Donnerstag, 14. Mai 2015

Kalenderblatt (14. Mai)

14. Mai

1699 Hans Joachim von Ziethen, wird in Wustrau/Brandenburg geboren. Während des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) wird der Generalleutnant einer der engsten Vertrauten von Friedrich dem Großen.
1725 Friedrich Anton von Heynitz, wird in Dröschkau/Sachsen geboren. Er reformiert die Berliner Kunstakademie und ist Mitbegründer der Berliner Bauakademie.
1734 Der Alchemist, Chemiker, Mediziner und Metallurg, Georg Ernst Stahl, stirbt in Berlin im Alter von 74 Jahren. Er war der Leibarzt von Friedrich Wilhelm I ("Soldatenkönig") und Präsident des Collegium-Medicum in Berlin.
1776 Ludwig Wilhelm von Schorlemmer stirbt in Berlin. Der Generalleutnant war Ritter des Ordens Pour le Mérite, Chef eines Dragoner-Regiments und leitender Verwaltungsbeamter.
1781 Der Jurist, Historiker, Politiker und Autor, Friedrich von Raumer, wird in Wörlitz geboren. U.a. ist er Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität sowie Mitglied der Gesetzlosen Gesellschaft zu Berlin. Außerdem ist er Förderer der Berliner Sing-Akademie und Initiator zur Einrichtung öffentlicher Bibliotheken.
1847 Die Komponistin der deutschen Romantik, Fanny Hensel, stirbt in Berlin im Alter von 41 Jahren. Sie war die Schwester des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy und Enkelin des Philosophen Moses Mendelssohn.
1867 Kurt Eisner wird in Berlin geboren. Der sozialistische Politiker, Journalist, Schriftsteller und Gegner der Monarchie ist der Anführer der Novemberrevolution von 1918 in Bayern. Er proklamiert den Freistaat Bayern und wird vom Münchner Arbeiter- und Soldatenrat zum ersten Ministerpräsidenten gewählt.
1912 August Strindberg stirbt in Stockholm im Alter von 63 Jahren. Der schwedische Schriftsteller, Dramatiker und Künstler, der 1892 nach Berlin zog, machte das Lokal "Weinhandel und Probierstube" in Berlin-Mitte unter dem Namen "Zum schwarzen Ferkel" zu einem Treffpunkt einer internationalen Künstlerszene.

Raoul Richter stirbt in Berlin im Alter von 41 Jahren. Der Philosoph war Professor an der Philosophischen Fakultät zu Leipzig und Vorstandsmitglied der Stiftung "Nietzsche-Archiv".
1919 Im Prozeß gegen die Mörder von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg fällt das Feldkriegsgericht der Garde-Kavallerie-Schützen-Division Urteile, die bei großen Teilen der Bevölkerung auf Unverständnis stoßen, da die maßgeblich an den Morden beteiligten Offiziere freigesprochen werden. Unterzeichnet werden die Urteile von Reichswehrminister Gustav Noske (SPD). Das SPD-Zentralorgan "Vorwärts" verteidigt diesen Richterspruch vehement.
1924 Der Jazzmusiker und Gitarrist, Heinz Jakob "Coco" Schumann, wird in Berlin geboren. Als Halbjude ist er der Verfolgung durch die Nationalsozialisten ausgesetzt. Er überlebt drei Konzentrationslager. In den 1990er Jahren gründet er das "Coco Schumann Quartett" und veröffentlicht seine Biografie "Der Ghetto-Swinger".
1935 Der in Berlin geborene Sozialist, Arzt und Sexualforscher, Magnus Hirschfeld, stirbt in Nizza an seinem 67. Geburtstag. Er gründete in Berlin die weltweit erste Einrichtung für Sexualforschung, das "Institut für Sexualwissenschaft" und war Mitbegründer der ersten Homosexuellen-Bewegung. Da er selbst schwul war und jüdischer Abstammung, verließ er Deutschland 1931.
1970 Anlässlich seiner Ausführung in das "Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen" in Berlin befreien Ulrike Meinhof, Irene Goergens, Ingrid Schubert und eine bisher unbekannte Person den wegen Brandstiftung zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilten Andreas Baader aus der Haft. Ein Institutsangestellter und ein Justizhauptwachtmeister werden dabei schwer verletzt.
1993 Der Mathematiker, Zahlentheoretiker und Hochschullehrer, Ernst Eduard Kummer, stirbt in Berlin im Alter von 83 Jahren.
2002 Der Maler und Bildhauer, Rainer Kriester, stirbt in Castellaro/Italien im Alter von 66 Jahren. Seine Skulptur "Großes weißes Kopfzeichen" steht im Bundeskanzleramt in Berlin.

