von 78 Jahren. Der Informatiker war u.a. Professor an der Technischen Universität Berlin und Leiter des Instituts für Informationsverarbeitung. 1983 gründete und leitete er das Forschungsinstitut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST).
2010 Im Schloss Bellevue gibt Bundespräsident Horst Köhler seinen sofortigen Rücktritt bekannt. Als Grund für seine Entscheidung nennt er u.a. den mangelnden Respekt vor dem höchsten Staatsamt.
2013 Laut der Ergebnisse des Zensus 2011 leben in Deutschland 80,3 Millionen Einwohner. Dies sind rund 1,5 Millionen Einwohner weniger als bislang angenommen.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Kalenderblatt (29. Mai)

29. Mai

1777 Friedrich August Ludwig von der Marwitz wird in Berlin geboren. Der preußische General und konservative Politiker ist ein entschiedener Gegner der von Stein und Hardenberg durchgesetzten Reformen.
1794 Der Astronom, Johann Heinrich von Maedler, wird in Berlin geboren. Er beschäftigt sich mit der Erforschung des Mars und des Mondes. Als Leiter der Sternwarte Dorpat/Estland entwirft er im Auftrag des russischen Zaren eine Kalenderregulation.
1806 Der Architekt, Kunsthistoriker, Publizist und Archäologe Karl Bötticher wird in Nordhausen/Thüringen geboren. Er ist Dozent an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und von 1868 bis 1876 Leiter der Skulpturensammlung des Berliner Museums.
1820 Der Jurist, Diplomat und Schriftsteller, Christian Konrad Wilhelm von Dohm, stirbt in Pustleben/Thüringen im Alter von 68 Jahren. Er arbeitete im preußischen Staatsdienst und wurde von König Friedrich Wilhelm II 1786 in den Adelsstand erhoben. Als Autor machte er sich besonders um die Emanzipation der europäischen Juden verdient.
1822 Grundsteinlegung für die von Karl Friedrich Schinkel entworfene Schlossbrücke in Berlin-Mitte. Nach zweijähriger Bauzeit wird sie 1824 eingeweiht. Die Fertigstellung des Brückenschmucks, bestehend aus acht monumentalen Skulpturen, erfolgt aus Geldmangel erst 1857.
1849 Der Gastronom und Hotelier, Lorenz Adlon, wird in Mainz geboren. 1907 gründet er das legendäre Luxushotel "Adlon", Treffpunkt der feinen Gesellschaft und des internationalen Hochadels. Der Film- und Fernsehregisseur Percy Adlon ist ein Urenkel.
1929 Gegenüber dem Funkturm in Berlin-Charlottenburg wird der Grundstein für das "Haus des Rundfunks" gelegt, das nach Plänen des Berliner Architekten Hans Poelzig errichtet werden soll.
1939 Der Altertumsforscher und Hethitologe, Hans Ehelolf, stirbt in Berlin im Alter von 57 Jahren. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Vorderasiatischen Abteilung des Berliner Museums und unterrichtete am indologischen Seminar der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin.
1943 Flusspferd Knautschke wird im Berliner Zoo geboren. Bei einem Bombentreffer wird das Außenbecken des Flusspferdhauses zerstört und seine Mutter getötet, aber dank der Hilfe der Tierpfleger wird der Kleine zu jenen 91 Zoobewohnern gehören, die den Zweiten Weltkrieg überleben.
1952 Der Englische Garten im Großen Tiergarten in Berlin-Mitte wird in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters Ernst Reuter und des britischen Außenministers, Sir Anthony Eden, eingeweiht. Der größte Teil der Pflanzen und Gehölze wurde von den Briten gespendet. Besonderer Anziehungspunkt ist das Teehaus, das neben Speisen und Getränken auch Live-Musik bietet.
1960 Bischof Otto Dibelius weiht die Sankt Matthäuskirche im Tiergarten in Berlin-Mitte. Das während des Zweiten Weltkrieges zerstörte Gotteshaus wurde von dem Architekten Jürgen Emmerich wiederaufgebaut, wobei er das Äußere rekonstruierte und das Innere neu gestaltete.
1994 Der ehemalige DDR-Staats- und Parteichef, Erich Honecker, stirbt in seinem Exil in Santiago de Chile im Alter von 81 Jahren.
1998 Der Karneval der Kulturen, ein viertägiges multikulturelles Kreuzberger Straßenfest, wird eröffnet.
2004 Im Berliner Olympiastadion sichert sich Werder Bremen durch einen 3:2-Sieg über Alemannia Aachen den DFB-Pokal.
Im Finale der Frauen gewinnt der 1. FFC Turbine Potsdam mit 3:0 gegen den 1. FFC Frankfurt.
2009 Der Deutsche Bundestag verabschiedet mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit eine Schuldenbremse für die Haushalte von Bund und Ländern. Für die dafür nötige Grundgesetzänderung stimmen Union und SPD, Grüne und Linke stimmen dagegen, während sich die FDP der Stimme enthält.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Kalenderblatt (28. Mai)

