Dienstag, 19. August 2014

Kalenderblatt (19. August)

19. August

1673 Jacob Paul Freiherr von Gundling wird in Hersbruck/Bayern geboren. Der Historiker, Hofbeamte und Präsident der Preußischen Akademie der Wissenschaften macht sich um das preußische Schulsystem und die Kartographierung Preußens verdient.
1719 Der Offizier und Hofbeamte, Carl Hildebrand von Canstein, stirbt in Berlin im Alter von 52 Jahren. Als er während eines Kriegseinsatzes schwer erkrankte, gelobte er, im Fall der Genesung sein Leben der Heiligen Schrift zu widmen. 1710 stiftete er in Halle/Saale die Cansteinsche Bibelanstalt. Nach seinem Tod wird er in der Marienkirche in Berlin beigesetzt.
1813 Der Komponist, Musikkritiker, und Musikalienhändler und -verleger, Johann Carl Friedrich Rellstab, stirbt in Berlin im Alter von 54 Jahren.
1863 Adele Sandrock wird in Rotterdam geboren. Die deutsch-niederländische Theater- und Filmschauspielerin wirkt in über 140 Filmen mit. 1905 zieht sie nach Berlin, wo sie zunächst am Deutschen Theater von Max Reinhardt spielt.
1880 Heinrich Albert Hofmann stirbt in Berlin im Alter von 62 Jahren. Der Buchhändler, Verleger und Theaterleiter ist Herausgeber des 1848 gegründeten satirischen Wochenblatts "Kladderadatsch".
1935 Während der 12. Funkausstellung bricht gegen 20.30 Uhr im "Haus der Funkindustrie" auf dem Messegelände ein Feuer aus, das schließlich auch auf den Berliner Funkturm übergreift. Das Restaurant wird schwer beschädigt und der Sender Witzleben zerstört.
1996 Die in Berlin geborene Theater- und Filmschauspielerin, Claire Rommer, stirbt in London im Alter von 91 Jahren an einer Lungenentzündung. Sie begann ihre Karriere an verschiedenen Berliner Operetten- und Theaterbühnen. Bekannt wurde sie durch den Film. Da sie mit einem Juden verheiratet war, verließ sie Deutschland im Juli 1940.
2002 Eduardo Chillida stirbt in San Sebastián im Alter von 78 Jahren. Der spanisch-baskische Bildhauer und Zeichner schuf u.a. die Skulptur "Berlin" vor dem Bundeskanzleramt.
2004 Günter Rexrodt stirbt in Berlin im Alter von 62 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Der FDP-Politiker war viele Jahre Bundesschatzmeister und von 1993 bis 1998 Bundeswirtschaftsminister.
2006 Während einer Europatournee stirbt der Jamaikaner Joseph Hill in Berlin im Alter von 57 Jahren an einem Herzinfarkt. Der Sänger, Gitarrist und Songschreiber gründete 1976 die Reggaeband Culture.
2007 Nach 36 Stunden in der Gewalt der radikal-islamischen Taliban wird die verschleppte 31-jährige Entwicklungshelferin Christina M. aus den Händen ihrer Entführer befreit.
2009 Bei der Leichtathletik-WM im Berliner Olympiastadion wird der Diskuswerfer Robert Harting mit einer Weite von 69,43 Metern Weltmeister.
2014 In einem Job-Center in Berlin-Pankow bricht eine 30-jährige Frau, die sich eine Woche zuvor in Nigeria aufgehalten hat, mit hohem Fieber zusammen. Wegen der zur Zeit in Westafrika grassierenden Ebola-Epidemie sperrt die Polizei das Gelände aus Scherheitsgründen weiträumig ab. Einen Tag später gibt die Charité Entwarnung - es handelt sich nicht um Ebola sondern um Malaria.

