Freitag, 17. April 2015

Kalenderblatt (17. April)

17. April

1874 Eugen von Puttkamer stirbt in Lübben/Brandenburg im Alter von 73 Jahren. Der Jurist und konservative Politiker wurde 1839 Polizeipräsident. Als ihm am 27. Juli 1847 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen wurde, kam es auf der Straße zu lautstarken Protesten aufgebrachter Bürger.
1942 Hermann Schröder stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren. Der Zahnmediziner war außerordentlicher Professor für Zahnärztliche Prothetik und Leiter der prothetischen Abteilung am Zahnärztlichen Institut der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Er entwickelte zahlreiche Techniken und Geräte der Kieferchirurgie. Das Schröderband, die Schrödersche Elfenbeinschrauben und die Schrödersche Lüftung sind nach ihm benannt.
1947 Der SPD-Politiker Otto Ostrowski, seit dem 5. Dezember 1946 Oberbürgermeister von Berlin, tritt nach einem Misstrauensantrag gegen ihn von seinem Amt zurück. Sein Nachfolger soll Ernst Reuter werden, was aber am Veto der Sowjets scheitert. Louise Schroeder wird darauhin Oberbürgermeisterin der Stadt und ist damit die erste Frau Berlins, die dieses Amt innehat.
2003 Heinz Steinberg stirbt in Berlin im Alter von 90 Jahren. Der Pädagoge, Bibliothekar und Direktor der Amerika-Gedenkbibliothek wurde bekannt durch seine Publikationen über Berlin und seine kulturpolitischen Kommentare.

Die Theater,- Film- und Fernsehschauspielerin, Hilde Sessak, stirbt in Berlin im Alter von 87 Jahren.
2006 Gino Hahnemann stirbt in Berlin im Alter von 59 Jahren. Der Publizist, Architekt, Bühnenbildner, Aktionskünstler und Fotograf wird auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte beerdigt.
2013 Das Bundeskabinett beschließt eine Rentenerhöhung zum 1. Juli 2013 um 3,29 Prozent. Allerdings gilt dies nur für die Ost-Rentner, das Altersgeld der West-Rentner wird lediglich um 0,25 Prozent angehoben.

In der Poststelle des Roten Rathauses in Berlin-Mitte entdecken Sicherheitsbeamte ein an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit adressiertes Päckchen mit Buttersäure.

Donnerstag, 16. April 2015

Kalenderblatt (16. April)

16. April

1719 Der preußische Diplomat und Staatsminister, Otto Christoph Graf von Podewils, wird in Kolberg/Polen geboren.
1780 Johann August Rühle von Lilienstern wird in Berlin geboren. Der preußische Generalleutnant, Direktor der Allgemeinen Kriegsschule und Generalinspektor für das Militärerziehungs- und Bildungswesen sowie Präses der Obermilitär-Examinationskommission macht auch als Schriftsteller und Kartograph auf sich aufmerksam. Außerdem unterstützt er seinen Freund Heinrich von Kleist bei der Finanzierung der Literaturzeitschrift "Phöbus".
1811 Wilhelmine Reichard unternimmt als erste Frau Deutschlands einen Alleinflug in einem Heißluftballon. Sie startet in Berlin und landet im rund 30 Kilometer entfernten Genshagen in Brandenburg.
1823 Gotthold Eisenstein wird in Berlin geboren. Der Mathematiker ist Privatdozent an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität und Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften. Das Eisensteinkriterium, die Eisensteinzahlen sowie die Eisensteinreihen und die Eisensteinfunktionen sind nach ihm benannt.
1850 Der Geheime Hofrat Johann David Heegewaldt stirbt in Berlin im Alter von 76 Jahren. Für seine Verdienste, die er sich in seiner Funktion als Rechnungsführer der Armendirektion bei der Armenverwaltung und der Fürsorge erworben hatte, erhielt er 1844 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin.
1851 Friedrich Wilhelm Langerhans stirbt in Berlin im Alter von 70 Jahren. Der Architekt wurde im September 1805 von König Friedrich Wilhelm III zum erstem hauptamtlichen Stadtbaurat Berlins ernannt. U.a. war er mit der Sanierung der Nikolaikirche und der Marienkirche in Belrin-Mitte betraut.
1871 Der am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Schloss Versailles zum deutschen Kaiser ausgerufene Wilhelm I setzt die Verfassungsurkunde für das deutsche Reich in Kraft. Damit wird Berlin Reichshauptstadt.
1886 Ernst Thälmann wird in Hamburg geboren. Der Reichstagsabgeordnete und Arbeiterführer ist Parteivorsitzender der KPD sowie Vorsitzender des paramilitärischen Rotfrontkämpferbundes (RFB).
1921 Sir Peter Ustinov wird in London geboren. Der britische Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur arbeitet einige Jahre als Korrespondent in Berlin und tritt hin und wieder an Berliner Theatern auf. 1972 wird er anlässlich der Berliner Filmfestspiele mit einem Silbernen Bären geehrt.

