Freitag, 22. Mai 2015

Kalenderblatt (22. Mai)

22. Mai

1828 Albrecht von Graefe wird in Berlin geboren. Der Geheime Medizinalrat und Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin begründet in Deutschland die moderne Augenheilkunde.
1850 Der wegen einer psychischen Erkrankung aus dem Dienst entlassene Feuerwerker der preußischen Garde-Artillerie-Brigade, Max Sefeloge, verübt auf dem Potsdamer Bahnhof in Berlin ein Pistolenattentat auf Friedrich Wilhelm IV.
1865 Bernhard Rose wird in Lohm/Brandenburg geboren. Der Schauspieler und Theaterdirektor gründet 1890 ein eigenes Ensemble und 1906 ein eigenes Theater.
1868 Julius Plücker stirbt in Bonn im Alter von 66 Jahren. Der Mathematiker und Physiker war ein Mitbegründer der modernen Vakuumtechnik, Erfinder der Liniengeometrie und Entdecker der Kathodenstrahlen. Nach ihm benannt wurden die Plücker-Matrix, die Plücker-Koordinaten und die Plückerschen Formeln sowie das Plücker Konoid. Außerdem trägt ein Asteroid seinen Namen.
1880 Freiherr Heinrich von Gagern stirbt in Darmstadt/Hessen im Alter von 80 Jahren. Am 19. Mai 1848 wird er zum Präsidenten der Frankfurter Nationalversammlung gewählt. Am 19. März 1849 wird er Ehrenbürger der Stadt Berlin. Gewürdigt wird sein Engagement für ein vereinigtes und freiheitliches Deutschland.
1891 Der Dichter und Politiker, Johannes Robert Becher, wird in München geboren. U.a. verfasst er den Text der Nationalhymne der DDR.
1942 Der römisch-katholische Priester und Domprobst der St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin-Mitte, Bernhard Lichtenberg, wird wegen Kanzelmissbrauchs und Vergehens gegen das Heimtückegesetz zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt. Allerdings wird er nach Verbüßung der Freiheitsstrafe nicht entlassen sondern in ein Konzentrationslager eingewiesen.
1968 Mit der Eröffnung des im Zweiten Weltkrieg zerstörten großen Tropenhauses ist der Wiederaufbau des Berliner Botanischen Gartens abgeschlossen.
1979 Gegen den DDR-Schriftsteller Stefan Heym wird vom Stadtbezirksgericht Berlin-Köpenick wegen Verstoßes gegen das Devisengesetz eine Geldstrafe in Höhe von 9000 Mark verhängt.
1984 Karoline Herfurth wird in Berlin geboren. Die Schauspielerin und Regisseurin ist in den Jahren 2011 und 2012 das Werbegesicht für ein Damenparfüm von Jil Sander.
1997 Hertha BSC gewinnt in einem Auswärtsspiel gegen SpVgg Unterhaching mit 2:1 und schafft damit den Wiederaufstieg in die Erste Fußball-Bundesliga.
2003 Die EU-Kommission verhängt gegen die Deutsche Telekom wegen zu hoher Zugangsgebühren ein Bußgeld von 12,6 Millonen Euro. Die Klage der DTAG vor dem Europäischen Gerichtshof scheitert 2010 in letzter Instanz.
2006 Zum Andenken an den Mäzen James Simon wird an der Stelle seines letzten Wohnhauses in der Berliner Bundesallee 23 eine Gedenktafel enthüllt.
2009 Herbert Ballmann stirbt in Berlin im Alter von 84 Jahren. Der Filmproduzent sowie Theater- und Filmregisseur wird bekannt durch die Fernsehserie "Ein Mann will nach oben" nach dem Roman von Hans Fallada und "Drei Damen vom Grill" sowie "Praxis Bülowbogen" und "Der Havelkaiser".

