Samstag, 21. Februar 2015

Kalenderblatt (21. Februar)

21. Februar

1484 Joachim I aus dem Hause Hohenzollern wird in Cölln geboren. Von 1499 bis zu seinem Tod ist er Kurfürst von Brandenburg.
1777 Johann Heinrich Leberecht Pistorius wird in Loburg/Sachsen-Anhalt geboren. Der Landwirt und Unternehmer erfindet 1817 den Pistoriusschen Brennapparat zur Herstellung von Branntwein.
1779 Friedrich Carl von Savigny wird in Frankfurt/Main geboren. Der Rechtsgelehrte, Kronsyndikus, Politiker und Publizist gilt als Begründer der modernen Rechtswissenschaft.
1871 Paul Cassirer wird in Görlitz/Sachsen geboren. Der Verleger und Galerist ist Sekretär der Künstlervereinigung Berliner Secession. Er widmet sich der Förderung des Impressionismus in Deutschland.
1878 Johann Samuel Otto stirbt in Berlin im Alter von 80 Jahren. Der Maler, Kupferstecher und Lithograf schuf Altar- und Landschaftsbilder und war ein gefragter Porträtmaler am preußischen Hof.
1887 Aus den Reichstagswahlen geht die Nationalliberale Partei mit 22,2% als Sieger hervor. Dahinter folgen die Deutsche Zentrumspartei mit 20,1% und die Deutschkonservative Partei mit 15,2%. Die Wahlbeteiligung liegt bei rund 77%.
1906 Friedrich Karl Kaul wird in Posen/Polen geboren. Der Jurist, Hochschullehrer und Schriftsteller schreibt Kriminalgeschichten, Romane sowie Hör- und Fernsehspiele, teilweise auch unter dem Pseudonym Friedrich Karl Hartmann.
1919 Louis Tuaillon stirbt in Berlin im Alter von 56 Jahren. Der Bildhauer und Medailleur ist u.a. Mitglied der Berliner Secession, Professor an der Berliner Kunstakademie und Ehrendoktor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität.
1938 Wilhelm Lütgert stirbt in Berlin im Alter von 70 Jahren. Der evangelische Theologe war Mitglied der Greifswalder Schule und Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin.
1939 Gustav Johannes Georg Hellmann stirbt in Berlin im Alter von 84 Jahren. Der Meteorologe, Klimatologe und Professor war Mitherausgeber der Meteorologischen Zeitschrift. Der Hellmann-Regenmesser wurde nach ihm benannt.
1942 Margarethe von Trotta wird in Berlin geboren. Die Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin gewinnt 1981 mit ihrem Film "Die bleierne Zeit" bei den Filmfestspielen in Venedig den Goldenen Löwen.
1971 Die Schauspielerin, Tilla Durieux, stirbt in Berlin im Alter von 90 Jahren an einer Blutvergiftung. Beigesetzt wird sie auf dem Städtischen Waldfriedhof Charlottenburg.
2014 Die Diäten der Bundestagsabgeordneten werden zum 1. Juli 2014 auf 8.667 Euro und zum 1. Januar 2015 auf 9.082 Euro pro Monat angehoben. Darüber hinaus soll es eine jährliche Diätenerhöhung auf Basis des Nominallohnanstiegs geben.

Freitag, 20. Februar 2015

Kalenderblatt (20. Februar)

