Montag, 10. November 2014

Kalenderblatt (10. November)

10. November

1749 Augustin Grischow stirbt in Berlin im Alter von 65 Jahren. Der Mathematiker und Meteorologe war Professor der Mathematik am Berliner Collegium-Medicum und Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Er veröffentlichte Schriften über astronomische und meteorologische Studien und entwickelte u.a. verbesserte Barometer.
1834 Die rund 75 Tonnen schwere und knapp sieben Meter breite Granitschale von Christian Gottlieb Cantian wird vor dem Alten Museum im Lustgarten eingeweiht.
1842 Martin Kirschner wird in Freiburg/Polen geboren. Er ist Berliner Oberbürgermeister, Ehrendoktor der Friedrich-Wilhelms-Universität und Ehrenbürger von Berlin. In seiner Regierungszeit erlebt die Stadt einen großen wirtschaftlichen Aufschwung.
1871 Anlässlich des 112. Geburtstages von Friedrich Schiller wird das von Reinhold Begas geschaffene Schiller-Denkmal vor dem Schauspielhaus auf dem Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte enthüllt.
1878 Arthur Liebert wird als Arthur Levy in Berlin geboren. Der Philosoph, Publizist und Vertreter der Marburger Schule ist Leiter der Kant-Gesellschaft und Professor an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität.
1881 Friedrich Hermann Sonnenschmidt stirbt in Berlin zwei Tage vor seinem 80. Geburtstag. Der Jurist und preußische Oberappellationsrat veröffentlichte unter dem Pseudonym Friedrich Hermann eigene Dichtungen.
1887 Arnold Zweig wird in Glogau/Polen geboren. Der Schriftsteller, Dramatiker und Essayist zieht 1923 nach Berlin, wo er als Redakteur für die Jüdische Rundschau arbeitet. Nach Kriegsende siedelt er in die DDR über.
1928 Die skandalumwitterte Tänzerin und Schauspielerin, Anita Berber, stirbt in Berlin im Alter von 29 Jahren an Tuberkulose. Sie galt als Stil-Ikone der Weimarer Republik.
1950 Der 19-jährige Anführer der berüchtigten Gladow-Bande, Werner Gladow, der danach strebte, der Al Capone von Berlin zu werden, wird als erster DDR-Bürger in Frankfurt/Oder hingerichtet. Wegen eines technischen Defektes am Fallbeil gelingt die Vollstreckung des Todesurteils erst beim dritten Versuch.
1955 Roland Emmerich wird in Stuttgart geboren. Der Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor hat neben Los Angeles und London auch einen Wohnsitz in Berlin. Bei der Berlinale 2005 ist er Präsident der Internationalen Jury.
1974 Der Jurist und Präsident des Berliner Kammergerichts, Günter von Drenkmann, wird von Mitgliedern der "Bewegung 2. Juni" ermordet. Er wurde 64 Jahre.
1988 Für den Wiederaufbau der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin-Mitte findet eine symbolische Grundsteinlegung statt.
2003 Die Welthandelsorganisation erklärt auch im Berufungsverfahren die von den Vereinigten Staaten erhobenen Strafzölle auf Stahlimporte für unrechtmäßig, da sie die internationalen Handelsnormen verletzen.
2006 Hans-Peter Minetti stirbt während eines Kufaufenthalts in Cheb/Tschechien im Alter von 80 Jahren an Herzversagen. Der Berliner Theater- und Filmschauspieler siedelte 1949 in die DDR über. Er leitete die Staatliche Schauspielschule Ernst Busch in Berlin-Schöneweide und war Präsident des Verbandes für Theaterschaffende.

