Samstag, 3. Mai 2014

Kalenderblatt (3. Mai)

3. Mai

1885 Max Volmer wird in Hilden/Nordrhein-Westfalen geboren. Der Chemiker ist Professor an der Technischen Universität Berlin-Charlottenburg und ab 1955 Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1955 bis 1959 ist er Präsident der Deutschen Akademie der Wissenschaften, der späteren Akademie der Wissenschaften der DDR.
1888 Der Pionier des deutschen Rundfunks, Alfred Braun, wird in Berlin geboren. Er ist Rundfunkreporter, Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor. Von 1954 bis 1957 ist er Intendant des SFB (Sender Freies Berlin).
1911 Rudolf Weckerling wird in Wiesbaden-Biebrich geboren. Der evangelische Geistliche ist während der NS-Zeit Mitglied der Bekennenden Kirche. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagiert er sich sowohl in der Friedensarbeit und der Ökumene als auch im jüdisch-christlichen Dialog.
1939 Paul Krusch stirbt in Berlin im Alter von 70 Jahren.. Der Geologe war u.a. Professor für Lagerstättenkunde an der Bergakademie Berlin und Präsident der Preußischen Geologischen Landesanstalt.
1998 Mit der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft findet auf der 1921 in Betrieb genommenen AVUS (Automobil-Verkehrs- und Übungs-Straße) in Berlin-Wilmersdorf zum letzten Mal ein Autorennen statt. Die neunzehn Kilometer lange Rennstrecke war die erste Straße Europas, die ausschließlich dem Autoverkehr vorbehalten war. 1940 wird sie an den Berliner Ring angeschlossen und Teil des öffentlichen Straßenverkehrs. Für die Austragung von Wettbewerben wird die AVUS aber auch weiterhin gesperrt.
2005 Jürgen Räuschel stirbt in Berlin im Alter von 69. Der Wirtschaftsjournalist, Verleger und Globalisierungskritiker war engagiert in der Ökologiebewegung. Nach seiner Tätigkeit beim Verbrauchermagazin "DM" gründete er die Zeitschrift "Ökotest". Sein letztes, aber wenig erfolgreiches Projekt, war die "Berliner Korrespondenz".
2008 Gerhart Hass stirbt im Alter von 77 Jahren. Der marxistische Historiker arbeitete ab 1974 als Professor an der Akademie der Wissenschaften der DDR.
2010 Der in Berlin geborene Ingenieur, Guenter F. Wendt, stirbt auf Merritt Island/Florida im Alter von 85 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. 1949 emigrierte er in die USA und arbeitete später u.a. für die NASA. Außerdem fungierte er als Berater bei vielen TV- und Film-Produktionen.
2011 Nach Abschluss der Verhandlungen mit Vertretern der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds wird dem hoch verschuldeten Portugal ein Hilfspaket von bis zu 78 Milliarden Euro zugesagt.

Freitag, 2. Mai 2014

Kalenderblatt (2. Mai)

2. Mai

1802 Der Physiker, Chemiker und Forscher, Heinrich Gustav Magnus, wird in Berlin geboren. Nach ihm benannt werden das Magnus-Salz, die Magnus-Formel und der Magnus-Effekt. Ab 1834 ist er Professor und 1861/1862 Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Magnus gründet die Humboldt-Stiftung und stellt deren Finanzierung sicher.
1803 Der evangelische Theologe und Autor, Carl Büchsel, wird am 2. Mai 1803 in Schönfeld/Brandenburg geboren. 1846 wird er als Pfarrer an die neu errichtete St. Matthäuskirche in Berlin berufen. 1852 wird er Konsistorialrat und ein Jahr später Generalsuperintendent des Bereichs Neumark und Niederlausitz. Außerdem leitet er ab 1858 das St.-Elisabeth-Kranken- und Diakonissen-Mutterhauses in Berlin und die Goßnersche Missionsgesellschaft.