20. Februar

1816 Johann Erich Biester stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren. Der Philosoph war Mitherausgeber der Berlinischen Monatsschrift und Herausgeber der Berlinischen Blätter sowie der Neuen Berlinischen Monatsschrift.
1824 Der preußische General und Kommandant von Berlin, Bogislav Friedrich Emanuel Graf Tauentzien, stirbt in Berlin im Alter von 63 Jahren. Bestattet wird er auf dem Invalidenfriedhof in Berlin-Mitte.
1870 Der Landschafts- und Dekorationsmaler, Karl Wilhelm Gropius, stirbt in Berlin im Alter von 76 Jahren. Der Schüler von Karl Friedrich Schinkel arbeitete seit 1819 als Hoftheatermaler für die Theaterbühnen Berlins.
1883 Die Theater- und Filmschauspielerin, Lucie Höflich, wird als Helene Lucie von Holwede in Hannover geboren.
1890 Bei der Reichstagswahl erreichen die Sozialdemokraten 19,7%, die Zentrumspartei kommt auf 18,6%, die Linksliberalen können deutliche Stimmengewinne verzeichnen. Die Wahlbeteiligung liegt bei rund 71 Prozent.
1892 Erhard Nehring wird in Lissen/Polen geboren. Der Mediziner und Bakteriologe ist der erste Direktor am Bundesgesundheitsamt.
1895 Heinz Hentschke wird in Berlin geboren. Der Schauspieler, Operettenregisseur und Librettist leitet zehn Jahre das Berliner Lessingtheater. Er schreibt 14 Operetten, die bekanntesten sind "Maske in Blau" und "Hochzeitsnacht im Paradies".
1909 Heinz Erhardt wird in Riga/Lettland geboren. Der Komiker, Musiker, Komponist, Entertainer, Schauspieler und Dichter tritt von 1938 bis 1941 beim "Kabarett der Komiker" in Berlin auf.
1926 Die erste "Internationale Grüne Woche", eine Messe für Ernährungs- und Landwirtschaft sowie Gartenbau, wird in den Messehallen zu Füßen des Berliner Funkturms eröffnet.
1929 Carl Sonnenschein stirbt in Berlin im Alter von 52 Jahren. Der katholische Priester und Herausgeber gründete eine katholische Volkshochschule, eine katholische Lesehalle, den "Geschichtsverein katholische Mark" und den "Arbeitskreis Katholischer Künstler".
1947 Henry Hübchen wird in Berlin geboren. Der Schauspieler ist einer der populärsten Künstler der DDR. Nach der Wende wirkt er in Filmen wie "Sonnenallee" und "Alles auf Zucker!" mit.
1970 Julia Franck wird in Berlin geboren. Die Schriftstellerin erhält 2007 für ihren Roman "Die Mittagsfrau" den Deutschen Buchpreis. Ihre Werke werden in 39 Sprachen übersetzt.
1980 Arthur Abraham wird in Jerewan/Armenien geboren. Der in Berlin wohnende Profiboxer und WBO-Weltmeister im Supermittelgewicht besitzt seit 2006 die deutsche Staatsangehörigkeit.
2000 Die 50. Berlinale geht zu Ende. Der Goldene Bär ging in diesem Jahr an den US-amerikanischen Regisseur Paul Thomas Anderson für seinen Spielfilm "Magnolia".
2003 Der Musiker, Komponist und Liedtexter, Ulrich Roski, stirbt in Berlin im Alter von 58 Jahren an einem Zungenkarzinom. Bestattet wird er auf dem Waldfriedhof.
2004 Das "MoMA in Berlin" wird in der Neuen Nationalgalerie eröffnet. Die Ausstellung, die 200 der bedeutendsten Meisterwerke des 20.Jahrhunderts aus dem New Yorker "Museum of Modern Art" zeigt, zieht rund 1,2 Millionen Besucher an.
2005 Die 55. Berlinale geht zu Ende. Den Goldenen Bären erhält der südafrikanische Spielfilm "U-Carmen" des britischen Regisseurs Mark Dornford-May.
2010 Der türkisch-deutsche Spielfilm "Bal" ("Bal - Honig") des türkischen Filmregisseurs Semih Kaplanoglu wird mit dem Goldenen Bären der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin ausgezeichnet.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Kalenderblatt (19. Februar)