Max Glatt stirbt in London im Alter von 90 Jahren. Der aus Berlin stammende Psychiater und Suchtexperte gehörte zu den bedeutendsten Erforschern des Abhängigkeitssyndroms. Er forderte die Anerkennung der Alkoholsucht als Krankheit und war ein Gegner der Kriminalisierung der Drogenabhängigkeit.
2006 Auf dem SPD-Sonderparteitag wird der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, mit 95 % der Stimmen zum neuen Parteichef gewählt. Sein Vorgänger, Matthias Platzeck, war aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten.
2007 Horst Tobias Witt stirbt in Berlin im Alter von 85 Jahren. Der Physiker und Pionier bei der Erforschung der Photosynthese war u.a. Mitglied der Leopoldina und mehrerer Akademien der Wissenschaften.
2011 Der Bildhauer und Zeichner, Gerhard Scheibe, stirbt in Berlin. Zu seinen bekanntesten Werken gehört die "Berliner Pflanze".
2013 Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entscheidet, dass Google Wortkombinationen aus der Autocomplete-Funktion streichen muss, wenn diese Persönlichkeitsrechte verletzen.
2015 Im ausverkauften Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin gewinnt der 1. FFC Frankfurt gegen Paris St. Germain das Endspiel der Champions League der Frauen mit 2:1.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Kalenderblatt (13. Mai)

13. Mai

1710 Eine schwere Pestepedemie sucht Osteuropa und Preußen heim. Um vor einem Übergreifen auf Berlin und Brandenburg gewappnet zu sein, erlässt König Friedrich I eine Kabinettsorder zur Gründung von Lazaretten außerhalb der Stadtgrenzen. Auch für Berlin wird ein Pesthaus gegründet - die spätere Charité.
1717 Maria Theresia wird in Wien geboren. Die Regentschaft der Erzherzogin von Österreich und Königin von Ungarn und Böhmen ist geprägt von jahrelangen kriegerischen Auseinandersetzungen mit Friedrich dem Großen. Dieser entfesselt nicht nur den Ersten und Zweiten Schlesischen Krieg (1740–1742 und 1744/45) sondern auch den Siebenjährigen Krieg (1756-1763).
1843 Hans Ernst von Kottwitz stirbt in Berlin im Alter von 85 Jahren. Der Philanthrop war einer der wichtigsten Persönlichkeiten der Erweckungsbewegung. Er setzte sein gesamtes Vermögen für die Armen ein und gründete u.a. Spinnereien und Webereien zur Schaffung von Arbeitsplätzen.
1913 Richard Börnstein stirbt in Berlin im Alter von 61 Jahren. Der Physiker, Meteorologe und Autor lehrte an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin und beteiligte sich aktiv beim Berliner Verein für Luftschifffahrt.
1930 Helene Lange stirbt in Berlin im Alter von 82 Jahren. Die Pädagogin, Publizistin und Frauenrechtlerin kämpfte für die Zulassung von Frauen zum Abitur und zur Hochschulbildung. Sie war Mitbegründerin des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins und der Deutschen Demokratischen Partei (DDP). Außerdem war sie Mitherausgeberin des Handbuchs der Frauenbewegung.
1941 Senta Berger wird in Wien geboren. Die international renommierte Schauspielerin und Filmproduzentin mit Wohnsitz in Berlin wird mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. 2011 erhält sie einen Stern auf dem Berliner Boulevard der Stars.
2008 James W. Pulley stirbt in Berlin im Alter von 72 Jahren. Der in Philadelphia/ USA geborene Blues-, Gospel- und Schlagersänger desertierte 1955 aus einer bayerischen US-Kaserne in die DDR, wo er schon bald Karriere machte. Nach der Wende begann Pulleys Stern zu sinken.