Friedrich Gedike stirbt in Berlin im Alter von 49 Jahren. Der Pädagoge und Bildungspolitiker war ein Repräsentant der Berliner Aufklärung und gilt als Wegbereiter der preußischen Bildungsreform.
1864 Giacomo Meyerbeer stirbt in Paris. Der in Berlin als Jakob Liebmann Meyer Beer geborene Sohn eines jüdischen Zuckerfabrikanten wurde bekannt als Pianist, Komponist und Dirigent. Er zählt zu den bedeutendsten Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts.
1883 Otto Weidt wird in Rostock geboren. Ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben rettete der Besitzer einer Berliner Blindenwerkstatt während des Holocaust mehrere Juden vor Deportation und Ermordung. Hierfür verlieh ihm der Staat Israel posthum den Titel "Gerechter unter den Völkern".
1886 Der Arzt, Lyriker und Essayist, Gottfried Benn, wird in Mansfeld/Brandenburg geboren. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter der Moderne. 1951 erhält er den Georg-Büchner-Preis.
1898 Mehrere namhafte Maler und Bildhauer - darunter Walter Leistikow, Max Liebermann, Lovis Corinth, Lesser Ury, Max Slevogt, Käthe Kollwitz, Heinrich Zille und Hans Baluschek - gründen die Künstlervereinigung "Berliner Secession", um den modernen Strömungen in der deutschen Kunstszene eine Plattform zu bieten.
1912 Der Zeitungsverleger und Verlagsgründer, Axel Springer, wird in Altona bei Hamburg geboren. 1966 eröffnet er in Berlin-Kreuzberg, nahe der Berliner Mauer, sein Verlags-Hochhaus. Er gehört zu den umstrittensten Persönlichkeiten seiner Zeit.
1945 Die Schlacht um Berlin, die am 16. April begann, geht zu Ende. Sie kostet rund 170.000 Soldaten und mehreren Zehntausenden Zivilisten das Leben. Rund 500000 Soldaten werden verwundet.

Martin Bormann, Leiter der Parteikanzlei der NSDAP und einer der Trauzeugen Hitlers, begeht gemeinsam mit Hitlers Leibarzt, Ludwig Stumpfegger, Selbstmord. Da sein Schicksal zunächst ungeklärt ist, wird er bei den Nürnberger Prozessen in Abwesenheit angeklagt und zum Tode verurteilt.
Auch der SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, Matthias Kleinheisterkamp, begeht Suizid.
1975 Nikolai Bersarin, Marschall der Roten Armee, erster Stadtkommandant von Berlin, erhält anlässlich des 30. Jahrestages des Endes der Schlacht um Berlin posthum die Ehrenbürgerwürde von Ostberlin. Gewürdigt wird sein vielfältiges Engagement für das Wohlergehen der Berliner Bevölkerung und die Instandsetzung der zerstörten Infrastruktur.
Als 1992 die Ost- und Westberliner Ehrenbürgerlisten aufeinander abgestimmt werden, wird Bersarin nicht übernommen. Diese Aberkennung wird jedoch am 11. Februar 2003 wieder rückgängig gemacht.
1977 Der SPD-Politiker, Klaus Schütz, legt sein Amt als Oberbürgermeister von Berlin nieder. Sein Nachfolger ist Dietrich Stobbe, ebenfalls SPD.
1984 Marie-Luise Schramm wird in Berlin geboren. Die Schauspielerin und Synchronsprecherin erhält u.a. 2002 den Max-Ophüls-Preis.
1997 Johannes Tobei stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Der katholische Theologe war bis 1972 Leiter des Caritasverbandes. Ab 1972 war er Pfarrer von St. Bonifatius in Berlin-Kreuzberg und von 1975 bis 1992 Generalvikar des Bistums Berlin.
2001 Gerhard Schröder bezieht mit seinen Mitarbeitern das nach vierjähriger Bauzeit errichtete Bundeskanzleramt. Die Baukosten belaufen sich auf 465 Millionen Mark.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Kalenderblatt (1. Mai)

