Mittwoch, 9. Juli 2014

Kalenderblatt (9. Juli)

9. Juli

1800 Ernst Adolf Theodor Laspeyres wird in Berlin geboren. Der Rechtswissenschaftler und Professor lehrt u.a. an der juristischen Fakultät der Berliner Hochschule deutsches Kirchen- und Privatrecht.
1896 Der Geologe, Paläontologe und Hochschullehrer, Heinrich Ernst Beyrich, stirbt in Berlin im Alter von 80 Jahren. Er war Mitglied der Leopoldina, der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften und Ehrenmitglied der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte.
1914 Willi Stoph wird in Berlin geboren. Der SED-Politiker und Generaloberst ist Vorsitzender des Ministerrates der DDR und von 1973 bis 1976 Vorsitzender des Staatsrats.
1918 Die Schriftstellerin, Dichterin und Märchenerzählerin, Paula Dehmel, stirbt in Berlin im Alter von 55 Jahren.
1922 Wolfgang Leppmann wird in Berlin geboren. Der Germanist, der unter den Nationalsozialisten emigrieren muss, wird als Autor kulturhistorischer Biographien bekannt. Außerdem ist er freier Mitarbeiter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 1986 wird er mit dem großen Bundesverdienstkreuz am Band ausgezeichnet.
1981 Hermann Weinkauff stirbt in Heidelberg im Alter von 87 Jahren. Der Jurist war der erste Präsident des Bundesgerichtshofs.
1991 Hans Lülfing stirbt in Berlin im Alter von 84 Jahren. Der Bibliothekar, Paläograph, Historiker und Germanist verfasste eine Reihe von Publikationen, darunter auch die Monografie "Johannes Gutenberg und das Buchwesen des 15. Jahrhunderts".
2000 Der Berliner Pathologe und Hochschullehrer, Wolfgang Rotter, stirbt in Bad Nauheim im Alter von 89 Jahren an einem Krebsleiden. Er widmete sich der Erforschung von Herzkreislauf- und Nierenerkrankungen und machte sich um die Weiterentwicklung der Nephrologie verdient.
2003 Aus Protest gegen die Pöbeleien des italienischen Staatssekretärs Stefano Stefani von der Lega Nord, der deutsche Touristen pauschal als einförmige, blonde Supernationalisten beschimpft, die alljährlich lärmend über Italiens Strände herfallen, sagt Bundeskanzler Gerhard Schröder seinen geplanten Rimini-Urlaub ab. Nur wenige Tage zuvor hatte Berlusconi für Missstimmung gesorgt, als er im Europa-Parlament den deutschen Europa-Abgeordneten Martin Schulz als perfekte Besetzung für einen Aufseher in einem KZ-Film bezeichnete.
2006 Im Berliner Olympiastadion findet das Finale der Fußballweltmeisterschaft zwischen Italien und Frankreich statt. Die "Squadra Azzurra", die zuvor Deutschland mit 2:0 im Halbfinale besiegt hatte, gewinnt im Elfmeterschießen 6:4 gegen die "Bleus" und wird zum vierten Mal Weltmeister.

Dienstag, 8. Juli 2014

Kalenderblatt (8. Juli)

