Mittwoch, 28. Januar 2015

Kalenderblatt (28. Januar)

28. Januar

1573 Der aus Prag stammende jüdische Hoffaktor und Münzmeister von Kurfürst Joachim II, Lippold Ben Chluchim, wird auf dem Neuen Markt in Berlin auf besonders grausame Weise hingerichtet.
1784 Carl Georg Vivigens von Winterfeld wird in Berlin geboren. Der Jurist und Musikwissenschaftler ist Mitbegründer der Bach-Gesellschaft und Mitglied der Gesetzlosen Gesellschaft zu Berlin.
1800 Friedrich August Stüler wird in Mühlhausen/Thüringen geboren. Der 1832 zum preußischen Hofbaurat ernannte Baumeister errichtet u.a. das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie und die Matthäuiskirche.
1878 Walter Kollo wird als Walter Kollodzieyski in Neidenburg/Polen geboren. Der Operetten- und Liederkomponist ist der Vater des Komponisten und Textdichters Willi Kollo und Großvater des Opernsängers René Kollo.
1879 Hermann Friedrich Waesemann stirbt in Berlin im Alter von 65 Jahren. Der Architekt errichtete u.a. das Rote Rathaus in Berlin-Mitte.
1881 Siegfried Jacobsohn wird in Berlin geboren. Der Journalist und Theaterkritiker gründet "Die Weltbühne", eine Plattform der Linken und Pazifisten. Sowohl Kurt Tucholsky als auch Carl von Ossietzky sind für diese Zeitschrift tätig.
1883 Otto Ostrowski wird in Spremberg/Brandenburg geboren. Der SPD-Politiker und ab 1946 Oberbürgermeister von Berlin versteckt während der NS-Zeit die jüdische Autorin Inge Deutschkron und ihre Mutter und rettet ihnen damit das Leben.
1892 Ernst Lubitsch wird in Berlin geboren. Der jüdische Schauspieler, Filmregisseur und Produzent emigriert während der NS-Zeit nach Hollywood, wo er eine internationale Karriere startet. 1947 erhält er den Ehrenoscar für sein Lebenswerk.
1919 Franz Mehring stirbt in Berlin im Alter von 72 Jahren. Der Historiker und Publizist ist Mitbegründer des Spartakusbundes und an der Vorbereitung des Gründungsparteitages der KPD beteiligt.
1920 In Berlin-Moabit wird auf Reichsfinanzminister Matthias Erzberger ein Schusswaffenattentat verübt, wobei dieser leicht verletzt wird. Der Attentäter Oltwig von Hirschfeld wird zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt.
1930 Konrad Biesalski stirbt in Berlin im Alter von 61 Jahren. Der Orthopäde und Hochschullehrer ist der Begründer der modernen Behindertenfürsorge und gilt als Pionier der Sozialarbeit.
2002 Die Staatsbibliothek zu Berlin gedenkt des evangelischen Theologen und NS-Widerstandskämpfers, Dietrich Bonhoeffer, mit einer von Alfred Hrdlicka im Jahr 1977 geschaffenen Marmorbüste.
2003 Die Rot-Grüne Regierungskoalition einigt sich auf eine Verschärfung des Sexualstrafrechts.
2006 Der aus Berlin stammende Physiker, Chemiker und Umweltwissenschaftler, Helmut Wilhelm ("Hap") Schulz, stirbt in White Plains/New York im Alter von 93 Jahren. Seine Forschungsarbeit brachte ihm 64 Patente ein.
2011 Der Bundestag billigt mit großer Mehrheit die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr um ein Jahr.
Außerdem wählt er den ehemaligen Bürgerrechtler Roland Jahn zum neuen Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

Dienstag, 27. Januar 2015

Kalenderblatt (27. Januar)

