Donnerstag, 7. Mai 2015

Kalenderblatt (7. Mai)

7. Mai

1757 Ludwig Matthias Nathanael Gottlieb von Brauchitsch wird in Breslau/Polen geboren. Der Generalleutnant sowie Chef der Land- und Grenzgendarmerie, Stadtkommandant und Gouverneur von Berlin erhält für sein Engagement während der Befreiungskriege (1813-1815) die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin.
1851 Der protestantische Theologe, Kirchenhistoriker und Wissenschaftsorganisator in Preußen, Adolf von Harnack, wird in Dorpat/Estland geboren. Er ist Ordinarius für Kirchengeschichte an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität und Mitglied der Königlich-Preußischen Akademie in Berlin. Außerdem ist er von 1911 bis 1930 Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, der heutigen Max-Planck-Gesellschaft.
1866 In der Straße Unter den Linden feuert Ferdinand Cohen-Blind mehrere Schüsse auf den preußischen Ministerpräsidenten, Otto von Bismarck, ab. Dieser wird nur leicht verletzt. Der Attentäter, der einen Tag später Selbstmord begeht, wollte mit diesem Anschlag den drohenden Bruderkrieg gegen Österreich verhindern.
1882 Ferdinand von Meerheimb stirbt in Berlin im Alter von 59 Jahren. Der Generalmajor und Militärbiograph war im März 1848 während der Straßenkämpfe in Berlin an der Niederschlagung der Revolution beteiligt. Außerdem nahm er an den Deutschen Einigungskriegen teil.
1904 Der Schriftsteller Peter Hille stirbt in Berlin im Alter von 49 Jahren an einem chronischen Lungenleiden.
1908 Der Berliner Zeichner, Maler und Grafiker, Egmont Schaefer, wird in Niederschöneweide geboren. Seine Zeichnungen, Aquarelle und Zeitungsillustrationen dokumentieren das Berliner Stadt- und Alltagsleben.
1921 Konrad Adenauer wird zum Präsidenten des Preußischen Staatsrates gewählt. Bis 1933 wird er dieses Amt ausüben.
1943 Der Orientalist und Indologe, Heinrich Lüders, stirbt in Badenweiler/Baden-Württemberg im Alter von 73 Jahren. 1909 wurde er Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, wo er mehr als dreißig Jahre den Lehrstuhl für altindische Sprache und Literatur innehatte.
1944 Der Französische Dom am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte wird bei einem Luftangriff zerstört. Zwischen 1981 und 1987 wird er wieder aufgebaut und am 9. August 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins eröffnet.
1945 Im Obersten Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte in Reims unterzeichnet Generaloberst Alfred Jodl, Chef des Wehrmachtführungsstabes, im Namen des deutschen Oberkommandos die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Die Kapitulation tritt am 8. Mai in Kraft. Am 9. Mai um 0:16 Uhr wird eine zweite Kapitulationserklärung im Hauptquartier der sowjetischen 5. Armee in Berlin-Karlshorst unterzeichnet.
1961 Der CDU-Politiker, Reichstagsabgeordnete, NS-Widerstandskämpfer, Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen und Ehrenbürger der Stadt Berlin, Jakob Kaiser, stirbt in Berlin im Alter von 73 Jahren.
1995 Die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin-Mitte wird nach umfangreichen Erneuerungsarbeiten und Sicherheitsmaßnahmen eröffnet. Die Stiftung "Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum", die sich für den Erhalt des im Krieg schwer beschädigten Gebäudes eingesetzt hatte, nutzt die Synagoge zur Pflege und Bewahrung der jüdischen Kultur, für Konzerte, Lesungen und Tagungen.
2007 Bundespräsident Horst Köhler lehnt die Gnadengesuche der ehemaligen RAF-Mitglieder Christian Klar und Birgit Hogefeld ab.