1. Mai

1747 Nach nur zwei Jahren Bauzeit wird das Schloss Sanssouci in Potsdam eingeweiht. Es ist die Sommerresidenz von Friedrich II. Legendär sind die geselligen Tafelrunden, zu denen Damen keinen Zutritt haben. Dies gilt auch für seine Ehefrau Elisabeth Christine, die im Schloss Schönhausen bei Berlin lebt und die Sanssouci nie betreten wird.
1780 Philipp Konrad Marheineke wird in Hildesheim geboren. Er ist ein protestantischer Theologe, Prediger und Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin.
1859 Der Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, der die Flüsse Spree und Havel miteinander verbindet, wird eröffnet. Er ist 12,1 Kilometer lang und wurde nach den Plänen von Peter Joseph Lenné angelegt.
1899 Paul Linckes Operette "Frau Luna" wird im Apollo-Theater in der Friedrichstraße in Berlin-Kreuzberg, uraufgeführt.
1916 Karl Liebknecht organisiert eine Antikriegsdemonstration auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Vehement widersetzt er sich der Bewilligung weiterer Kriegskredite. Wegen seiner Forderung "Nieder mit dem Krieg! Nieder mit der Regierung" wird er am 23. August 1916 wegen Hochverrats zu vier Jahren und einem Monat Zuchthaus verurteilt. Auf Grund einer allgemeinen Amnestie wird er am 23. Oktober 1918 vorzeitig aus der Haft entlassen.
1929 Die Tage vom 1. bis zum 3. Mai gehen als Mai-Unruhen oder auch als "Blutmai" in die Geschichte Berlins ein. Als sich trotz eines Demonstrationsverbotes kommunistische Arbeiter in den Berliner Bezirken Mitte, Neukölln und Wedding zu Protesten zusammenfinden, reagiert die Polizei mit unverhältnismäßiger Härte. Die traurige Bilanz: mindestens 32 Tote und unzählige Verletzte.
1933 Der 1. Mai wird zum gesetzlichen Feiertag. 1946 bestätigt der alliierte Kontrollrat den 1. Mai zwar als Feiertag, aber die amerikanische Militärverwaltung duldet bei den Umzügen weder Fahnen noch Transparente.
1945 Am Abend werden die sechs Kinder von Joseph und Magda Goebbels (fünf Töchter und ein Sohn im Alter zwischen 4 und 12 Jahren) im Führerbunker getötet. Danach begeht das Ehepaar Selbstmord.
1963 Das nach dem Entwurf des Berliner Architekten, Fritz Bornemann, entworfene "Theater der Freien Volksbühne" wird eröffnet. Seit April 2001 ist das Theater unter dem Namen "Haus der Berliner Festspiele" bekannt.
1991 Der in Berlin geborene Schrifsteller, Harry Kampling, stirbt im Alter von 60 Jahren. 1994 wurde der PDS-Politiker in den Sächsischen Landtag gewählt.
2014 Der Sportler, Unternehmer und Sportfunktionär, Manfred Freiherr von Richthofen, stirbt in Berlin im Alter von 80 Jahren. Von 1969 bis 1985 war er Direktor des Landessportbundes Berlin und gehörte seit 1983 dem deutschen Nationalen Olympischen Komitee (NOK) an. Von 1994 bis 2006 war er Präsident des Deutschen Sportbundes.