Dienstag, 12. Mai 2015

Kalenderblatt (12. Mai)

12. Mai

1529 Sabina von Brandenburg-Ansbach wird in Ansbach geboren. Durch Heirat mit Johann Georg aus dem Hause Hohenzollern wird sie Kurfürstin von Brandenburg.
1778 Der Pädagoge, Geograph, Germanist und Begründer der Berliner Blindenanstalt, Johann August Zeune, wird in Wittenberg/Sachsen-Anhalt geboren.
1833 Christian Ernst Weiß wird in Eilenburg/Sachsen geboren. Der Mineraloge, Geologe, Phytopaläontologe und Autor ist Professor an der Berliner Bergakademie.
1869 Carl Schuhmann wird in Münster/Nordrhein-Westfalen geboren. Der Turner ist vierfacher Olympiasieger bei den Olympischen Spielen 1896 in Athen und zählt damit zu den erfolgreichsten deutschen Sommerolympioniken.
1900 Helene Weigel wird in Wien geboren. Die Schauspielerin und Intendantin des Berliner Ensembles heiratet 1929 den Dramaturgen und Lyriker Berthold Brecht. Aus dieser Ehe stammen zwei Kinder.
1922 Hugo Conwentz stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Der Botaniker ist der Begründer des deutschen und europäischen Naturschutzes. Er war Mitglied der Leopoldina. Eine Landspitze auf Spitzbergen wurde nach ihm benannt.

Heinz Ohff wird in Eutin/Schleswig-Holstein geboren. Der Kunstkritiker, Feuilletonchef und Autor ist u.a. Präsident der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA.
1936 Klaus Doldinger wird in Berlin geboren. Der Jazzmusiker und Bandgründer komponiert u.a. die Titelmusik für "Das Boot" und "Die unendliche Geschichte" sowie für die TV-Krimis "Tatort" und "Ein Fall für Zwei".
1946 Daniel Libeskind wird in Łódź/Polen geboren. Der US-amerikanische Architekt und Stadtplaner, der einige Jahre in Berlin lebt, errichtet u.a. das One World Trade Center in New York sowie das Jüdische Museum in Berlin.
1949 Die Sowjets beenden die am 24. Juni 1948 verhängte Blockade Westberlins. Fast ein Jahr lang mussten 2,2 Millionen Menschen über die Luftbrücke der Westalliierten versorgt werden.
1950 Günter ("Holly") Holwas wird in Berlin geboren. Der Bluesmusiker und Gründer der "Hollys Bluesband" ist Initiator der Blues-Messen in Ostberlin.
1956 Der evangelische Theologe und Pazifist, Heinrich Grüber, wird mit der Ehrendoktorwürde der Theologischen Comenius-Fakultät der Universität Prag ausgezeichnet.
1963 In einem gestohlenen Linienbus versuchen zwölf Ostberliner über den innerstädtischen Grenzübergang Invalidenstraße nach Westberlin zu flüchten, scheitern aber im Kugelhagel der DDR-Grenzsoldaten. Nach diesem Vorfall wird die Anlage durch eine zusätzliche Sperre verstärkt.
1970 Nelly Sachs stirbt in Stockholm im Alter von 78 Jahren. Die aus Berlin stammende Schriftstellerin und Lyrikerin erhielt 1966 den Nobelpreis für Literatur.
1998 Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth nimmt den ersten Spatenstich für das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Regierungsviertel in Berlin-Mitte vor.
2001 Die aus Berlin stammende Schauspielerin und Rezitatorin, Isa von Bernus, stirbt in Donaumünster/Bayern im Alter von 103 Jahren.
2005 Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg erklärt den Prozess gegen den PKK-Führer Abdullah Öcalan für unfair.