8. Juli

1703 Die Parochialkirche im Klosterviertel in Berlin-Mitte wird in Anwesenheit des preußischen Königs Friedrich I und seiner zweiten Ehefrau, Sophie Charlotte geweiht.
1819 Karl Julius Ploetz wird in Berlin geboren. Der Lehrer verfasst Schulbücher für den Französischunterricht und historische Nachschlagewerke.
1836 Emil Jacobsen wird in Danzig geboren. Der Chemiker und Schriftsteller arbeitet als wissenschaftlicher Beirat und Aufsichtsratsmitglied in der Schering AG, wo er auch als Erfinder tätig ist.
1838 Ferdinand Graf von Zeppelin wird in Konstanz geboren. Der General der Kavallerie ist der Begründer des Starrluftschiffbaus.
1867 Die Grafikerin, Malerin und Bildhauerin, Käthe Kollwitz, wird als Käthe Schmidt in Königsberg geboren. In der Neuen Wache in Berlin-Mitte, der Zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, befindet sich die Pietà, eine vergrößerte Kopie ihrer Skulptur "Mutter mit totem Sohn".
1911 In Weißensee im Berliner Bezirk Pankow wird das erste kommunale Säuglings- und Kinderkrankenhaus Preußens eröffnet. 1997 wird der Betrieb eingestellt.
1919 Walter Scheel wird in Höhscheid/Westfalen geboren. Der FDP-Politiker, von 1969 bis 1974 Außenminister und von 1974 bis 1979 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, erhält am 27. November 1978 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin. Gewürdigt werden seine Entspannungspolitik im Kalten Krieg und sein Engagement für die Stadt.
1939 Georg Wegener stirbt in Berlin im Alter von 76 Jahren. Er ist Geograph, Forschungsreisender, Autor und Professor an der Handelshochschule in Berlin.
1941 Die Theaterschauspielerin Agnes Straub stirbt in Berlin im Alter von 51 Jahren an den Spätfolgen eines Aautounfalls.
1952 Walter Linse, Jurist und Mitarbeiter einer Westberliner Menschenrechtsorganisation, die DDR-Unrecht dokumentiert, wird vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) nach Ostberlin entführt. 1953 wird Linse in Moskau hingerichtet, 1996 als politisches Opfer durch den russischen Generalstaatsanwalt rehabilitiert.
2001 Ernst Baier stirbt in Garmisch-Partenkirchen im Alter von 95 Jahren. Der für den Berliner SC startende Eiskunstläufer war sowohl im Einzellauf als auch im Paarlauf erfolgreich. Mit seiner Partnerin Maxi Herber wurde er fünfmal Europameister, viermal Weltmeister und einmal Olympiasieger.
2002 Gottfried Kühn stirbt in Niefern-Öschelbronn/Baden-Württemberg im Alter von 90 Jahren. Der vielfach ausgezeichnete Berliner gehört zu den bedeutendsten deutschen Garten- und Landschaftsarchitekten der Nachkriegszeit. Sein Unternehmen, das er 1951 in Köln gründete, realisierte mehr als 3000 Projekte. Sein Nachlass wird von der Universität der Künste in Berlin betreut.
2003 Der in Berlin als Ludwig Cohen geborene Soziologe und Professor, Lewis Alfred Coser, stirbt in Cambridge/USA im Alter von 89 Jahren. Der rassisch und politisch Verfolgte verließ Deutschland 1933 und emigrierte über Frankreich und Portugal schließlich in die USA.
2014 Die deutsche Nationalmannschaft besiegt in einem spektakulären WM-Halbfinalspiel in Belo Horizonte den Rekordweltmeister Brasilien mit 7:1. Damit steht die DFB-Elf erstmals seit 2002 wieder in einem WM-Endspiel.

Sonntag, 6. Juli 2014

Kalenderblatt (6. Juli)