Wolfgang Leonhard wird als Wladimir Leonhard in Wien geboren. Der Historiker ist Mitglied der Gruppe Ulbricht und des PEN-Zentrums Deutschland. Bekannt wird er durch seinen Bestseller "Die Revolution entlässt ihre Kinder".
1927 Rolf Schult wird in Berlin geboren. Der Schauspieler ist ein gefragter Synchronsprecher, der seine Stimme u.a. Robert Redford, Anthony Hopkins und Patrick Stewart leiht. 1970 wird er zum Berliner Staatsschauspieler ernannt.
1928 Der russische Sozialist, Gründer der Gruppe "Befreiung der Arbeiter" und Widersacher Lenins, Pawel Borissowitsch Axelrod, stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren.
1945 Die Schlacht um Berlin beginnt. Sie wird rund 170.000 Soldaten und mehreren Zehntausenden Zivilisten das Leben kosten. Rund 500000 Soldaten werden verwundet.
1960 Der ehemalige Fußballspieler und heutige Fußballtrainer, Pierre Littbarski, wird in Berlin geboren. Von 1981 bis 1990 spielt er in der deutschen Nationalmannschaft.
1978 Lucius D. Clay stirbt in Chatham/Massachusetts im Alter von 79 Jahren. Der General der US Army war von 1947 bis 1949 Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland und der Vater der Berliner Luftbrücke. Am 5. Mai 1962 wird er anlässlich seines Abschieds als Sondergesandter in Berlin mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin ausgezeichnet.
2004 Bernd Juds stirbt in Berlin im Alter von 64 Jahren. Der Journalist, Publizist und Schriftsteller gründete die Mozartgesellschaft Berlin-Brandenburg und war Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller.
2006 Kurt Mühlenhaupt stirbt in Bergsdorf/Brandenburg im Alter von 85 Jahrn. Der Maler, Bildhauer und Schriftsteller, der als Kreuzberger Milieu-Maler bekannt wurde, gehörte zu den "Berliner Malerpoeten", einer 1972 gegründeten Künstlergruppe von 13 malenden Schriftstellern.
2013 Die Berliner Staatsanwaltschaft erhebt wegen der tödlichen Prügelattacke gegen Jonny K. am 14. Oktober 2012 auf dem Berliner Alexanderplatz, Mordanklage gegen den sechsten Tatverdächtigen Onur Urkal.

Mittwoch, 15. April 2015

Kalenderblatt (15. April)