Dienstag, 29. April 2014

Kalenderblatt (30. April)

30. April

1415 Friedrich I wird Kurfürst von Brandenburg und läutet damit eine fast 500-jährige Herrschaft der Hohenzollern in Berlin und Brandenburg ein.
1767 Johann Peter Friedrich Ancillon wird in Berlin geboren. Der preußische Staatsmann und Philosoph ist der Erzieher des späteren Königs Friedrich Wilhelm IV. 1790 wird Ancillon Prediger der Französischen Gemeinde zu Berlin und 1792 Professor für Geschichte an der preußischen Académie militaire. 1803 wird er königlicher Hofhistoriograph. Außerdem ist Ancillon Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin.
1790 Heinrich Ludwig Manger stirbt in Potsdam im Alter von 61 Jahren. Er war königlich preußischer Oberhofbaurat, Garteninspektor, Baumeister und Pomologe.
1860 Franz Christian Naunyn stirbt in Berlin im Alter von 60 Jahren. Der Jurist war vom 20. März 1848 bis zum 23. Januar 1851 Oberbürgermeister von Berlin.
1880 Der Historien- und Freskomaler, Karl Heinrich Hermann, stirbt in Berlin im Alter von 78 Jahren.
1945 Adolf Hitler und Eva Braun begehen im Führerbunker Selbstmord. Die Leichen werden im Garten der Reichskanzlei verbrannt.

Die Rote Armee beginnt mit der Erstürmung des Reichstagsgebäudes. Nach heftigen Gefechten wird am späten Abend die Fahne der 150. Schützendivision als "Banner des Sieges" auf dem Dach des Gebäudes platziert.
1962 Der CDU-Politiker, Heinrich Lübke, von 1959 bis 1969 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, wird zum Ehrenbürger von Westberlin ernannt, um ihn für seine Verbundenheit zu dieser Stadt zu würdigen.
2001 Der in Berlin geborene jüdische Historiker und Publizist, Werner E. Mosse, stirbt im Alter von 83 Jahren. 1933 wurde er zusammen mit seinen beiden Geschwistern nach Großbritannien geschickt, wo er später die britische Staatsbürgerschaft annahm. U.a. war er Professor an der University of East Anglia/Norwich, Fellow der Royal Historical Society und Vorsitzender des Beirats des Leo Baeck Instituts London
2002 Charlotte von Mahlsdorf stirbt während eines Besuches in ihrer Heimatstadt Berlin. Sie war die Gründerin und Leiterin des Gründerzeitmuseums in Berlin-Mahlsdorf.
2006 Die Liebermann-Villa am Wannsee, die ehemalige Sommervilla des Malers Max Liebermann, wird als Museum für den Publikumsverkehr geöffnet.
2008 Ein Teil der Kochstraße in Berlin-Kreuzberg wird in Rudi-Dutschke-Straße umbenannt. Diese grenzt an die Axel-Springer-Straße mit dem Verlagshaus. Vergeblich hatte der Verlag gegen die Umbenennung geklagt.

Montag, 28. April 2014

Kalenderblatt (28. April)