6. Juli

1785 Friedrich August Pischon wird in Cottbus geboren. Der Historiker, Prediger, Publizist und evangelischer Theologe kommt 1810 nach Berlin, wo er zunächst als Prediger und Lehrer arbeitet. Später wird er Professor, Diakon an der Nikolaikirche und Mitherausgeber der "Zeitschrift für die unierte Kirche".
1813 Konrad Gottlieb Ribbeck, der Oberkonsistorialrat und Propst zu Berlin, wird mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin ausgezeichnet. Gewürdigt wird sein seelsorgerischer Beistand für die Berliner Bürger während der französischen Besetzung der Stadt im Jahr 1806.
1850 Johann Carl Friedrich Bouché wird in Schöneberg (heute Berlin) geboren. Er ist Gartenarchitekt, Hofrat und Königlich Sächsischer Obergartendirektor.
1854 Der Maschinenbauer und Fabrikant, August Borsig, stirbt in Berlin im Alter von 50 Jahren. 1837 gründete er in Berlin-Tegel die Borsigwerke, ein Maschinenbauunternehmen, das bald der größte Lokomotivenlieferant Europas wurde.
1898 Der Komponist, Musiktheoretiker und Librettist, Hanns Eisler, wird in Leipzig geboren. Unter den Nationalsozialisten emigriert der Jude und Kommunist ins Ausland und siedelt nach Kriegsende in die DDR über. Er ist der Komponist der DDR-Hymne.
1909 Oskar Frölich stirbt in Berlin im Alter von 65 Jahren. Der Techniker und Physiker forschte auf den Gebieten der Elektrotechnik, Telegraphie, Elektrochemie und Sonnenwärme.
1959 Der sozial und politisch engagierte deutsch-amerikanische Maler, Grafiker und Karikaturist, Georg Grosz, stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren nach einem Treppensturz.
2004 Erika Engel-Wojahn stirbt in Potsdam im Alter von 92 Jahren. Die Berliner Kinderbuchautorin, Lyrikerin und Illustratorin verfasste über 250 Chorlieder und Kantaten und schrieb für verschiedene Berliner Zeitungen.
2010 Fritz Teufel stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Der Politaktivist und Mitbegründer der Berliner "Kommune 1", der sich selbst als "Polit-Clown" bezeichnete, wurde zur Ikone der 68er.
2012 Die in Berlin geborene ehemalige RAF-Terroristin, Verena Becker, wird wegen Beihilfe zum Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback am 7. April 1977 zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.

Samstag, 5. Juli 2014

Kalenderblatt (5. Juli)

5. Juli

1715 Der deutsch-französische Jurist und Diplomat Charles Ancillon stirbt in Berlin im Alter von 56 Jahren. Er war Mitbegründer des Französischen Gymnasiums und bis zu seinem Tod Polizeidirektor von Berlin.
1867 Emil Heyn wird in Annaberg geboren. Der Eisenhütteningenieur ist der Begründer neuer mikroskopischer Untersuchungsverfahren für Metalle und Legierungen
1887 Der Maler Carl Gottfried Pfannschmidt stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Er war Mitherausgeber des Christlichen Kunstblatts für Kirche, Schule und Haus.
1905 Günther Krupkat wird in Berlin geboren. Er ist einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren der DDR, Vorsitzender des Schriftstellerverbandes und des von ihm gegründeten Arbeitskreises Utopische Literatur.
1906 Der Physiker Paul Drude nimmt sich in Berlin, nur wenige Tage vor seinem 43. Geburtstag, das Leben. Er war der Erfinder der Ellipsometrie (ein Messverfahren der Materialforschung und der Oberflächenphysik)
1942 Im Berliner Olympiastadion besiegt der FC Schalke 04 den First Vienna FC mit 2:0 und wird deutscher Fußballmeister.
1951 Auf dem Ausflugsdampfer "Heimatland" bricht kurz nach dem Ablegen in der Nähe der Treptower Brücke durch einen defekten Benzinmotor ein verheerendes Feuer aus. Von den 127 Schulkindern und ihren Begleitern kommen 30 ums Leben.
1959 Mittelgewichtsboxer Gustav (Bubi) Scholz verteidigt in der Deutschlandhalle in Berlin-Charlottenburg gegen Hans Werner Wohlers seinen Europameistertitel
1967 Der SED-Politiker Herbert Fechner wird Oberbürgermeister von Ostberlin und tritt damit die Nachfolge von Friedrich Ebert jr. (SED) an, der dieses Amt seit 1948 innehat.
1969 Walter Gropius stirbt in Boston, Massachusetts. Der Berliner Architekt ist Gründer des Bauhauses und Mitbegründer der modernen Architektur in Deutschland.
1978 Wilhelm Heinrich Westphal stirbt in Berlin im Alter von 96 Jahren. Der Physiker war auch als Autor von Fach- und populärwissenschaftlicher Literatur tätig. Er hatte einen Lehrstuhl an der Berliner Universität und später auch an der Technischen Hochschule Berlin.
2001 Die aus Berlin stammende erste Ehefrau von Altbundeskanzler Helmut Kohl, Hannelore Kohl geb. Renner, stirbt in Ludwigshafen im Alter von 68 Jahren an einer Überdosis Tabletten.
2006 Helmut Ziegner stirbt in Berlin im Alter von 84 Jahren. Der Schauspieler und RIAS-Rundfunksprecher leistete Pionierarbeit auf dem Gebiet der Resozialisierung Strafgefangener und Haftentlassener sowie gefährdeter und benachteiligter Jugendlicher. 1957 gründete er die Stiftung Helmut Ziegner.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Kalenderblatt (3. Juli)