Donnerstag, 21. Mai 2015

Kalenderblatt (21. Mai)

21. Mai

1671 Durch ein Edikt des Großen Kurfürsten wird es 50 aus Wien vertriebenen jüdischen Familien gestattet, sich für zunächst 20 Jahre in der Mark Brandenburg und Berlin niederzulassen.
1739 Maturin Veyssière de La Croze stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren. Der hugenottische Orientalist arbeitete am Berliner Hof als königlicher Bibliothekar und Lehrer. Er verfasste vier Wörterbücher in koptisch, armenisch, slawisch und syrisch. Außerdem war er als Professor für Philosophie am französischen Collegium in Berlin tätig.
1784 Der Schriftsteller, Hauslehrer und Professor, Ernst Raupach, wird in Straupitz/Polen geboren.
1786 Karl Friedrich von Klöden wird in Berlin geboren. Der Pädagoge, Historiker. Geograph, Geologe, Kartograph und Paläontologe begründet die Wetterbeobachtungen in Potsdam und erforscht die mittelalterliche Geschichte Berlins und Brandenburgs sowie die Geografie und Mineralien Europas.
1886 Heinrich Wilken stirbt in Berlin im Alter von 51 Jahren. Der Lustspielautor, Schauspieler, Possenreißer und Theaterdirektor leitet ab 1883 das Central-Theater in Berlin.
1905 Im Stadion Weidenpescher Park in Köln gewinnt vor 3500 Zuschauern der Berliner TuFC Union 1892 gegen den Karlsruher FV mit 2:0 und sichert sich damit die Deutsche Fußballmeisterschaft 1904/05.
1909 Adolf Pinner stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren. Der Chemiker und Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin ist an der Ermittlung der Strukturformel von Nikotin beteiligt. Nach ihm benannt sind die Pinner-Reaktion, die Pinner-Triazin-Synthese und die Pinner-Amidin-Synthese.
1911 Adolf Schmidtmann stirbt in Marburg/Hessen im Alter von 60 Jahren. Der Mediziner war der Gründer und Leiter des heutigen Instituts für Wasser-, Boden- und Lufthygiene in Berlin.
1923 Hans Goldschmidt stirbt in Baden-Baden im Alter von 62 Jahren. Der in Berlin geborene Chemiker und Unternehmer war der Erfinder des Thermitverfahrens, eines noch heute angewandten Standardverfahrens für die Verschweißung von Eisen- und Straßenbahnschienen.
1949 Der Schriftsteller Klaus Mann stirbt in Cannes/Frankreich im Alter von 42 Jahren an einer Überdosis Schlaftabletten. Er gehört zu den wichtigsten Repräsentanten der deutschsprachigen Exilliteratur nach 1933.
1964 James Franck stirbt in Göttingen/Niedersachsen im Alter von 81 Jahren. Der Physiker und Nobelpreisträger, der jahrelang in Berlin tätig war, versuchte vergeblich, gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern in dem nach ihm benannten "Franck-Report" den amerikanischen Präsidenten vom Abwurf der Atombombe über Japan abzubringen.
1980 Auf Grund von Materialermüdung stürzen am Vormittag kurz vor 11 Uhr Teile des Daches der Kongresshalle in Berlin-Mitte ein. Hartmut Küster, Wirtschaftsredakteur des Senders Freies Berlin (SFB), bezahlt dieses Unglück mit seinem Leben.
1999 Anlässlich der Rohbaufertigstellung der britischen Botschaft in der Wilhelmstraße in Berlin-Mitte wird in Anwesenheit des britischen Botschafters Sir Paul Lever und des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Eberhard Diepgen, Richtfest gefeiert.
2000 Für das vom Berliner Architekturbüro gmp geplante Tempodrom auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Bahnhofs in Berlin-Kreuzberg legen zwei Elefanten den Grundstein. Das Tempodrom entwickelt sich bald zum Millionengrab, ruft wegen seiner umstrittenen Finanzierung die Staatsanwaltschaft auf den Plan und endet schließlich mit dem Rücktritt des Berliner Stadtentwicklungssenators Peter Strieder.