27. Januar

1546 Kurprinz Joachim Friedrich aus dem Hause Hohenzollern wird in Cölln geboren. Von 1598 bis 1608 lenkt er als Kurfürst von Brandenburg die Geschicke des Landes.
1748 Madame Du Titre wird als Marie Anne George in Berlin geboren. Wegen ihrer unverwechselbaren Art, ihres Mutterwitzes und ihres Berliner Dialektes wird sie zum Berliner Original, um das sich bald die wildesten Anekdoten ranken.
1798 Johann Samuel Otto wird in Unruhstadt/Polen geboren. Der Porträt- und Hofmaler sowie Kupferstecher und Professor ist ein Schüler von Karl Friedrich Schinkel.
1844 Friedrich Wilhelm IV genehmigt den Bau der Matthäus-Kirche.
1850 Johann Gottfried Schadow stirbt in Berlin im Alter von 85 Jahren. Der Grafiker und Bildhauer war der Gründer der Berliner Bildhauerschule. Zu seinen bekanntesten Schülern zählten Christian Friedrich Tieck und Christian Daniel Rauch. Bestattet wird er auf dem Dorotheenstädischen Friedhof.
1851 Felix Wahnschaffe wird in Kaltendorf/Sachsen-Anhalt geboren. Der Geologe, Hochschullehrer, Publizist und Vorsitzende der Deutschen Geologischen Gesellschaft verfasst ein bedeutsames Werk zur wissenschaftlichen Bodenuntersuchung.
1859 Kronprinz Friedrich Wilhelm aus dem Hause Hohenzollern wird im Kronprinzenpalais in Berlin geboren. Der Enkel der britischen Königin Victoria ist der letzte deutsche Kaiser und der letzte König von Preußen.
1864 Heinrich Rose stirbt in Berlin im Alter von 68 Jahren. Der Mineraloge, Chemiker und Dozent an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin entdeckte 1844 das chemische Element Niob.
1885 Eduard Künneke wird in Emmerich/Nordrhein-Westfalen geboren. Der Komponist, Korrepetitor, Chorleiter sowie Dirigent und Kapellmeister setzt sich mit der Operette "Der Vetter aus Dingsda" ein musikalisches Denkmal.
1915 Ernst Schröder wird in Eickel/Nordrhein-Westfalen geboren. Der Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher gehört zu den besten Charakterdarstellern des deutschen Theaters.
1920 Helmut Zacharias wird in Berlin geboren. Der Violinist ("Zaubergeiger"), Komponist und Buchautor verkauft über 14 Millionen Schallplatten und CDs.
1924 Harald Haacke wird in Wandlitz/Brandenburg geboren. Der Bildhauer spezialisiert sich auf Nachschöpfungen im Dienst der Denkmalpflege. U.a. ist er als Restaurator am Schloss Charlottenburg tätig.
1998 Auf dem Bahnhof Berlin-Grunewald wird das Mahnmal "Gleis 17" eingeweiht. Von hier aus verließen die Deportationszüge Berlin in die Konzentrationslager in Theresienstadt, Riga, Lodz und Auschwitz.
2000 Anlässlich einer Feierstunde im Deutschen Bundestag zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus hält der US-amerikanische Schriftsteller, Friedensnobelpreisträger und Überlebende des Holocausts, Elie Wiesel, die Gedenkrede.

Auf dem Gelände des geplanten Holocaust-Denkmals wird in Anwesenheit von Bundestagspräsident Thierse, Bundespräsident Rau und Bundeskanzler Schröder der symbolische Baubeginn gefeiert.
2006 Johannes Rau stirbt in Berlin nach langer schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren. Der SPD-Politiker und Berliner Ehrenbürger war von 1999 bis 2004 der achte Bundespräsident von Deutschland.
2009 Das Bundeskabinett beschließt eine Kfz-Steuerreform, die am 1. Juli 2009 in Kraft tritt. Danach wird die Kfz-Steuer nicht mehr nur nach dem Hubraum des Fahrzeugs berechnet sondern vor allem nach dem Kohlenstoffdioxidausstoß.