3. Juli

1854 Gustav Hellmann wird in Löwen/Polen geboren. Der Meteorologe und Klimatologe ist ab 1882 für das Preußische Meteorologische Institut in Berlin tätig. Von 1892 bis 1907 ist er Mitherausgeber der Meteorologischen Zeitschrift.
1876 Anna von Preußen wird in Königsberg geboren. Am 30. Oktober 1594 heiratet sie Markgraf Johann Sigismund, den späteren Kurfürsten von Brandenburg.
1906 Die Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin, Hilde Körber, wird in Wien geboren. Von 1946 bis 1950 ist sie Mitglied der Berliner Stadtverordnetenversammlung und leitet ab 1951 die Max-Reinhardt-Schule. Seit 1965 führt sie den Professorentitel.
1914 Hans Liepmann wird in Berlin geboren. Der Physiker, Ingenieur und Professor, dessen Familie 1934 emigrieren muss, forscht auf dem Gebiet der Hydrodynamik und Aerodynamik.
1922 Auf Maximilian Harden, Publizist, Mitbegründer der "Freien Bühne" und Gründer der politischen Wochenzeitschrift "Die Zukunft", wird vor seinem Haus in Berlin-Grunewald von Rechtsradikalen ein Attentat verübt, bei dem er lebensgefährliche Kopfverletzungen erleidet. Nach seiner Genesung stellt er seine politische Arbeit ein und siedelt in die Schweiz über.
1941 Der "S-Bahn-Mörder", Paul Ogorzow, wird auf frischer Tat ertappt. Der Mitarbeiter der Deutschen Reichsbahn, NSDAP-Mitglied und SA-Scharführer, verheiratet und Vater von zwei Kindern, überfällt innerhalb von zwei Jahren insgesamt 31 Frauen. Auf sein Konto gehen acht Morde und sechs Mordversuche. Am 25. Juli 1941 wird er hingerichtet.
1945 Friedrich Leitner stirbt in Berlin im Alter von 71 Jahren. Der Wirtschaftswissenschaftler, der u.a. an der Humboldt-Universität Berlin lehrte, gilt als Pionier der Betriebswirtschaftslehre.
1951 Ernst Ferdinand Sauerbruch wird in Barmen (Wuppertal) geboren. Von 1928 bis 1949 arbeitet er an der Berliner Charité und ist von 1932 bis 1950 Vorsitzender, Ehrenmitglied und Ehrenpräsident der Berliner Chirurgischen Gesellschaft
1970 Der Schauspieler, Regisseur, Librettist und "König der Operette", Heinz Hentschke, stirbt in Berlin im Alter von 75 Jahren.
1999 Herta Heuwer stirbt in Berlin nur wenige Tage nach Vollendung ihrer 86. Geburtstags. Die Imbissbuden-Betreiberin gilt als Erfinderin der Berliner Currywurst.
2004 Der DDR-Spion Lorenz Betzing stirbt in Berlin im Alter von 73 Jahren. Zunächst arbeitete er im Bundeshaus Bonn, später beim US-Labour-Service in Karlsruhe und anschließend in diversen sicherheitsempfindlichen Bundeswehreinrichtungen. Wegen einer schweren Erkrankung wurde ein gegen ihn eröffnetes Strafverfahren eingestellt.
2009 Die Weltantidopingagentur sperrt die Berliner Eisschnellläuferin Claudia Pechstein für zwei Jahre wegen Blutdopings.
2010 Kirsten Heisig stirbt in Berlin im Alter von 48 Jahren. Die Jugendrichterin und Autorin wurde bundesweit bekannt durch ihr Buch "Das Ende der Geduld" und das von ihr initiierte "Neuköllner Modell", das am 1. Juni 2010 in ganz Berlin eingeführt wird und eine schnellere und konsequente Verfolgung jugendlicher Intensivtäter gewährleisten soll.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Kalenderblatt (2. Juli)