Erich Mielke stirbt in Berlin im Alter von 92 Jahren. Ab 1957 war er Minister für Staatssicherheit der DDR. Wegen zweifachen Polizistenmordes im Jahr 1931 wurde er 1993 zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt, aber Ende 1995 vorzeitig aus der Haft entlassen.
2001 Der Schriftsteller und Historiker, Heinz Kamnitzer, stirbt in Berlin im Alter von 84 Jahren an einem Krebsleiden.
2005 Der Neubau der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz neben dem Brandenburger Tor wird feierlich eröffnet. Dem Festakt wohnen u.a. Bundeskanzler Schröder, Bundespräsident Köhler und 700 geladene Gäste bei.
2009 Uli Trepte stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Der Bassist, Sänger, Komponist, Multimediakünstler und Texter gründete die Gruppen "Spacebox" und "Move Groove".
2011 Im Berliner Olympiastadion besiegt der FC Schalke 04 den MSV Duisburg mit 5:0 und sichert sich damit zum fünften Mal den DFB-Pokal.
2013 Peter Przybylski stirbt in Berlin im Alter von 45 Jahren. Der Kameramann arbeitete für Film- und Fernsehproduktionen. U.a. wirkte er an mehreren Folgen der TV-Krimiserie "Tatort" mit. 2009 wurde er als bester Kameramann ausgezeichnet und 2012 für den Deutschen Filmpreis nominiert.

Dienstag, 19. Mai 2015

Kalenderblatt (19. Mai)

19. Mai

1762 Johann Gottlieb Fichte wird in Rammenau/Sachsen geboren. Der Erzieher und Philosoph gehört zu den bedeutendsten Vertretern des Deutschen Idealismus. Er ist der erste Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin.
1771 Rahel Varnhagen von Ense wird als Rahel Levin in Berlin geboren. Die Schriftstellerin führt von 1790 bis 1806 einen bedeutenden literarischen Salon, in dem die einflussreichsten Persönlichkeiten jener Zeit verkehren.
1773 Der Töpfermeister, Ofen- und Tonwarenfabrikant, Tobias Feilner, wird in Weiden/Bayern geboren. Gemeinsam mit Karl Friedrich Schinkel entwickelt er die Gestaltung des Berliner Kachelofens.
1822 Der Generalleutnant sowie Chef der Land- und Grenzgendarmerie, Stadtkommandant und Gouverneur von Berlin, Ludwig Matthias Nathanael Gottlieb von Brauchitsch, wird zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt. Gewürdigt wird sein Engagement während der Befreiungskriege (1813-1815).
1845 Max Lehmann wird in Berlin geboren. Der Historiker und Hochschullehrer an der Berliner Militärakademie ist ein Gegner chauvinistischer und imperialistischer Strömungen und ein Verfechter der Weimarer Verfassung. U.a. ist er Ehrendoktor der theologischen Fakultät der Universität Berlin.
1849 Der Pädagoge, Grammatiker und Lexikograph, Theodor Heinsius, stirbt in Berlin im Alter von 78 Jahren. Er war Professor und Rektor am Berlinischen Gymnasium zum Grauen Kloster und Vorsteher einer höheren Töchterschule in Berlin sowie Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft in Leipzig.
1864 Der Bildhauer Friedrich Pfannschmidt wird in Berlin geboren. Die Statuen der Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon im Berliner Dom stammen von ihm.
1906 Gerd Bucerius wird in Hamm/Nordrhein-Westfalen geboren. Der Verleger und CDU-Politiker ist Mitbegründer des Verlagshauses "Gruner + Jahr" sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Bertelsmann AG. Außerdem ist er Vorsitzender des Berlin-Ausschusses und Bundesbeauftragter für die Förderung der Berliner Wirtschaft.
1909 Sir Nicholas Winton wird in London geboren. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs rettet er 669 jüdischen Kindern aus der Tschechoslowakei vor dem Holocaust. Er gilt als "britischer Schindler".
1926 Peter Zadek wird in Berlin geboren. Der Regisseur und Theaterintendant arbeitet an allen bedeutenden deutschsprachigen Bühnen und schreibt mit seinen Inszenierungen Theatergeschichte.
1932 Der preußische Kulturpolitiker Wilhelm Erman stirbt in Bonn im Alter von 81 Jahren. Er gehört zu den Reformern des wissenschaftlichen Bibliothekswesens in Preußen.
1947 Barbara Schöne wird in Berlin geboren. Die Schauspielerin und Sängerin wird bekannt durch TV-Serien und als Assistentin von Harald Juhnke in dessen ZDF-Sendung "Musik ist Trumpf".
1958 Der hölzerne Müggelturm in Berlin-Köpenick, ein beliebtes Ausflugsziel der Berliner, wird von einem vermutlich durch Schweißarbeiten verursachtes Feuer völlig zerstört.
1986 Die erst 16-jährige Tennisspielerin, Steffi Graf, besiegt im Finale der German Open in Berlin die Nummer eins im Damentennis, Martina Navratilova und startet damit eine beispiellose Karriere.
1987 Nach rund vierjähriger Bauzeit wird das rekonstruierte Ephraim-Palais am Nikolaiviertel in Berlin-Mitte eröffnet. Nach der Wende wird es der Stiftung Stadtmuseum Berlin angegliedert.
1996 Steffi Graf, die Nummer eins der Weltrangliste, gewinnt zum neunten Mal im Berliner Grunewald die German Open, die internationalen Meisterschaften von Deutschland. Sie schlägt die Slowakin Karina Habsudova 4:6, 6:2, 7:5.
2002 Der in Berlin geborene Rechtswissenschaftler und Soziologe, Werner S. Landecker, stirbt in Ann Arbor, Michigan/USA im Alter von 91 Jahren. Wegen seiner jüdischen Herkunft ermigrierte er 1936 in die USA. Der Hochschullehrer wurde international durch seine Beiträge zu den Forschungsgebieten "Soziale Schichtung" und "Wissenssoziologie" bekannt.
2004 Der in New York geborene US-amerikanische Publizist und Zeitungsgründer, Melvin Jonah Lasky, stirbt in Berlin im Alter von 84 Jahren. 1995 erhielt er den Verdienstorden des Landes Berlin.

