Freitag, 10. April 2015

Kalenderblatt (10. April)

10. April

1502 Kurfürst Joachim I von Brandenburg aus dem Hohenzollern und Elisabeth, Prinzessin von Dänemark heiraten in Stendal. Das Paar bekommt fünf Kinder, zwei Söhne und drei Töchter.
1813 Joseph-Louis de Lagrange stirbt in Paris im Alter von 77 Jahren. Der italienische Mathematiker und Astronom ist der Begründer der analytischen Mechanik. 1766 berief ihn Friedrich II zum Direktor der Preußischen Akademie der Wissenschaften nach Berlin.
1871 Heinrich Bolten-Baeckers wird in Chemnitz geboren. Der Bühnen- und Drehbuchautor sowie Librettist, Verleger, Filmregisseur, Produzent und Firmengründer ist von 1912 bis 1921 Direktor des Berliner Lustspielhauses in der Friedrichstraße. Für die Operetten von Paul Lincke schreibt er diverse Texte. So stammen von ihm u.a. "Das ist die Berliner Luft, Luft, Luft" und "Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe". Nach ihm wird der mit 10000 Euro dotierte Heinz-Bolten-Baeckers-Preis benannt.
1878 Albert Borsig, der Sohn des Gründers der Borsigwerke, stirbt in Berlin im Alter von 49 Jahren. Er war Mitbegründer der Dortmunder Maschinenfabrik Deutschland (MFD) sowie der Berliner Baugesellschaft für Eisenbahn-Unternehmungen, F. Pleßner & Comp.
1883 Emil Rathenau gründet die "Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität", aus der später die "Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft" (AEG) hervorgeht.
1887 Heinz Tiessen wird in Königsberg geboren. Der Komponist, Dirigent, Musikpädagoge und Musikkritiker ist u.a. an der Königlichen Oper Berlin, an der Freien Volksbühne und der Berliner Musikhochschule tätig. Außerdem ist er Gründungsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik.
1891 Carl Rabitz stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Der Maurermeister, Bauunternehmer, Erfinder, Bautechniker und Hofbaumeister ist ein Wegbereiter des begrünten Flachdachbaus. Außerdem entwickelte er die Rabitzwand.
1904 Joachim Gottschalk wird in Calau/Brandenburg geboren. Im November 1941 nimmt sich der Theater- und Filmschauspieler wegen zunehmender Repressionen gemeinsam mit seiner jüdischen Ehefrau Meta und seinem Sohn in Berlin das Leben.
1913 Stefan Heym wird als Helmut Flieg in Chemnitz/Sachsen geboren. Der Schriftsteller und Bürgerrechtler emigriert vor den Nazis in die USA und siedelt später in die DDR über. Wegen kritischer Äußerungen wird Heym verurteilt und aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen. Von 1994 bis 1995 war er Abgeordneter des Deutschen Bundestags.
1924 Der Journalist, Drehbuchautor, Fernsehmoderator und Restaurantkritiker, Wolfgang Menge, wird in Berlin geboren. Von ihm stammen u.a. die TV-Serien "Ein Herz und eine Seele", "Stahlnetz" und "Das Millionenspiel" sowie der Film "Smog". Außerdem erfindet er die Figur des Zollfahnders Kressin in der TV Krimiserie "Tatort".

Hugo Stinnes stirbt in Berlin im Alter von 54 Jahren an den Folgen einer Gallenblasenoperation. Der Industrielle und Politiker war an der Gründung zahlreicher Großkonzerne beteiligt.
1932 Im zweiten Wahlgang wird Paul von Hindenburg mit 49,6% erneut zum Reichspräsidenten gewählt. Adolf Hitler erhält 30,2% und Ernst Thälmann 13,2%. Die Wahlbeteiligung liegt bei 83,5 Prozent. Es ist die letzte Wahl der Weimarer Republik, bei der der Reichspräsident direkt vom Volk gewählt wurde.
1948 Wilhelm Külz stirbt in Berlin im Alter von 73 Jahren. Der Politiker der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) war 1926 Innenminister der Weimarer Republik. 1945 wurde er in Berlin Mitbegründer und Vorsitzender der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands (LDP). Außerdem war er Herausgeber der Parteizeitung "Der Morgen".
1970 Der Maler, Grafiker und Mitbegründer der Künstlergruppe "Brücke" sowie Professor an der Hochschule für Bildende Künste, Karl Schmidt-Rottluff, wird zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Expressionismus. Nach ihm benannt ist das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium.
1991 Der am 1. April ermordete Präsident der Treuhandanstalt, Detlev Rohwedder, wird mit einem Trauerstaatsakt im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt geehrt. 1992 wird die Zentrale der Treuhandanstalt in Detlev-Rohwedder-Haus umbenannt. 1999 wird der Detlev-Rohwedder-Preis gestiftet.
1995 Günter Guillaume stirbt in Eggersdorf/Brandenburg im Alter von 68 Jahren. Der ehemalige Spion des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR war von 1972 bis 1974 als persönlicher Referent im Kanzleramt tätig und ist nach seiner Enttarnung am Rücktritt von Willy Brandt mitverantwortlich.
2000 Walter Stöhrer stirbt in Scholderup bei Schleswig im Alter von 63 Jahren. Der Maler und Grafiker lehrte an der Hochschule der Künste in Berlin und war Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Nach ihm benannt ist die Walter-Stöhrer-Stiftung.
2006 Der erst im Jahr 2005 zum SPD-Parteichef gewählte Brandenburger Ministerpräsident, Matthias Platzeck, tritt aus gesundheitlichen Gründen vom Vorsitz der Partei zurück.
2008 Die 52-jährige russische Videokünstlerin, Fotografin und Dichterin, Anna Altschuk, wird tot aus der Spree geborgen. Ihr Ehemann Michail Ryklin, Philosophie-Professor und Autor, geht von Selbstmord aus.