Die Umweltstiftung WWF mit Sitz in Berlin veröffentlicht eine Studie, nach der zehn der dreißig dreckigsten Kohlekraftwerke der EU in Deutschland stehen. Davon gehören vier dem Energiekonzern RWE.
2009 Als Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden, einigt sich die Große Koalition zwei Monate später auf eine Verschärfung des Waffenrechts. Spiele wie Paintball und Laserdrom werden verboten.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Kalenderblatt (6. Mai)

6. Mai

1782 Die Kalendermacherin und Astronomin Christine Kirch stirbt in Berlin im Alter von 85 Jahren.
1786 Ludwig Börne wird als Juda Löb Baruch im jüdischen Ghetto von Frankfurt/Main geboren. Der Journalist, Publizist sowie Literatur- und Theaterkritiker gilt als Begründer der Literaturkritik und des Feuilleton-Journalismus in Deutschland.
1792 Martin Ohm wird in Erlangen geboren. Der Mathematiker und Bruder des Physikers, Georg Simon Ohm, kommt 1821 nach Berlin und wird Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität. Die Ohmstraße in Berlin-Mitte trägt seinen Namen.
1859 Alexander von Humboldt stirbt in Berlin im Alter von 89 Jahren. Der Naturforscher, Wissenschaftler, Entdecker und Ehrenbürger der Stadt Berlin gilt als Mitbegründer der Geografie als empirische Wissenschaft.
1867 Hermann Schievelbein stirbt in Berlin im Alter von 49 Jahren. Der Bildhauer und Professor an der Berliner Akademie der Künste schuf u.a. die Statue "Athene unterrichtet den Jungen im Waffengebrauch" auf der Schlossbrücke in Berlin-Mitte.
1871 Christian Morgenstern wird in München geboren. Der Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker, Übersetzer und Verfasser der Galgenlieder lebt einige Jahre in Berlin.
1880 Ernst Ludwig Kirchner wird in Aschaffenburg/Bayern geboren. Der Maler und Grafiker, der zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus in Deutschland zählt, betreibt ein Studio in Berlin-Steglitz. Er ist Mitbegründer der Künstlergruppe "Brücke" und einer Malschule.
1925 Der Neurologe und Hirnforscher, Hugo Karl Liepmann, stirbt in Berlin im Alter von 62 Jahren. Sein Forschungsgebiet war die Apraxie, eine Störung bei hirngeschädigten Personen, trotz intakter motorischer Funktion zielgerichtete Handlungen oder Bewegungen auszuführen.
1941 Der in Berlin geborene jüdische Journalist, Verleger und Unternehmensgründer, Heinrich Simon, stirbt in Washington D.C. im Alter von 60 Jahren durch einen Mordanschlag. Die Hintergründe dieser Tat konnten nie geklärt werden.
1943 Andreas Baader wird in München geboren. Er ist Mitbegründer und eines der führenden Mitglieder der ersten Generation der linksextremistischen "Rote Armee Fraktion". Seine Befreiung aus der Haft durch Ulrike Meinhof am 14. Mai 1970 in Berlin gilt als Geburtsstunde der RAF.
1971 Helene Weigel stirbt in Berlin nur wenigeTage vor Vollendung ihres 71. Geburtstags. Die in Wien geborene Schauspielerin und Intendantin des Berliner Ensembles heiratete 1929 den Dramaturgen und Lyriker Berthold Brecht. Aus dieser Ehe stammen zwei Kinder.