28. Mai

1695 Kurfürst Friedrich III lässt den Grundstein für das Berliner Zeughaus legen. Die Bauarbeiten leiten nacheinander Johann Arnold Nering, Martin Grünberg, Andreas Schlüter und Jean de Bodt. Erst nach 35-jähriger Bauzeit kann das Zeughaus seiner Bestimmung übergeben werden.
1762 Gustav Adolf Reichsgraf von Gotter stirbt in Berlin im Alter von 70 Jahren. Der preußische Diplomat, Minister und Kunstsammler war u.a. Generaldirektor der Berliner Oper ernannt und Kurator der Königlichen Akademie der Wissenschaften.
1793 Anton Friedrich Büsching stirbt in Berlin im Alter von 68 Jahren. Der evangelische Theologe und Geograph war Schuldirektor und Oberkonsistorialrat in Berlin. Der Mondkrater Büsching wurde nach ihm benannt. Das von Johann Gottfried Schadow gestaltete Grabmal befindet sich heute im Märkischen Museum Berlin.
1813 Johann Peter Horst (30) und seine Geliebte Luise Christiane Delitz (22), Anführer der so genannten Mordbrennerbande, werden auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Jahrelang hatten sie zur Vertuschung ihrer Raubzüge in 45 Städten und Dörfern in Brandenburg, Böhmen und Sachsen Brände gelegt, bei denen zahlreiche Menschen ums Leben kamen.
1836 Alexander Mitscherlich wird in Berlin geboren. Der Chemiker und Unternehmer ist Mitbegründer des Sulfitverfahrens, das eine effizientere Produktion von Holzzellstoff ermöglicht.
1865 Der Jurist, Staatsminister und preußische Oberpräsident sowie Ehrenbürger der Stadt Berlin, Eduard von Flottwell, stirbt in Berlin im Alter von 78 Jahren. Er setzte sich für eine Versöhnungspolitik mit den Polen ein.
1869 Ernst Wilhelm Hengstenberg stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren. Der protestantische Theologe und Professor für Altes Testament gründete 1827 die "Evangelische Kirchenzeitung".
1918 Der preußische Generaloberst, Oberbefehlshaber in den Marken und Gouverneur von Berlin, Gustav von Kessel, stirbt in Berlin im Alter von 72 Jahren.
1925 Dietrich Fischer-Dieskau wird in Berlin geboren. Der Lieder- und Opernsänger sowie Ehrenbürger der Stadt Berlin betätigt sich auch als Dirigent, Maler, Musikschriftsteller und Rezitator. Von ihm gibt es über 400 Schallplatten.
1933 Die in Berlin geborene Pilotin Margarete ("Marga") von Etzdorf stirbt im Alter von 25 Jahren bei einem Flugzeugunglück in Mouslimieh/Syrien. Als erste Frau gelang ihr 1931 ein Alleinflug von Deutschland nach Japan.
1957 Der Zoopalast in Berlin-Charlottenburg wird von der Schweizer Schauspielerin Liselotte Pulver mit dem Helmut-Käutner-Film "Die Zürcher Verlobung" eröffnet. Bis 1999 ist das Kino der Mittelpunkt der Berlinale. Danach ziehen die Berliner Filmfeststpiele an den Potsdamer Platz.
1988 Im Berliner Olympiastadion gewinnt Eintracht Frankfurt mit einem 1:0 Sieg über VFL Bochum den DFB-Pokal.
1996 Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann (CDU), der Regierende Bürgermeister von Berlin Eberhard Diepgen (CDU) und der Ministerpräsident von Brandenburg Manfred Stolpe (SPD) beschließen den Ausbau des Flughafens Schönefeld.
2005 Im Berliner Olympiastadion erringt der FC Bayern München mit einem 2:1-Sieg über den FC Schalke 04 den DFB-Pokal.
Zuvor haben sich die Frauen vom 1. FFC Turbine Potsdam mit einem 3:0-Erfolg über den 1. FFC Frankfurt den DFB-Pokal gesichert.
2003 In Berlin beginnt mit einem Grußwort des Papstes der erste ökumenische Kirchentag, zu dem sich Christen der beiden großen Konfessionen in Deutschland treffen.
2007 Fritz Bornemann stirbt in Berlin im Alter von 95 Jahren. Der Architekt war ein Vertreter der Nachkriegsmoderne und errichtete in Berlin u.a. die Deutsche Oper, die Amerika-Gedenkbibliothek und das Museumszentrum Berlin-Dahlem. Über 16 Jahre war er Vorsitzender des Bundes Deutscher Architekten.
2012 Mit einem 8:0-Sieg über Lokomotive Leipzig gewinnen die Fußballerinnen von Turbine Potsdam zum sechsten Mal die deutsche Meisterschaft.