Sonntag, 17. August 2014

Kalenderblatt (17. August)

17. August

1754 Der preußische General und Berliner Stadtkommandant Hans Christoph Friedrich Graf von Hacke stirbt in Berlin. Er legte in Berlin-Mitte ein Sumpfgebiet trocken und errichtete Häuser und Straßen. Der dabei entstehende Marktplatz wird Hackescher Markt genannt.
1786 Friedrich der Große aus dem Hause Hohenzollern stirbt in Potsdam. Entgegen seinem Wunsch, in einer Gruft auf der Terrasse von Schloss Sanssouci neben seinen Hunden beerdigt zu werden, wird sein Leichnam in der Garnisonkirche beigesetzt.
1865 Arthur Rosenheim wird in New York City geboren. Der Chemiker ist Professor für Physikalische Chemie an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin und Vizepräsident der Deutschen Chemischen Gesellschaft.
1878 Theodor Döring stirbt in Berlin im Alter von 75 Jahren. Der Schauspieler war seit 1872 Träger des Iffland-Rings. Von 1845 bis zu einem Tod spielte er am Berliner Hoftheater.
1893 Walter Noddack wird in Berlin geboren. Der Chemiker ist an der Entdeckung des Elements Rhenium beteiligt. 1931 erhält er gemeinsam mit seiner Frau Ida Eva, geb. Tacke, die Liebig-Denkmünze der Gesellschaft Deutscher Chemiker.
1894 Otto Suhr wird in Oldenburg/Niedersachsen geboren. Der SPD-Politiker, einer der Väter des deutschen Grundgesetzes, ist vom 11. Januar 1955 bis zu seinem Tod Regierender Bürgermeister von Berlin und von 1951 bis 1954 Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses.
1913 Das Berliner Zoo-Aquarium wird eröffnet. Damals ist die Krokodilhalle, das erste begehbare Tiergehege der Welt, eine Sensation, aber auch heute noch zählt das Haus zu den weltweit bedeutendsten Schauaquarien.
1956 Berthold Brecht, einer der bedeutendsten Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts, wird unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und in Anwesenheit von Vertretern aus Politik und Kultur auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin beigesetzt.
1962 Eines der bekanntesten Opfer der Berliner Mauer, der 18-jährige Maurergeselle Peter Fechter, wird bei einem Fluchtversuch angeschossen und bleibt schwer verletzt im Todesstreifen liegen. Vor den Augen einer entsetzten Menschenmenge fleht Fechter um Hilfe, doch weder die am Checkpoint Charlie diensthabenden amerikanischen Soldaten, noch die Westberliner Polizei wagen ihm zu helfen. Erst nach rund einer Stunde bergen DDR-Grenzsoldaten den inzwischen leblosen Körper. Eine Welle der Empörung und gewaltsamer Proteste - auch gegen die Amerikaner und die Polizei - erschüttern Westberlin, so dass sich der Regierende Bürgermeister, Willy Brandt, schließlich gezwungen sieht, die Berliner zu Ruhe und Besonnenheit zu mahnen.
1987 Der zu lebenslanger Haft verurteilte Stellvertreter Hitlers, Rudolf Heß, erhängt sich im Spandauer Kriegsverbrechergefängnis. Seinem Wunsch, im Grab seiner Eltern auf dem evangelischen Friedhof in Wunsiedel bestattet zu werden, wird entsprochen.
2001 Hans Fürst stirbt in Dresden im Alter von 91 Jahren. Der in Berlin geborene Chemiker erhielt 1953 eine Professur an der TH Dresden und war Professor für technische Chemie an der Technischen Universität.
2004 Alfred Kinzel stirbt in Neuruppin im Alter von 91 Jahren. Er war Vorsitzender des Berliner Schachverbandes und Präsident im Deutschen Schachbund, Träger des Bundesverdienstkreuzes und Ritter der FIDE (Fédération Internationale des Échecs).
2006 Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft, Air Berlin, übernimmt den Konkurrenten und Billigflieger dba.
2007 Die aus Tübingen stammende ehemalige RAF-Terroristin, Eva Haule, wird nach 21-jähriger Haft aus dem Frauengefängnis Berlin-Neukölln auf Bewährung entlassen. Sie war u.a. wegen dreifachen Mordes und 23-fachen versuchten Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden. Heute arbeitet sie in Berlin als künstlerische Fotografin.
2008 Zweieinhalb Monate nach seiner Einweihung wird das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin-Mitte von Unbekannten beschädigt. Dies bleibt aber nicht der einzige Anschlag, ein zweiter erfolgt am 16. Dezember 2008 und ein dritter am 5. April 2009.