15. April

1707 Leonhard Euler wird in Basel geboren. Der Schweizer, der zu den bedeutendsten Mathematikern zählt, wird 1741 von Friedrich dem Großen an die Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften berufen. Ingesamt wohnt er 25 Jahre in Berlin.
1804 Otto Friedrich Gruppe wird in Danzig/Polen geboren. Der Philosoph, Altphilologe und Publizist ist Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und ab 1863 Sekretär an der königlichen Akademie der bildenden Künste.
1822 Ernst Ludwig Heim wird zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt. Der Arzt, der zu den Berliner Originalen zählt, führt in Berlin die Pockenschutzimpfung ein. Außerdem ist er auch als Armenarzt bekannt, der Bedürftige kostenlos behandelt und oftmals auch die Arzneikosten für sie übernimmt.
1855 Der Reklamekönig Ernst Litfaß, lässt in der Münzstraße in Berlin-Mitte seine erste Reklamesäule aufstellen.
1859 Hugo Heimann wird in Konitz/Polen geboren. Der Verleger, SPD-Politiker, Ehrenbürger und Mäzen schenkt der Stadt Berlin 1919 eine Bibliothek sowie eine Lesehalle. Die Ehrenbürgerwürde wird ihm wegen seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten aberkannt, aber im Jahr 1947 erneut verliehen.
1874 Johannes Stark wird in Freihung /Bayern geboren. Der Physiker und Nobelpreisträger ist Präsident der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Berlin. Der überzeugte Nationalsozialist wird 1947 als Kriegsverbrecher eingestuft, in einer Berufungsverhandlung aber lediglich als Mitläufer zu einer Geldstrafe verurteilt.
1877 Arthur Werner wird in Berlin geboren. Er ist der erste Berliner Oberbürgermeister nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Allerdings hat er dieses Amt nur wenige Monate inne.

Georg Kolbe wird in Waldheim/Sachsen geboren. Der Bildhauer, der ab 1904 in Berlin wohnt, ist Mitglied der Berliner Secession und der Preußischen Akademie der Künste. Nach ihm benannt ist der Georg-Kolbe-Preis.
1920 Richard von Weizsäcker wird in Stuttgart geboren. Der CDU-Politiker ist von 1981 bis 1984 Regierender Bürgermeister von Berlin und von 1984 bis 1994 der sechste Präsident der Bundesrepublik Deutschland.
1960 Susanne Bier wird in Kopenhagen geboren. Die dänische Regisseurin erhält 2011 für das Familiendrama "In einer besseren Welt" den Oscar sowie den Golden Globe Award. 2013 ist sie Mitglied der Wettbewerbsjury der 63. Internationalen Filmfestspiele von Berlin.
2003 Ernst-Randolf Lochmann stirbt in Bonn im Alter von 71 Jahren. Der Wissenschaftler und Professor an der Freien Universität Berlin war Gründungsmitglied der Partei Die Grünen.
2004 Karin Eickelbaum stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren an einem Krebsleiden. Die Schauspielerin und Synchronsprecherin wurde bundesweit bekannt durch ihre Rolle der geschiedenen Ehefrau des Tatort-Kommissars Heinz Haferkamp (Hansjörg Felmy).
2009 Die Eisbären Berlin gewinnen durch einen Sieg gegen die Düsseldorfer DEG Metro Stars zum vierten Mal innerhalb von fünf Jahren die Deutsche Eishockey-Meisterschaft.
2010 Herbert Josef Kaufmann stirbt in Berlin im Alter von 85 Jahren. Der Radiologe und Professor an der Freien Universität Berlin gehörte zu den Gründungsmitgliedern der European Society of Paediatric Radiology (ESPR) sowie der Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie (GPR).

Dienstag, 14. April 2015

Kalenderblatt (14. April)