Montag, 26. Januar 2015

Kalenderblatt (26. Januar)

26. Januar

1786 Einer der bekanntesten Reitergeneräle der preußischen Geschichte, Hans Joachim von Zieten, stirbt in Berlin im Alter von 86 Jahren. Er trat zunächst in den Dienst des Soldatenkönigs und wurde später ein enger Vertrauter von Friedrich dem Großen.
1874 Friedrich Leitner wird in Wien geboren. Der Wirtschaftswissenschaftler und Dozent an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin ist ein Pionier der Betriebswirtschaftslehre.
1900 Else Ernestine Neuländer-Simon ("Yva") wird in Berlin geboren. Die jüdische Fotografin, bei der u.a. auch Helmut Newton sein Handwerk erlernte, wird 1942 im Vernichtungslager Sobibor ermordet.
1905 Bernhard Minetti wird in Kiel geboren. Der Schauspieler gehört zu den bedeutendsten Charakterdarstellern des deutschen Theaters.
1911 Stadtrat Arnold Marggraff wird wegen seiner Verdienste um die Fertigstellung der Berliner Kanalisation zum Ehrenbürger ernannt. 1882 ließ er die ersten elektrischen Lampen am Potsdamer Platz errichten.
1981 Heinrich Richter-Berlin stirbt in Berlin im Alter von 96 Jahren. Der Maler, Illustrator, Filmarchitekt, Theaterregisseur und Publizist war Mitbegründer der Neuen Secession in Berlin und der Künstlervereinigung "Novembergruppe".
1983 Werner Düttmann stirbt in Berlin im Alter von 61 Jahren. Der Architekt, Stadtplaner, Maler, Professor und Schüler von Hans Scharoun beteiligte sich u.a. am Bau der Kongresshalle in Berlin-Tiergarten.
1999 Für den 90 Millionen Mark teuren Neubau der Bundespressekonferenz im Berliner Regierungsviertel wird der Grundstein gelegt.
2000 Der Journalist Rudolf Chowanetz stirbt in Schöneiche bei Berlin im Alter von 67 Jahren. Er war in der DDR Chefredakteur mehrerer Kinder- und Jugendzeitungen und Leiter des Jugendbuchverlags "Neues Leben".
2001 Senta Baldamus stirbt in Berlin im Alter von 80 Jahren. Die Bildhauerin und Buchillustratorin wurde bekannt durch ihre Porträtbüsten, Brunnenskulpturen und Bronzefiguren.
2005 Wolfgang Venohr stirbt in Berlin im Alter von 79 Jahren. Der Journalist, Schriftsteller und Verleger beschäftigte sich insbesondere mit der Geschichte Preußens und dem Widerstand gegen Hitler.
2006 Die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Marianne Birthler wird mit 486 von 563 abgegebenen gültigen Stimmen in ihrem Amt als Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen bestätigt und somit für eine zweite fünfjährige Amtszeit gewählt.
2011 Im Amtszimmer des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit im Roten Rathaus erhält der Berliner Unternehmer Jörg Woltmann das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Gewürdigt werden sein Engagement bei der Rettung der Preußischen Porzellanmanufaktur (KPM) vor der Insolvenz sowie sein bürgerliches und soziales Engagement.

Sonntag, 25. Januar 2015

Kalenderblatt (25.Januar)