Der Deutsche Bundestag stimmt mit großer Mehrheit dem EU-Verfassungsentwurf zu. 569 Abgeordnete stimmen dafür, 23 dagegen und 2 enthalten sich der Stimme.
2010 Die Europäische Kommission macht den Weg frei für einen Beitritt Estlands zur Eurozone. Estland führt am 1. Januar 2011 als 17. EU-Staat die Gemeinschaftswährung ein.
2012 Im Berliner Olympiastadion gewinnt Borussia Dortmund mit einem 5:2-Sieg über Bayern München den DFB-Pokal.

Montag, 11. Mai 2015

Kalenderblatt (11. Mai)

11. Mai

1805 Der liberale Kommunalpolitiker, Heinrich Kochhann, wird in Berlin geboren. Wegen seines sozialen Engagements wird er anlässlich seines Ausscheidens aus dem Amt des Stadtverordneten-Vorstehers zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt.
1850 Justus Hecker stirbt in Berlin im Alter von 55 Jahren. Der Arzt, Medizinhistoriker, Publizist und Professor gilt als Begründer der historischen Pathologie der Seuchengeschichte. Außerdem war er Mitherausgeber des "Encyclopädischen Wörterbuchs der medicinischen Wissenschaften".
1878 Der Leipziger Klempnergeselle Max Hödel verübt ein Revolverattentat auf Kaiser Wilhelm I. Die Kugeln verfehlen allerdings den Monarchen. Es ist bereits das zweite Attentat auf Wilhelm I, ein drittes wird nur wenige Wochen danach verübt und ein viertes erfolgt 1883. Hödel wird am 10. Juli 1878 zum Tode verurteilt und am 16. August 1878 im Gefängnis Berlin-Moabit mit dem Richtbeil enthauptet.
1879 Bernhard Wolff stirbt in Berlin im Alter von 68 Jahren. Der Zeitungsverleger war Geschäftsführer der Vossischen Zeitung und Gründer der Berliner National-Zeitung. Mit der Gründung des Wolffschen Telegrafenbüros errichtete er die erste deutsche Nachrichtenagentur.
1899 Der Bauingenieur Ernst Dircksen stirbt in Erfurt im Alter von 67 Jahren. 1878 wurde er Bauleiter der Berliner Stadtbahn.
1901 Der Architekt, Oberbaurat und Autor, August Orth, stirbt im Berliner Lazarus-Krankenhaus im Alter von 72 Jahren. Er war Vorstandsmitglied des Berliner Architektenvereins und des Vereins Berliner Architekten, den er selbst mitbegründete. Außerdem war er Mitglied der Berliner und der Wiener Akademie der Künste.
1916 Karl Schwarzschild stirbt in Potsdam im Alter von 42 Jahren an der Blasensucht. Der Astronom und Physiker war ein Wegbereiter der modernen Astrophysik. Er war Direktor des Astrophysikalischen Observatoriums in Potsdam und Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.
1921 Hildegard Hamm-Brücher wird in Essen geboren. Die FDP-Politikerin, die in Berlin-Dahlem aufwächst, ist von 1976 bis 1982 Staatsministerin im Auswärtigen Amt und kandidiert 1994 für das Bundespräsidentenamt.
1949 Der 24-jährige Schlosser Berthold Wehmeyer wird im Berliner Gefängnis in der Lehrter Straße durch das Fallbeil enthauptet. Verurteilt wurde er wegen Raubmordes und Vergewaltigung der 61-jährigen Eva Kusserow aus Berlin-Weißensee. Er war der letzte in Westberlin hingerichtete Straftäter.
2001 Klaus Schlesinger stirbt in Berlin im Alter von 64 Jahren an Leukämie. Der Schriftsteller und Journalist war Mitglied der Akademie der Künste.
2008 In Berlin-Kreuzberg feiern rund 850.000 Besucher den "Karneval der Kulturen", der alljährlich am Pfingstwochenende ausgetragen wird. Bei sommerlichen Temperaturen wirken etwa 4.500 Teilnehmer aus insgesamt 80 Ländern an dem bunten Umzug durch die Straßen Berlins mit.
2014 Günter ("Holly") Holwas stirbt in Tauperlitz/Bayern einen Tag vor Vollendung seines 64. Geburtstags. Der aus Berlin stammende Bluesmusiker und Gründer der Hollys Bluesband war der Initiator der Blues-Messen in Ostberlin.