2. Juli

1844 In Anwesenheit von König Friedrich Wilhelm IV wird der Grundstein für den Bau der von Friedrich August Stüler entworfenen evangelischen St. Jacobikirche in Berlin-Kreuzberg gelegt.
1850 Zwischen Preußen und Dänemark wird der Frieden von Berlin geschlossen. Er beendet den Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieg. Acht Tage später wird der Friedensvertrag zwischen dem Deutschen Bund und Dänemark unterzeichnet.
1865 Die Schriftstellerin, Sozialdemokratin und Frauenrechtlerin, Lily Braun, wird als Amalie von Kretschmann in Halberstadt/Sachsen-Anhalt geboren.
1868 Der jüdische Arzt, SPD-Politiker und Reichstagsabgeorndete, Julius Moses, wird in Posen/Polen geboren. 1938 verliert er seine Zulassung als Arzt und wird am 7. Juli 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert, wo er unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt.
1908 Oscar Liebreich stirbt in Berlin im Alter von 69 Jahren. Der Mediziner, Pharmakologe, Publizist und Professor war Gründer das Pharmakologischen Instituts und Mitgründer der Balneologischen Gesellschaft zu Berlin.
1927 Die Choreografin, Opern- und Theaterregisseurin, Ruth Berghaus, wird in Dresden geboren. Ab 1951 arbeitet sie als Choreografin an verschiedenen Berlinern Theaterbühnen, u.a. am Deutschen Theater, an der Deutschen Staatsoper und am Berliner Ensemble. Am Wiener Burgtheater ist sie als Regisseurin tätig.
1951 Der Arzt und Chirurg, Ferdinand Sauerbruch, stirbt in Berlin einen Tag vor seinem 76. Geburtstag. Von 1928 bis 1949 arbeitete er an der Berliner Charité und war von 1932 bis 1950 Vorsitzender, Ehrenmitglied und Ehrenpräsident der Berliner Chirurgischen Gesellschaft.
1955 Der Tierpark Friedrichsfelde, größter Landschaftstiergarten Europas, wird im Schlosspark Friedrichsfelde in Berlin-Lichtenberg eröffnet.
1963 Der Schriftsteller, Journalist und Politiker Bodo Uhse stirbt in Berlin im Alter von 59 Jahren.
1988 Der CDU-Politiker Johann Baptist Gradl stirbt in Berlin im Alter von 84 Jahren. Unter Bundeskanzler Erhard war er Minister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte und Minister für gesamtdeutsche Fragen. Am 28. April 1982 wurde er Ehrenbürger der Stadt Berlin.
1994 Die 6. Berliner Love-Parade stellt mit rund 120000 Teilnehmern nicht nur einen neuen Besucherrekord auf sondern durchbricht zum ersten Mal die Hunderttausendergrenze.
2001 Der in Berlin geborene Drehbuchautor und Regisseur, Gerhard Respondek, stirbt in Köln im Alter von 74 Jahren. Zunächst arbeitete er als Dramaturg für die DEFA in Potsdam-Babelsberg und führte später auch Regie in diversen Produktionen für das DDR-Fernsehen. In den 1980er-Jahren siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland über, wo er als Drehbuchautor für den WDR tätig war.
2004 Mit den Stimmen der rot-grünen Koalition und der Mehrheit der Union akzeptiert der Deutsche Bundestag die sogenannten Hartz-Konzept-Reformen. Diese sehen u.a. eine Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II vor und werden am 1. Januar 2005 in Kraft treten.
2006 Erich Loos stirbt in Berlin im Alter von 92 Jahren. Der Romanist und Literaturwissenschaftler kam 1960 nach Berlin, wo er als Professor an der Freien Universität tätig war.
2009 Wegen der jahrelangen kriminellen Spendenmanipulationen des bereits 2003 verstorbenen FDP-Vorsitzenden von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Möllemann, erhält die FDP einen Strafbescheid über 4,34 Millionen Euro, die sie an die Bundestagsverwaltung zurückzahlen muss.
2011 Papst Benedikt XVI ernennt den am 18. August 1956 in Köln-Mülheim geborenen katholischen Geistlichen, Rainer Maria Woelki, zum Erzbischof von Berlin.