25. Januar

1534 Magdalene von Sachsen, durch Heirat Kurprinzessin von Brandenburg, stirbt in Berlin im Alter von 27 Jahren kurz nach der Geburt ihres siebten Kindes.
1683 Johann Gustav Reinbeck wird in Blumlage/Niedersachsen geboren. Der evangelische Aufklärungstheologe, Konsistorialrat, Propst und Kurator der Preußischen Universitäten ist ein bedeutender Wolffianer.
1775 Georg Friedrich Schmidt stirbt in Berlin einen Tag nach Vollendung seines 63. Geburtstages an den Folgen einer Schlaganfalls. Der Maler, Kupferstecher und Radierer arbeitete am Hof von Friedrich dem Großen.
1855 Eduard Meyer wird in Hamburg geboren. Der Althistoriker, Ägyptologe, Altorientalist und Schriftsteller ist Professor und Rektor an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Sein Hauptwerk ist die "Geschichte des Altertums".
1858 Kronprinz Friedrich Wilhelm, der spätere Kaiser Friedrich III, heiratet die älteste Tochter der britischen Königin Victoria, Victoria von Großbritannien und Irland.
1886 Wilhelm Furtwängler wird in Berlin geboren. Der Dirigent und Komponist wirkt ab 1922 als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker und übernimmt 1933 die Leitung der Berliner Staatsoper.
1901 Robert Zelle stirbt in Meseberg/Brandenburg im Alter von 71 Jahren. Vom 26. September 1892 bis zum 30. September 1898 war er Oberbürgermeister von Berlin. Er gehörte der Freisinnigen Volkspartei (FVp) an.
1919 33 Opfer des blutig niedergeschlagenen Spartakusaufstandes, darunter auch der ermordete Karl Liebknecht, werden auf dem Friedhof Friedrichsfelde in einem Massengrab beigesetzt. Für Rosa Luxemburg, deren Leichnam zu jenem Zeitpunkt noch nicht gefunden wurde, wird ein leerer Sarg in die Erde versenkt.
1943 Dagmar Berghoff wird in Berlin geboren. Die Hörfunk- und Fernsehmoderatorin ist die erste weibliche Tagesschau-Sprecherin. Sie wird 2004 für ihre Tätigkeit als Schirmherrin des Kinderhilfswerks "Terre des Hommes" mit dem Courage-Preis ausgezeichnet.
1996 Die Choreografin, Opern- und Theaterregisseurin, Ruth Berghaus, stirbt in Zeuthen bei Berlin im Alter von 68 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Ihr Grab befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte.
2001 Günter Hönow stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren. Der Architekt der Nachkriegsmoderne errichtete u.a. das Hochhaus der Deutschen Bank am Ernst-Reuter-Platz in Berlin-Charlottenburg.

Samstag, 24. Januar 2015

Kalenderblatt (24. Januar)

24. Januar

1712 Friedrich II aus dem Hause Hohenzollern wird in Berlin geboren. Der König von Preußen und Kurfürst von Brandenburg wird in die Geschichte als "Friedrich der Große" eingehen.

Georg Friedrich Schmidt wird in Schönerlinde bei Berlin geboren. Der Maler, Kupferstecher und Radierer arbeitet am Hof von Friedrich dem Großen.
1776 Ernst Theodor Amadeus (E.T.A.) Hoffmann wird in Königsberg geboren. Der Kammergerichtsrat wird bekannt als Schriftsteller, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist.
1798 Karl von Holtei wird in Breslau geboren. Der Schriftsteller, Schauspieler, Rezitator, Theaterregisseur und Theaterleiter arbeitet in Berlin als Direktionssekretär und Dramaturg am Königsstädtischen Theater am Alexanderplatz.
1856 Der Naturforscher und Entdecker, Freiherr Alexander von Humboldt, wird Ehrenbürger der Stadt Berlin. Er ist einer der Mitbegründer der Geografie als empirische Wissenschaft.
1877 Johann Christian Poggendorff stirbt in Berlin im Alter von 80 Jahren. Der Physiker wird auf dem St.-Marien- und St.-Nikolai-Friedhof I in Berlin-Pankow bestattet.
1888 Vicki Baum wird in Wien geboren. Die Musikerin, Schriftstellerin, Journalistin, Redakteurin und Drehbuchautorin arbeitet beim Berliner Ullstein-Verlag. In Berlin entsteht auch ihr bekanntester Roman "Menschen im Hotel".
1898 Die Deutsche Orient-Gesellschaft wird gegründet. Zu den Gründervätern gehören u.a. der Berliner Mäzen James Simon und der ebenfalls als Mäzen und Kunstsammler tätige Privatbankier Franz von Mendelssohn.
1915 Der Astronom Arthur von Auwers stirbt in Berlin-Lichterfelde im Alter von 76 Jahren. Er erstellte 1879 den ersten astronomischen Fundamentalkatalog.
1919 Das Dreiklassenwahlrecht wird aufgehoben und durch das direkte, geheime und gleiche Wahlrecht ersetzt. Zum ersten Mal können auch Frauen wählen und gewählt werden.
1940 Bruno Güterbock stirbt im Alter von 81 Jahren. Der Privatgelehrte, der sich vor allem für die Deutsche Orient-Gesellschaft engagierte, wurde 1928 mit der Leibniz-Medaille der Preußischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet.