Sonntag, 10. Mai 2015

Kalenderblatt (10. Mai)

10. Mai

1777 Johanne Karoline Wilhelmine ("Minna") Spazier wird in Berlin geboren. Die Dichterin und Schriftstellerin ist die Herausgeberin des Jahreskalenders Urania.
1799 Der Jurist und Sozialpolitiker, Wilhelm Adolf Lette, wird in Kienitz/Polen geboren. 1866 gründet er in Berlin den "Verein zur Förderung der Erwerbstätigkeit des weiblichen Geschlechts" (Lette-Verein).
1805 Alexander Carl Heinrich Braun wird in Regensburg/Bayern geboren. Der Botaniker und Hochschullehrer liefert wichtige Erkenntnisse zur Entwicklung der Zelltheorie der Pflanzen.
1813 Der Zoologe, Entomologe und Schriftsteller, Johann Karl Wilhelm Illiger, stirbt in Berlin im Alter von 37 Jahren. Er war u.a. Leiter der königlichen Naturaliensammlung in Berlin und Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften. Nach ihm wurde eine Pflanzengattung benannt.
1843 Der Eisenbahningenieur Karl Wichert wird in Königsberg geboren. Er arbeitet für das Betriebsamt der Berliner Stadt- und Ringbahn, ist Mitglied der Eisenbahndirektion Berlin und Leiter der maschinentechnischen Abteilung. Außerdem ist er Gründungs- und Vorstandsmitglied der Deutschen Maschinentechnischen Gesellschaft (DMG)
1871 Mit dem Frieden von Frankfurt endet formell der Deutsch-Französische Krieg. Schon am 26. Februar war der Vorfrieden von Versailles geschlossen worden. Der Deutsch-Französische Krieg (1870/71) ist der letzte der Deutschen Einigungskriege.
1878 Der Politiker Gustav Stresemann wird in Berlin geboren. Er ist Vorsitzender der Nationalliberalen Partei, Reichskanzler und Reichsaußenminister. Nach der Gründung der Deutschen Volkspartei (DVP) wird er deren Vorsitzender. 1926 erhält Stresemann für seine Bemühungen um die Völkerverständigung gemeinsam mit seinem Kollegen, dem französischen Außenminister Aristide Briand, den Friedensnobelpreis.
1933 Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz in Berlin-Mitte. Studenten des Nationalsozialistischen Studentenbundes und Professoren der Humboldt-Universität werfen über 20000 Bücher unliebsamer Autoren ins Feuer. Heute erinnert das aus leeren Bücherregalen bestehende Mahnmal "Bibliothek" des israelischen Künstlers Micha Ullman an dieses Ereignis.
1952 Der Schlagersänger Roland Kaiser wird als Ronald Keiler in Berlin geboren. Bekannt wird er Ende der 1970er-Jahre mit Hits wie "Sieben Fässer Wein" und "Santa Maria".
1966 Erich Engel stirbt in Berlin im Alter von 70 Jahren. Der Film- und Theaterregisseur, der seine Karriere am Deutschen Theater in Berlin begann, war einer der wichtigsten Brecht-Interpreten Deutschlands.
1996 Der Schauspieler und Synchronsprecher, Gerd Duwner, stirbt nach schwerer Krankheit in Berlin im Alter von 70 Jahren. Er lieh einer Vielzahl von Hollywoodstars seine Stimme. Außerdem synchronisierte er den Koch Hop Sing (Bonanza), den Hilfssheriff Festus Haggen (Rauchende Colts), Ernie aus der Sesamstraße und Barney Geröllheimer aus der Zeichentrickserie "Familie Feuerstein".
2002 Gabriele Mucchi stirbt in Mailand im Alter von 102 Jahren. Der italienische Maler, Grafiker und Architekt ist Mitbegründer des "Neuen Realismus". Bestattet wird er auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde neben seiner Ehefrau, der Bildhauerin Jenny Mucchi-Wiegmann, mit der er seit 1933 verheiratet war.
2005 In Berlin wird das nach dem Entwurf des US-amerikanischen Architekten, Peter Eisenman, errichtete Denkmal für die ermordeten Juden Europas eingeweiht.
2006 Der in Berlin geborene Jurist und Orientalist, Ernst Klingmüller, stirbt in Köln im Alter von 91 Jahren. Er war Mitbegründer und Vorsitzender der Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht sowie Mitglied des Deutschen Orient-Institutes und der Deutsch-Ungarischen Juristenvereinigung.
2012 Der Deutsche Bundestag stimmt der Ausweitung des Bundeswehr-Mandats für die EU NAVFOR Somalia – Operation Atalanta zu. Damit sollen deutsche Soldaten künftig auch aus der Luft gegen logistische Einrichtungen der somalischen Piraten vorgehen dürfen. Erlaubt ist die Bekämpfung der Piraten innerhalb eines zwei Kilometer breiten Küstenstreifens. Der Bodeneinsatz ist nur für Rettungsmaßnahmen erlaubt.