Donnerstag, 9. April 2015

Kalenderblatt (9. April)

9. April

1770 Thomas Johann Seebeck wird in Reval/Estland geboren. Der Mediziner, Physiker, Forscher und Publizist entdeckt den nach ihm benannten thermoelektrischen Seebeck-Effekt.
1834 Dem preußischen Staatskanzler und General, Carl Friedrich Heinrich Graf von Wylich und Lottum, wird anlässlich seines 50-jährigen Militär-Jubiläums die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen. Außerdem wird er Ehrendoktor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität.
1836 Der Bildhauer Karl Wichmann stirbt in Berlin im Alter von 60 Jahren. Mit seinem jüngeren Bruder Ludwig Wilhelm, gründete er 1821 ein gemeinsames Atelier. 1826 wurde er Mitglied und 1829 Professor der Berliner Akademie der Künste.
1848 Helene Lange wird in Oldenburg/Niedersachsen geboren. Die Pädagogin, Publizistin und Frauenrechtlerin kämpft für die Zulassung von Frauen zum Abitur und zur Hochschulbildung. Sie ist die Mitbegründerin des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins und Mitherausgeberin des Handbuchs der Frauenbewegung.
1860 Der Maler, Grafiker und Zeichenlehrer, Philipp Franck, wird in Frankfurt/Main geboren. Gemeinsam mit Lovis Corinth und Max Liebermann gründet er 1898 die "Berliner Secession".
1863 Der Neurologe und Hirnforscher, Hugo Liepmann, wird in Berlin geboren. Er konzentriert seine Forschungen auf das Gebiet der Apraxie, einer Störung bei hirngeschädigten Personen, trotz intakter motorischer Funktion zielgerichtete Handlungen oder Bewegungen auszuführen.
1896 Der Geräteturner Alfred Flatow gewinnt bei den Olympischen Sommerspielen in Athen den Einzelwettbewerb am Barren und wird Zweiter am Reck. Außerdem siegt er mit der deutschen Mannschaft am Barren und am Reck. Unter den Nationalsozialisten wird er wegen seiner jüdischen Herkunft verfolgt und in das KZ Theresienstadt deportiert, wo er 1942 ums Leben kommt.
1911 Die evangelische Taborkirche in Rahnsdorf im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick wird eingeweiht. Sie entstand nach Plänen der Architekten Peter Jürgensen und Jürgen Bachmann.
1915 Geheimrat Friedrich Loeffler stirbt in Berlin im Alter von 62 Jahren. Der Mediziner, Hygieniker, Bakteriologe und Leiter des Robert-Koch-Instituts in Berlin entdeckte die Erreger von Rotz, Rotlauf und Diphtherie.
1938 Paul Mebes stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren. Der Architekt, Architekturtheoretiker und Hochschullehrer war Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Neben der Errichtung öffentlicher Gebäude konzentrierte er sich auf den Wohn- und Siedlungsbau.
1945 Der evangelische Theologe, Vertreter der Bekennenden Kirche und NS-Widerstandskämpfer, Dietrich Bonhoeffer, wird im KZ Flossenbürg im Alter von 39 Jahren durch den Strang hingerichtet.
1982 Der Chemiker, NS-Widerstandskämpfer und DDR-Regimekritiker, Robert Havemann, stirbt in Grünheide/Brandenburg im Alter von 72 Jahren. 1950 wurde er Direktor des Instituts für Physikalische Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Ordinarius für Physikalische Chemie. Seine Kritik an der DDR wird 1965 mit Berufsverbot und 1975 mit Hausarrest geahndet.
1985 Der Sänger, Songwriter und Gewinner des Bundesvision Song Contest, Tim Bendzko, wird in Berlin-Kaulsdorf geboren.
2004 Der in Berlin geborene Schauspieler, Martin Rickelt, stirbt in Karlsruhe im Alter von 88 Jahren an den Folgen einer Darmerkrankung. Er wurde einem breiten Publikum durch seine Rolle als Onkel Franz in der deutschen TV-Serie "Lindenstraße" bekannt.
2012 Der aus Budapest stammende Theaterwissenschaftler, Kritiker, Publizist und Theaterintendant, Ivan Nagel, stirbt in Berlin im Alter von 81 Jahren. Beigesetzt wird er auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte. Von 1989 bis 1996 war er Professor an der Universität der Künste in Berlin.