19. Februar

1780 Friedrich Heinrich von der Hagen wird in Angermünde/Brandenburg geboren. Der Germanist, Publizist und Professor ist Herausgeber der "Germania", des Jahrbuchs der Berlinischen Gesellschaft für Deutsche Sprache und Altertumskunde. Bekannt wird er durch seine Übersetzung das Nibelungenliedes ins Neuhochdeutsche.
1839 Friedrich Althoff wird in Dinslaken/Nordrhein-Westfalen geboren. Der Kulturpolitiker reformiert das Bibliothekswesen, fördert den Bau von Universitäten sowie den Neubau der Charité und gründet zahlreiche wissenschaftliche Institute. Auf ihn geht auch die Gründung der Max-Planck-Gesellschaft zurück.
1852 Carl Vivigens von Winterfeld stirbt in Berlin im Alter von 68 Jahren. Der Jurist und Musikwissenschaftler war Mitbegründer der Bach-Gesellschaft und Mitglied der "Gesetzlosen Gesellschaft zu Berlin".
1897 Der Mathematiker und Professor an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität, Karl Weierstraß, stirbt in Berlin im Alter von 81 Jahren an einer Lungenentzündung. Zahlreiche mathematische Funktionen und Sätze wurden nach ihm benannt.
2000 Die aus Berlin stammende Jazzsängerin und Komponistin, Cornelia ("Conny") Giese, stirbt im Alter von 41 Jahren.
2005 Der Ingenieur, Sozialdemokrat, Kommunalpolitiker, Gewerkschaftler und Delegierte der Betriebsrätekommission, Werner Wolf, stirbt in Berlin im Alter von 76 Jahren. Von 1959 bis 1971 gehörte er dem Berliner Abgeordnetenhaus an.
2008 Der Maler, Grafiker und Objektkünstler, Donatello Losito, stirbt in Berlin im Alter von 67 Jahren. Seine "Losito Kressmann-Zschach-Foundation" unterstützt u.a. "Ärzte ohne Grenzen", die "Johanniter Unfallhilfe" und den "Malteser Hilfsdienst".
2011 Nach mehr als vier Monaten in iranischer Haft landen die beiden "BamS"-Reporter Marcus Hellwig und Jens Koch in Begleitung von Außenminister Guido Westerwelle auf dem Flughafen Berlin-Tegel.

Der Sozialdemokrat und Politikwissenschaftler sowie ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Dietrich Stobbe, stirbt in Berlin im Alter von 72 Jahren. Seine politische Karriere endete 1981 im Zusammenhang mit der "Garski-Affäre".
2012 Die Parteispitzen von CDU/CSU, FDP, SPD und die Grünen einigen sich im Bundeskanzleramt darauf, die Kandidatur von Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten zu unterstützen.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Kalenderblatt (18. Februar)

18. Februar

1827 Heinrich Brugsch wird in Berlin geboren. Der Ägyptologe, Publizist, Dozent und Assistent am Ägyptischen Museum gründet 1864 in Berlin die "Zeitschrift für ägyptische Sprache und Altertumskunde".
1851 Carl Gustav Jacob Jacobi stirbt in Berlin im Alter von 46 Jahren an den Pocken. Der Mathematiker und Gründer des mathematisch-physikalischen Seminars in Königsberg wird in einem Ehrengrab auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof beigesetzt.
1857 Max Klinger wird in Leipzig geboren. Der Bildhauer, Maler und Grafiker ist Mitbegründer der Künstlergruppe "Vereinigung der XI".
1867 Hedwig Courths-Mahler wird in Nebra/Sachsen-Anhalt geboren. Die Schriftstellerin, deren Romane in dreizehn Sprachen übersetzt werden, ist bis heute die meistübersetzte deutsche Autorin.
1877 Ernst Ludwig von Gerlach stirbt in Berlin im Alter von 81 Jahren. Der Politiker, Publizist und Richter war Mitbegründer der Konservativen Partei und auch deren Fraktionsführer im Preußischen Abgeordnetenhaus.
1891 Eduard Lürssen stirbt in Berlin im Alter von 50 Jahren durch Selbstmord. Der Bildhauer und Medailleur war Professor für dekorative Plastik an der Berliner Bauakademie.
1902 Julius Wolff stirbt in Berlin im Alter von 65 Jahren. Der Arzt und Chirurg war Gründer und Direktor der ersten Poliklinik für orthopädische Chirurgie in Berlin.
1914 Hermann Rietschel stirbt in Berlin im Alter von 66 Jahren. Der Ingenieur, Maschinenbauer, Firmengründer sowie Wegbereiter der Heizungs- und Klimatechnik entwarf die Heizungs- und Lüftungsanlagen im Berliner Reichstagsgebäude. Die "Hermann-Rietschel-Ehrenmedaille" wird noch heute verliehen.