Samstag, 9. Mai 2015

Kalenderblatt (9. Mai)

9. Mai

1598 Der sorbischstämmige Komponist bekannter Kirchenlieder und Verfasser musikpädagogischer Schriften, Johann Crüger, wird in Groß Breesen/Brandenburg geboren. Von 1622 bis 1662 ist er Kantor an der Nikolaikirche in Berlin.
1688 Friedrich Wilhelm ("Der Große Kurfürst") aus dem Hause Hohenzollern stirbt in Potsdam im Alter von 68 Jahren. Er war Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches und Herzog in Preußen. Durch seine kluge und reformorientierte Politik verschaffte er Brandenburg einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung und legte den Grundstein für den späteren Aufstieg Preußens zu einer europäischen Großmacht.
1843 Anton von Werner wird in Frankfurt/Oder geboren. Der Maler und Kunstpolitiker hat beste Kontakte zum preußischen Hof und dokumentiert in dessen Aufrag u.a. Szenen aus dem Deutsch-Französischen Krieg und die Proklamation des Deutschen Kaiserreiches aus dem Spiegelsaal von Versailles.
1844 Der preußische General der Kavallerie und Mitglied des Preußischen Staatsrates, Ludwig von Borstell, stirbt in Berlin im Alter von 70 Jahren. Anlässlich des 30. Jahrestages der Schlacht bei Dennewitz, in der er eine erneute Besetzung Berlins durch die Franzosen verhinderte, wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen.
1864 Der am 2. Mai in Paris verstorbene Komponist, Giacomo Meyerbeer, wird auf dem jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee in Berlin-Pankow beigesetzt.
1870 Hans Baluschek wird in Breslau geboren. Der Maler, Zeichner, Grafiker, Schriftsteller und SPD-Politiker gehört zur "Berliner Secession".
1891 Der Bauingenieur Rudolf Beyschlag wird in Berlin geboren. Er ist Bergassessor an der Preußischen Geologischen Landesanstalt, Oberbergrat und Professor an der Technischen Hochschule Berlin.
1901 Carl Langenbuch stirbt in Berlin im Alter von 54 Jahren. Der Chirurg und Direktor des Lazarus-Krankenhauses in Berlin führte 1882 die erste Cholezystektomie (Entfernung der Gallenblase) durch.
1945 Nachdem schon am 7. Mai von Generaloberst Alfred Jodl, im Obersten Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte in Reims die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet wurde, unterzeichnet Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel um 0.16 Uhr eine zweite Kapitulationserklärung im Hauptquartier der sowjetischen 5. Armee in Berlin-Karlshorst.
1946 Der Sänger, Komponist und Musikproduzent, Drafi Deutscher, wird in Berlin-Charlottenburg geboren. Sein bekanntester Hit "Marmor, Stein und Eisen bricht" stammt aus dem Jahr 1966.
1959 In der City-West wird der Grundstein für den Neubau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gelegt. Das Ensemble, bestehend aus einem Kirchenschiff, einem Foyer, einem Glockenturm und einer Kapelle, wird nach Entwürfen des Architekten Egon Eiermann gestaltet.