Till Brönner wird in Viersen/Nordrhein-Westfalen geboren. Der Trompeter, Komponist, Sänger, Arrangeur und Musik-Produzent ist Mitglied der damaligen Berliner RIAS Big Band. 2010 und 2011 ist er Jurymitglied und Mentor in der Castingshow X Factor. Aus beiden Staffeln geht er mit seinen Kandidaten als Sieger hervor. Brönner hat einen Wohnsitz in Berlin-Charlottenburg.
1992 Marlene Dietrich stirbt in Paris im Alter von 90 Jahren. Die in Berlin geborene Schauspielerin, Sängerin und Berliner Ehrenbürgerin wurde 1930 international bekannt durch die Hauptrolle im Film "Der blaue Engel". Sie emigrierte in die USA und nahm 1939 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. 1978 beendete sie ihre Karriere mit dem Spielfilm "Schöner Gigolo, armer Gigolo". Beigesetzt wird Dietrich auf dem Städtischen Friedhof Berlin-Schöneberg.
1997 Mit dem ersten Spatenstich beginnen im Tiergarten-Dreieck die Bauarbeiten für die Nordischen Botschaften in Berlin. Auf einem gemeinsamen Areal entstehen die Gebäude für Dänemark, Island, Norwegen, Schweden und Finnland. Markant ist das 15 Meter hohe und rund 230 Meter lange türkisfarbene Kupferband, das aus ca. 4000 Lamellen besteht und die einzelnen Bauten umschließt, so dass nach außen hin der Eindruck entsteht, als handele es sich um ein einziges Bauwerk.
2006 Remigius Chmurzynski stirbt in Brühl im Alter von 88 Jahren. Der in Berlin geborene katholische Theologe, Dominikanermönch, Priester und Ehrendoktor erhielt 1967 für sein vielfältiges soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz.
2008 Die Gründungsfeier der Hall of Fame des Deutschen Sports findet in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler im Deutschen Historischen Museum in Berlin statt.
2010 Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors wird von Bundespräsident, Horst Köhler, eröffnet.
2012 Bei den "25 km von Berlin" (BIG 25 Berlin), einem Volks- und Straßenlauf, siegt der Kenianer Dennis Kipruto Kimetto und stellt dabei mit 1:11:18 einen Weltrekord auf.

Dienstag, 5. Mai 2015

Kalenderblatt (5. Mai)