Montag, 26. Mai 2014

Kalenderblatt (26. Mai)

26. Mai

1802 Karl Ferdinand Ranke, der jüngere Bruder des Historikers Leopold von Ranke, wird in Wiehe/Thüringen geboren. Der Philologe und Gymnasiallehrer erwirbt sich große Verdienste um die Reform des Schulwesens.
1821 Das am 29. Juli 1817 durch einen Brand zerstörte Schauspielhaus am Gendarmenmarkt wird unter dem Namen "Königliches Schauspielhaus" in Anwesenheit des Königs eingeweiht.
1859 Kurt Nietner wird in Wildpark bei Potsdam geboren. Der Hofgärtner lehrt von 1887 bis 1890 an der "Königlichen Gärtnerlehranstalt". Daneben betreibt er intensiv Rosen- und Pfirsichzucht. Am 1. Juli 1920 wird er Garteninspektor sowie "Guts- und Amtsvorsteher".
1892 Der Jurist und Berliner Oberbürgermeister (1878-1892), Maximilian (Max) von Forckenbeck, stirbt in Berlin im Alter von 70 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Der Politiker der NLP (Nationalliberale Partei) gehört zu den bedeutendsten Bürgermeistern der Stadt. So erwarb er sich große Verdienste um die Reform des Schulwesens, den Ausbau der städtischen Infrastruktur und die Kanalisation Berlins.
1911 In Anwesenheit von Oberbürgermeister Alexander Dominicus (1911-1921) wird der Grundstein für das Rathaus Schöneberg gelegt. Von 1949 bis 1993 tagt hier das Berliner Abgeordnetenhaus und von 1949 bis 1991 ist es der Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters von Westberlin.
1912 Das früher oft als "Riviera des Ostens" bezeichnete Strandbad Müggelsee in Rahnsdorf wird der Öffentlichkeit übergeben. 1928 wird es durch einen Brand zerstört und 1930 wiederaufgebaut.
1932 Der Filmregisseur, Frank Beyer, wird in Nobitz/Thüringen geboren. Er ist ein bedeutender und auch international renommierter Filmschaffender der DDR. Nach der Wende dreht er einige Fernsehfilme. 1991 erhält er das Filmband in Gold für sein Lebenswerk und 1999 den Adolf-Grimme-Preis. Seine bekanntesten Filme sind "Nackt unter Wölfen", "Spur der Steine" und "Jakob der Lügner".
1984 Der Bildhauer, Waldemar Grzimek, stirbt in Berlin im Alter von 65 Jahren. Von 1948 bis 1951 lehrte er an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg und von 1956 bis 1961 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.
1985 Im Berliner Olympiastadion findet zum ersten Mal das Finale um den DFB-Vereinspokal statt. Bayer 05 Uerdingen gewinnt gegen den FC Bayern München mit 2:1 Toren. Von nun an wird das Endspiel alljährlich in Berlin ausgetragen.
2006 Der von dem Hamburger Architekten Meinhard von Gerkan entworfene Berliner Hauptbahnhof wird eröffnet. Es ist der größte Kreuzungsbahnhof Europas.
2007 Im Berliner Olympiastadion gewinnt der 1. FC Nürnberg nach einem 3:2-Erfolg nach Verlängerung gegen den VfB Stuttgart den DFB-Pokal. Bei den Frauen holt sich der 1. FFC Frankfurt durch einen 4:1-Sieg im Elfmeterschießen gegen den FCR 2001 Duisburg den DFB-Pokal.
2009 Der Bundesgerichtshof gibt den Kinofilm "Rohtenburg" des Regisseurs Martin Weisz frei und hebt damit unter Berücksichtigung der Kunst- und Filmfreiheit das Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt/Main auf, das der Unterlassungsklage von Armin Meiwes, der als "Kannibale von Rotenburg" bekannt wurde, stattgegeben hatte. Eigentlich war der Kinostart bereits für den 9. März 2006 vorgesehen.