Sonntag, 2. November 2014

Kalenderblatt (2. November)

2. November

1575 Sabina von Brandenburg-Ansbach stirbt in Berlin im Alter von 46 Jahren. Durch ihre Heirat mit Johann Georg aus dem Hause Hohenzollern wurde sie Kurfürstin von Brandenburg.
1707 Der evangelische Theologe und Pädagoge, Johann Julius Hecker, wird in Essen/Nordrhein-Westfalen geboren. Er ist der Gründer einer Realschule und des ersten preußischen Lehrerseminars.
1805 Der aus dem 17. Jahrhundert stammende Ochsenplatz wird zu Ehren von Zar Alexander I in Alexanderplatz umbenannt. Der russische Monarch hält sich in Berlin auf, um mit König Friedrich Wilhelm III ein Verteidigungsbündnis gegen Napoleon zu schmieden.
1834 Karl Georg Maaßen stirbt in Berlin im Alter von 65 Jahren. Der Jurist und Politiker wurde 1816 Generaldirektor für die Verwaltung von Gewerbe und Handel in Berlin. Auf seine Initiative hin wurden die preußischen Binnenzölle abgeschafft und der Deutsche Zollverein gegründet.
1874 Rudolf Breitscheid wird in Köln geboren. Der sozialliberale Politiker, Publizist und Zeitungsredakteur ist von 1918 bis 1919 preußischer Innenminister und ab 1920 Reichstagsabgeordneter. Seinen Widerstand gegen Hitler bezahlt er im KZ Buchenwald mit seinem Leben.
1906 Die Schauspielerin Ruth Hellberg wird in Berlin als Ruth Holl geboren. 1933 beginnt sie ihre Karriere als Filmschauspielerin. Nach Kriegsende konzentriert sie sich vorwiegend auf das Theater. Als Synchronsprecherin leiht sie ihre Stimme u.a. Vivien Leigh, Myrna Loy, Elisabeth Bergner, Helen Hayes und Jeanne Moreau.
1956 Leo Baeck stirbt in London im Alter von 83 Jahren. Der Rabbiner und Dozent an der Berliner "Hochschule für die Wissenschaft des Judentums" war einer der bedeutendsten Vertreter der deutschen liberalen Juden.
2004 Königin Elisabeth II. besucht Berlin, wo sie in der britischen Botschaft eine Klimaschutzkonferenz eröffnet. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit empfängt die Queen im Lustgarten vor der Alten Nationalgalerie. Weitere Stationen ihres Besuches sind die Neue Wache, das Berliner Zeughaus, das Bundeskanzleramt und Schloss Charlottenburg.
2006 Unter Leitung des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch und des Bundesfinanzministers Peer Steinbrück einigen sich CDU und SPD auf eine Reform der Unternehmenssteuer. Diese sieht eine Steuersenkung für Kapitalgesellschaften von 38,7% auf 29,8% vor.
2007 Die Bundesregierung stellt einen Gesetzentwurf zur Online-Durchsuchung vor. Datenschützer kritisieren besonders die Vorratsdatenspeicherung, da alle Internet- und Telefonverbindungen sowie sämtliche Mails der Bürger sechs Monate gespeichert werden sollen. Für Abgeordnete soll diese Regelung allerdings nicht und für Journalisten und Ärzte nur eingeschränkt gelten.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Kalenderblatt (28. Oktober)