5. Mai

1714 Christian Maximilian Spener stirbt in Berlin im Alter von 36 Jahren. Der Mediziner, Heraldiker, Genealoge, Hofmedicus und Professor ist der Begründer des Anatomischen Theaters zu Berlin. Außerdem ist er Mitglied der Königlich-Preußischen Sozietät der Wissenschaften sowie der Leopoldina und des Berliner Collegiums medicum. 1706 wurde Spener Oberheroldsrat und wenig später Hofpfalzgraf. Der Protorosaurus speneri, eine ausgestorbene Echse, wurde nach Spener benannt.
1798 Christian Friedrich Scherenberg wird in Stettin geboren. Der Dichter wird bekannt durch seine patriotischen Epen aus der Zeit der Befreiungskriege.
1808 David Gilly stirbt in Berlin im Alter von 60 Jahren. Er war Architekt, Stadt- und Regionalplaner, Baureformer, Lehrer, Ingenieur, Wasserbautechniker, Landbaumeister und Publizist.
1821 Napoleon Bonaparte stirbt in Longwood House auf St. Helena/Südatlantik im Alter von 51 Jahren. Der ehemalige Kaiser der Franzosen war der große Gegenspieler von König Friedrich Wilhelm III. Nach der vernichtenden Niederlage bei Jena und Auerstedt marschierte Napoleon durch das Brandenburger Tor und besetzte Berlin. Preußen musste hohe Entschädigungszahlungen leisten und verlor rund die Hälfte seines Territoriums. Am 18. Juni 1815 wird Napoleon in der Schlacht bei Waterloo vernichtend geschlagen und bis zu seinem Lebensende auf die Insel St. Helena verbannt.
1833 Ferdinand von Richthofen wird in Carlsruhe/Polen geboren. Der Geograph, Kartograph und Forschungsreisende ist der Begründer der modernen Geomorphologie.
1881 Adalbert Kuhn stirbt in Berlin im Alter von 68 Jahren. Der Indogermanist, Mythologe und Schuldirektor ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften sowie der Begründer der linguistischen Paläontologie und der vergleichenden Mythologie.
1886 Die erste Dampfstraßenbahn Berlins wird in Betrieb genommen. Sie startet am Zoologischen Garten und führt über den Kurfürstendamm nach Halensee.
1888 Als Anerkennung für seine Verdienste erhebt Kaiser Friedrich III den Industriellen Werner Siemens in den erblichen Adelsstand.
1892 August Wilhelm von Hofmann stirbt in Berlin im Alter von 74 Jahren. Der Chemiker war ein Pionier auf dem Gebiet der Erforschung und Entwicklung von Farbstoffen. 1867 wurde er Mitbegründer der Deutschen Chemischen Gesellschaft zu Berlin.
1940 Georg Graf von Arco stirbt in Berlin im Alter von 70 Jahren. Der Physiker und Elektroingenieur war Technischer Direktor und Geschäftsführer bei Telefunken. Er war sowohl an der Entwicklung leistungsstarker Sendeanlagen beteiligt als auch an der Erforschung und Entwicklung der Hochfrequenztechnik in Deutschland.
1962 Lucius D. Clay wird Ehrenbürger von Westberlin. Der General der US-Army und Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland, organisierte mit der Luftbrücke die größte zivile Hilfsaktion per Luft der Weltgeschichte. 300 Tage lang wurden die von den Sowjets von der Außenwelt abgeschnittenen Westberliner mit allen lebenswichtigen Gütern versorgt.
1977 Ludwig Erhard stirbt in Bonn im Alter von 80 Jahren. Der CDU-Politiker, Wirtschaftswissenschaftler, Wirtschaftsminister und Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gilt als Vater des deutschen Wirtschaftswunders.
1986 Käte Haack stirbt in Berlin im Alter von 88 Jahren. Die Berliner Staatsschauspielerin wird auf dem Friedhof Heerstraße beigesetzt.
1989 Der Kabarettist, Schauspieler und Drehbuchautor, Wolfgang Neuss, stirbt in Berlin im Alter von 65 Jahren. In den fünfziger und sechziger Jahren erreichte er den Höhepunkt seiner Karriere, danach begann sein Stern zu sinken. Der einst erfolgsverwöhnte, hochbezahlte und mit Preisen überhäufte Neuss verfiel den Drogen und lebte zuletzt von 265 Mark Sozialhilfe.
1990 Walter Bruch stirbt in Hannover im Alter von 82 Jahren. Der Elektrotechniker und Fernsehpionier, der ab 1935 bei Telefunken in Berlin arbeitete, entwickelte u.a. das PAL-Farbfernsehsystem.
1996 Die geplante Fusion der Bundesländer Berlin und Brandenburg scheitert. Während sich eine knappe Mehrheit der Berliner für eine Fusion ausspricht, entscheidet sich die Mehrheit der Brandenburger dagegen.
2001 Wolfgang Perschmann stirbt in Kluse-Steinbild/Niedersachsen im Alter von 89 Jahren. Der in Berlin geborene Chorleiter, Organist, Dirigent, Autor und Dozent arbeitete u.a. sechs Jahre an der Komischen Oper Berlin.
2009 Das EU-Parlament verabschiedet eine Verordnung zum Einfuhr- und Handelsverbot mit Robbenprodukten. Die Verordnung tritt ab 2010 in der Europäischen Union in Kraft.

Das Bundesverfassungsgericht erklärt die gesetzliche Beschränkung auf "Ehedoppelnamen" mit dem Grundgesetz vereinbar und weist damit die Klage eines Ehepaares ab, das an den Doppelnamen des Ehemannes den Namen der Ehefrau anhängen wollte.

Montag, 4. Mai 2015

Kalenderblatt (4. Mai)