Mittwoch, 8. April 2015

Kalenderblatt (8. April)

8. April

1818 August Wilhelm Hofmann wird in Gießen geboren. Der Chemiker ist ein Pionier auf dem Gebiet der Erforschung und Entwicklung von Farbstoffen. 1867 wird er Mibegründer der Deutschen Chemischen Gesellschaft zu Berlin.
1827 Nach zweijähriger Bauzeit wird die Sing-Akademie zu Berlin eingeweiht. Sie wurde 1791 von Carl Friedrich Christian Fasch gegründet und ist die älteste gemischte Chorvereinigung der Welt.
1835 Der Gelehrte und Staatsmann, Wilhelm von Humboldt, stirbt in Berlin-Tegel im Alter von 67 Jahren. Er war maßgeblich an der Gründung der ersten Berliner Universität, die am 10. Oktober 1810 ihren Lehrbetrieb aufnahm, beteiligt.
1868 Werner von Bolton wird in Tiflis/Georgien geboren. Der Chemiker und Werkstoffwissenschaftler erfindet ein Herstellungsverfahren für Tantalglühfäden. Die Tantallampe wird später durch die Glühlampe mit Wolframfaden ersetzt.
1878 Der Kabarettist, Pianist, Komponist und Theaterdirektor, Rudolf Nelson, wird als Rudolf Lewysohn in Berlin geboren.
1884 Der Architektur- und Theatermaler sowie Radierer und Professor, Carl Graeb, stirbt in Berlin im Alter von 68 Jahren. 1860 wurde er Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin.
1897 Heinrich von Stephan stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren an den Folgen einer schweren Diabetes. Der Generalpostdirektor und Organisator des deutschen Postwesens war Mitbegründer des Weltpostvereins.
1913 Ernst Walter Ruhmer stirbt in Berlin nur eine Woche vor Vollendung seines 35. Geburtstags. Der Physiker war ein Pionier auf dem Gebiet der Trägerfrequenztechnik. 1902 gelang ihm eine drahtlose Telegrafie über eine Strecke von 17 Kilometern. 1908 errichtete er in seinem Labor die erste Trägerfrequenzanlage.
1924 Der Film- und Theaterschauspieler, Synchronsprecher und Kabarettist, Günter Pfitzmann, wird in Berlin geboren. Besonders in seinen Fernsehrollen verkörpert er den Berliner mit Herz und Schnauze. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Berliner Kabaretts "Die Stachelschweine".
1936 Der Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler, Klaus Löwitsch, wird in Berlin geboren. Er ist Träger des Deutschen Filmpreises, des Adolf-Grimme-Preises und des Bayerischen Fernsehpreises.
1944 Bruno Lüdke stirbt im Kriminalmedizinischen Zentralinstitut der Sicherheitspolizei in Wien vermutlich an den Folgen von Menschenversuchen. Der gebürtige Berliner wurde 36 Jahre alt. Jahrzehntelang galt er als einer der gefährlichsten Serienmörder der deutschen Kriminalgeschichte. Er selbst gestand 84 Morde, während die Polizei von 53 Morden und drei Mordversuchen ausging. Heutzutage wird nahezu ausgeschlossen, dass der geistig zurückgebliebene Mann auch nur eines der Verbrechen begangen hat.
1955 Der Film- und Theaterschauspieler, Rudolf Klix, stirbt in Berlin im Alter von 74 Jahren. Zunächst arbeitete er an verschiedenen Berliner Theaterbühnen, bis er 1919 für den Film entdeckt wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wirkte er in einer Reihe von DEFA-Filmen mit.
1973 Viktor de Kowa stirbt in Berlin im Alter von 69 Jahren. Er war Theater- und Filmschauspieler, Chansonsänger, Regisseur, Drehbuchautor und Komödiendichter.
2003 Der ehemalige Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping heiratet Kristina Gräfin Pilati. Für Schlagzeilen hatte das Paar ein Jahr zuvor gesorgt, als es sich für eine Zeitschrift in einem Swimming-Pool auf Mallorca ablichten ließ, während gleichzeitig die Bundeswehr unmittelbar vor einem riskanten Einsatz in Mazedonien stand. Der zuvor schon schwer angeschlagene Minister wurde am 18. Juli 2002 entlassen.
2007 Der Schriftsteller, Kabarettist und Drehbuchautor, Jo Schulz, stirbt in Berlin im Alter von 87 Jahren. Er war Mitglied des DDR-Kabaretts "Böse Sieben" und schrieb Artikel für Satire-Zeitschriften.
2011 Die Tragikomödie "Vincent will Meer" wird im Friedrichstadtpalast in Berlin-Mitte mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Die Regie führte Ralf Huettner, das Drehbuch schrieb Florian David Fitz.