Dienstag, 1. Juli 2014

Kalenderblatt (1. Juli)

1. Juli

1701 Für die Französische Friedrichstadtkirche (Französischer Dom) wird der Grundstein gelegt. Knapp vier Jahre später, am 1. März 1705, erfolgt die Kirchweihe.
1779 Joachim Friedrich Henckel stirbt im Alter von 67 Jahren. Der Chirurg und spätere Direktor der Berliner Charité führte 1769 den ersten Kaiserschnitt durch. Friedrich II berief Henckel zum Professor der Chirurgie und Geburtshilfe.
1784 Wilhelm Friedemann Bach stirbt in Berlin im Alter von 73 Jahren in ärmlichen Verhältnissen. Der Komponist war der älteste Sohn von Johann Sebastian Bach.
1855 Die ersten 100 Reklamesäulen des Druckereibesitzers Ernst Litfaß werden in einem Festakt ihrer Bestimmung übergeben.
1858 Samuel Marot, evangelischer Theologe, Oberkonsistorialrat, Mitglied des Domkapitels von Berlin und Mitherausgeber des Berliner Gesangbuchs wird anlässlich seines 60-jährigen Dienstjubiläums mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin ausgezeichnet.
1937 Pastor Martin Niemöller, gegen den zahlreiche Verfahren anhängig sind, wird von der Gestapo verhaftet, was im In- und Ausland eine Welle der Solidarität auslöst.
1945 Der im Zweiten Weltkrieg bei Bombardierungen schwer beschädigte Berliner Zoo, in dem nur 91 Tiere überlebten, wird wiedereröffnet.
1990 Die am 18. Mai 1990 vereinbarte Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR tritt in Kraft.
2000 Das Berliner Landesamt für Verfassungsschutz ist keine eigenständige Behörde mehr. Wegen mehrerer Skandale wurde es aufgelöst und der Abteilung II der Senatsverwaltung für Inneres zugeordnet.
2004 Die Schauspielerin Karin Evans stirbt in Berlin im Alter von 96 Jahren. Die Tochter eines Briten und einer Deutschen arbeitete an zahlreichen Berliner Bühnen.
2005 Da Bundeskanzler Gerhard Schröder für die Politik seiner rot-grünen Regierungskoalition keine stabile Mehrheit mehr besitzt, stellt er im Deutschen Bundestag die Vertrauensfrage, um damit den Weg für Neuwahlen freizumachen.
2011 Die am 15. Dezember 2010 durch das Bundeskabinett beschlossene Aussetzung der Wehrpflicht tritt in Kraft.