Ulrich Matthes wird in Berlin geboren. Der Schauspieler sowie Synchron- und Hörbuchsprecher ist Ensemblemitglied am Deutschen Theater in Berlin.
1982 Der ehemalige Westberliner Polizeipräsident, Erich Duensing, stirbt in Ottersweier/Baden-Württemberg im Alter von 76 Jahren. Unter seiner Führung erlebte die Berliner Polizei eine zunehmende Militarisierung. Besonders umstritten war die von ihm ausgeklügelte "Leberwursttaktik". Dieses besonders aggressive Vorgehen gegen Demonstranten wurde auch während des Schah-Besuchs angewendet und endete schließlich mit dem Tod des Studenten Benno Ohnesorg. Der Regierende Bürgermeister und der Innensenator traten daraufhin zurück. Duensing wurde in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.
1987 Anlässlich der 750 Jahr-Feier Berlins wird die nach einem Dacheinsturz beschädigte und danach renovierte Kongresshalle wiedereröffnet. Auch der Architekt Hugh Stubbins wohnt dieser Zeremonie bei. Im Vorfeld gab es heftige Debatten über das Pro und Contra einer Wiedereröffnung.

In Berlin-Marzahn öffnet anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins die "Berliner Gartenschau" ihre Tore. 1991 erhält sie den Namen "Erholungspark Marzahn". Seit Oktober 2000 heißt der Park "Gärten der Welt".
2010 Bei den "25 km von Berlin" (BIG 25 Berlin) stellen der Kenianer Samuel Kiplimo Kosgei mit 1:11:50 und seine Landsfrau Mary Jepkosgei Keitany mit 1:19:53 zwei neue Weltrekorde auf.

Freitag, 8. Mai 2015

Kalenderblatt (8. Mai)