Dienstag, 7. April 2015

Kalenderblatt (7. April)

7. April

1816 Der evangelische Theologe, Botaniker und Naturkundler, Christian Konrad Sprengel, stirbt in Berlin im Alter von 65 Jahren. Er gilt als Begründer der modernen Blütenökologie.
1833 Der Politiker und Großgrundbesitzer, Anton Radziwill, stirbt in Berlin im Alter von 57 Jahren. Der Spross einer der reichsten und mächtigsten polnischen Adelsgeschlechter war auch als Sänger, Cellovirtuose und Komponist tätig.
1839 Der Töpfermeister, Ofen- und Tonwarenfabrikant, Tobias Feilner, stirbt in Berlin im Alter von 65 Jahren. Gemeinsam mit Karl Friedrich Schinkel entwickelte er den Berliner Kachelofen.
1865 Friedrich Ludwig von Rönne stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren. Der Jurist und Politiker war Botschafter in Washington, Leiter des preußischen Handelsamtes und preußischer Abgeordneter.
1876 Heinrich Tessenow wird in Rostock geboren. Der Architekt und Professor lehrt an der Technischen Hochschule Berlin und später an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin. Zu seinen bekanntesten Werken zählt die Innenraumgestaltung der von Karl Friedrich Schinkel errichteten Neuen Wache in Berlin-Mitte.
1878 Anton Puchegger wird in Payerbach/Österreich geboren. Der Tierbildhauer erschafft die meisten seiner Werke in Berlin, wo er ab 1905 lebt. Die Modelle für seine Tierskulpturen findet er im Zoologischen Garten. Ab 1909 ist er auch für die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) tätig. Die lebensgroße Holzskulptur der Schimpansin Missie steht heute in der Alten Nationalgalerie.
1881 Johann Hinrich Wichern stirbt in Hamburg kurz vor Vollendung seines 73. Geburtstags. Der Theologe, Sozialpädagoge und Gefängnisreformer, der jahrelang in Berlin lebte, ist der Begründer der Inneren Mission der Evangelischen Kirche und Gründer des Brüderhauses Johannesstift in Berlin. Während der Deutschen Einigungskriege sorgte er für die Ausbildung von Felddiakonen.
1902 Gustav Büchsenschütz wird in Berlin geboren. Er schreibt sowohl den Text als auch die Melodie des Liedes "Märkische Heide, märkischer Sand", das in der Version von Paul Lincke schnell populär wird und heute die inoffizielle Hymne des Landes Brandenburg ist. 1975 wird Büchsenschütz mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
1921 Lorenz Adlon stirbt in Berlin im Alter von 71 Jahren an den Folgen eines Unfalls am Brandenburger Tor. Der Gastronom und Hotelier gründete 1970 das legendäre Luxushotel "Adlon", Treffpunkt der feinen Gesellschaft und des internationalen Hochadels. Der Film- und Fernsehregisseur Percy Adlon ist ein Urenkel.