4. Mai

1829 Der aus Berlin stammende Archäologe, Germanist und Volkskundler, Johann Gustav Gottlieb Büsching, stirbt in Breslau/Polen im Alter von 45 Jahren.
1836 Der Chorleiter Friedrich Hansmann stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren. Er war Direktor der Italienischen Oper zu Berlin und Organist der Cöllner Petrikirche. 1804 gründete er ein Gesanginstitut, das er über 30 Jahre lang leitete. Den Erlös der Aufführungen stiftete er sozialen Einrichtungen. Am 28. Oktober 1829 wurde Hansmann zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt.
1880 Der Architekt und Stadtplaner, Bruno Taut, wird in Königsberg geboren. Der Vertreter der Moderne ist Professor für Siedlungs- und Wohnungswesen an der Technischen Hochschule Berlin und Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Da Taut nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten keine berufliche Zukunft mehr in Deutschland sieht, emigriert er in die Türkei, wo er 1938 stirbt.
1919 Der Chemiker Max Delbrück stirbt in Berlin im Alter von 68 Jahren. Er gründete die Berliner Versuchs- und Lehranstalt für Brennereiwesen und war ab 1899 Professor an der Landwirtschaftlichen Hochschule.
1921 Alfred Hermann Fried stirbt in Wien im Alter von 56 Jahren. Der Pazifist, Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger ist der Gründer der Zeitschrift "Die Waffen nieder!" und Mitbegründer der Deutschen Friedensgesellschaft.
1938 Der Pazifist, Journalist, Schriftsteller, Publizist und Friedensnobelpreisträger, Carl von Ossietzky, stirbt im Berliner Krankenhaus Nordend im Alter von 48 Jahren an den Spätfolgen der unmenschlichen Haftbedingungen, denen er während seiner Zeit im KZ ausgesetzt war.
1975 Horst Strempel stirbt in Berlin im Alter von 70 Jahren. Der Maler und Grafiker war u.a. auch als Tapeten- und Stoffdesigner sowie als Zeichenlehrer tätig.
1990 Der Journalist, Historiker und Diplomat, Shepard Stone, stirbt in Vermont/USA im Alter von 82 Jahren. 1983 wurde er Ehrenbürger der Stadt Berlin, weil er sich in besonderer Weise um die deutsch-amerikanische Freundschaft und die Förderung von Kunst und Wissenschaft in Berlin verdient gemacht hatte. Er war Direktor des "International Affair Program" der Ford Foundation und des von ihm gegründeten "Aspen-Institute Berlin".
2001 Rudi Strahl stirbt in Berlin im Alter von 69 Jahren. Der Dramatiker, Erzähler und Lyriker schrieb zahlreiche Drehbücher für Kinofilme und Fernsehspiele. Seine Werke wurden in 26 Sprachen übersetzt.
2011 Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erklärt die Regelungen zur Sicherungsverwahrung von Straftätern für verfassungswidrig und folgt damit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

Sonntag, 3. Mai 2015

Kalenderblatt (3. Mai)