Samstag, 16. August 2014

Kalenderblatt (16. August)

16. August

1809 Die Humboldt-Universität zu Berlin wird als Friedrich-Wilhelms-Universität gegründet. Ihren Lehrbetrieb nimmt sie ein Jahr später auf. Die HU Berlin, die 29 Nobelpreisträger verzeichnen kann, zählt zu den bundesdeutschen Eliteuniversitäten.
1869 Im sogenannten "Moabiter Klostersturm" versuchen rund 3.000 aufgebrachte Berliner, ein katholisches Männerkloster im Ortsteil Moabit zu stürmen. Die Krawalle kostet zwei Menschen das Leben.
1900 Eddy Walis wird als Eduard Weiszfisz in Den Haag geboren. Der Geiger, Orchesterleiter und Jazz- und Unterhaltungsmusiker lebt bis 1933 in Berlin und emigriert später in die USA.
1909 Heinz Brandt wird in Posen/Polen geboren. Der Kommunist und NS-Widerstandskämpfer wird in der DDR SED-Funktionär und 1961 wegen Spionage inhaftiert. 1977 wird er Gründungsmitglied des Aktionskreises Leben und 1979 der Grünen.
1930 Wolfgang Völz wird in Danzig/Polen geboren. Der Theater-, Fernseh- und Filmschauspieler, der auch als Synchron- und Hörspielsprecher arbeitet und Mitglied der Berliner Stachelschweine war, erlebt seinen Durchbruch mit der Fernsehserie "Raumpatrouille". Er leiht seine Stimme u.a. Peter Ustinov, Mel Brooks und Walter Matthau.
1936 Im Berliner Olympiastadion findet die Abschlussfeier der XI Olympischen Sommerspiele statt. Zur Zufriedenheit der Machthaber stellt Deutschland mit 33 Gold-, 26 Silber- und 30 Bronzemedaillen vor den USA und Ungarn die erfolgreichste Mannschaft.
1980 Arthur Rackwitz stirbt in Berlin im Alter von 85 Jahren. Der evangelische Pfarrer und Publizist war Mitglied des Pfarrernotbundes, der Bekennenden Kirche und des Bundes religiöser Sozialisten. Während der NS-Diktatur half er politisch und rassisch Verfolgten, bis er schließlich selbst verhaftet und im Dezember 1944 in das KZ-Dachau überstellt wurde.
2009 Während der Leichtathletik-WM im Berliner Olympiastadion läuft der Jamaikaner Usain Bolt die 100 Meter in 9,58 Sekunden und stellt damit einen Fabelweltrekord auf.
2012 Kurt Wanski stirbt in Berlin im Alter von 90 Jahren. Der Maler, Zeichner und Musiker war eine Institution der Berliner Kunstszene. 1984 wurden seine Werke zum ersten Mal öffentlich ausgestellt.

Freitag, 15. August 2014

Kalenderblatt (15. August)

15. August

1695 Kurfürst Friedrich III legt den Grundstein für die Parochialkirche. Sie wurde von Johann Arnold Nering entworfen und ist die erste reformierte Kirche Berlins.
1769 Napoleon Bonaparte wird in Ajaccio/Korsika geboren. Als Kaiser der Franzosen ist er der große Gegenspieler von König Friedrich Wilhelm III. Nach der verheerenden Niederlage bei Jena und Auerstedt marschiert Napoleon durch das Brandenburger Tor und besetzt Berlin. Preußen muss hohe Entschädigungszahlungen leisten und verliert rund die Hälfte seines Territoriums. Das Ende für Napoleon kommt am 18. Juni 1815 in der Schlacht bei Waterloo. Napoleon wird vernichtend geschlagen und bis zu seinem Lebensende auf die Insel St. Helena verbannt.