1944 Gerhard Schröder wird in Mossenberg/Nordrhein-Westfalen geboren. Der Rechtsanwalt und Lobbyist ist von 1990 bis 1998 niedersächsischer Ministerpräsident und von 1998 bis 2005 Kanzler der Bundesrepublik Deutschland sowie von 1999 bis 2004 Vorsitzender der SPD.
1979 Der in Leipzig geborene Schriftsteller, Drehbuchautor und Schauspieler, Bruno Apitz, stirbt in Berlin kurz vor Vollendung seines 79. Geburtstags. Das frühere SPD- und spätere KPD-Mitglied sitzt wegen seiner Antikriegs-Propaganda in mehreren Zuchthäusern und Konzentrationslagern in Haft. Nach Kriegsende arbeitet er als Redakteur, Dramaturg und Hörspielautor. Sein bekanntester Roman "Nackt unter Wölfen" erscheint 1958.
1980 Der in Berlin geborene Kunsthistoriker, Jakob Rosenberg, stirbt in Massachusetts/USA im Alter von 86 Jahren. 1925 wurde er Kurator am Kupferstichkabinett in Berlin, aber 1935 wegen seiner jüdischen Herkunft entlassen. Er emigrierte in die USA, wo er als Dozent tätig war. 1947 wurde er Professor an der Harvard University und Leiter der Graphischen Sammlung des Museum of Fine Arts, Boston.
1983 Die in Berlin geborene Architektin Lotte Cohn stirbt in Tel Aviv im Alter von 89 Jahren. 1921 wanderte sie nach Palästina aus, wo sie ein eigenes Architekturbüro eröffnete. Sie war an der Entwicklung der Kibbuzim maßgeblich beteiligt.
1987 Otto Hartmut Fuchs stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Er war Redakteur, Funktionär der DDR-CDU und NS-Widerstandskämpfer. Wegen seiner Arbeit in der katholischen Kirche geriet er in Konflikt mit den Nationalsozialisten und auch in der DDR verlief sein kirchliches Engagement zunächst nicht problemlos. Aber diesmal arrangierte er sich. Er wurde IM und arbeitete unter dem Dach der Nationalen Front der DDR für die Belange der Katholiken.
1990 Grenzöffnung an der Brunnenstraße in Berlin-Mitte und an der Kopenhagener Straße in Berlin-Niederschönhausen/Berlin-Reinickendorf.
1992 Der Berliner Fachoberschüler, Jonny K. (Jonny Deipabba), wird in Khon Kaen/Thailand als Sohn einer thailändischen Mutter und eines deutschen Vaters geboren. In der Nacht zum 14. Oktober 2012 wird er von türkischstämmigen Jugendlichen ins Koma geprügelt und verstirbt kurz darauf an einem Blutgerinnsel im Gehirn. Der Vorfall sorgt weit über Berlin hinaus für Schlagzeilen und heizt die Diskussion über Jugend- und Ausländerkriminalität in Deutschland an.
1998 Am Werderschen Markt in Berlin-Mitte, wird der Grundstein für den Erweiterungsbau des Auswärtigen Amtes gelegt. Der Neubau, der sich gegenüber der Friedrichswerderschen Kirche befindet, wird nach einem Entwurf der Berliner Architekten Ivan Reimann und Thomas Müller errichtet.