Der Film- und Theaterschauspieler sowie Synchronsprecher, Carl Raddatz, stirbt in Berlin im Alter von 92 Jahren. Nach Kriegsende avancierte er in Deutschland zu einem der beliebtesten Schauspieler. Er gehörte zum Ensemble der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin, war Berliner Staatsschauspieler und Ehrenmitglied der Staatlichen Bühnen.
2006 Der Deutsche Bundestag beschließt mit den Stimmen von Union und SPD die Anhebung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent. Diese Anhebung, die zum 1. Januar 2007 in Kraft tritt, ist die höchste Steuererhöhung in der bundesdeutschen Geschichte.

Montag, 18. Mai 2015

Kalenderblatt (18. Mai)

18. Mai

1782 Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow wird in Berlin geboren. Der Generalmajor wird während der Befreiungskriege (1813–1815) durch das nach ihm benannte "Lützowsche Freikorps" bekannt.
1783 Jabbo Oltmanns wird in Wittmund/Niedersachsen geboren. Der Mathematiker und Astronom ist ein Mitarbeiter Alexander von Humboldts und Professor für Angewandte Mathematik in Berlin. Von ihm stammt die erste wissenschaftlich fundierte Zusammenstellung der geographischen Längen- und Breitenangaben der wichtigsten Orte Mittel- und Südamerikas.
1841 Alfred Woltmann wird in Berlin-Charlottenburg geboren. Der Kunsthistoriker, Autor und Dozent an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität verfasst als Gymnasiast den ersten gedruckten Katalog für die Gemäldegalerie im Alten Museum. 1866 erscheint sein Buch "Holbein und seine Zeit" und 1872 ein weiteres Buch "Die Baugeschichte Berlins bis auf die Gegenwart".
1883 Walter Gropius wird in Berlin geboren. Der Architekt ist Gründer des Bauhauses und Mitbegründer der modernen Architektur in Deutschland.
1900 Wolfgang Heinz wird als Wolfgang Hirsch in Pilsen/Tschechien geboren. Der Schauspieler und Regisseur ist Intendant des Deutschen Theaters und Direktor der Staatlichen Schauspielschule in Berlin.
1927 Egon Monk wird in Berlin geboren. Der mehrfach ausgezeichnete Schauspieler, Theater- und Filmregisseur sowie Dramaturg und Autor wird 1983 Mitglied der Berliner Akademie der Künste.