28. Oktober

1237 Cölln an der Spree wird erstmals urkundlich erwähnt. Dieses Datum gilt als Geburtstag Berlins.
1829 Friedrich Hansmann (1769-1836) wird Ehrenbürger der Stadt Berlin. Der Chordirektor und Organist gründet 1804 ein Gesanginstitut, das er über 30 Jahre lang leitet. Seine Erlöse stiftet er sozialen Einrichtungen.
1860 Der Staatsrechtslehrer, Politiker und Mitbegründer der Deutschen Demokratischen Partei (DDP), Hugo Preuß, wird in Berlin geboren. Er ist der Vater der Weimarer Verfassung.
1873 Nach Wien, London und New York schwappt die Große Depression (auch "Gründerkrach") nach Berlin über. Bankenpleiten, Firmenzusammenbrüche und eine jahrelange Weltwirtschaftskrise sind die Folge.
1929 Bernhard von Bülow stirbt in Rom im Alter von 80 Jahren. Der Politiker und Autor war Ehrenmitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften, Außenminister und von 1900 bis 1909 Reichskanzler des Deutschen Kaiserreichs.
1930 Maria Barbara Brecht-Schall wird in Berlin geboren. Die Theaterschauspielerin und Kostümbildnerin ist die Tochter von Bertolt Brecht und Helene Weigel. Sie gehört dem Berliner Ensemble an, wo sie unter dem Pseudonym Barbara Berg auftrat. Außerdem ist sie Inhaberin aller Rechte an den Werken ihres Vaters.
1943 Cornelia Froboess wird in Wriezen/Brandenburg geboren. Die Film- und Fernsehschauspielerin macht zunächst Karriere als Schlagersängerin. Mit dem Schlager "Pack die Badehose ein" wird sie zum Kinderstar, später zum Teenager-Idol.  1960 wirkt sie an der Seite von Peter Kraus in ihrem ersten Spielfilm mit. 1972 wechselt sie zum Theater.
1950 Annette Humpe wird in Hagen/Nordrhein-Westfalen geboren. Die Popsängerin und Musikproduzentin, die zu den bedeutendsten Vertretern der Neuen Deutschen Welle zählt, zieht 1974 nach Berlin, wo sie die Band "Ideal" mitbegründet und 2004 das Duo "Ich + Ich".
1987 Anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins unterzeichnen Bundeskanzler Helmut Kohl und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen, die Gründungsvereinbarung über die Errichtung des Deutschen Historischen Museums, das am Spreebogen entstehen soll. Nach dem unerwarteten Fall der Mauer wird das Museum im Zeughaus in Berlin-Mitte untergebracht.
1990 Nach der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 nimmt die Deutsche Lufthansa AG den vor 45 Jahren unterbrochenen Liniendienst von und nach Berlin wieder auf.
1995 Die aus Berlin stammende "Quasselstrippe der Nation", Gisela Schlüter, stirbt in Mittenwald/Bayern im Alter von 81 Jahren. Die Kabarettistin, Schauspielerin und Entertainerin hatte ihren größten Erfolg mit der Fernsehshow "Zwischenmahlzeit".
2001 Dietmar Kamper stirbt in Berlin im Alter von 65 Jahren. Der Philosoph, Schriftsteller und Soziologe war ab 1979 Professor für Soziologie und Mitglied des Forschungszentrums für Historische Anthropologie an der Freien Universität Berlin.
2008 Die EU-Kommission genehmigt das 500 Mrd. Euro schwere Banken-Rettungspaket der Bundesregierung. Sie sieht darin keine unzulässige Staatshilfe sondern ein "angemessenes Mittel, um eine schwerwiegende Störung der deutschen Wirtschaft zu beheben".
2010 Der Bundestag beschließt mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP eine Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke, was den Kernkraftwerksbetreibern einen beträchtlichen Profit beschert.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Kalenderblatt (26. Oktober)