8. Mai

1799 Wilhelm Stier wird in Blonie/Polen geboren. Der Architekt ist Professor an der Berliner Bauakademie und Mitglied der Akademie der Wissenschaften sowie der Preußischen Akademie der Künste.
1843 Rudolf Mosse wird in Grätz/Polen geboren. Der Verleger, Verlagsbuchhändler, Firmengründer und Philanthrop gibt u.a. das "Berliner Tageblatt" heraus.
1862 Hugo Erdmann wird in Preußisch Holland/Polen geboren. Der Chemiker und Hochschullehrer entdeckt gemeinsam mit Jacob Volhard die Thiophensynthese und erfindet den Namen "Edelgase".
1869 Paul Krusch wird in Görlitz/Sachsen geboren. Der Geologe und Professor ist Präsident der Preußischen Geologischen Landesanstalt, Mitglied der Leopoldina und Vorsitzender der Deutschen Geologischen Gesellschaft.
1890 Carl Ludwig Frischen stirbt in Berlin im Alter von 59 Jahren. Der Elektroingenieur und Konstrukteur war Direktor der Königlichen Telegraphen-Inspektion und arbeitete ab 1870 als Oberingenieur bei Siemens & Halske, wo er Sicherungs- und Signalsysteme für den Schienenverkehr entwickelte.
1900 Karl Liebknecht heiratet Julia Paradies. Aus der Ehe gehen zwei Söhne und eine Tochter hervor.
1907 Beginn der Bauarbeiten zur Umgestaltung eines 200 Meter langen Uferstreifens des Wannsees in ein Strandbad. Das neu geschaffene Naherholungsgebiet erfreut sich schnell großer Beliebtheit und wird zur "Badewanne der Berliner".
1919 Beginn einer sechstägigen Gerichtsverhandlung gegen Beteiligte am Mord von Karl-Liebknecht und Rosa Luxemburg. Der spätere DDR-Präsident, Wilhelm Pieck, tritt als Belastungszeuge auf. Zwei der Angeklagten erhalten geringe Freiheitsstrafen, andere werden freigesprochen. Der Anführer Pabst wird nicht angeklagt, nach möglichen Auftraggebern wird nicht gesucht.
1929 Die Opfer des "Blutmai" werden zu Grabe getragen. Ernst Thälmann erklärt bei der Trauerfeier: "Die Kommunistische Partei solidarisiert sich völlig mit denjenigen, die auf den Barrikaden gestanden haben". Keiner der an den Gewaltexzessen beteiligten Polizisten wird jemals angeklagt.
1944 Der Architekt und Berliner Gemeindebaumeister, Alexander Beer, wird im KZ Theresienstadt ermordet. Er errichtete in Berlin das Jüdische Waisenhaus, die Jüdische Mädchenschule, das Altersheim der jüdischen Gemeinde zu Berlin und die Orthodoxe Synagoge in Berlin-Kreuzberg.
1945 Die Sowjets ernennen Nicolai Kickull zum Bezirksbürgermeister von Kreuzberg und Hans Scigalla zum Bezirksbürgermeister von Wedding.
1947 Die SPD-Politikerin Louise Schroeder wird Oberbürgermeisterin von Berlin. Bis zum 18. Januar 1951 hat sie dieses Amt inne.
1949 Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park wird eingeweiht. Über 7000 der in der Schlacht um Berlin gefallenen Soldaten sind hier bestattet.
1960 Die von Karl Friedrich Schinkel erbaute und von Heinz Mehlan gestaltete Neue Wache in Berlin-Mitte wird von der Partei- und Staatsführung der DDR als Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus eingeweiht.
1970 Der evangelische Theologe und Ehrenpräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Heinrich Grüber, der während der Nazidiktatur viele rassisch und politisch Verfolgte vor dem sicheren Tod rettete, wird zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt.
1986 Nach einer 0:2-Niederlage bei Alemannia Aachen steigt Hertha BSC in die drittklassige Amateur-Oberliga ab.
1990 Gustav Rudolf Sellner stirbt in Königsfeld-Burgberg/Baden-Württemberg kurz vor Vollendung seines 85. Geburtstags. Der Schauspieler, Dramaturg, Regisseur und Theaterleiter war von 1961 bis 1972 Generalintendant und Chefregisseur der Deutschen Oper in Berlin.
2010 Die Europäische Union beschließt mit dem Internationalen Währungsfonds ein Rettungspaket zur Verhinderung von Staatsbankrotten in der Eurozone in Höhe von 750 Milliarden Euro.

Meister der Fußball-Bundesliga Saison 2009/10 wird der FC Bayern München vor Schalke 04 und Werder Bremen. Hertha BSC und der VfL Bochum steigen in die 2. Bundesliga ab, der 1. FC Nürnberg muss in die Relegation.
2011 Dieter Finke stirbt in Berlin im Alter von 72 Jahren. Der Bildhauer erhielt 1967 den Georg-Kolbe-Preis und 1977 ein Gastatelier in New York.
2012 Rund einen Monat vor der geplanten Eröffnung des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) wird der Termin ein zweites Mal verschoben. Als Grund werden Probleme mit dem Brandschutz angegeben. In der Folgezeit nennt der Aufsichtsrat immer wieder neue Eröffnungstermine, ohne dass der BER allerdings seinen Betrieb aufnehmen wird.