Joachim Gauck wird in Rostock geboren. Er ist der elfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.
1943 Peter Struck wird in Göttingen geboren. Der SPD-Politiker ist von 2002 bis 2005 Verteidigungsminister und Fraktionsvorsitzender der SPD (1998-2002 und 2005-2009) im Deutschen Bundestag.
1961 Nastassja Kinski wird in Berlin als Nastassja Aglaia Nakszynski geboren. Die Schauspielerin, die auch als Fotomodell arbeitet, wird erstmals einem breiten Publkum bekannt durch ihre Rolle in dem 1976 von Wolfgang Petersen gedrehten "Tatort"-Krimi "Reifezeugnis".
1962 Kurz nach Mitternacht gelingt einer Gruppe von 28 DDR-Bürgern die Flucht von Ost- nach Westberlin durch einen selbstgegrabenen, 28 Meter langen, 60 Zentimeter breiten und 1,10 Meter hohen Tunnel.
1967 Regine Hentschel wird in Berlin geboren. Die Schauspielerin wird durch Fernsehserien wie "Großstadtrevier", "SOKO Wismar", "Notruf Hafenkante" oder "In aller Freundschaft" bekannt.
1973 Edwin Redslob stirbt in Berlin im Alter von 88 Jahren. Der Kunsthistoriker, Kulturpolitiker, Publizist, Rektor und Mitbegründer der Freien Universität Berlin wird in einem Ehrengrab auf dem St.-Annen-Kirchhof in Berlin-Dahlem bestattet.
1991 In Berlin nimmt die erste CDU/SPD-Koalition ihre Arbeit auf. Der CDU-Politiker Eberhard Diepgen tritt die Nachfolge von Walter Momper (SPD) als Regierender Bürgermeister von Berlin an. Der kommissarische Bürgermeister von Ostberlin war bis dahin Thomas Krüger.
2010 Hans-Joachim Zeidler nimmt sich in Berlin das Leben. Der Maler, Grafiker und Dichter gehörte zu den "Berliner Malerpoeten", einer 1972 gegründeten Künstlergruppe von 13 malenden Schriftstellern..

Freitag, 23. Januar 2015

Kalenderblatt (23. Januar)