3. Mai

1761 Der Dramatiker, Schriftsteller und Verleger, August von Kotzebue, wird in Weimar/Thüringen geboren. Seine Ermordung im Jahr 1819 dient als Vorwand für die Karlsbader Beschlüsse, die zur Überwachung und Bekämpfung liberaler und nationaler Tendenzen in Deutschland führen.
1849 Bernhard von Bülow wird in Klein Flottbek (Hamburg) geboren. Der Politiker ist unter Kaiser Wilhelm II Außenminister und von Oktober 1900 bis Juli 1909 Kanzler des Deutschen Reichs.
1885 Max Volmer wird in Hilden/Nordrhein-Westfalen geboren. Der Chemiker ist Professor an der Technischen Universität Charlottenburg und Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Präsident der Deutschen Akademie der Wissenschaften, der späteren Akademie der Wissenschaften der DDR.
1888 Der Pionier des deutschen Rundfunks, Alfred Braun, wird in Berlin geboren. Er ist Rundfunkreporter, Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor. Von 1954 bis 1957 ist er Intendant des SFB (Sender Freies Berlin).
1907 Hermann Tietz stirbt in Berlin im Alter von 70 Jahren. Der Kaufmann sowie Geld- und Namensgeber der Warenhauskette "Hertie" wird in einem Ehrengrab der Stadt Berlin auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee beigesetzt.
1911 Rudolf Weckerling wird in Wiesbaden geboren. Der evangelische Geistliche ist während der NS-Zeit Mitglied der Bekennenden Kirche. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagiert er sich sowohl in der Friedensarbeit und der Ökumene als auch im jüdisch-christlichen Dialog.
1939 Paul Krusch stirbt in Berlin im Alter von 70 Jahren.. Der Geologe war u.a. Professor für Lagerstättenkunde an der Bergakademie Berlin und Präsident der Preußischen Geologischen Landesanstalt.
1973 Raymond Michael ("Rea") Garvey wird in Tralee/Irland geboren. Der Sänger, Gitarrist und Songwriter mit Wohnsitz in Berlin ist Frontmann der Band "Reamonn" und Jury-Mitglied mehrerer Castingshows. Für sein soziales Engagement erhält er 2010 einen "Ehrenecho".
1998 Mit der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft findet auf der 1921 in Betrieb genommenen AVUS (Automobil-Verkehrs- und Übungs-Straße) in Berlin-Wilmersdorf zum letzten Mal ein Autorennen statt. Die neunzehn Kilometer lange Rennstrecke war die erste Straße Europas, die ausschließlich dem Autoverkehr vorbehalten war. 1940 wird sie an den Berliner Ring angeschlossen und Teil des öffentlichen Straßenverkehrs.
2005 Jürgen Räuschel stirbt in Berlin im Alter von 69. Der Wirtschaftsjournalist, Verleger und Globalisierungskritiker war engagiert in der Ökologiebewegung. Nach seiner Tätigkeit beim Verbrauchermagazin "DM" gründete er die Zeitschrift "Ökotest". Sein letztes, aber wenig erfolgreiches Projekt, war die "Berliner Korrespondenz".
2008 Gerhart Hass stirbt im Alter von 77 Jahren. Der marxistische Historiker arbeitete ab 1974 als Professor an der Akademie der Wissenschaften der DDR.
2010 Der in Berlin geborene Ingenieur, Guenter F. Wendt, stirbt auf Merritt Island/Florida im Alter von 85 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. 1949 emigrierte er in die USA und arbeitete später u.a. für die NASA. Außerdem fungierte er als Berater bei vielen TV- und Film-Produktionen.
2011 Nach Abschluss der Verhandlungen mit Vertretern der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds wird dem hoch verschuldeten Portugal ein Hilfspaket in Höhe von bis zu 78 Milliarden Euro zugesagt.

Samstag, 2. Mai 2015

Kalenderblatt (2. Mai)

2. Mai

1289 Die Berliner Tuchmacher-Innung wird gegründet. Sie gehört zu den vier Handwerkerinnungen, den sogenannten Viergewerken, zu denen auch die Bäcker, Fleischer und Schuhmacher zählen.
1802 Der Physiker, Chemiker und Forscher, Heinrich Gustav Magnus, wird in Berlin geboren. Nach ihm benannt werden das Magnus-Salz, die Magnus-Formel und der Magnus-Effekt. Er ist Professor und Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Magnus gründet die Humboldt-Stiftung und stellt deren Finanzierung sicher.
1803 Der evangelische Theologe und Autor, Carl Büchsel, wird in Schönfeld/Brandenburg geboren. Er ist Pfarrer der St. Matthäuskirche, Konsistorialrat und Generalsuperintendent des Bereichs Neumark und Niederlausitz. Ab 1858 leitet er das St.-Elisabeth-Kranken- und Diakonissen-Mutterhaus in Berlin und die Goßnersche Missionsgesellschaft.