Gerhard Radke wird in Berlin geboren. Der Philologe, Forscher, Autor und Professor wird für seine Verdienste um die römische Geschichsforschung mehrfach in Italien ausgezeichnet. Außerdem verleiht ihm der Staat Israel für die Rettung einer jüdischen Familie vor dem Holocaust den Ehrentitel "Gerechter unter den Völkern".
1935 Renate von Natzmer und Benita von Falkenhayn, die zwei Tage zuvor vom Volksgerichtshof wegen Hoch- und Landesverrats zum Tode verurteilt worden sind, werden in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
1943 Nach der vernichtenden Niederlage der 6. Armee in der Schlacht um Stalingrad hält Propagandaminister Goebbels in Berlin seine berüchtigte "Sportpalastrede", mit der er ein fanatisiertes Publikum auf den "Totalen Krieg" einschwört.
1974 Bundespräsident Gustav Heinemann wird wenige Monate vor dem Ende seiner Amtszeit im Rathaus Schöneberg zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt.
1999 Die 64-jährige amerikanische Schauspielerin Shirley MacLaine wird bei der 49. Berlinale für ihr Lebenswerk mit einem Goldenen Bären ausgezeichnet.
2001 Der US-amerikanische Hollywood-Star Kirk Douglas nimmt im Berlinale-Palast den Goldenen Bären für sein Lebenswerk in Empfang. Zuvor hatte dieser sich im Roten Rathaus in das Gästebuch von Berlin eingetragen.
2007 Bei den 57. Internationalen Filmfestspielen Berlin wird der Film "Túyǎ de hūnshì" ("Tuyas Hochzeit") des chinesischen Regisseurs Wang Quan’an mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.
2012 Der Spielfilm "Cesare deve morire" ("Cäsar muss sterben") des italienischen Brüderpaares Paolo und Vittorio Taviani wird mit dem Goldenen Bären der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin ausgezeichnet.

Dienstag, 17. Februar 2015

Kalenderblatt (17. Februar)