Der preußische Staatsbeamte und Ehrenbürger der Stadt Berlin, Johann Philipp von Ladenberg, wird in Magdeburg/Sachsen-Anhalt geboren.
1797 Hans Ferdinand Maßmann wird in Berlin geboren. Der Philologe ist Anhänger von Friedrich Ludwig Jahn und seiner Turnbewegung. 1843 wird er vom preußischen Ministerium mit der Organisation des Turnunterrichts betraut.
1905 Hermann Brück wird in Berlin geboren. Er ist ein Experte auf dem Gebiet der Sonnenspektroskopie. 1936 verlässt er Deutschland und arbeitet an der Vatikanischen Sternwarte in Castel Gandolfo. 1957 wird er Professor an der University of Edinburgh.
1938 Paul Ferdinand Straßmann stirbt in Gstaad im Alter von 71 Jahren. Der aus Berlin stammende Gynäkologe und Publizist, der während der NS-Zeit in die Schweiz emigrierte, machte sich besonders um die Geburtshilfe verdient.
1944 Der SA-Obergruppenführer, NSDAP-Reichstagsabgeordnete und Polizeipräsident von Berlin, Wolf-Heinrich Graf von Helldorff, wird wegen seiner Beteiligung an der Verschwörung vom 20. Juli 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Er wurde 47 Jahre alt.
1978 Adel Tawil wird in Berlin geboren. Der Musiker, Songwriter und Produzent mit ägyptisch-tunesischen Wurzeln startet seine Karriere in der Band "The Boyz" und bildet danach mit der Musikerin Annette Humpe das Duo "Ich + Ich".
2007 In Kabul/Afghanistan werden bei einem Anschlag mit einer ferngezündeten Bombe drei deutsche Sicherheitsbeamte getötet. Eine vierte Person wird schwer verletzt. Die Taliban bekennt sich zu dem Attentat.
2009 Im Berliner Olympiastadion werden die zwölften Leichtathletik-Weltmeisterschaften eröffnet. Der Marathonlauf und die Gehwettbewerbe starten am Brandenburger Tor, wo auch während der WM ein buntes Rahmenprogramm geboten wird.

Donnerstag, 14. August 2014

Kalenderblatt (14. August)

14. August

1319 Waldemar der Große aus dem Geschlecht der Askanier stirbt in Bärwalde/Polen. Da seine Ehe mit Agnes von Brandenburg kinderlos geblieben war, wurde sein Vetter Heinrich II von Brandenburg sein Nachfolger. Nach dessen frühem Tod nur ein Jahr später erlischt die Linie der Askanier.
1688 Friedrich Wilhelm I (der "Soldatenkönig") aus dem Hause Hohenzollern wird im Berliner Schloss geboren. Der Vater von Friedrich dem Großen regiert Preußen von 1713 bis 1740.
1776 Christian Friedrich Tieck wird in Berlin geboren. Der Bildhauer, ein bedeutender Vertreter der Berliner Bildhauerschule, gestaltet zahlreiche Porträtplastiken und arbeitet des Öfteren mit dem Architekten Karl Friedrich Schinkel zusammen.
1824 Der Politiker der Nationalliberalen Partei (NLP) und Ehrenbürger der Stadt Berlin, Arthur Hobrecht, wird in Berent/Polen geboren. Von 1872 bis 1878 ist er Berliner Oberbürgermeister. Er versorgt Berlin mit einer modernen Kanalisation und fördert das Unterrichtswesen und die Krankenpflege. Der Stadtbaurat und Stadtplaner, James Hobrecht, ist sein Bruder.
1865 Die Gasteiner Konvention, ein Vertrag zwischen Preußen und Österreich, wird unterzeichnet. Damit wird Holstein österreichisch und Schleswig preußisch. Das Herzogtum Lauenburg fällt ebenfalls an Preußen.
1889 Willi Münzenberg wird in Erfurt geboren. Der Verleger, Filmproduzent, Kommunist und NS-Widerstandskämpfer ist ein vehementer Gegner des von Europa betriebenen Kolonialismus. Im Juni 1940 kommt er im Arrondissement Grenoble unter ungeklärten Umständen ums Leben.