23. Januar

1796 Friedrich Wilhelm von Rohdich stirbt in Berlin im Alter von 76 Jahren. Der preußische General sowie Geheime Staats- und Kriegsminister gründet eine Stiftung, die noch heute Militärangehörige unterstützt.
1851 Franz Christian Naunyn, seit dem 20. März 1848 Oberbürgermeister von Berlin, übergibt sein Amt an Heinrich Wilhelm Krausnick, der bis zum 30. Dezember 1862 die Geschicke der Stadt leiten wird.
1866 Der Gartenkünstler und Landschaftsarchitekt, Peter Joseph Lenné, stirbt in Potsdam im Alter von 76 Jahren. Fast ein halbes Jahrhundert gestaltete er Park- und Grünanlagen in Berlin und Potsdam.
1872 Paul Mebes wird in Magdeburg/Sachsen-Anhalt geboren. Der Architekt, Architekturtheoretiker und Hochschullehrer errichtet in Berlin Großsiedlungen für gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften.
1920 Gottfried Böhm wird in Offenbach/Hessen geboren. Der Architekt und Bildhauer ist bis heute der einzige Deutsche, dem der weltweit renommierte Pritzker-Preis verliehen wird. 1974 erhält er den Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin. Die begehbare Glaskuppel des Reichstagsgebäudes geht auf seine Idee zurück.
1938 Georg Baselitz wird in Großbaselitz/Sachsen als Hans-Georg Kern geboren. Der Maler und Bildhauer wird durch seine auf dem Kopf stehenden Gemälde bekannt. Seine Bilder "Die große Nacht im Eimer" und "Der nackte Mann" sorgen für einen Eklat und werden durch die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.
1944 Edvard Munch stirbt in Oslo im Alter von 80 Jahren. Der norwegische Maler und Grafiker, der mehrere Jahre in Berlin lebte, gilt als Wegbereiter des Expressionismus in der Malerei der Moderne.
1945 Der Politiker und NS-Widerstandskämpfer, Erwin Planck, wird in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Vergeblich hatte sein Vater, der Physiker Max Planck, darum gebeten, die Todesstrafe in eine Freiheitsstrafe umzuwandeln.
Der Jurist und Gründer der NS-Widerstandsgruppe "Kreisauer Kreis", Helmuth James Graf von Moltke, wird in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Der Gewerkschaftler sowie Vertreter der Katholischen Arbeiterbewegung und NS-Widerstandskämpfer, Nikolaus Groß, wird in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Am 7. Oktober 2001 wird er von Papst Johannes Paul II seliggesprochen.
1981 Der SPD-Politiker Dietrich Stobbe, seit dem 2. Mai 1977 Regierender Bürgermeister von Berlin, tritt wegen der sogenannten "Garski-Affäre" zurück und übergibt sein Amt an Hans-Jochen Vogel (SPD).
1999 In Berlin-Kreuzberg wird das größte jüdische Museum Europas eröffnet. Der Architekt des zickzackförmigen Neubaus ist der US-amerikanische Architekt Daniel Libeskind.
2003 Der französische Staatspräsident Jacques Chirac und Bundeskanzler Gerhard Schröder weihen in Berlin-Mitte das Adenauer-de Gaulle-Denkmal ein, das an die Väter des Élysée-Vertrags erinnern soll. Die Söhne Max Adenauer und Philippe de Gaulle wohnen der Zeremonie bei.
Anschließend wird die neue französische Botschaft am Pariser Platz neben dem Brandenburger Tor eröffnet.
2004 Der in Berlin geborene Fotograf Helmut Newton stirbt in Los Angeles im Alter von 83 Jahren an den Folgen eines Autounfalls. Am 2. Juni 2004 wird seine Urne in einem Ehrengrab in Berlin-Friedenau beigesetzt.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Kalenderblatt (22. Januar)