14. April

1826 Der Unternehmer Alexander Gentz wird in Neuruppin geboren. Er verfasst Manuskripte für Fontanes "Wanderungen durch die Mark Brandenburg".
1868 Peter Behrens wird in Hamburg geboren. Der Architekt, Maler, Grafiker und Direktor an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin ist ein Pionier des Industriedesigns. Er errichtet das Alexander- und Berolinahaus am Berliner Alexanderplatz.
1882 Moritz Schlick wird in Berlin geboren. Der Physiker, Philosoph und Professor ist der Begründer des "Wiener Kreises" und des "Logischen Empirismus".
1927 Bruno Schottstädt wird in Dierberg/Brandenburg geboren. Der evangelische Pfarrer ist der Begründer der Gossner-Mission in der DDR.
1928 Julius Hirschwald stirbt im Alter von 83 Jahren während einer Reise von Teneriffa nach Berlin. Der Kristallograph, Mineraloge und Petrograf war Professor an der Berliner Gewerbeakademie und Mitbegründer der Technischen Hochschule Berlin sowie des Instituts für Mineralogie und Geologie.
1931 Arthur Scholtz (DVP), der als Vertretung für Gustav Böß amtierender Oberbürgermeister von Berlin war, übergibt die Amtsgeschäfte an Heinrich Sahm. Dieser wird viereinhalb Jahre lang die Geschicke der Stadt lenken.
1937 Der Maler, Zeichner und Grafiker, Peter Sorge, wird in Berlin geboren.
1943 Mathilde Jacob stirbt im KZ Theresienstadt im Alter von 70 Jahren. Die Übersetzerin und Sekretärin war eine enge Vertraute von Rosa Luxemburg und Paul Levi.
1953 Der erste Teilabschnitt des Lagers Marienfelde, bestehend aus zunächst zehn Wohnblocks für etwa 2.000 Flüchtlinge, wird eingeweiht. In Betrieb genommen wird die Notaufnahmestelle für DDR-Flüchtlinge im August desselben Jahres.
1990 Günther Krupkat stirbt in Berlin im Alter von 84 Jahren. Der Science-Fiction-Autor war Vorsitzender des Schriftstellerverbandes der DDR und des von ihm gegründeten Arbeitskreises Utopische Literatur.

Der Schriftsteller Martin Kessel stirbt in Berlin an seinem 89. Geburtstag. Er war u.a. Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und der Berliner Akademie der Künste.
1994 Der 1921 in Berlin geborene Schriftsteller und Journalist, Bernt Engelmann, stirbt in München im Alter von 73 Jahren. Er war ein Urenkel des Berliner Verlegers Leopold Ullstein.
1995 Der Berliner Zoo erhält für seinen Pandabären Bao Bao eine neue Gefährtin - die zehnjährige Yan Yan ("Die Schöne"). Sie ist eine Leihgabe der chinesischen Regierung und soll für Nachwuchs sorgen.
1997 Gerda Christian stirbt in Düsseldorf im Alter von 83 Jahren. Sie war eine der vier Sekretärinnen von Adolf Hitler und die einzige, die bis zuletzt im Führerbunker unter der Reichskanzlei in Berlin ausharrte.
2002 Der in Berlin geborene Jurist und Buchautor, Sir Michael Robert Emanuel Kerr PC, stirbt in London im Alter von 81 Jahren. In seinen Werken verarbeitete er seine Kindheitserlebnisse. Auch seine Schwester, die Schriftstellerin, Judith Kerr, berichtete in ihren Büchern über die Geschichte ihrer jüdischen Familie.
2009 Holger Schück stirbt in Berlin im Alter von 58 Jahren. Der Sportjournalist, Buchautor und PR-Berater arbeitete u.a. für den Pressedienst des Deutschen Sportbundes und für den Deutschen Olympischen Sportbund. Außerdem war er für Hörfunk und Fernsehen tätig.
2015 Klaus Bednarz stirbt in Schwerin im Alter von 72 Jahren. Der in Falkensee bei Berlin geborene Fernsehjournalist und WDR-Redakteur wurde bekannt als Auslandskorrespondent der ARD und als Moderator sowie Redaktionsleiter des Politmagazins "Monitor".

Montag, 13. April 2015

Kalenderblatt (13. April)