Der evangelische Theologe und Autor, Carl Büchsel, stirbt in Berlin im Alter von 86 Jahren. 1846 wurde er als Pfarrer an die neu errichtete St. Matthäuskirche in Berlin berufen. 1852 wurde er Konsistorialrat und ein Jahr später Generalsuperintendent des Bereichs Neumark und Niederlausitz. Außerdem leitete er ab 1858 das St.-Elisabeth-Kranken- und Diakonissen-Mutterhaus in Berlin und die Goßnersche Missionsgesellschaft.
1900 Benita von Falkenhayn wird in Berlin geboren. 1934 wird sie als Spionin für den polnischen Nachrichtendienst entlarvt und 1935 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
1904 Franz Neumann wird in Berlin geboren. Der NS-Widerstandskämpfer und Bundestagsabgeordnete wird 1971 zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt. Zu seinen Verdiensten zählt der Wiederaufbau der Technischen Universität Berlin.
1908 Der Philosoph und Pädagoge, Friedrich Paulsen, stirbt in Berlin im Alter von 62 Jahren. 1877 wurde er der erste Professor für Pädagogik in Deutschland.
1948 Der CDU-Politiker Ferdinand Friedensburg wird Regierender Bürgermeister von Berlin. Bis zum 1. Dezember 1948 leitet er dieses Amt kommissarisch. Sein Nachfolger wird der SPD-Politiker Ernst Reuter, der dieses Amt bis zum 11. Januar 1951 innehat.
1956 Der Schriftsteller und Regisseur, Bertolt Brecht, stirbt in Berlin im Alter von 58 Jahren. Er war einer der bedeutendsten Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts, Begründer des epischen Theaters und Mitbegründer des Berliner Ensembles.
2004 Der in Berlin geborene Buchantiquar, Publizist und Ehrendoktor der Freien Universität Berlin, Bernard H. Breslauer, stirbt in New York im Alter von 86 Jahren. 1977 eröffnet er in der Fifth Avenue, New York, sein Geschäft. Er war ein weltweit anerkannter Experte für den Bucheinband des Mittelalters und der Renaissance sowie für Autographen. 1978 erwarb er für die Württembergische Landesbibliothek eine Gutenberg-Bibel. Er besaß eine der größten Sammlungen von Bilderhandschriften.
2006 Bundespräsident Horst Köhler verleiht bei einem Festakt im Schloss Bellevue der DFB-Elf das Silberne Lorbeerblatt für ihr vorbildliches Verhalten während der Fußball-WM 2006 in Deutschland.
2011 Der Theater-, Film- und Fernsehschauspieler, Friedrich Schoenfelder, stirbt in Berlin im Alter von 94 Jahren. Er war auch ein vielbeschäftigter Synchronsprecher, der in über 400 Filmen mitwirkte und seine markante Stimme u.a. Henry Fonda, Alec Guinness, Rex Harrison, James Mason, William Powell und David Niven lieh. Außerdem synchronisierte er 140 Folgen der amerikanischen TV-Serie "Im Reich der wilden Tiere".