28. April

1589 Der in Berlin geborene Dichter und Humanist, Michael Haslob, stirbt in Frankfurt/Oder. Von 1572 bis zu seinem Tod war er Professor der Poesie an der Frankfurter Akademie.
1753 Der Naturwissenschaftler, Franz Carl Achard, wird in Berlin geboren. Er entwickelt die Technik zur Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben und errichtet 1802 die erste Rübenzuckerfabrik der Welt.
1771 Der Apotheker, Metallurg und Chemiker, Valentin Rose, stirbt in Berlin im Alter von nur 34 Jahren. Er entdeckte Roses Metall, eine Legierung aus Bismut, Blei und Zinn. Roses ehemaliger Lehrling, der Chemiker, Martin Heinrich Klaproth, führt die Apotheke weiter und kümmert sich um die vier Kinder.
1794 Die langjährige Geliebte von König Friedrich Wilhelm II, Wilhelmine Encke, wird in den Adelsstand erhoben. Fortan darf sie sich Gräfin Lichtenau nennen. Allerdings wurde das Datum der Urkunde um zwei Jahre zurückdatiert und der Titel somit rückwirkend verliehen. Tatsächlich erhob Friedrich Wilhelm II seine Mätresse erst 1796, also ein Jahr vor seinem Tod, zur Gräfin.
1853 Ludwig Tieck stirbt in Berlin im Alter von 79 Jahren. Der auch als "König der Romantik" bekannt gewordene Tieck war Dichter, Schriftsteller, Übersetzer und Publizist.
1858 Johannes Peter Müller stirbt in Berlin. Er war Physiologe, Forscher, Meeresbiologe, Autor, Embryologe und Anatom.
1896 Heinrich Gotthardt von Treitschke stirbt in Berlin im Alter von 61 Jahren. Er war ein konservativ-preußischer Historiker, politischer Publizist und von 1871 bis 1884 Mitglied der Nationalliberalen im Reichstag. 1879 löste er mit Aussagen wie "Die Juden sind unser Unglück" den "Berliner Antisemitismusstreit" aus.
Heutzutage ist eine Kontroverse um die Umbenennung von Straßen und Plätzen, die unter den Nationalsozialisten nach Treitschke benannt wurden, entbrannt.
1900 Der Schriftsteller, Drehbuchautor und Schauspieler, Bruno Apitz, wird in Leipzig geboren. Das frühere SPD- und spätere KPD-Mitglied sitzt wegen seiner Antikriegs-Propaganda in mehreren Zuchthäusern und Konzentrationslagern in Haft. Nach Kriegsende arbeitet er als Redakteur, Dramaturg und Hörspielautor. Sein bekanntester Roman "Nackt unter Wölfen" erscheint 1958.
1927 Otto Rosenberg wird in Draugupönen/Russland geboren, wächst aber in Berlin auf. 1936 wird er in das Zwangslager Berlin-Marzahn verbracht. Während sein Vater, eine Großmutter und all seine Geschwister dem Rassenwahn der Nationalsozialisten zum Opfer fallen, überlebt Rosenberg die Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen. Er wird Vorstandsmitglied im Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und Mitbegründer und Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg. 2007 wird an der Stelle des ehemaligen Zwangslagers in Berlin-Marzahn eine Straße und ein Platz nach ihm benannt.
Rosenberg ist der Vater der Sängerin Marianne Rosenberg.
1945 Hitler ist außer sich, als er von Himmlers Geheimverhandlungen mit den West-Alliierten über einen Separatfrieden erfährt und erteilt den Befehl, Himmlers Vertrauten und persönlichen Vertreter, den SS-General, Hermann Fegelein, festzunehmen und zu erschießen. Fegelein ist seit 1944 mit Margarete, der jüngeren Schwester von Eva Braun, verheiratet.
Kurz vor Mitternacht heiraten Hitler und seine langjährige Geliebte.
1982 Der CDU-Politiker, Johann Baptist Gradl, Berliner Abgeordneter im Deutschen Bundestag in Bonn, unter Bundeskanzler Erhard Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte und Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, wird Ehrenbürger der Stadt Berlin.
1993 Das Berliner Abgeordnetenhaus im ehemaligen Preußischen Landtag wird nach einem rund 186 Millionen Mark teuren Umbau eingeweiht. Die erste Sitzung eröffnet einen Tag später Parlamentspräsidentin Dr. Hanna-Renate Laurien.
2001 Die Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin, Evelyn Künneke, stirbt in Berlin im Alter von 79 Jahren. Bestattet wird sie auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin, neben ihrem Vater, dem Operettenkönig, Eduard Künneke.
2007 Horst Paul Dohlus stirbt in Berlin im Alter von 81 Jahren. Er war Mitglied des Politbüros und Sekretär des Zentralkomitees der DDR. Dohlus trat im November 1989 mit dem Politbüro zurück und wurde 1990 aus der Partei ausgeschlossen.