13. April

1799 Ludwig Rellstab wird in Berlin geboren. Der Journalist, Musikkritiker und Dichter verfasst historische Romane, Novellen, Dramen und Reiseschilderungen. Mehrere seiner Gedichte werden von Franz Schubert vertont.
1854 Richard Aßmann wird in Magdeburg/Sachsen-Anhalt geboren. Der Meteorologe und Mitbegründer der Aerologie entwickelt das nach ihm benannte Aspirationspsychrometer. Er arbeitet am Königlichen Meteorologischen Institut Berlin und ist Mitglied des Berliner Vereins zur Förderung der Luftschiffahrt sowie Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina.
1858 Der aus Berlin stammende Architekturmaler, Carl Hasenpflug, stirbt in Halberstadt/Sachsen-Anhalt im Alter von 55 Jahren.
1870 Der Schauspieler, Schriftsteller und Schauspiellehrer, Ferdinand Gregori, wird in Leipzig geboren.
1881 Der Jurist, Journalist, SPD-Politiker und NS-Widerstandskämpfer, Ernst Heilmann, wird in Berlin geboren.
1894 Philipp Spitta stirbt in Berlin im Alter von 52 Jahren. Der Musikwissenschaftler und Bachbiograph war Lehrer an der akademischen Hochschule für Musik und Professor an der Friedrich-Wilhelm-Universität zu Berlin. Außerdem war er Mitbegründer des Leipziger Bachvereins.
1915 Stephan Hermlin wird als Rudolf Leder in Chemnitz/Sachsen geboren. Der Schriftsteller und Übersetzer ist Mitglied des Schriftstellerverbandes der DDR, der Akademie der Künste der DDR und ab 1976 auch der Akademie der Künste in Westberlin.
1956 Emil Nolde stirbt in Seebüll/Schleswig Holstein im Alter von 88 Jahren. Der Maler des Expressionismus war Mitglied der Künstlergruppe "Brücke" und der Berliner Secession.
1964 Veit Harlan stirbt auf Capri/Italien im Alter von 64 Jahren an einer Lungenentzündung. Der in Berlin geborene Schauspieler und Regisseur wurde bekannt durch seine NS-Propagandafilme, besondres aber durch den antisemitischen Hetzfilm "Jud Süß".
1968 Studentenunruhen erschüttern Berlin. Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen einem massiven Polizeiaufgebot und Demonstranten, die den Axel-Springer-Verlag für das Attentat auf Rudi Dutschke verantwortlich machen, werden 277 Personen festgenommen - darunter Fritz Teufel, Rainer Langhans und Peter Brandt, der Sohn des SPD-Politikers Willy Brandt.
1984 Franz Karl Maier stirbt in Berlin im Alter von 73 Jahren. Der streitbare und konfliktfreudige Verleger und Herausgeber des Tagesspiegels (1949–1984) setzte sich für Unabhängigkeit der Journalisten sowie Meinungs- und Pressefreiheit ein.
1991 Die CDU-Politikerin Birgit Breuel wird Präsidentin der Treuhandanstalt und tritt damit die Nachfolge des am 1. April ermordeten Detlev Rohwedder an.
1999 Willi Stoph stirbt in Berlin im Alter von 84 Jahren. Der SED-Politiker und Generaloberst war Vorsitzender des Ministerrates der DDR und von 1973 bis 1976 Vorsitzender des Staatsrats.
2014 Die Füchse Berlin gewinnen mit 21:22 gegen den SG Flensburg-Handewitt in Hamburg zum ersten Mal den deutschen Handball-Pokal.
2015 Günter Grass stirbt in Lübeck im Alter von 87 Jahren. Der Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker erhielt 1999 den Nobelpreis für Literatur. Sein Roman "Die Blechtrommel" verkaufte sich über drei Millionen Mal und wurde in 24 Sprachen übersetzt.

Sonntag, 12. April 2015

Kalenderblatt (12. April)