Montag, 6. April 2015

Kalenderblatt (6. April)

6. April

1684 Johann Carl Eckenberg wird in Harzgerode/Sachsen-Anhalt geboren. Der Kraftakrobat und Theaterleiter macht sich um das Theater und das Varieté Berlins verdient.
1843 Für das von Friedrich August Stüler geplante Neue Museum in Berlin-Mitte wird der Grundstein gelegt. Zum ersten Mal kommt beim Bau eine Dampfmaschine zum Einsatz, die die Pumpen zur Entwässerung der Baustelle, die Aufzüge und die Mörtelmischmaschinen antreibt. Da zudem erstmals bei einem preußischen Monumentalbau tragfähige Eisenkonstruktionen verwendet werden, gilt das Neue Museum als Meilenstein der modernen Architektur.
1846 Der preußische Generaloberst, Oberbefehlshaber in den Marken und Gouverneur von Berlin, Gustav von Kessel, wird in Potsdam geboren.
1878 Erich Mühsam wird in Berlin geboren. Der Anarchist, Schriftsteller, Publizist und Antimilitarist ist maßgeblich an der Ausrufung der Münchner Räterepublik beteiligt und setzt sich in der "Roten Hilfe" für die Freilassung politischer Gefangener ein.
1882 Friedrich Drake stirbt in Berlin im Alter von 76 Jahren. Der Bildhauer ist ein Schüler von Christian Daniel Rauch. Sein bekanntestes Werk ist die Viktoria auf der Berliner Siegessäule.
1888 Der Maler, Graphiker, Kunstschriftsteller, Filmkünstler und Herausgeber, Hans Richter, wird in Berlin geboren.
1890 Anton Herman Gerard ("Anthony") Fokker wird in Kediri auf Java geboren. Der aus den Niederlanden stammende Flugzeughersteller gründet in Berlin-Johannisthal die Flugzeugfabrik "AHG Fokker Aeroplanbau".
1893 Karl Werder stirbt in Berlin im Alter von 86 Jahren. Der Philosoph, Dichter und Hegelianer lehrte an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. Beerdigt wird er auf dem Garnisonfriedhof in Berlin-Mitte.
1899 Peter Adolf Thiessen wird in Schweidnitz/Polen geboren. Der Chemiker ist von 1935 bis 1945 Direktor am Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin und von 1956 bis 1964 Direktor an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Außerdem ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Rates für die friedliche Anwendung der Atomenergie.
1904 Kurt Georg Kiesinger wird in Ebingen/Baden-Württemberg geboren. Der Jurist und CDU-Politiker ist ab 1933 NSDAP-Mitglied und Rechtsanwalt am Berliner Kammergericht. Von 1958 bis 1966 ist er Ministerpräsident von Baden-Württemberg und von 1966 bis 1969 Kanzler der Bundesrepublik Deutschland.
1913 Der Elektrotechniker und Pionier der Funktechnik, Adolf Slaby, stirbt in Berlin-Charlottenburg kurz vor Vollendung seines 64. Geburtstags. Er war der erste Professor für Elektrotechnik an der TH Charlottenburg und Mitbegründer der Telefunken AG.
1944 Erich Ohser stirbt in Berlin im Alter von 41 Jahren. Der Zeichner und Karikaturist (Pseudonym e.o.plauen) wird wegen regimekritischer Äußerungen verhaftet und begeht in der Nacht vor dem Prozess Selbstmord.
1972 Heinrich Lübke stirbt in Bonn im Alter von 71 Jahren an Magenkrebs. Der CDU-Politiker und Ehrenbürger von Berlin war von 1953 bis 1959 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und von 1959 bis 1969 der zweite Präsident der Bundesrepublik Deutschland.
1982 Der Lyriker, Übersetzer und Hörspiel- sowie Drehbuchautor der DDR, Paul Wiens, stirbt in Berlin im Alter von 59 Jahren.
1997 Stephan Hermlin stirbt in Berlin kurz vor Vollendung seines 82. Geburtstags. Der Schriftsteller und Übersetzer wurde bekannt durch seine Erzählungen, Essays und Lyrik. Er war Mitglied des Schriftstellerverbandes der DDR, der Akademie der Künste der DDR und seit 1976 auch der Akademie der Künste in Westberlin.
2005 Mit einem Requiem in der Berliner Johannis-Basilika wird der am 2. April verstorbene Papst Johannes Paul II gewürdigt. Die Totenmesse wird in Anwesenheit der Politprominenz vom Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Erwin Josef Ender, dem Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann und dem Erzbischof von Berlin, Kardinal Georg Sterzinsky, gemeinsam zelebriert.
2007 Friedrich ("Fritz") Schauer stirbt in Berlin im Alter von 94 Jahren. Bestattet wird er auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte.
2013 Die türkische Zeitung "Sabah" legt beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde gegen die umstrittene Sitzvergabe an Journalisten im Münchner NSU-Prozess ein. Daraufhin wird das Oberlandesgericht München angewiesen, "eine angemessene Zahl von Sitzplätzen an Vertreter von ausländischen Medien mit besonderem Bezug zu den Opfern der angeklagten Straftaten" zu vergeben.
2014 Auf dem Friedhof I der Georgen-Parochialgemeinde im Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg wird ein 400 Quadratmeter großes Areal eröffnet, auf dem ausschließlich lesbische Frauen bestattet werden sollen.

Sonntag, 5. April 2015

Kalenderblatt (5. April)