Sonntag, 27. April 2014

Kalenderblatt (27. April)

27. April

1458 Der wegen Ketzerei verurteilte Wanderprediger, Matthäus Hagen, stirbt auf dem Scheiterhaufen in Berlin den Märtyrertod. Bis zuletzt hat sich Hagen geweigert, seinem Glauben abzuschwören.
1802 Der Geschichtsschreiber und Leiter des Berliner Stadtarchivs, Ernst Carl Fidicin, wird in Potsdam geboren. Er macht sich in besonderer Weise um die Berliner und die Brandenburgische Geschichtsforschung verdient.
1837 Der Theaterschauspieler und Sänger, Heinrich Ludwig Schmelka, stirbt in Pankow bei Berlin. 1818 kam er an das Königsstädtische Theater in Berlin.
1845 Friedrich von Hefner-Alteneck wird in Aschaffenburg geboren. Der Konstrukteur, Elektrotechniker, Ingenieur und Erfinder ist ein enger Mitarbeiter von Werner von Siemens. Bekannt wird er durch die nach ihm benannte Hefnerkerze.
1883 Der jüdische Journalist und Reiseschriftsteller, Richard Arnold Bermann, wird in Wien geboren. 1908 geht er nach Berlin, wo er wenig später als langjähriger Mitarbeiter des Berliner Tageblattes seine Beiträge unter dem Pseudonym "Arnold Höllriegel" veröffentlicht. Er führt in Berlin das Kurzfeuilleton ein, berichtet aus dem Ersten Weltkrieg und schreibt Reiseberichte. 1933 verlässt er Berlin und flieht 1939 in die USA.
1920 Der Preußische Landtag beschließt das Groß-Berlin-Gesetz, das am 1. Oktober desselben Jahres in Kraft tritt. Dadurch werden sechs kreisfreie Städte, die Stadtgemeinde Cöpenick, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke nach Berlin eingemeindet. Damit verdoppelt sich die Einwohnerzahl Berlins und das Stadtgebiet vergrößert sich von 66 km² auf 878 km².
1941 Der Schriftsteller, Drehbuchautor, Schauspieler und Kabarettist, Peter Ensikat, wird in Finsterwalde/Brandenburg geboren. Von 1999 bis 2006 ist er künstlerischer Leiter des Kabarett-Theaters "Distel".
1945 Max Blancke (* 23. März 1909 in Heinsberg/Nordrhein-Westfalen), SS-Hauptsturmführer und Lagerarzt in mehreren Konzentrationslagern, der auch an Selektionen arbeitsunfähiger Häftlinge zur Vergasung beteiligt war, begeht zusammen mit seiner Ehefrau Selbstmord.
Auch Oscar Jaster (* 24. September 1894 in Gräfenhausen), SA-Gruppenführer und Provinzialrat der Provinz Mark Brandenburg, begeht im bereits von der Roten Armee besetzten Potsdam Selbstmord.
1970 In Anwesenheit des französischen Stadtkommandanten, General Huchet de Quenetain, erfolgt die Grundsteinlegung für die neuen Abfertigungsanlagen auf dem Westberliner Flughafen Tegel.
1972 Otto Heinrich von der Gablentz stirbt in Berlin im Alter von 73 Jahren. Der Politologe war Mitbegründer der Evangelischen Michaelsbruderschaft, Mitglied der Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis, Gründungsmitglied der Berliner CDU und Direktor der Deutschen Hochschule für Politik.
1984 Der neue Friedrichstadtpalast, ein traditionsreiches Revuetheater in Berlin-Mitte, wird nach fast dreijähriger Bauzeit eröffnet.
1985 Der neu gestaltete Hermannplatz in Berlin-Neukölln wird mit einem Volksfest eingeweiht. Zuvor waren die Gleisanlagen der schon seit vielen Jahren stillgelegten Straßenbahnlinien entfernt worden.
2006 Frankfurt/Oder: Prozessbeginn gegen Sabine H., die Frau aus Brieskow-Finkenheerd/Brandenburg, die zwischen 1988 und 1999 ihre neun Babys kurz nach der Geburt getötet haben soll. Gefunden wurden die Leichen Ende Juli 2005.
2007 Von der Aussichtsplattform des Berliner Reichstagsgebäudes aus enthüllen Demonstranten über der Portalinschrift "Dem deutschen Volke" ein Plakat mit der Aufschrift "Der Deutschen Wirtschaft". Weitere Demonstranten entrollen im Plenarsaal während einer Bundestagsdebatte ein Transparent mit der Aufschrift "Die Wünsche der Wirtschaft sind unantastbar" und werfen (Spiel)-Geldscheine von der Besuchertribüne.
2008 Beim Berliner Volksentscheid zur Offenhaltung des Flughafens Tempelhof entscheidet sich zwar eine Mehrheit für einen Weiterbetrieb. Dennoch scheitert dieser Volksentscheid, da die notwendige Wahlbeteiligung nicht erreicht wurde.
2012 Im Friedrichstadt-Palast in Berlin-Mitte findet die Verleihung des Deutschen Filmpreises statt. Gewinner ist das Filmdrama "Halt auf freier Strecke" des deutschen Regisseurs Andreas Dresen.