Freitag, 23. Mai 2014

Kalenderblatt (23. Mai)

23. Mai

1777 Friedrich Wilken wird in Ratzeburg/Schleswig-Holstein geboren. Der Historiker, Orientalist, Hochschullehrer, Bibliothekar und Autor war ab 1817 Professor an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität und gleichzeitig Oberbibliothekar der Königlichen Bibliothek. 1821/22 war er Rektor der Universität und ab 1831 Leiter der neu gegründeten Universitätsbibliothek.
1848 Der Luftfahrt-Pionier, Flugzeugbauer- und konstrukteur, Otto Lilienthal, wird in Anklam/Mecklenburg-Vorpommern geboren. Am 9. August 1896 stürzt er aus etwa 15 m Höhe ab. Auf dem Transport nach Berlin fällt er ins Koma und stirbt am darauffolgenden Tag im Alter von 48 Jahren.
1886 Leopold von Ranke stirbt in Berlin im Alter von 90 Jahren. Dem Historiker und Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin wurde am 31. März 1885 anlässlich senes 60-jährigen Dienstjubiläums die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen.
1887 Aus der von Emil Rathenau 1883 gegründeten Firma "Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität" wird die "Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft" (AEG). 1903 wird Rathenau Mitbegründer der Firma "Telefunken".
1932 Der Unternehmer, Kunstsammler und Mäzen, James Simon, stirbt verarmt in Berlin im Alter von 80 Jahren. Mit seinem Namen eng verknüpft ist die Porträtplastik der Nofretete im Ägyptischen Museum in Berlin.
Anlässlich seines 75. Todestages wird 2007 ein Berliner Park nach ihm benannt.
1945 Der ehemalige Marineoffizier, Hans-Georg von Friedeburg, zuletzt Generaladmiral und Kommandierender Admiral der Unterseeboote und der einzige Mitunterzeichner beider Kapitulationsurkunden, nimmt sich mittels einer Zyankalikapsel das Leben.
1949 Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, das auch für Westberlin gültig ist, wird verkündet. Erarbeitet wurde es im Auftrag der drei westlichen Besatzungsmächte von einem 65-köpfigen Gremium, dem auch vier Frauen angehörten: Friederike Nadig, Helene Wessel, Helene Weber und Elisabeth Selbert. Letztere hatte allen Widerständen zum Trotz die Gleichberechtigung von Männern und Frauen durchgesetzt.
1962 Der 21 Jahre alte Unteroffizier einer DDR-Grenzbrigade, Peter Göring, wird bei dem Versuch, einen 14-jährigen Erfurter Oberschüler bei dessen Flucht durch den 22 Meter breiten Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal zu erschießen, von West-Berliner Polizisten tödlich verletzt. Der jugendliche Flüchtling war von mehreren DDR-Grenzsoldaten beschossen und so schwer verletzt worden, dass er für den Rest seines Lebens ein Invalide bleibt.
1967 Der sozialdemokratische Politiker und Schriftsteller, Ernst Niekisch, stirbt in Berlin an seinem 78. Geburtstag. Wegen seines Widerstandes gegen den Nationalsozialismus wurde er 1939 vom Volksgerichtshof wegen Hochverrats und Tätigkeit für eine verbotene Partei zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach Kriegsende lebte er zunächst in der DDR und siedelte 1963 nach West-Berlin über.
1999 Für die "Kapelle der Versöhnung", Teil der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße, wird der Grundstein gelegt. Die Kapelle entsteht im ehemaligen Todesstreifen, auf den Fundamenten der 1985 gesprengten Versöhnungskirche. Die Glocken der gesprengten Kirche befinden sich heute in einem Glockengerüst neben der Kapelle.