Karl Peglau wird in Muskau/Sachsen geboren. Der Verkehrspsychologe gründet 1949 die Sparte Tennis an der Humboldt-Universität zu Berlin. Außerdem ist er der Erfinder der Ampelmännchen in der DDR.
1933 Der Preußische Landtag billigt gegen die Stimmen der SPD ein Ermächtigungsgesetz für Preußen und löst sich damit selbst auf.
1940 Anita Kupsch wird in Berlin geboren. Die Schauspielerin und Synchronsprecherin wird bundesweit bekannt durch ihre Rolle als Arzthelferin in der ARD-Vorabendserie "Praxis Bülowbogen".
1941 Der Volkswirt, Soziologe, Historiker, Autor und Professor an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität, Werner Sombart, stirbt in Berlin im Alter von 78 Jahren. Bestattet wird er in einem Ehrengrab auf dem Waldfriedhof Dahlem.
1942 Mitglieder der jüdischen NS-Widerstandsgruppe um Herbert Baum verüben einen Brandanschlag auf die antikommunistische Propagandaausstellung "Das Sowjetparadies" im Lustgarten in Berlin-Mitte. 28 Mitglieder werden zum Tode verurteilt, 50 weitere erhalten langjährige Haftstrafen.
1993 Der evangelische Theologe und SPD-Politiker, Heinrich Albertz, stirbt in Bremen im Alter von 78 Jahren. Von 1966 bis 1967 war er Regierender Bürgermeister von Berlin und von 1974 bis 1979 Pfarrer der ev. Kirchengemeinde Schlachtensee in Berlin-Zehlendorf.
1997 In Berlin-Kreuzberg findet zum zweiten Mal der "Karneval der Kulturen" statt. Rund 150000 Schaulustige und 2700 Teilnehmer aus 40 Ländern wirken an dem bunten Spektakel mit.
2010 Dieter Müller stirbt kurz vor Vollendung seines 72. Geburtstags. Der Grafiker und Maler war einer der populärsten Buchillustratoren der DDR.
2012 Dietrich Fischer-Dieskau stirbt in Berg/Bayern zehn Tage vor Vollendung seines 87. Geburtstags. Der Lieder- und Opernsänger sowie Ehrenbürger der Stadt Berlin betätigte sich auch als Dirigent, Maler, Musikschriftsteller und Rezitator. Von ihm gibt es über 400 Schallplatten.

Sonntag, 17. Mai 2015

Kalenderblatt (17. Mai)