5. April

1768 Dietrich Ludwig Gustav Karsten wird in Bützow/Mecklenburg-Vorpommern geboren. Der Mineraloge und Professor ist Gründer der Königlichen Mineralogischen Sammlung zu Berlin, Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften und der Gesellschaft Naturforschender Freunde sowie der Gesetzlosen Gesellschaft zu Berlin.
1797 Der Theaterschauspieler Karl August Devrient wird in Berlin geboren.
1861 Fritz Encke wird in Oberstedten/Hessen geboren. Der Gartenarchitekt und Gartenbaudirektor entwirft zahlreiche Parkanlagen und Plätze, u.a. den Rudolph-Wilde-Park und den Viktoria-Luise-Platz in Berlin-Schöneberg. Außerdem ist er an der Bebauung des Bayerischen Viertels beteiligt.
1871 Der Balletttänzer, Ballettmeister und Choreograph am Königlichen Schauspiel in Berlin, François Michel Hoguet, stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren.
1901 Curt Bois wird in Berlin geboren. Der Schauspieler ist einer der ersten Kinderstars der Filmgeschichte. Unter seinen Auszeichnungen befinden sich der Deutsche Kritikerpreis, das Filmband in Gold und der Europäische Filmpreis.
1908 Herbert von Karajan wird in Salzburg geboren. Der österreichische Dirigent, Ehrenbürger der Stadt Berlin und Arrangeur der Europahymne ist von 1941 bis 1944 Kapellmeister an der Staatsoper Unter den Linden und von 1955 bis 1989 musikalischer Leiter der Berliner Philharmoniker.
1934 Roman Herzog wird in Landshut/Bayern geboren. Der Jurist, CDU-Politiker und Ehrenbürger von Berlin ist von 1994 bis 1999 Präsident der Bundesrepublik Deutschland.
1943 Der evangelische Theologe und NS-Widerstandskämpfer, Dietrich Bonhoeffer, wird verhaftet und in das Militäruntersuchungsgefängnis Berlin-Tegel eingeliefert. Im KZ Flossenbürg kommt er am 9. April 1945 ums Leben.
1978 Franziska van Almsick wird in Berlin geboren. Die Schwimmerin ist mehrfache Weltrekordlerin und zweifache Welt- sowie 18-fache Europameisterin. 1993 gewinnt sie den Weltcup als Gesamtsiegerin. Seit 2010 ist sie stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Sporthilfe.
1986 Ein Bombenanschlag auf die von GIs frequentierte Westberliner Diskothek "La Belle" fordert drei Tote und 250 Verletzte, darunter 28 Schwerverletzte. Unter den Toten befinden sich zwei Amerikaner und eine Türkin. Die Diskothek wird nach dem Anschlag nicht mehr weiterbetrieben.
2004 Lilli Marx stirbt in Düsseldorf im Alter von 83 Jahren. Die in Berlin geborene Journalistin und jüdische Verbandsfunktionärin hatte großen Anteil am Wiederaufbau jüdischen Lebens im Nachkriegsdeutschland.
2007 Wulf Olm stirbt in Berlin an einem Krebsleiden. Der Fotoreporter sowie Sport-, Reportage- und Tierfotograf gewann zahlreiche europäische Auszeichnungen. Seine Lieblingsmotive fand er zuletzt im Tierpark Friedrichsfelde, wo er auch eigene Ausstellungen hatte.

Samstag, 4. April 2015

Kalenderblatt (4. April)

4. April

1266 Markgraf Johann I von Brandenburg aus dem Hause der Askanier stirbt. Er und sein mitregierender Bruder Otto III waren Stifter des Klosters Chorin.
1762 Der Juwelier und Rabbiner, David Hirschel Fraenkel, stirbt in Berlin. Er war Oberrabbiner Berlins sowie Lehrer und Förderer von Moses Mendelssohn.
1785 Bettina von Arnim wird als Anna Elisabeth Brentano in Frankfurt/Main geboren. Die Schriftstellerin und Schwester von Clemens Brentano ist eine bedeutende Vertreterin der deutschen Romantik. Ihr literarischer Salon ist ein kultureller Mittelpunkt Berlins. Ihr Porträt war auf dem 5-DM-Schein abgebildet.
1793 Karl Wilhelm Gropius wird in Braunschweig/Niedersachsen geboren. Der Landschafts- und Dekorationsmaler, ein Schüler von Karl Friedrich Schinkel, arbeitet ab 1819 als Hoftheatermaler für die Berliner Bühnen.
1818 Carl Constantin Heinrich Steffeck wird in Berlin geboren. Der Maler und Grafiker wird vor allem durch seine Bilder von Pferden und Hunden bekannt.
1870 Heinrich Gustav Magnus stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Der Physiker und Chemiker war Mitbegründer der Deutschen Chemischen Gesellschaft. Das Magnus-Salz, die Magnus-Formel und der Magnus-Effekt wurden nach ihm benannt.
1871 Arthur Wehnelt wird in Rio de Janeiro/Brasilien geboren. Der Physiker, Professor und Direktor des Physikalischen Instituts in Berlin leistet wichtige Beiträge zur Elektrodynamik und treibt die Entwicklungen auf dem Gebiet der Elektronenemission entscheidend voran. Der Wehneltzylinder und die Wehnelt-Kathode tragen seinen Namen.
1879 Heinrich Wilhelm Dove stirbt in Berlin im Alter von 75 Jahren. Der Physiker und Meteorologe war Mitglied der Akademie der Wissenschaften, Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität sowie Gründer des Meteorologischen Instituts. Er gilt als Begründer der heutigen Wissenschaft der Meteorologie und der Wettervorhersage. Das Dovesche Gesetz wurde nach ihm benannt.
1941 Angelica Domröse wird in Berlin geboren. Die Schauspielerin wird durch ihre Rolle als Paula an der Seite von Winfried Glatzeder in dem DDR-Spielfilm "Die Legende von Paul und Paula" bekannt.