12. April

1803 Der Historiker, Journalist und Lehrer, Johann Wilhelm Zinkeisen, wird in Altenburg/Thüringen geboren. 1840 wird er als Oberredakteur der Preußischen Staatszeitung nach Berlin berufen.
1829 Der Architekt, Lehrer und Direktor der Berliner Bauakademie, Richard Lucae, wird in Berlin geboren. Sein Nachlass befindet sich im Architekturmuseum der Technischen Universität.
1830 Der Jurist und Dozent, Friedrich Julius Kühns, wird in Berlin geboren. Er veröffentlicht mehrere Arbeiten, die sich mit Fragen des Urheberrechts befassen.
1854 Der Chemiker, Forscher, Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und Mitglied der Leopoldina, Wilhelm Will, wird in Gießen/Hessen geboren. 1898 wird er Direktor einer Forschungseinrichtung, die sich mit der Entwicklung und Verbesserung von Explosivstoffen befasst.
1864 Der Schriftsteller Heinz Tovote wird in Hannover geboren. Seine Romane und Erzählungen treffen den Publkumsgeschmack seiner Zeit und sind sehr erfolgreich.
1884 Otto Fritz Meyerhof wird in Hannover geboren. Der Biochemiker, der den größten Teil seiner Kindheit und Jugend in Berlin verbringt und hier auch sein Abitur ablegt, erhält 1922 den Nobelpreis für Medizin. 1924 wird er an das Kaiser-Wilhelm-Institut für Biologie in Berlin berufen.
1928 Der Film- und Fernsehschauspieler sowie Schriftsteller, Hardy Krüger, wird in Berlin geboren. Nach Kriegsende ist er einer der wenigen deutschen Schauspieler, denen eine internationale Filmkarriere gelingt. 2014 ehrt ihn seine Heimatstadt mit einem Stern auf dem Boulevard der Stars.
1930 Der Boxer Gustav ("Bubi“) Scholz wird in Berlin geboren. Er wird mehrfacher Deutscher Meister und Europameister in verschiedenen Gewichtsklassen. Im Februar 1985 wird er wegen fahrlässiger Tötung sener Ehefrau zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.
1948 Joschka Fischer wird in Gerabronn/Baden-Württemberg geboren. Der ehemalige Grünen-Politiker ist von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Ende seiner politischen Karriere betätigt er sich u.a. als Lobbyist für Siemens, BMW sowie für die Energieversorger RWE und OMV.
1975 Josephine Baker stirbt in Paris im Alter von 68 Jahren an einer Hirnblutung. Die US-amerikanische Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin mit französischem Pass, trat in Berlin zum ersten Mal im Januar 1926 auf. Sowohl Kurt Tucholsky als auch Max Reinhardt gehörten zu ihren Bewunderern. Baker hatte sowohl in Paris als auch in Berlin ein begeistertes Publikum. "Ich war immer hin- und hergerissen zwischen meinen beiden Lieben" wird sie später einmal sagen.
1998 Anne Geelhaar stirbt in Berlin im Alter von 84 Jahren. Die Kinderbuchautorin schrieb auch Drehbücher für Fernseh- und Hörspiele in der DDR und arbeitete für die DEFA.
2003 Unter dem Motto "Friede statt Besatzung" demonstrieren rund 15000 Menschen gegen den Krieg im Irak. Sie ziehen von der CDU-Zentrale zum Brandenburger Tor, wo auch die Abschlusskundgebung stattfindet.
2006 Die in Berlin geborene Schauspielerin, Synchronsprecherin und Chansonsängerin, Christiane Maybach, stirbt in Köln im Alter von 74 Jahren an einem Krebsleiden.
2008 Marga Berndt stirbt in Berlin im Alter von 96 Jahren. Die Tänzerin trat in den großen Theatern und Varietes Berlins auf. Sie war Solotänzerin im Admiralspalast und im Friedrichstadtpalast. Ihren letzten Auftritt hatte sie 1956 im Zirkus Krone.
2010 Der Ordensgeistliche und Kirchenhistoriker, Ambrosius Eßer, stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer Lungenerkrankung.
2012 Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entscheidet, dass das deutsche Inzestverbot für Geschwister keine Verletzung des Rechts auf Achtung des Privat- und Familienlebens darstellt.
2013 Der 2003 in Berlin gegründete Stromanbieter Flexstrom meldet gemeinsam mit den Tochtergesellschaften OptimalGrün und Löwenzahn Energie Insolvenz an. Die Tochter Flexgas meldet nur wenig später ebenfalls Insolvenz an.