Samstag, 26. April 2014

Kalenderblatt (26. April)

26. April

1660 Elisabeth Charlotte von der Pfalz stirbt in Crossen an der Oder im Alter von 62 Jahren. Am 24. Juli 1616 heiratete sie in Heidelberg Kurprinz Georg Wilhelm und wurde drei Jahre später Kurfürstin von Brandenburg. Sie ist die Mutter des Großen Kurfürsten.
1774 Christian Leopold von Buch wird in Stolpe an der Oder/Brandenburg geboren. Er ist einer der bedeutendsten Geologen des 19. Jahrhunderts und einer der ersten geologischen Feldforscher Europas.
1803 Julie Gräbert ("Mutter Gräbert") wird in Berlin geboren. Sie gehört zu den Berliner Originalen. Nach dem Tod ihres Mannes leitet sie ab 1855 das "Vorstädtische Theater am Weinbergsweg" in Berlin, das wegen seiner populären Inszenierungen zu den beliebtesten der Stadt gehört.
1813 Die französischen Truppen übergeben den Preußen unter General von Thümen die Zitadelle Spandau gegen freien Abzug. Seit dem 25. Oktober 1806 hielten die napoleonischen Truppen die Festung, die ihnen von Major Ernst-Ludwig von Benneckendorf kampflos überlassen worden war, besetzt. Für die kampflose Übergabe wurde der Major von einem preußischen Militärgericht zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde aber nicht vollstreckt, Benneckendorf wurde nach elf Jahren begnadigt.
1842 Der Buchhändler und Verleger, Georg Andreas Reimer, stirbt in Berlin im Alter von 65 Jahren. Sein kaufmännisches Geschick und die Zusammenarbeit mit den renommiertesten Autoren seiner Zeit, machten ihn zu einem der wichtigsten Verleger Deutschlands. Politisch war er auf der Seite der preußischen Reformbewegung.
1863 Der Dichter und Dramatiker, Arno Holz, wird in Rastenburg/Polen geboren. 1898 veröffentlichte er sein lyrisches Hauptwerk, den Gedichtband "Phantasus". 1929 wurde er für den Literaturnobelpreis nominiert.
1864 Bona Peiser wird als Tochter eines jüdischen Verlagsbuchhändlers in Berlin geboren. Sie ist die erste deutsche Bibliothekarin.
1908 Der Zoologe, Lehrer und Ökologe, Karl August Möbius, stirbt in Berlin im Alter von 83 Jahren. 1888 wurde er Leiter des Berliner Naturkundemuseums und Professor an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. Außerdem war er Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften.
1925 Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg wird im Alter von 77 Jahren als Nachfolger von Friedrich Ebert zum Reichspräsidenten gewählt und am 12. Mai vereidigt.
1941 Die "Mutter Courage des Ostens", Regine Hildebrandt (Mädchenname: Radischewski), wird in Berlin geboren. An der Berliner Humboldt-Universität studiert sie Biologie und wird nach dem Fall der Mauer eine sehr populäre SPD-Politikerin, die zahlreiche Auszeichnungen erhält. Am 26. November 2001 erliegt sie im Alter von nur 60 Jahren einem Krebsleiden.
1945 Wilhelm Crohne (* 14. Juli 1880 in Berlin), Jurist und Vizepräsident am Volksgerichtshof in Berlin, nimmt sich mit seiner Familie das Leben. Nach dem Tod von Roland Freisler, hatte Crohne die Leitung des Volksgerichtshofs inne.