Friedrich Gedike stirbt in Berlin im Alter von 49 Jahren. Der Pädagoge und Bildungspolitiker war ein Repräsentant der Berliner Aufklärung und gilt als Wegbereiter der preußischen Bildungsreform.
1864 Giacomo Meyerbeer stirbt in Paris im Alter von 72 Jahren. Der Pianist, Komponist, Dirigent und Mäzen war u.a. Generalmusikdirektor der Königlichen Oper zu Berlin und Mitglied der Berliner Sing-Akademie. Bestattet wird er auf dem jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee in Berlin. Der größte Teil seines schriftlichen Nachlasses befindet sich in der Musikabteilung der Berliner Staatsbibliothek.
1883 Otto Weidt wird in Rostock geboren. Ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben rettet der Besitzer einer Berliner Blindenwerkstatt während des Holocausts mehrere Juden vor Deportation und Ermordung. Hierfür verleiht ihm der Staat Israel posthum den Titel "Gerechter unter den Völkern".
1886 Der Arzt, Lyriker und Essayist, Gottfried Benn, wird in Mansfeld/Brandenburg geboren. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter der Moderne. 1951 erhält er den Georg-Büchner-Preis.
1887 Der Opernsänger, Intendant und Schauspieler, Michael Bohnen, wird in Köln geboren. Er arbeitet an der Berliner Hofoper und ist von 1945 bis 1947 Intendant der Deutschen Oper in Berlin.
1892 Der Jagdflieger Manfred von Richthofen, "Der Rote Baron", wird in Breslau/Polen geboren.
1898 Mehrere namhafte Maler und Bildhauer - darunter Walter Leistikow, Max Liebermann, Lovis Corinth, Lesser Ury, Max Slevogt, Käthe Kollwitz, Heinrich Zille und Hans Baluschek - gründen die Künstlervereinigung "Berliner Secession", um den modernen Strömungen in der deutschen Kunstszene eine Plattform zu bieten.

William Lewis Hertslet stirbt in Berlin im Alter von 58 Jahren. Der Bankier und Schriftsteller ist der Autor des Buches "Der Treppenwitz der Weltgeschichte".
1912 Der Zeitungsverleger und Verlagsgründer, Axel Springer, wird in Altona bei Hamburg geboren. 1966 eröffnet er in Berlin-Kreuzberg, nahe der Berliner Mauer, sein Verlags-Hochhaus. Er gehört zu den umstrittensten Persönlichkeiten seiner Zeit.
1934 Manfred Durniok wird in Berlin geboren. Der Filmproduzent, Regisseur und Ehrenbürger der Stadt Peking ist Jury-Mitglied der Berlinale 1970. Für den Spielfilm "Malatesta" erhält er den Deutschen Filmpreis in Gold und für "Oberst Redl" den British Academy Film Award.
1944 Der Journalist, Schriftsteller und Liedtexter, Erich Knauf, wird in Brandenburg an der Havel wegen seiner regimekritischen Haltung hingerichtet. Er wurde 49 Jahre alt.
1945 Die Schlacht um Berlin, die am 16. April begann, geht zu Ende. Sie kostet rund 170.000 Soldaten und mehreren Zehntausenden Zivilisten das Leben. Rund 500000 Soldaten werden verwundet.

Martin Bormann, Leiter der Parteikanzlei der NSDAP und einer der Trauzeugen Hitlers, begeht gemeinsam mit Hitlers Leibarzt, Ludwig Stumpfegger, Selbstmord. Da sein Schicksal zunächst ungeklärt ist, wird er bei den Nürnberger Prozessen in Abwesenheit angeklagt und zum Tode verurteilt.
1975 Nikolai Bersarin, Marschall der Roten Armee und erster Stadtkommandant von Berlin, erhält anlässlich des 30. Jahrestages des Endes der Schlacht um Berlin posthum die Ehrenbürgerwürde von Ostberlin wegen seines vielfältigen Engagements für das Wohlergehen der Berliner Bevölkerung und die Instandsetzung der zerstörten Infrastruktur. Als 1992 die Ost- und Westberliner Ehrenbürgerlisten aufeinander abgestimmt werden, wird Bersarin zunächst nicht übernommen. Diese Entscheidung wird später jedoch revidiert.
1977 Der SPD-Politiker, Klaus Schütz, legt sein Amt als Oberbürgermeister von Berlin nieder. Sein Nachfolger ist Dietrich Stobbe, ebenfalls SPD.
1984 Marie-Luise Schramm wird in Berlin geboren. Die Schauspielerin und Synchronsprecherin erhält u.a. 2002 den Max-Ophüls-Preis.
1997 Johannes Tobei stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Der katholische Theologe war Leiter des Caritasverbandes, Pfarrer von St. Bonifatius in Berlin-Kreuzberg und von 1975 bis 1992 Generalvikar des Bistums Berlin.
2001 Gerhard Schröder bezieht mit seinen Mitarbeitern das nach vierjähriger Bauzeit errichtete Bundeskanzleramt. Die Baukosten belaufen sich auf 465 Millionen Mark.