26. Oktober

1694 Der Philosoph, Historiker sowie Natur- und Völkerrechtslehrer, Samuel Freiherr von Pufendorf, stirbt in Berlin im Alter von 62 Jahren. Er wird in der Nikolaikirche in Berlin-Mitte beigesetzt.
1757 Der preußische Staatsmann, Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein, wird in Nassau/Rheinland-Pfalz geboren. Unter Friedrich Wilhelm III setzt er weitgehende Reformen in Preußen durch.
1800 Helmuth von Moltke ("der große Schweiger") wird in Parchim/Mecklenburg-Vorpommern geboren. Der preußische Offizier, Generalfeldmarschall und Chef des Generalstabes hatte wesentlichen Anteil an den Siegen in den Deutschen Einigungskriegen. Am 18. März 1871 wird er Ehrenbürger der Stadt Berlin.
1835 Paul Michelet wird in Berlin geboren. Der Unternehmer, Kommunalpolitiker und Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung wird am 20. Januar 1914 der 51. Ehrenbürger der Stadt Berlin.
1858 Nach seiner Vereidigung auf die Verfassung übernimmt Prinz Wilhelm die Regierungsgeschäfte für seinen kranken Bruder, Friedrich Wilhelm IV. Nach dessen Tod im Jahr 1861 besteigt er als Wilhelm I den preußischen Thron.
1866 Der Bildhauer, Grafiker, Filmregisseur und Volkshochschuldozent, William Wauer, wird in Oberwiesenthal/Sachsen geboren.
1868 Wilhelm Griesinger stirbt in Berlin im Alter von 51 Jahren an einer Infektion, die er sich bei einer Blinddarmoperation zugezogen hat. Der Psychiater, Internist und Direktor an der Charité gilt als einer der Wegbereiter der modernen Psychiatrie.
1869 Die Siegessäule in Berlin-Mitte erlebt ihre zweite von insgesamt drei Grundsteinlegungen (1865, 1869 und 1871).
1892 Gerhart Jander wird in Altdöbern/Brandenburg geboren. Der Chemiker, Autor und Direktor an der TU Berlin beschäftigt sich mit der anorganisch-analytischen Chemie und entwickelt diverse Untersuchungs- und Analysemethoden.
1929 Der Dichter und Dramatiker, Arno Holz, stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren. 1898 veröffentlichte er sein lyrisches Hauptwerk, den Gedichtband "Phantasus". 1929 wurde er für den Literaturnobelpreis nominiert.
1934 Ulrich Plenzdorf wird in Berlin geboren. Der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramaturg veröffentlicht 1972 sein bekanntestes Werk "Die neuen Leiden des jungen W."
2002 Günther Tabor stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren. Der aus Österreich stammende Schauspieler und Regisseur spielte an verschiedenen Berliner Bühnen und wirkte in Film- und Fernsehproduktionen mit ("Die Gentlemen bitten zur Kasse", "Liebling Kreuzberg", "Derrick", "Der Alte"). Außerdem beteiligte er sich an zahlreichen Hörspielproduktionen.
2004 Das Bundesverfassungsgericht erklärt das Parteienfinanzierungsgesetz für verfassungswidrig und sichert damit den Splitterparteien auch weiterhin die staatliche Zuwendung, die ihnen ab 2005 hätte versagt werden sollen.

Freitag, 24. Oktober 2014

Kalenderblatt (24. Oktober)

24. Oktober

1457 Margarete von Baden stirbt in Ansbach. 1446 heiratete die erst 15-jährige badische Markgräfin den späteren Kurfürsten Albrecht III von Brandenburg aus dem Hause Hohenzollern.
1884 Anton Eduard Wollheim da Fonseca stirbt in Berlin im Alter von 73 Jahren. Der Schriftsteller, Dramaturg, Sprachwissenschaftler und Diplomat studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität. Er war Mitglied der literarischen Vereinigung "Der Tunnel über die Spree", Dozent für orientalische Sprachen und Korrespondent des Londoner "Morning Chronicle".
1894 Max Reichpietsch wird in Berlin-Charlottenburg geboren. Der Matrose der Kaiserlichen Marine und Anhänger der Antikriegsbewegung wird wegen Meuterei von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt und 1917 hingerichtet.
1941 Der aus Berlin stammende Bildhauer, Erich Schmidt-Kestner, stirbt in Kassel im Alter von 64 Jahren.
1944 Der Ringer und NS-Widerstandskämpfer, Werner Seelenbinder, wird im Zuchthaus Brandenburg-Görden durch das Fallbeil hingerichtet. 2008 wird er in die neugegründete Hall of Fame des deutschen Sports im Berliner Deutschen Historischen Museum aufgenommen.
1950 Am Tag der Vereinten Nationen ertönt zum ersten Mal die aus Spenden von US-Bürgern finanzierte Freiheitsglocke vom Turm des Schöneberger Rathauses. Jeden Sonntagmittag wurde im RIAS Berlin das Glockengeläut mit den Worten des Freiheitsgelöbnisses gesendet.
1960 Christoph Maria Schlingensief wird in Oberhausen/Nordrhein-Westfalen geboren. Der Film-, Theater- und Regietheaterregisseur, Autor und Aktionskünstler begann seine Karriere 1993 an der Volksbühne Berlin. 2009 war er Jurymitglied der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale).
1993 Hans Mottek stirbt in Berlin im Alter von 83 Jahren. Er war einer der bedeutendsten Wirtschaftshistoriker der DDR.