22. Januar

1729 Gotthold Ephraim Lessing wird in Kamenz/Sachsen geboren. Der Dichter und Dramatiker arbeitet in Berlin für einen Zeitungsverlag und ist Mitherausgeber der "Briefe, die neuste Literatur betreffend".
1829 Fanny Mendelssohn-Bartholdy verlobt sich mit dem Hofmaler und Porträtisten, Wilhelm Hensel. Am 3. Oktober desselben Jahres heiratet das Paar in der Parochialkirche in Berlin-Mitte.
1849 Johan August Strindberg wird in Stockholm geboren. Der schwedische Schriftsteller, Dramatiker und Künstler macht das Lokal "Weinhandel und Probierstube, Inhaber Gustav Türk" in Berlin-Mitte unter dem Namen "Zum schwarzen Ferkel" zu einem Treffpunkt einer internationalen Künstlerszene.
1850 Der Zirkusdirektor Paul Vincenz Busch wird in Berlin geboren. 1884 gründet er zunächst einen Wanderzirkus in Schweden. Sein erstes festes Zirkusgebäude lässt er 1892 in Altona errichten. 1895 gründet er einen Zirkus in Berlin.
1900 Der Schauspieler, Sänger und Regisseur, Ernst Busch, wird in Kiel geboren. Die Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin ist nach ihm benannt.
1905 Der Kommunalpolitiker Albert Haack wird zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt. Gewürdigt werden seine Verdienste, die er sich als Vorsitzender des Kuratoriums der Wasserwerke bei der Wasserversorgung Berlins erworben hat.
1915 Heinrich Albertz wird in Breslau/Polen geboren. Der evangelische Theologe und SPD-Politiker ist von 1966 bis 1967 Regierender Bürgermeister von Berlin und von 1974 bis 1979 Pfarrer der ev. Kirchengemeinde Schlachtensee in Berlin-Zehlendorf.
1925 Der Berliner Flugpionier, Ingenieur, Firmengründer, Unternehmer und Ehrendoktor, Richard Gradenwitz, stirbt in Baden-Baden im Alter von 61 Jahren.
1931 Das nach Plänen des Architekten Hans Poelzig errichtete "Haus des Rundfunks" wird eingeweiht. Am 22. März 1935 wird von dort über den benachbarten Funkturm das erste reguläre Fernsehprogramm Deutschlands ausgestrahlt
1944 Angela Winkler wird in Templin/Brandenburg geboren. Die Schauspielerin und Sängerin ist seit 2010 Mitglied der Akademie der Künste Berlin. U.a. erhält sie 1975 den Deutschen Kritikerpreis und 1976 den Deutschen Filmpreis.
1945 Die deutsch-jüdische Dichterin und Zeichnerin, Else Lasker-Schüler, stirbt nach einem Herzanfall in Jerusalem im Alter von 75 Jahren.
1957 Die "Kabarettkönigin" Claire Waldoff stirbt in Bad Reichenhall im Alter von 72 Jahren nach einem Schlaganfall. Als Chanson- und Liedsängerin machte sie Karriere in Berlin. Einige ihrer Liedtexte stammen von Kurt Tucholsky und Heinrich Zille.
1985 Die 1892 errichtete evangelische Versöhnungskirche in der Bernauer Straße in Berlin-Mitte wird auf Veranlassung der DDR-Regierung gesprengt. An ihrer Stelle steht heute die Kapelle der Versöhnung. Sie ist Teil der Gedenkstätte Berliner Mauer.
1996 Eberhard Schmidt stirbt in Berlin im Alter von 88 Jahren. Der Komponist, Cellist und Chorleiter ist Mitbegründer des Komponistenverbandes der DDR.
1999 George L. Mosse stirbt in Madison/Wisconsin im Alter von 80 Jahren. Der in Berlin geborene Historiker war der Sohn des Verlegers Hans Lachmann-Mosse und Enkel des Berliner Zeitungsverlegers Rudolf Mosse.
2000 Der in Dresden geborene Maler und bildende Künstler, Günter Fink, stirbt in Berlin im Alter von 86 Jahren.
2002 Rose Lesser stirbt in Tokio im Alter von 93 Jahren. Die in Berlin geborene Autorin gründete die Gesellschaft für Japanisch-Koreanische Freundschaft und wurde 1956 in Japan für ihre Bemühungen um internationales Verständnis ausgezeichnet. 1999 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.
2009 Der Besitz, der Verkauf und die Herstellung der Modedroge Spice wird per Eilverordnung verboten und unter Strafe gestellt.
2010 Oskar Lafontaine kündigt aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt aus der Bundespolitik an.
2013 Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Elysée-Vertrages wird das Deutsch-Französische Jahr ausgerufen und mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag wurde am 22. Januar 1963 von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast unterzeichnet.