Dietrich Wilhelm Bernhard von Jagow (* 29. Februar 1892 in Frankfurt/Oder), Gesandter in Ungarn und SA-Obergruppenführer, nimmt sich in Meran, in der Wohnung des Diplomaten, Rudolf Rahn, das Leben.

Walter Kubitzky (* 14. Februar 1891 in Gostyn/Polen), Polizeibeamter und SS-Führer, erschießt sich in Berlin. Ab 1938 leitete er die Spionageabwehr gegen die Sowjetunion. 1939 wurde er Kriminaldirektor und 1941 Regierungs- und Kriminalrat.
1965 Der Opernsänger, Intendant und Schauspieler, Franz Michael Bohnen, stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren. Er arbeitete an der Berliner Hofoper und war von 1945 bis 1947 Intendant der Deutschen Oper in Berlin.
1968 John Heartfield (geb. Helmut Herzfeld) stirbt in Berlin im Alter von 76 Jahren. Der Maler, Graphiker, Fotomontagekünstler und Bühnenbildner war der Bruder des Schriftstellers und Verlegers, Wieland Herzfelde.
1985 Die Bundesgartenschau (BUGA) Berlin wird von Bundespräsident, Richard von Weizsäcker, eröffnet.
1999 Bundestagspräsident Wolfgang Thierse verleiht dem britischen Architekten des umgebauten Reichstagsgebäudes, Sir Norman Foster, das Bundesverdienstkreuz.
2000 Joachim Kemmer, stirbt in Wien im Alter von 60 Jahren. Der Theater-, Film- und Fernsehschauspieler betätigte sich auch als Kabarettist, Sänger und Synchronsprecher. Er lieh seine Stimme u.a. Humphrey Bogart, Jeff Bridges, John Cassavetes, Willem Dafoe, Marty Feldman, Richard Gere, Anthony Hopkins, Harvey Keitel, Dean Martin und Al Pacino.
2001 Die Berliner Film- und Theaterschauspielerin, Ruth Hellberg (geb. Holl), stirbt in Feldafing/Oberbayern im Alter von 94 Jahren. Als Synchronsprecherin lieh sie ihre Stimme u.a. Vivien Leigh, Myrna Loy, Elisabeth Bergner, Helen Hayes und Jeanne Moreau. Bestattet wird Hellberg in Berlin-Dahlem.
2005 Die deutsch-chinesische Professorin und Übersetzerin, Käthe Zhao (geb. Starkloff-Linke), stirbt in Peking im Alter von 98 Jahren. Sie heiratete einen chinesischen Staatsbürger und ging nach China. Während des NS-Regimes half sie, jüdische Kinder ins Ausland zu bringen. 1992 verlieh der Staatsrat der Volksrepublik China Käthe Zhao den Nationalpreis.
2009 Der Berliner Volksentscheid "Pro Reli" über die Einführung des Wahlpflichtbereichs Ethik/Religion wird mit 48,5 Prozent Ja-Stimmen zu 51,3 Prozent Nein-Stimmen und 0,2 Prozent ungültigen Stimmen abgelehnt. Die Wahlbeteiligung lag bei 29,2 Prozent.
2013 Im Friedrichstadt-Palast in Berlin-Mitte findet die Verleihung des Deutschen Filmpreises statt. Gewinner ist die in schwarz-weiß gedrehte Tragikomödie "Oh Boy" des deutschen Regisseurs Jan Ole Gerster.