Helme Heine wird in Berlin geboren. Der Schriftsteller, Kinderbuchautor, Illustrator und Designer ist Verfasser von Hör- und Drehbüchern sowie satirischer Grafiken. Neben Skulpturen kreiert er Möbel, Theaterkostüme und Porzellan.
1968 Martin Luther King jr. wird auf dem Balkon des Lorraine Motels in Memphis/Tennessee im Alter von 39 Jahren von dem mehrfach vorbestraften Rassisten James Earl Ray erschossen. Auf Einladung von Willy Brandt besuchte der US-amerikanische Pastor und Bürgerrechtler 1964 Westberlin. Unangemeldet passierte er den innerstädtischen Grenzübergang Checkpoint Charlie und hielt Predigten in der Marien-und Sophienkirche in Ostberlin, wobei er zur Überwindung der "trennenden Mauern der Feindschaft" aufrief.
1970 Der wegen seiner Teilnahme an Kaufhaus-Brandstiftungen gesuchte Andreas Baader wird bei einer fingierten Verkehrskontrolle in Berlin verhaftet. Am 14. Mai gelingt ihm mit der Hilfe von Gesinnungsgenossen die Flucht. Die sogenannte Baader-Befreiung gilt als Geburtsstunde der RAF.
1986 Das nach einem Entwurf von Ludwig Engelhardt errichtete Marx-Engels-Forum wird nach einer neunjährigen Vorbereitungszeit eingeweiht. Die Denkmalanlage in Berlin-Mitte zwischen der Karl-Liebknecht-Straße und der Spree, nahe dem Roten Rathaus und dem Berliner Dom soll an die Theoretiker des Kommunismus, Karl Marx und Friedrich Engels, erinnern.
1991 Max Frisch stirbt in Zürich im Alter von 79 Jahren. Der Schriftsteller, Architekt und Ehrendoktor der Technischen Universität Berlin, der eine Zweitwohnung im Berliner Bezirk Friedenau besaß, wurde mit seinen Theaterstücken "Biedermann und die Brandstifter" oder "Andorra" sowie mit seinen Romanen "Stiller", "Homo faber" und "Mein Name sei Gantenbein" populär.
2001 Ingeborg Meyer-Rey stirbt im Alter von 80 Jahren. Die Illustratorin, Autorin und Pressezeichnerin gestaltete vor allem Bücher und Zeitschriften für Kinder. Für das Berliner Puppentheater kreierte sie einen Seidenvorhang.
2004 Die in Berlin geborene Schriftstellerin und Übersetzerin, Isabel Hamer, stirbt in Überlingen/Baden-Württemberg im Alter von 92 Jahren. Ihr größter Erfolg war der Roman "Perdita", der eine Millionenauflage erreichte. Außerdem übersetzte sie englische Belletristik.
2007 Das Regierungskabinett beschließt das überarbeitete Verbraucherinformationsgesetz, das Bundespräsident Horst Köhler noch vier Monate zuvor abgelehnt hatte. Die Neufassung stößt auf ein geteiltes Echo.

Der Bundesgerichtshof hält das Strafmaß von 15 Jahren Haft für eine wegen neunfachen Babymordes angeklagte 43-jährige Brandenburgerin aus Brieskow-Finkenheerd für zu hoch, da eine mögliche Verminderung der Schuldfähigkeit beim Urteil nicht berücksichtigt wurde.
2008 Max Goldstein stirbt in Stockholm im Alter von 83 Jahren. Der aus Berlin stammende Kostümbildner, der unter dem Pseudonym "Mago" bekannt war, emigrierte 1933 nach Schweden. Dort arbeitete er häufig mit Ingmar Bergman zusammen. Das jüdische Museum in Stockholm widmete ihm 2009 eine Ausstellung.
2009 Die NATO-Staaten einigen sich in Straßburg auf den dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen als neuen Generalsekretär. Er wird das Amt am 1. Oktober 2014 an den Norweger Jens Stoltenberg abgeben.
2011 In Berlin beginnen die Turn-Europameisterschaften. Bis zum 10. April treten 234 Sportler in der Max-Schmeling-Halle in Berlin-Pankow zum Wettbewerb an. Die erfolgreichste Nation ist am Ende Russland mit insgesamt acht Medaillen und drei Titeln. Die erfolgreichsten Athleten mit jeweils einer Gold- und einer Silbermedaille sind Philipp Boy (Deutschland), Flavius Koczi (Rumänien) und Epke Zonderland (Niederlande). Die erfolgreichsten Athletinnen mit jeweils zwei Goldmedaillen sind Anna Dementjewa (Russland) und Sandra Izbașa (Rumänien).
2012 Der in den Jahren 2009 bis 2012 errichtete, 390 Millionen Euro teure Boulevard Berlin im Berliner Ortsteil Steglitz wird eröffnet. Mit einer Verkaufsfläche von 76000 m² ist er das zweitgrößte Einkaufszentrum der Stadt.