17. Februar

1699 Der Architekt von Friedrich dem Großen, Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, wird auf Gut Kuckädel bei Crossen/Polen geboren.
1819 Philipp Jaffé wird in Schwersenz/Polen geboren. Der Historiker und Philologe zählt zu den herausragendsten deutschen Mediävisten des 19. Jahrhunderts.
1856 Heinrich Heine stirbt in Paris nach langer Krankheit im Alter von 58 Jahren. Der Dichter, Schriftsteller und Journalist studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität und war Mitglied literarischer Zirkel Berlins wie des Salons von Rahel Varnhagen von Ense. In Berlin erschienen auch seine ersten Werke.
1880 Paul Mendelssohn Bartholdy stirbt in Berlin im Alter von 39 Jahren. Der Chemiker und Industrielle war Mitbegründer der Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation (Agfa).
1907 Wilhelm von Bezold stirbt in Berlin im Alter von 69 Jahren. Der Physiker, Meteorologe und Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft forschte auf dem Gebiet der Elektrizitätslehre. Nach ihm benannt wurden das Bezold-Abney-Phänomen, das Bezold-Brücke-Phänomen und der Bezold-Effekt.
1921 Der Schauspieler, Synchronsprecher und Moderator, Herbert Köfer, wird in Berlin geboren. Er ist Sprecher der DDR-Nachrichtensendung "Aktuelle Kamera" und Mitglied im Berliner Kabarett "Die Distel".
1925 Der Augenarzt, Medizinhistoriker, Publizist und Professor, Julius Hirschberg, stirbt in Berlin im Alter von 81 Jahren. Nach ihm wurde der Hirschberg-Test benannt.
1937 Rita Süssmuth wird als Rita Kickuth in Wuppertal geboren. Die CDU-Politikerin ist ab 1985 Bundesfamilienministerin und danach Bundestagspräsidentin. Sie engagiert sich für die Frauenquote in der CDU, für das Holocaust-Mahnmal in Berlin und die Verhüllungsaktion des Reichstagsgebäudes.
1998 Der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller, Erzähler und Insektenkundler, Ernst Jünger, stirbt in Riedlingen/Baden-Württemberg im Alter von 102 Jahren.
2002 Mit der Verleihung des Goldenen Bären für den japanischen Zeichentrickfilm "Chihiros Reise ins Zauberland" und das Filmdrama "Bloody Sunday" des britischen Regisseurs Paul Greengrass geht die 52. Berlinale zu Ende.
2007 Die Gesundheitsreform wird nach dem Deutschen Bundestag nun auch vom Bundesrat verabschiedet und kann damit in Kraft treten.
2012 Der schon seit Wochen wegen Korruptionsvorwürfen unter Beschuss geratene Bundespräsident Christian Wulff tritt zurück.

Montag, 16. Februar 2015

Kalenderblatt (16. Februar)

16. Februar

1620 Kurprinz Friedrich Wilhelm wird als ältester Sohn von Georg Wilhelm aus dem Hause Hohenzollern und Elisabeth Charlotte von der Pfalz in Cölln geboren. Er geht in die Geschichte als der "Große Kurfürst" ein.
1772 Friedrich Gilly wird als Sohn des Architekten David Gilly in Altdamm/Polen geboren. Der Baumeister und Publizist ist als Professor an der Bauakademie in Berlin tätig.
1801 Julius Theodor Christian Ratzeburg wird in Berlin geboren. Der Insektenkundler, Naturwissenschaftler und Autor ist der Begründer der Forstentomologie.
1821 Heinrich Barth wird in Hamburg geboren. Der Afrikaforscher, Historiker, Geograph und Philologe ist Präsident der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin.
1827 Carl Scheibler wird in Eupen/Belgien geboren. Der Chemiker gründet in Berlin das Institut für Zuckerindustrie, die weltweit erste Forschungseinrichtung auf dem Lebensmittelsektor.
1834 Ernst Haeckel wird in Potsdam geboren. Der Zoologe, Arzt, Philosoph, Professor und Anhänger von Charles Darwin gründet 1906 den Deutschen Monistenbund.
1848 Constantin von Lossau stirbt in Berlin im Alter von 80 Jahren. Der preußische General und Militärtheoretiker erhielt eine Reihe von Auszeichnungen, darunter auch den Orden der französischen Ehrenlegion und den russischen Wladimir-Orden.
1856 Der Jurist und preußische Staatsminister, Eduard von Flottwell, erhält für seine Versöhnungspolitik mit den Polen die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin.