17. Mai

1799 Daniel Itzig stirbt in Potsdam. Der Hoffaktor war einer der bedeutendsten preußischen Bankiers. Außerdem war er Vorsteher der Jüdischen Gemeinde Berlin und oberster Repräsentant der Juden in Preußen.
1834 Der Kommunalpolitiker Karl Arnold Marggraff wird in Berlin geboren. Am 26. Januar 1911 wird ihm anlässlich der Fertigstellung der Berliner Kanalisation, die er zusammen mit Rudolf Virchow und James Hobrecht geplant hatte, die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen.
1846 Die nach einem Entwurf des Architekten und Oberbaurats, August Stüler, erbaute evangelische Sankt Matthäuskirche in Berlin-Mitte wird eingeweiht.
1868 Die östlich von Berlin gelegene Galopprennbahn Hoppegarten wird in Anwesenheit von König Wilhelm I und Otto von Bismarck eröffnet.
1883 Karl Vesper wird in Berlin geboren. Der Kommunist und NS-Widerstandskämpfer engagiert sich nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im Internationalen Bund der Opfer des Krieges und tritt 1925 der KPD bei. In Berlin wird eine Straße nach ihm benannt.
1899 Alfred Messel wird mit dem Roten Adler-Orden IV Klasse ausgezeichnet. Der in Darmstadt geborene Architekt wurde bekannt durch den Bau von Warenhäusern und den Entwurf für das Pergamonmuseum.
1911 Der Politiker, Schriftsteller. Hochschullehrer und Kommunist, Herbert Crüger, wird in Berlin geboren. 1935 emigriert er ins Ausland, kehrt aber 1946 nach Deutschland zurück und siedelt 1951 in die DDR über.
1922 Antje Weisgerber wird in Königsberg geboren. Die Schauspielerin und Synchronsprecherin erhält 1990 für ihr Lebenswerk das Filmband in Gold.
1930 Max Valier stirbt in Berlin im Alter von 35 Jahren. Der in Bozen geborene Techniker, Astronom und Schriftsteller war ein Pionier der Raketentechnik. Er experimentierte u.a. auch an Raketenantrieben für Autos. Nach erfolgreichen Tests mit Flüssigtreibstoffen startete er einen Probelauf mit Paraffinöl. Dabei explodierte die Rakete und verletzte Valier tödlich.
1932 Der Schriftsteller und Kulturhistoriker, Max von Boehn, stirbt in Berlin im Alter von 72 Jahren.
1945 Der parteilose Arthur Werner wird von den Alliierten zum Oberbürgermeister von Berlin bestimmt. Nach den ersten freien Wahlen im Jahr 1946 verliert er das Amt an den SPD-Politiker Otto Ostrowski.
1946 Der Rockmusiker, Schriftsteller und Kunstmaler, Udo Lindenberg, wird in Gronau/Nordrhein-Westfalen geboren.
2000 Der Jurist, Politologe, Journalist und Schriftsteller, Julius Mader (alias Thomas Bergner), stirbt in Berlin im Alter von 71 Jahren.
2001 Der in Berlin geborene Hörspielregisseur, Joachim Staritz, stirbt in München im Alter von 68 Jahren. Er arbeitete für den Rundfunk der DDR und für die ARD.

Die Kuwaitische Botschaft in Berlin-Wilmersdorf im Ortsteil Grunewald wird eröffnet.
2006 Im Kampf gegen hohe Gaspreise und mangelnden Wettbewerb veranlasst die EU-Kommission die Durchsuchung der Geschäftsräume der Energiemonopolisten e.on Ruhrgas und RWE sowie einiger europäischer Konkurrenzunternehmen.
2008 Der britische Komponist, Dirigent, Bratschist, Autor und Rundfunk-Moderator, Jolyon Brettingham Smith, stirbt in Berlin im Alter von 58 Jahren. Er lehrte an der Universität der Künste in Berlin und arbeitete als Autor und Moderator für diverse Rundfunkanstalten, darunter auch für den WDR3, den rbb und den SWR. Zu seinen Werken gehören vier Opern, zahlreiche Musiktheater- und Orchesterwerke sowie Kammermusik, Vokalmusik, Filmmusik und Hörspiele.
2012 Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, teilt der Presse nach der Verschiebung des ursprünglich für den 3. Juni 2012 geplanten Eröffnungstermins mit, dass der neue Flughafen Berlin Brandenburg seinen Betrieb nun erst am 17. März 2013 aufnehmen wird.