Am frühen Morgen wird der 28-jährige geistig behinderte Hans-Joachim Heidelberg vor dem S-Bahnhof Berlin-Schöneweide ermordet. Die Täter, die in rechtsextremen Kreisen vermutet werden, können nie ermittelt werden.
2012 In Anwesenheit der Berliner Politprominenz wird das seit 20 Jahren geplante Denkmal für die in der Nazi-Zeit ermordeten Sinti und Roma eingeweiht. Entworfen wurde die Gedenkstätte von dem israelischen Bildhauer Dani Karavan.

Montag, 20. Oktober 2014

Kalenderblatt (20. Oktober)

20. Oktober

1737 Caspar Neumann stirbt in Berlin im Alter von 54 Jahren. Der Chemiker, Apotheker und Professor für praktische Chemie war Prüfer von angehenden Apothekern und Aufseher aller Apotheken Preußens. Er setzte sich für eine klare Beschreibung von Stoffen und Stoffbestandteilen ein und ebnete der wissenschaftlichen Pharmazie den Weg.
1802 Ernst Wilhelm Hengstenberg wird in Fröndenberg/Nordrhein-Westfalen geboren. Der protestantische Theologe, Alttestamentler und Autor kommt 1824 nach Berlin, wo er als Professor für Altes Testament an der Friedrich-Wilhelms-Universität unterrichtet.
1837 Der Militärkartograf und Inspektor der Berliner Plankammer, Daniel Gottlob Reymann, stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren. Sein bekanntestes Werk ist ein Atlas von Deutschland und den Nachbarländern im Maßstab von 1:200.000.
1861 Maximilian Harden wird als Felix Ernst Witkowski in Berlin geboren. Der Publizist, Journalist, Antimilitarist und Schauspieler ist Mitbegründer der "Freien Bühne" in Berlin und Gründer der politischen Wochenschrift "Die Zukunft". Am 3. Juli 1922 verüben Rechtsextreme ein Attentat auf ihn, das er aber mit schweren Kopfverletzungen überlebt. Danach siedelt Harden in die Schweiz über, wo er 1927 verstirbt.
1874 Carl Gustav Homeyer stirbt in Berlin im Alter von 79 Jahren. Der Jurist, Rechtshistoriker, Germanist und Schriftsteller war Professor an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität.
1880 Georg Tappert wird in Berlin geboren. Der Maler und Professor der Pädagogischen Kunsthochschule Berlin zählt zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Expressionismus.
1882 Eduard Mandel stirbt in Berlin im Alter von 72 Jahren. Der Kupferstecher war Mitglied und Dozent der Berliner Akademie der Künste und Professor an der Kupferstichschule. 1860 wurde er in den preußischen Orden "Pour le mérite für Wissenschaften und Künste" aufgenommen.
1894 Max Reichpietsch wird in Berlin-Charlottenburg geboren. Der Matrose und Mitorganisator der Antikriegsbewegung in der Kaiserlichen Marine während des Ersten Weltkrieges wird wegen Meuterei zum Tode verurteilt und 1917 hingerichtet.
1908 Friedrich Althoff stirbt in Berlin-Steglitz im Alter von 69 Jahren. Der preußische Ministerialdirektor für Universitäten und Höhere Schulen förderte Naturwissenschaften und Medizin und modernisierte das deutsche Bildungswesen grundlegend.
1944 Der Volksgerichtshof verurteilt die NS-Widerstandskämpfer Julius Leber, Adolf Reichwein und Hermann Maaß zum Tode. Der Mitangeklagte, Gustav Dahrendorf, erhält sieben Jahre Zuchthaus.
Maaß und Reichwein werden noch am selben Tag in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Gegen Leber wird das Urteil am 5. Januar 1945 in Plötzensee vollstreckt.
1971 Der Vorsitzende der Berliner SPD, Bundestagsabgeordnete und NS-Widerstandskämpfer, Franz Neumann, wird zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt.
2005 Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" veröffentlicht eine Studie zur weltweiten Situation der Pressefreiheit. Unter insgesamt 166 untersuchten Staaten belegt Deutschland nur Rang 18 und verliert damit sieben Plätze im Vergleich zur letzten Untersuchung. Die Rangliste führen die Staaten Dänemark, Finnland, Irland, Island, Norwegen und die Niederlande an, Nordkorea bildet das Schlusslicht.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Kalenderblatt (19. Oktober)