Rudolph Karstadt wird in Grevesmühlen/Mecklenburg-Vorpommern geboren. Der Kaufhausunternehmer eröffnet 1881 in Wismar sein erstes Geschäft, 1920 besitzt er über 30 Geschäfte in ganz Deutschland.
1917 Der Chemiker, Beamte, Autor und Hochschullehrer, Karl von Buchka, stirbt in Basel im Alter von 60 Jahren an Herzversagen.
1928 Edzard Reuter wird als Sohn des späteren Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Ernst Reuter, in Berlin geboren. Der Manager wird 1998 für sein Engagement für den Ausbau des Potsdamer Platzes zum Berliner Ehrenbürger ernannt.
1952 Wolfgang Lippert ("Lippi") wird in Berlin geboren. Der Sänger, Schauspieler und Entertainer moderiert u.a. die TV-Shows "Wetten, dass..?" und "Der große Preis".
1964 Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, wird Bundesvorsitzender der SPD. Wie kein anderer wird er zur Identifikationsfigur des gesellschaftlichen und politischen Aufbruchs der Nachkriegszeit.

Der Kommunalpolitiker und preußische Landtagsabgeordnete sowie Stadtälteste von Berlin, Erich Raddatz ("Papa Raddatz"), stirbt in Berlin im Alter von 77 Jahren.
2000 Der wegen der CDU-Spendenaffäre um Helmut Kohl unter Druck geratene Partei- und Fraktionsvorsitzende Wolfgang Schäuble erklärt seinen Rücktritt.
2001 Helen Vita stirbt in Berlin im Alter von 72 Jahren. Die Schweizer Chansonsängerin, Schauspielerin und Kabarettistin war Mitglied der "Berliner Wühlmäuse".
2007 Dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki wird von der philosophischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin die Ehrendoktorwürde verliehen. Dies ist seine insgesamt neunte Ehrendoktorwürde.
2008 Die 58. Filmfestspiele von Berlin enden mit der Vergabe des Goldenen Bären an den brasilianischen Beitrag "Tropa de Elite" von José Padilha.
2013 Die 63. Internationalen Filmfestspiele zu Berlin enden mit der Verleihung des Goldenen Bären an das rumänische Sozialdrama von Calin Peter Netzer "Poziția Copilului" ("Mutter und Sohn").

Sonntag, 15. Februar 2015

Kalenderblatt (15. Februar)