Freitag, 1. Mai 2015

Kalenderblatt (1. Mai)

1. Mai

1747 Nach nur zwei Jahren Bauzeit wird das Schloss Sanssouci in Potsdam eingeweiht. Es ist die Sommerresidenz von Friedrich II. Legendär sind die geselligen Tafelrunden, zu denen Damen keinen Zutritt haben. Dies gilt auch für seine Ehefrau Elisabeth Christine, die im Schloss Schönhausen bei Berlin lebt und die Sanssouci nie betreten wird.
1780 Philipp Konrad Marheineke wird in Hildesheim geboren. Er ist ein protestantischer Theologe, Prediger und Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin.
1826 Moritz Manheimer wird in Gommern/Sachsen-Anhalt geboren. Der Kaufmann, Unternehmer, Bankier und Philanthrop kümmert sich um Notleidende und gründet über 40 Projekte, die er nicht nur finanziert sondern auch selbst betreut.
1857 Der Architekt, Kunsthandwerker und Maler, Alfred Julian Balcke, wird in Berlin geboren.
1859 Der Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, der die Flüsse Spree und Havel miteinander verbindet, wird eröffnet. Er ist 12,1 Kilometer lang und wurde nach den Plänen von Peter Joseph Lenné angelegt.
1892 Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld wird in Königsberg geboren. Der Flugpionier, Schriftsteller und Dichter wird bekannt durch den ersten gelungenen Transatlantikflug und seinen Ostasienflug.
1899 Paul Linckes Operette "Frau Luna" wird im Apollo-Theater in der Friedrichstraße in Berlin-Kreuzberg, uraufgeführt.
1916 Karl Liebknecht organisiert eine Antikriegsdemonstration auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Vehement widersetzt er sich der Bewilligung weiterer Kriegskredite. Wegen seiner Forderung "Nieder mit dem Krieg! Nieder mit der Regierung!" wird er wegen Hochverrats zu vier Jahren und einem Monat Zuchthaus verurteilt, aber auf Grund einer Amnestie vorzeitig aus der Haft entlassen.
1929 Die Tage vom 1. bis zum 3. Mai gehen als Mai-Unruhen oder auch als "Blutmai" in die Geschichte Berlins ein. Als sich trotz eines Demonstrationsverbotes kommunistische Arbeiter in den Berliner Bezirken Mitte, Neukölln und Wedding zu Protesten zusammenfinden, reagiert die Polizei mit unverhältnismäßiger Härte. Die traurige Bilanz: mindestens 32 Tote und unzählige Verletzte.
1933 Der 1. Mai wird in Deutschland gesetzlicher Feiertag. 1946 bestätigt der alliierte Kontrollrat den 1. Mai zwar als Feiertag, aber die amerikanische Militärverwaltung duldet bei den Umzügen weder Fahnen noch Transparente.
1945 Am Abend werden die sechs Kinder von Joseph und Magda Goebbels (fünf Töchter und ein Sohn im Alter zwischen 4 und 12 Jahren) im Führerbunker getötet. Danach begeht das Ehepaar Selbstmord.
1963 Das nach dem Entwurf des Berliner Architekten, Fritz Bornemann, entworfene "Theater der Freien Volksbühne" wird eröffnet. Seit April 2001 ist das Theater unter dem Namen "Haus der Berliner Festspiele" bekannt.
1991 Der in Berlin geborene Schrifsteller, Harry Kampling, stirbt im Alter von 60 Jahren. 1994 wurde der PDS-Politiker in den Sächsischen Landtag gewählt.
2014 Der Sportler, Unternehmer und Sportfunktionär, Manfred Freiherr von Richthofen, stirbt in Berlin im Alter von 80 Jahren. Er war Direktor des Landessportbundes Berlin und Mitglied des deutschen Nationalen Olympischen Komitees (NOK) sowie Präsident des Deutschen Sportbundes.