Dienstag, 12. August 2014

Kalenderblatt (12. August)

12. August

1720 Bei Abrissarbeiten eines Pulverturms kommt es zu einer verhängnisvollen Explosion, die zahlreiche Tote fordert, darunter auch 36 Kinder, die unter den Trümmern ihrer Schule begraben werden.
1722 Johann Carl Conrad Oelrichs wird in Berlin geboren. Der Historiker, Rechtsgelehrte und Schriftsteller verfasst zahlreiche Schriften zu juristischen, historischen und literarischen Themen.
1759 In der Schlacht bei Kunersdorf (Siebenjähriger Krieg) erleidet Friedrich der Große gegen Österreich und Russland eine vernichtende Niederlage und bringt Preußen damit an den Rand des Abgrunds.
1762 Christoph Wilhelm Hufeland wird in Langensalza/Thüringen geboren. Der Mediziner, königliche Leibarzt, Sozialhygieniker und Autor sowie Professor an der Berliner Universität und Begründer der Makrobiotik errichtet in Berlin eine Poliklinik zur kostenlosen Behandlung von Armen.
1769 Ludwig Wilhelm Gilbert wird in Berlin geboren. Der Physiker, Publizist sowie Professor und Observator an der Sternwarte in Halle ist Herausgeber der "Annalen der Physik".
1819 George Hesekiel (Pseudonym "Crescenzio Schwertinger" ) wird in Halle/Saale geboren. Der Journalist und Schriftsteller verfasst die erste Biographie von Otto von Bismarck und ist Mitbegründer der Wochenschrift "Berliner Revue" sowie Mitglied der literarischen Vereinigung "Tunnel über der Spree".
1841 Franz Schwechten wird in Köln geboren. Der Architekt erbaut in Berlin u.a. den Anhalter Bahnhof, den Grunewaldturm und die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.
1890 Der evangelische Theologe, Schriftsteller und Publizist, Christoph Heinrich Otte, stirbt in Merseburg/Sachsen-Anhalt im Alter von 92 Jahren. Er war Ehrendoktor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität und der Universität Halle.
1899 Alfred Kantorowicz (Pseudonym "Helmuth Campe") wird in Berlin geboren. Der Schriftsteller, Publizist, Literaturwissenschaftler und Erforscher von Exilliteratur wird bekannt als Herausgeber der Werke von Heinrich Mann.
1935 Harry Kupfer wird in Berlin geboren. Der Opernregisseur ist künstlerischer Leiter der Komischen Oper in Berlin sowie Mitglied der Akademie der Künste und Professor an der Berliner Musikhochschule.

Der Mathematiker und Professor, Friedrich Schottky, stirbt in Berlin im Alter von 84 Jahren. Nach ihm benannt sind der "Satz von Schottky" und das "Schottky-Problem".
1938 Ludwig Borchardt stirbt in Paris im Alter von 74 Jahren. Der Ägyptologe und Architekt entdeckte am 6. Dezember 1912 die Büste der Königin Nofretete, die sich heute im Ägyptischen Museum in Berlin befindet.
2013 Alfons Wonneberg stirbt in Schöneiche bei Berlin im Alter von 86 Jahren. Der Jazz- und Unterhaltungsmusiker, Bandleader und Hochschullehrer erhielt 1959 den Kunstpreis der DDR. 1999 gründete er die erste Berliner Uni-Big-Band.

Montag, 11. August 2014

Kalenderblatt (11. August)