15. Februar

1545 Kurprinz Johann Georg aus dem Hause Hohenzollern und Sophia von Liegnitz heiraten. Es ist eine kurze Ehe, da Sophia wenige Tage nach der Geburt ihres ersten Kindes, Joachim Friedrich, im Alter von nur 21 Jahren verstirbt.
1751 Johann Heinrich Wilhelm Tischbein wird in Haina (Kloster)/Hessen geboren. Der Porträt-, Landschafts- und Historienmaler erschafft mit dem Gemälde "Goethe in der Campagna" sein bekanntestes Werk.
1763 Der als Frieden von Hubertusburg bezeichnete Friedensvertrag zwischen Preußen, Österreich und Sachsen, beendet den Siebenjährigen Krieg.
1781 Gotthold Ephraim Lessing stirbt in Braunschweig im Alter von 52 Jahren an Brustwassersucht. Der Dichter und Dramatiker war neben Friedrich Nicolai und Moses Mendelssohn Mitherausgeber der "Briefe, die neuste Literatur betreffend".
1785 Peter Friedrich Bouché wird in Berlin geboren. Der Botaniker, Gärtner und Insektenkundler veröffentlicht Gartenratgeber sowie Bücher und Artikel über Schädlinge und Nützlinge im Gartenbau.
1803 Ludwig Persius wird in Potsdam geboren. Der Architekt ist ein Schüler von Karl Friedrich Schinkel. Er ist u.a. am Bau von Schloss Charlottenhof und den Römischen Bädern im Park Sanssouci beteiligt.
1810 Eduard Mandel wird in Berlin geboren. Der Kupferstecher ist Dozent an der Kunstakademie und Professor an der Kupferstichschule Berlin.
1818 Der Apotheker, Chemiker und Unternehmer, Christian August Beringer, wird in Waiblingen/Baden-Württemberg geboren. 1852 gründet er eine Fabrik für Farben und Papierhilfsmittel in Berlin-Charlottenburg.
1844 Die unter Beteiligung der Architekten Ludwig Persius, Carl Ferdinand Langhans und Eduard Knoblauch errichtete Krolloper im Tiergarten in Berlin-Mitte wird nach zehnmonatiger Bauzeit eröffnet.
1848 Der preußische Generalfeldmarschall, Ehrenbürger der Stadt Berlin und ehemalige Kriegsminister, Hermann von Boyen, stirbt in Berlin im Alter von 76 Jahren.
1860 Leo Arons wird in Berlin geboren. Der Physiker und SPD-Kommunalpolitiker gründet das erste Gewerkschaftshaus in Berlin und initiiert den Bau von Arbeiterwohnungen.
1889 Der Geologe und ehemalige Oberbergrat sowie Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin, Ernst Heinrich von Dechen, stirbt in Bonn im Alter von 88 Jahren.
1944 Arthur Wehnelt stirbt in Berlin im Alter von 72 Jahren. Der Physiker machte wichtige Entdeckungen auf dem Gebiet der Elektrodynamik. Er war Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und Direktor des Physikalischen Instituts.
1945 Der Besitzer der Späth'schen Baumschulen in Berlin, Hellmuth Späth, kommt im Konzentrationslager Sachsenhausen ums Leben. Er wurde 59 Jahre alt. Zwischen 1920 und 1930 hatte er das Familienunternehmen zur weltweit größten Baumschule mit 1.500 Mitarbeitern ausgebaut.
1950 Erich Nehlhans stirbt in der Sowjetunion im Alter von 51 Jahren. Der Kaufmann und Mitbegründer sowie Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin war wegen seines Engagements für ehemalige KZ-Häftlinge und sowjetische Deserteure zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt worden.
1965 Der in Berlin geborene Wissenschaftler und Gynäkologe, Selmar Aschheim, stirbt in Paris im Alter von 86 Jahren. Der Leiter an der Berliner Charité und Lehrbeauftragte an der Friedrich-Wilhelms-Universität emigrierte 1937 nach Frankreich, nachdem er wegen seiner jüdischen Herkunft mit einem Berufsverbot belegt worden war.
1990 Der Oberbürgermeister von Berlin Erhard Krack (SED) legt sein Amt wegen seiner Beteiligung an der Manipulation der Berliner Kommunalwahl 1989 nieder. Ingrid Pankraz übernimmt das Amt kommissarisch bis zum 23. Februar 1990.
1992 Der SED-Politiker und Publizist, Hermann Axen, stirbt in Berlin im Alter von 75 Jahren. Zwei Jahre zuvor war er verhaftet worden, aber wegen seines schlechten Gesundheitszustandes wieder auf freien Fuß gesetzt.
1996 Die 46. Internationalen Filmfestspiele Berlin werden mit dem Film "Sense and Sensibility" (Sinn und Sinnlichkeit) des Regisseurs Ang Lee, nach einem Drehbuch der Hauptdarstellerin Emma Thompson eröffnet.
2003 "Nein zum Irak-Krieg!" Unter diesem Motto protestieren rund 500000 Menschen in Berlin gegen einen drohenden Irak-Krieg. Es ist die größte Demonstration in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. In 600 Städten weltweit gehen Kriegsgegner auf die Straße.

Nicole Kidman, Julianne Moore und Meryl Streep werden mit dem Goldenen Bären der 53. Berlinale ausgezeichnet. Sam Rockwell erhält den Goldenen Bären als bester Schauspieler.
2004 Der in Berlin geborene Schriftsteller und Übersetzer, Herbert Schlüter, stirbt in München im Alter von 97 Jahren. Der mehrfach ausgezeichnete Autor übersetzte sowohl literarische Werke als auch Sachbücher aus dem Englischen, Französischen, Italienischen und Spanischen.