Samstag, 16. Mai 2015

Kalenderblatt (16. Mai)

16. Mai

1685 Sophie Luise von Mecklenburg-Schwerin wird in Grabow geboren. Als 23-jährige heiratet die "mecklenburgische Venus" den bereits 51 Jahre alten und zweimal verwitweten Friedrich I und wird Königin in Preußen. Die Ehe bleibt kinderlos.
1841 Der Geodät, Autor und Hochschullehrer, Christian August Vogler, wird in Wiesbaden geboren. Er lehrt an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin und ist von 1900 bis 1902 deren Rektor. 1896 erscheint erstmals sein Standardwerk "Grundlehren der Kulturtechnik".
1881 In Berlin fährt die erste Straßenbahn der Welt. Entwickelt wurde sie von Siemens & Halske. Die "elektrische Eisenbahn", wie sie damals genannt wird, verkehrt zwischen Bahnhof Lichterfelde Ost und der Finckensteinallee.
1885 Max Esser wird in Barth/Mecklenburg-Vorpommern geboren. Der Bildhauer und Medailleur gestaltet u.a. mehrere Tierplastiken für den Berliner Zoo und Porzellanfiguren für Hutschenreuther, KPM und Rosenthal. Auf der Weltausstellung in Paris 1937 wird seine Plastik "Fischotter" ausgezeichnet.
1900 Dinah Nelken wird als Bernhardine Schneider in Berlin geboren. Die Schriftstellerin und Drehbuchautorin beginnt ihre Karriere mit Kurzgeschichten und Feuilletons für Berliner Zeitungen und als Mitbegründerin eines Berliner Kabaretts.
1904 Horst Strempel wird in Beuthen/Polen geboren. Der Maler, Grafiker, Zeichenlehrer und Professor unterrichtet an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Er ist auch als Tapeten- und Stoffdesigner tätig.
1945 Ferdinand Bernauer stirbt in Berlin im Alter von 52 Jahren an den Folgen der von einem Granatsplitter verursachten Verletzungen. Der Mineraloge, Vulkanologe und Geologe entwickelte Polarisationsfilter aus Herapathit, die ab 1935 von der Firma Zeiss hergestellt wurden.
1980 Walther Schmieding stirbt in Berlin im Alter von 51 Jahren an einer Krebserkrankung. Der Kulturjournalist und Schriftsteller wurde bekannt als Moderator der Kultursendung "aspekte". 1968 wurde er zum Intendanten der Berliner Festspiele berufen.
1982 Der Historiker Hans Herzfeld stirbt in Berlin im Alter von 89 Jahren. Er war Ordinarius für neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin sowie Mitbegründer des Friedrich-Meinecke-Instituts, der Historischen Kommission zu Berlin und des Deutschen Instituts für Urbanistik. Außerdem gehörte er dem Beirat des Instituts für Zeitgeschichte an.
2002 Die in Berlin geborene Schauspielerin und Sängerin, Marlene Dietrich, erhält anlässlich ihres 10. Todestages posthum die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin.

Der Soziologe, SPD-Sozialpolitiker und Autor, Armin Tschoepe, stirbt in Berlin im Alter von 63 Jahren. U.a. war er in Berlin Leiter des Referats Familienpolitik.
2006 Gerhard Hämmerling stirbt in Berlin im Alter von 79 Jahren. Er war Musikverleger, Musikproduzent, Manager und Liedermacher. U.a. managte er Mireille Mathieu und Drafi Deutscher, den er auch selbst entdeckte.
2008 Ulrich Makosch stirbt in Berlin im Alter von 75 Jahren. Der Journalist war Redakteur und Auslandskorrespondent für Rundfunk und Fernsehen in der DDR. Außerdem war er Mitglied der 1991 in Berlin gegründeten "Gesellschaft für Bürgerrechte und Menschenwürde".