Die 11. Bundesversammlung tritt im Berliner Reichstagsgebäude zur Wahl des Bundespäsidenten zusammen. Die Wahl gewinnt Johannes Rau, der fünf Jahre zuvor bei der Bundespräsidentenwahl Roman Herzog unterlegen war. Die von der CDU/CSU ins Rennen geschickte Ilmenauer Professorin, Dagmar Schipanski, wird nach der Wahl Wissenschaftsministerin in Thüringen. Für die PDS tritt die Theologie-Professorin Uta Ranke-Heinemann an, die Tante von Johannes Raus Ehefrau.
2001 Der Maler und Grafiker, Arno Mohr, stirbt in Berlin im Alter von 90 Jahren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er Professor an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee.
2004 Im Berliner Reichstagsgebäude wählt die 12. Bundesversammlung den ehemaligen Direktor des IWF, Horst Köhler, zum neuen Bundespräsidenten Deutschlands. Die SPD-Kandidatin, Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, Gesine Schwan, unterliegt wie erwartet.
2008 Die Leiche des als vermisst gemeldeten Berliner Operetten- und Opernsängers, Siegfried Pokern, wird in den Tiroler Alpen auf 1800 Metern entdeckt. Der zuletzt am Staatstheater Braunschweig tätige Tenor sang jahrelang im Berliner Staats- und Domchor und debütierte 1999 an der Komischen Oper Berlin.
2009 Horst Köhler wird bereits im ersten Wahlgang als Bundespräsident wiedergewählt. Die SPD-Kandidatin ist - wie schon bei der vorhergehenden Wahl - die Hochschulprofessorin, Gesine Schwan. Sie ist allerdings ebenso chancenlos wie der Kandidat der Linken, der Schauspieler Peter Sodann.

Vor dem Brandenburger Tor findet ein Bürgerfest zum 60. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik Deutschland statt. Für eines der Highlights sorgt die Staatskapelle Berlin mit Beethovens 9. Sinfonie unter der Leitung des Dirigenten Daniel Barenboim.
2011 Wegen einer drohenden Haushaltsnotlage stellt der Stabilitätsrat von Bund und Ländern unter dem Vorsitz von Bundesfinanzminister Schäuble die vier Bundesländer Berlin, Bremen, Saarland und Schleswig-Holstein unter Aufsicht.

Dienstag, 20. Mai 2014

Kalenderblatt (20. Mai)

20. Mai

1688 Kurfürst Friedrich III übergibt die Regierungsgeschäfte an Eberhard von Danckelman. Damit beginnt die steile Karriere eines Staatsmannes, aber auch sein tiefer Fall....
1764 Johann Gottfried Schadow wird in Berlin geboren. Er ist der bedeutendste Bildhauer des deutschen Klassizismus und Begründer der Berliner Bildhauerschule sowie Schöpfer der Quadriga auf dem Brandenburger Tor.
1798 Heinrich August Wilhelm Stolze wird in Berlin geboren. Der Stenograph gilt als Mitbegründer der in Österreich und Deutschland geltenden amtlichen deutschen Einheitskurzschrift.
1810 Dietrich Ludwig Gustav Karsten stirbt in Berlin im Alter von 42 Jahren. Der Professor an der Bergakademie Berlin war Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften, der Gesellschaft Naturforschender Freunde und der Gesetzlosen Gesellschaft zu Berlin.
1891 Für den Bau der evangelischen Gethsemanekirche in Berlin-Pankow findet die feierliche Grundsteinlegung statt. Das von dem Architekten August Orth erbaute Gotteshaus spielt eine bedeutende Rolle während der friedlichen Revolution in der DDR im Herbst 1989.
1905 Anlässlich der 200-Jahrfeier Charlottenburgs wird das neue Rathaus eingeweiht. Die Baukosten belaufen sich auf rund 4,2 Millionen Mark.
1928 Bei der Wahl zum 4. Deutschen Reichstag verliert die bisherige bürgerliche Koalition ihre Mehrheit. Die SPD (+3,8%) und die KPD (+1,7%) können dagegen Zugewinne erzielen. Die Wahlbeteiligung lag bei 75,6 Prozent.
1993 Die 42-jährige Berliner Fernsehansagerin und Moderatorin, Antje Garden, stirbt in Dresden als Beifahrerin bei einem durch Trunkenheit verursachten Autounfall. Bestattet wird sie auf dem Evangelischen Friedhof Friedrichshagen in Berlin-Köpenick.
1998 Edzard Reuter, bis 1995 Chef von Daimler Benz und Sohn des legendären SPD-Bürgermeisters von Westberlin Ernst Reuter, erhält für sein Engagement beim Ausbau des Potsdamer Platzes die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin.
2008 Durch Schweißarbeiten unterhalb des Daches der Berliner Philharmonie kommt es zu einem Brand, der allerdings glimpflich verläuft.