Samstag, 11. April 2015

Kalenderblatt (11. April)

11. April

1798 Karl Wilhelm Ramler stirbt in Berlin im Alter von 73 Jahren. Der Dichter und Philosoph wird auch als "deutscher Horaz" bezeichnet. Er war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Direktor des Nationaltheaters.
1806 Ludwig Lohde wird in Berlin geboren. Der Architekt, Bauforscher und Hochschullehrer unterrichtet am Königlichen Gewerbe-Institut in Berlin und an der Berliner Bauakademie. Er ist Mitarbeiter von Karl Friedrich Schinkel.
1825 Ferdinand Lassalle wird in Breslau/Polen geboren. Der Schriftsteller, Sozialist und Politiker ist ein Wortführer der frühen deutschen Arbeiterbewegung und einer der Gründerväter der SPD, die allerdings erst 26 Jahre nach seinem Tod durch Fusion entsteht.
1866 Christian Gottlieb Cantian stirbt in Berlin im Alter von 71 Jahren. Der Steinmetz und Baumeister wurde bekannt durch seine rund 75 Tonnen schwere Granitschale vor dem Alten Museum im Berliner Lustgarten.
1873 Gustav Böß wird in Gießen geboren. Der Jurist und Kommunalpolitiker der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) ist von 1921 bis 1929 Oberbürgermeister von Berlin.
1896 Der Schriftsteller und Verleger, Wieland Herzfelde, wird in Weggis/Schweiz geboren. Er ist Professor für Soziologie der neueren Literatur in Berlin. Anlässlich seines 90. Geburtstags wird er für die Gründung des Malik-Verlages zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt.
1907 Alfred Kowalke wird in Berlin-Rummelsburg geboren. Der Kommunist und NS-Widerstandskämpfer wird im Alter von 36 Jahren im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.
1921 Auguste Viktoria stirbt im Haus Doorn in den Niederlanden im Alter von 62 Jahren. Sie war die erste Ehefrau von Wilhelm II und die letzte Deutsche Kaiserin sowie Königin von Preußen.
1949 Bernd Eichinger wird in Neuburg a.d. Donau/Bayern geboren. Der international renommierte Filmproduzent, Drehbuchautor und Filmregisseur gewinnt 1993 mit dem Film "Der Zementgarten" bei der Berlinale den Silbernen Bären. 2011 ehrt ihn Berlin mit einem Stern auf dem Boulevard der Stars.
1968 Der Hilfsarbeiter Josef Bachmann schießt auf dem Kurfürstendamm in Berlin dreimal auf den Studentenführer Rudi Dutschke. Trotz lebensgefährlicher Gehirnverletzungen überlebt dieser dank einer dreistündigen Notoperation, verstirbt allerdings Jahre danach an den Spätfolgen dieser Verletzungen. Der Attentäter begeht am 24. Februar 1970 in seiner Gefängniszelle Selbstmord.
2003 Zwei Männer begehen einen Überfall auf eine Commerzbank in Berlin-Steglitz. Während einer der Täter in einen U-Bahn-Tunnel flüchtet und dabei einen Teil seiner Beute verliert, kapert der andere einen Linien-Bus der BVG und bringt zwanzig Passagiere in seine Gewalt. Nach viereinhalb Stunden hat der Spuk ein Ende. Beide Räuber kommen in Haft.

Der Bundesrat beschließt die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten an Samstagen von 16.00 Uhr auf 20.00 Uhr.

Der Bundessicherheitsrat beschließt den Umzug des Bundesnachrichtendienstes von Pullach in Bayern nach Berlin.
2004 Die Sammlung von Charlotte von Mahlsdorf (1928-2002) kehrt nach Berlin zurück. Die Gründerin des Gründerzeitmuseums war 1997 nach Schweden ausgewandert und hatte fünf komplett ausgestattete Zimmer mitgenommen, darunter befanden sich ein Kaminzimmer, ein Jagdzimmer und eine Küche.
2013 Die im September 2010 gegründete Nachrichtenagentur dapd, mit Sitz in Berlin, stellt ihren Betrieb wegen Insolvenz ein.