Freitag, 15. Mai 2015

Kalenderblatt (15. Mai)

15. Mai

1802 Friedrich Anton von Heynitz stirbt in Berlin einen Tag nach Vollendung seines 77. Geburtstags. Der Bergbaubeamte war ein Mitbegründer der Bergakademie Freiberg und Reformer des braunschweigischen Bergbaus. Außerdem machte er sich um die Reorganisation des Berg- und Hüttenwesens in Preußen verdient.
1811 Andreas Christian Gerlach wird in Wedderstedt/Sachsen-Anhalt geboren. Der Veterinär, Herausgeber und Professor sowie Direktor der Tierarzneischule in Berlin gilt als Begründer des öffentlichen Veterinärwesens.
1832 Carl Friedrich Zelter stirbt in Berlin im Alter von 73 Jahren. Der Musikpädagoge, Komponist und Dirigent ist Direktor der Berliner Sing-Akademie sowie Ehrenmitglied und Professor der Königlichen Akademie der Künste.
1852 Joseph Hermann Schmidt stirbt in Berlin im Alter von 47 Jahren an einer Lungenblutung.Der Mediziner und Publizist ist Professor und Direktor an der Charité sowie vortragender Rat im Preußischen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten.
1866 Reinhard Süring wird in Hamburg geboren. Der Meteorologe und Autor ist Direktor am meteorologischen Observatorium in Potsdam und leitet dort ein Wolkenforschungszentrum von internationalem Ruf. Außerdem ist er Mitglied zahlreicher internationaler Kommissionen und Experte bei der Erforschung der Hochatmosphäre sowie in der Wolken- und Strahlungsforschung.
1880 Otto Dibelius wird in Berlin geboren. Der evangelische Theologe und Berliner Ehrenbürger ist Generalsuperintendent der Kurmark in der Kirche der Altpreußischen Union, Mitglied der Bekennenden Kirche und Bischof von Berlin und Brandenburg. Außerdem ist er von 1949 bis 1961 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland.
1884 Der Architekt und Publizist, Max Taut, wird in Königsberg geboren. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Bruno und Franz Hoffmann betreibt er ein Architekturbüro in Berlin. Er ist Mitbegründer einer neuen Architekturschule an der Universität der Künste Berlin.
1911 Max Frisch wird in Zürich geboren. Der Schriftsteller, Architekt und Ehrendoktor der Technischen Universität Berlin, der eine Zweitwohnung im Berliner Bezirk Friedenau besitzt, wird mit seinen Theaterstücken "Biedermann und die Brandstifter" oder "Andorra" sowie mit seinen Romanen "Stiller", "Homo faber" und "Mein Name sei Gantenbein" populär.
1912 Der Berliner Oberbürgermeister und Ehrendoktor der Friedrich-Wilhelms-Universität, Martin Kirschner, wird zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt. Während seiner Regierungszeit erlebte die Stadt einen großen wirtschaftlichen Aufschwung.
1981 Das Berliner Kammergericht verurteilt die Mitglieder der "Bewegung 2. Juni", Gabriele Rollnik, Klaus Viehmann und Angelika Goder, zu jeweils 15 Jahren Haft. Gudrun Stürmer erhält eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten.
1996 Heinz Werner Höber stirbt in Berlin wenige Tage vor Vollendung seines 65. Geburtstags. Der Krimi-Autor war der "Vater" des New Yorker FBI-Agenten Jeremias ("Jerry") Cotton.
2007 Im Berliner Tierpark Friedrichsfelde wird eine 41-jährige Tierpflegerin von einem Moschusochsen erdrückt. Sie stirbt an inneren Blutungen. 1963 ereignete sich im Berliner Zoo ein ähnliches Unglück, als ein Pfleger von einem Elefanten zerquetscht wurde.
2010 Im Berliner Olympiastadion gelingt dem FC Bayern München im Finale um den DFB-Pokal der Männer gegen Werder Bremen mit einem 4:0-Sieg zum achten Mal in seiner Vereinsgeschichte das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg.
2012 Das Fußballspiel zwischen dem Drittplatzierten der 2. Bundesliga Fortuna Düsseldorf und dem auf Platz 16 rangierenden Erstligisten Hertha BSC endet mit einem 2:2-Unentschieden, was den Düsseldorfern den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga beschert und für die Berliner den Abstieg in die 2. Bundsliga bedeutet. Überschattet wird die Partie von Ausschreitungen und Spielunterbrechungen.