19. Oktober

1834 Max Schmidt wird in Frankfurt/Main geboren. Der Tierarzt wird 1859 Direktor des Frankfurter Zoos und 1885 Direktor des Zoologischen Gartens in Berlin. Er ist Mitglied der Akademie der Naturforscher Leopoldina.
1878 Das von Otto von Bismarck verfasste Sozialistengesetz gegen die "gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie" wird im Parlament verabschiedet. Das aus 30 Paragraphen bestehende Gesetz tritt am 22. Oktober 1878 in Kraft und wird nach zwölf Jahren wieder abgeschafft.
1882 Otto Rudolf Salvisberg wird in Köniz/Schweiz geboren. Der Architekt, der zwischen 1905 und 1930 in Deutschland arbeitet, errichtet in Berlin eine Reihe von Ein- und Mehrfamilienhäusern, Wohnsiedlungen sowie Büro- und Geschäftshäusern.
1884 Gustav Reichardt stirbt in Berlin im Alter von 86 Jahren. Der Musikpädagoge, Komponist und Musikdirektor gründete 1834 die noch heute erscheinende "Neue Zeitschrift für Musik". Außerdem unterrichtete er Kronprinz Friedrich und komponierte zu dessen Hochzeit 1858 eine Festkantate.
1934 Flodoard von Biedermann stirbt in Berlin im Alter von 76 Jahren. Der Literaturhistoriker, Verlagsgründer, Verleger und Herausgeber war u.a. Ehrendoktor der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und 1. Vorsitzender des Berliner Bibliophilen Abends sowie 1. Vorsitzender des Berliner Journalisten- und Schriftstellervereins. Sein Nachlass befindet sich in der Staatsbibliothek zu Berlin.
1967 Der SPD-Politiker und Regierende Bürgermeister von Berlin, Heinrich Albertz, übergibt sein Amt an seinen Parteikollegen Klaus Schütz. Vorausgegangen war der Tod des Studenten Benno Ohnesorg, der bei einer Protestdemonstration gegen den Besuch von Schah Reza Pahlevi erschossen worden war.
1970 Johannes Heinrich Schultz stirbt in Berlin im Alter von 86 Jahren. Der Psychiater und Psychotherapeut wurde weltbekannt durch die Entwicklung des Autogenen Trainings, spielte allerdings eine äußerst unrühmliche Rolle unter den Nationalsozialisten.
1995 Jürgen Wohlrabe stirbt in Berlin im Alter von 59 Jahren an einem Gehirntumor. Der CDU-Politiker und Filmproduzent war Bezirksverordneter, Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses und Mitglied des Deutschen Bundestages.
2002 Peter Bergmann stirbt in Seattle/USA im Alter von 87 Jahren. Der in Berlin geborene Physiker und Ehrendoktor der TU Dresden erhielt 2002 den Einstein-Preis für Gravitationsphysik der American Physical Society.
2004 Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entscheidet, dass Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte für deutsche Gerichte nicht bindend sind sondern lediglich gebührend berücksichtigt und "schonend" in die nationale Rechtsordnung eingepasst werden müssen.

Herbert Kundler stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren an einem Krebsleiden. Der Dozent, Intendant und langjährige Programmdirektor des RIAS Berlin schrieb mit Wolfgang Neuss das Drehbuch für den Film "Wir Kellerkinder" und verfasste Hörfunkreihen und Drehbücher. Außerdem war er ein Förderer des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.
2005 Der aus Berlin stammende Filmregisseur und Drehbuchautor, Wolf Rilla, stirbt in Grasse/Frankreich im Alter von 85 Jahren. Wegen ihrer jüdischen Herkunft emigrierte seine Familie 1934 nach Großbritannien.
2007 Die FU Berlin wird als weitere Eliteuniversität ausgewählt. Seit 2012 gehört auch die Berliner Humboldt-Universität zu den bundesdeutschen Eliteuniversitäten.
2013 Auf dem Parteitag der Grünen in Berlin werden Cem Özdemir und Simone Peter als Parteivorsitzende gewählt.