11. August

1778 Friedrich Ludwig Jahn wird in Lanz/Brandenburg geboren. "Turnvater Jahn" ist der Initiator der deutschen Turnbewegung. Den ersten Turnplatz etabliert er 1811 in der Hasenheide in Berlin-Neukölln.
1780 Der Hofapotheker Heinrich Wilhelm Behm stirbt in Berlin im Alter von 71 Jahren. Nachdem er 1751 das königliche Privileg zum Bau einer Heil- und Badeanstalt erhalten hatte, errichtete er das Luisenbad am Gesundbrunnen.
1806 Der Wittenberger Pädagoge Johann August Zeune gründet in Berlin die erste deutsche Blindenschule. Er wird sie 41 Jahre lang leiten.
1814 Der Historiker, protestantische Theologe, Prediger, Lehrer und Autor, Jean Pierre Erman, stirbt in Berlin im Alter von 79 Jahren. Er war Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.
1824 Martin Gropius, Großonkel des Architekten und Bauhaus-Gründers Walter Gropius, wird in Berlin geboren. Der Architekt errichtet u.a. das ehemalige Kunstgewerbemuseum, heute bekannt als Martin-Gropius-Bau.
1860 Ludwig Heck wird in Darmstadt geboren. Der Biologe ist vom 1. Juni 1888 bis zum 31. Dezember 1931 Direktor des Berliner Zoos.
1861 Paul Matschie wird in Brandenburg an der Havel geboren. Der Zoologe, Forscher und Publizist ist von 1890 bis 1926 Leiter am Zoologischen Museum in Berlin. Nach ihm werden ein Baumkänguru und ein Buschbaby benannt.
1889 Joachim Tiburtius wird in Liegnitz/Polen geboren. Der Wissenschaftler, Hochschullehrer und CDU-Politiker ist zwölf Jahre Senator für Volksbildung. In seine Amtszeit fallen der Ausbau der FU Berlin sowie die Etablierung der Berliner Festwochen und der Berliner Filmfestspiele.
1897 Käte Haack wird in Berlin geboren. Die Berliner Staatsschauspielerin wirkt in rund 230 Film- und Fernsehproduktionen mit. 1973 wird sie mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet.
1903 Die elektrische Straßenbahn in Köpenick löst die alte Pferdebahn ab. Gleichzeitig wird sie in "Städtische Straßenbahn Cöpenick" umbenannt.
1924 Franz Schwechten stirbt in Berlin einen Tag vor seinem 83. Geburtstag. Der Architekt erbaute in Berlin u.a. den Anhalter Bahnhof, den Grunewaldturm und die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.
1925 Der Bauingenieur Friedrich Krause stirbt in Berlin im Alter von 69 Jahren. Während seiner Amtszeit als Stadtbaurat widmete er sich dem Um- und Neubau zahlreicher Brücken sowie der Errichtung des Westhafens. 1926 wird eine Uferstraße nach Krause benannt.
1932 Peter Eisenman wird in Newark/USA geboren. Der international renommierte Architekt entwirft in Berlin das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas".
1951 Der im Berliner Volksmund als "Mont Klamott" bezeichnete Trümmerberg in Berlin-Schöneberg erhält seinen offiziellen Namen "Insulaner". Am 30. Januar 1963 wird dort die Wilhelm-Foerster-Sternwarte eröffnet.
2006 Bei einem Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Hellersdorf wird ein 40-jähriger Geldbote, Vater von fünf Kindern, vor einer Sparkassen-Filiale erschossen. Die drei Täter entkommen und wurden bis heute nicht gefasst.

Die am 28. Juli im Alter von 86 Jahren verstorbene Rut Brandt, Ex-Ehefrau des früheren Bundeskanzlers, Außenministers und Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Willy Brandt, wird auf dem Waldfriedhof in Berlin-Zehlendorf bestattet.
2007 Michael Frede stirbt in Agios Minas/Griechenland im Alter von 67 Jahren bei einem Badeunfall. Der in Berlin geborene Philosoph und Professor wird am 14. August in Athen bestattet.
2008 Ilse Dubois stirbt in München im Alter von 86 Jahren. Die in Berlin geborene Kostümbildnerin arbeitete sowohl für das Theater als auch für den Film. 2004 erhielt sie den Filmpreis der Stadt München.
2010 Bruno Schleinstein ("Bruno S.") stirbt in Berlin im Alter von 78 Jahren an Herzversagen. Der Straßenmusiker und Schauspieler wurde bekannt durch seine Hauptrollen in den Filmen "Jeder für sich und Gott gegen alle" und "Stroszek".
2011 Deutschland und die Schweiz vereinbaren ein bilaterales Steuerabkommen, dessen Verabschiedung aber später am Widerstand des Bundesrates scheitert.